Funktionsmodus: hilfreich oder gefährlich?
Shownotes
In dieser Folge sprechen Julia und Johanna über:
- Was „Funktionsmodus" für jede von ihnen bedeutet und warum die Definitionen überraschend weit auseinanderliegen
- Fight, Flight, Freeze, und was es bedeutet, im Freeze zu sein, ohne dass es von außen so aussieht (High Functioning Freeze)
- Warum wir im Funktionsmodus nur erschwert Zugriff auf andere Perspektiven haben – selbst wenn wir wollen
- Den Unterschied zwischen „Ich kann" und „Ich muss": warum genau dazwischen Wachstum entsteht
- Wie Regulation aus Nervensystem-Sicht aussieht und warum der Weg raus manchmal durch Wut und Trauer führt
- Welche persönlichen Warnsignale zeigen, dass es zu viel wird
Key Takeaway der Folge: Wir gehen davon aus, dass andere verstehen, was wir sagen – weil wir dieselben Worte benutzen. Aber hinter vermeintlich selbstverständlichen Begriffen stecken völlig unterschiedliche Welten. Das gilt für „Funktionsmodus" – und wahrscheinlich für viel mehr.
Schreib uns! Hast du Fragen, Gedanken oder Themen, die dich beschäftigen? Wir freuen uns über jede Nachricht – schreib uns an info@gefuehlt-gedacht.de
Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich willkommen zu gefühlt gedacht, deinem Podcast rund um Menschliches erleben.
00:00:08: Wir sind Julia
00:00:09: und Johanna und sprechen mit viel Herz und Offenheit über das was sonst nur in unseren Gedanken bleibt!
00:00:25: Es freut mich total.
00:00:26: Ich merke, ich bin ein bisschen aufgeregt und ich freue mich total auf diese heutige Folge.
00:00:31: Wie geht es dir gerade auf der anderen Seite?
00:00:33: Ja!
00:00:34: Ich auch wie gesagt finde es so ein bisschen interessant weil wir wissen ja noch nicht so genau was passiert.
00:00:38: Wir haben nur einen Thema über das wir uns unterhalten wollen Und... Der Rest entsteht ja im Gespräch bei uns Wieso meistens?
00:00:46: von daher würde ich sagen starten will einfach direkt in das Thema rein.
00:00:52: Halt dich für absolut sinnvoll.
00:00:54: Ja, wir haben uns überlegt das Thema Funktionsmodus und es mal ein bisschen näher anzuschauen.
00:01:00: Und während wir darüber gesprochen haben, haben wir auch schon festgestellt dass wir zwei völlig verschiedene Definitionen davon haben.
00:01:05: von daher was ist denn für dich der Funktion Modus?
00:01:09: Ja mega gute Frage.
00:01:11: also ich würde sagen für mich ist der Funktion Modus einen Zustand in dem wir uns bewegen indem wir uns verhalten tatsächlich auch überlebensnotwendig ist.
00:01:22: Das bedeutet, wenn man so ein bisschen zurückschaut ... Da gibt es ja immer diese Metapher dieser Sebelzahn-Tigermetapher.
00:01:29: Ich glaube, wenn wir im Funktionsmodus sind, sind wir schon in einem angstgeleiteten Zustand.
00:01:34: Wir sind in so einem Überlebenszustand würde ich das vielleicht formulieren.
00:01:37: D.h.,
00:01:38: wir versuchen zu funktionieren und schauen eher darauf was braucht es jetzt im Außen?
00:01:43: Wo muss ich mich vielleicht auch anpassen?
00:01:45: Wo kann ich jetzt irgendwie agieren?
00:01:49: Durch dieses Agieren vergessen wir aber auch manchmal auf uns selbst zu schauen.
00:01:53: Das ist, glaube ich so für mich die Definition...versucht der Definition von dem Funktionsmodus, den ich von mir kenne.
00:01:59: Wie geht's denn dir da?
00:02:00: Wie ist das für dich?
00:02:03: Ja gerade überlegst du ganz interessant weil für mich ist es nicht mehr viel agieren sondern tatsächlich eher viel reagieren was für mich in der tieferen Schicht des Körpers eigentlich passiert.
00:02:14: und Du hast Dinge gesagt wo ich mir dachte ja dann bin ich dabei.
00:02:19: Wo ich dabei bin, ist es eine Stressreaktion im Körper.
00:02:23: Sei das jetzt ... Du hast es genannt, der Sebelzantiger?
00:02:26: Das heißt an sich reagiere ich schon eher in einem Autopiloten vielleicht auch als für mich aus einer Handlungsfähigkeit Strickstrich Wahlfähigkeit heraus.
00:02:38: Also der Verstand ist dabei nicht ganz so viel beteiligt wie die tieferen Schichten meines Gehirns.
00:02:46: So glaube ich würde dich das auf der Ebene beschreiben.
00:02:49: Ja, es ist so eine Art der Bedrohung auf die wir reagieren glaube ich.
00:02:53: Ja genau also im Prinzip Sicherheit fehlt, Gefahr ist hoch und wir reagiern eigentlich viel mehr als dass wir agieren zumindest in meiner Definition von diesen beiden Wörtern.
00:03:03: weil Agien ist für mich tatsächlich sehr geleitet durch den Verstand.
00:03:07: Ich habe Wahlmöglichkeiten, ich sehe die Wahlmögligkeiten auch.
00:03:10: was für mich beim Funktionsmodus das ist sehr... ich beschreibe das immer gerne mit Scheutlappen bei Pferden.
00:03:18: Ich kann nicht mehr rechts und links gucken, weil ich bin nur noch gerichtet auf das was vor mir ist.
00:03:24: Und ich kann gar nicht sehen ob die Mauer auf die ich zuläufe oder vielleicht rechts daneben eine Tür wäre durch die ich gehen könnte was total einfach wäre.
00:03:31: aber ich versuche immer stupide weil ich die Tür eben nicht sehen kann durch die Wand zu rennen.
00:03:36: Ja, ja.
00:03:38: Verstehe ich das Bild.
00:03:39: Macht total Sinn.
00:03:40: Ich glaube, die ist es nicht mehr rechts und links gucken.
00:03:42: Das ist genau das was ich meinte mit dem dass wir da manchmal auch uns selbst übersehen weil wir so in dieser Betrohung sind, weil wir im Agieren siehst du?
00:03:49: Aber ich finde das Wort reagieren tatsächlich auch sehr stimmig und passend.
00:03:52: also wir reagieren nur noch auf das sozusagen was wir im Außen sehen Und achten weniger darauf, welche anderen Handlungsmöglichkeiten hätte ich denn aber vielleicht auch.
00:04:01: Also wir gehen nicht in dieses interne Abwägen.
00:04:04: Ich glaube an der Stelle sind wir uns tatsächlich recht einig.
00:04:06: Ich fand es total spannend jetzt und in der Vorbereitung des Gesprächs zu merken, dass du das so aus Nervensystem Arbeit als freies Zustand ja irgendwie für dich definierst.
00:04:16: Kannst du mir das ein bisschen erklären was du damit genau meinst?
00:04:20: Das hat sich viel damit zu tun, dass... ...das für mich der Funktionsmodus oft getrieben ist aus einer Überforderung heraus.
00:04:29: Eine Überforderungen ist für mich gliedert darin, dass ich eine hohe Aktivierung in meinem Nervensystem eigentlich habe und irgendwann schaltet der Körper in den Freezezustand was an sich nicht verkehrt.
00:04:44: Das ist ein Überlebensmodus genau wie Fight & Flight auch.
00:04:48: Das Besondere aber am Freeze ist, dass wir halt eigentlich wie in dieser Erstarung drin sind und deswegen eben nichts anderes sehen können.
00:04:55: Wohingegen einen Fight tatsächlich Kampf, tatsächlich sehr nach vorne es sehr nach vielleicht sogar auch nach Wegen sucht und einen Flight also den Weg laufen oder sich irgendwie verstecken wollen, ein sehr angstgetriebenes Ding ist, auch eher nach Lösungen und Auswegen sucht wohin gegen den Freeze tatsächlich eher so Okay, ich verharre schon fast in der Situation.
00:05:20: Auch Bokrastination ist was, was in einen Freeze für mich mit reingehört weil das symbolisiert also durch Überforderung des Systems eigentlich gekommen.
00:05:34: und deswegen glaube ich komme ich dahin, weil für mich wenn ich funktioniere heißt es dass sich ganz viele Stufen vorher an Aktivierung in meinem System nicht wahrgenommen habe.
00:05:44: Das heißt, ich bin eigentlich... Ich hab mich überfordert mit all den Aufgaben vielleicht die ich im Außen hatte.
00:05:48: das sind eigentlich viel zu viele um mit ihnen umgehen zu können.
00:05:52: und dann renne ich in diesen... Eigentlich in den Overflow wenn du so willst aber halt nicht in den positiven sondern eigentlich in den... In den Grenzbereich rein und irgendwann kippt es dann.
00:06:05: Ich kann zwar weiterhin funktionieren ja ich kann weiterhin funktionierend ne?
00:06:11: Aber mein System ist eigentlich Wie in einem Shutdown, es hat auf die Bremse getreten.
00:06:16: Das ist spannend.
00:06:17: Siehst du, da unterscheiden sich unsere Sichtweisen mit dem Prokrastination dieses Aufschieberites wie das ja so ganz gerne auch genannt wird?
00:06:25: Das sehe ich total klassisch als ein Freezezustand an indem wir sehr wenig handlungsfähig sind und in dem wir nicht in der Aktion kommen sondern in einem passiven Ruhemodus augenscheinlich von außen betrachtet bleiben drin aber ganz viel los ist und wir so resignieren für einen Moment oder nicht in die Handlung kommen die wir eigentlich geplant hätten zu Erledigen.
00:06:47: Aber was ich so als Funktionsmodus für mich noch mehr begreife, ist tatsächlich so einen fast schon Überaktionismus könnte ich sagen.
00:06:57: So kenne ich das gerade auch von mir.
00:06:59: da gehe ich mal ganz ehrlich auch in die Selbstöffnung.
00:07:01: bei mir ist grade super viel los vielleicht als Hintergrund.
00:07:04: ich stehe in der Praxisgründungsphase Ich bin ja Psychotherapeutin und mach jetzt dann ab ersten, siebten eine eigene Praxis auf mit Kassensitz und Niederlassung.
00:07:12: Und all dem was da so zugehört bin zusätzlich Dozentin, Promoviere an der Uni.
00:07:18: Da ist super viel los!
00:07:19: Jetzt gerade kam ja auch noch die Honorarkürzung.
00:07:21: Das ist ein ganz aktuelles Thema, das mich sehr beschäftigt hielt weil ich dann eine Petition gestartet habe.
00:07:26: Diese ganzen Bereiche nebenbei zu jonglieren und gleichzeitig zu betrachten und zu priorisieren... Was ist jetzt wichtig?
00:07:33: Was kann ich vielleicht in einer Woche oder zwei machen?
00:07:38: Das merke ich, dass das bei mir mich in den Funktionsmodus geführt hat.
00:07:41: Ich nehme mich teilweise weniger wahr – ich bin deutlich weniger achtsam und hier würde ich das definieren eher als eine Art von Fight-Reaktion.
00:07:50: Also passt eigentlich ganz gut.
00:07:51: auch zu dem was du schon gesagt hast ist es so, dass ich durchaus Lösungen und Wege sehe.
00:07:56: Ich bin nicht komplett wie eingefroren und verstarrt aber ich merke, dass der Bezug zu mir definitiv weiter hinten ansteht.
00:08:05: Das, was ich sonst so achtsamt wahrnehme.
00:08:07: Mein Partner sagte dann, die ist gar nicht aufgefallen.
00:08:09: Dass ich eine Schublade umgetauscht habe im Bad wo zwei Schubladen übereinander sind.
00:08:13: Die haben jetzt einfach quasi ne andere Reihenfolge.
00:08:15: das ist dir gar nicht ausgefallen.
00:08:17: früher wäre mir das aufgefallen.
00:08:18: also ihm ist es sehr bewusst und Das ist mit tatsächlich nicht aufgefallener.
00:08:22: das sind jetzt so Dinge die in Peripheren Blick fällt mit deinen Scheuklappen zum Beispiel mit dieser Metapher die da einfach nicht mehr sichtbar werden für mich aktuell weil sie vielleicht auch als irrelevant von meinem System eingestuft
00:08:33: werden.
00:08:34: Also deswegen der wird mich raus
00:08:36: gefiltert
00:08:37: Was aktuell
00:08:38: nicht wichtig ist.
00:08:39: Genau, absolut und ich war dann auch sehr ehrlich zu sagen Ich merke aktuell muss überleben reichen.
00:08:46: so also ich merke es ist gerade so wenig Ressource noch vorhanden für eben solche vermeintlichen banalitäten in Anführungsstrechen.
00:08:55: das ist natürlich keine Banalität wenn man's auf seine Ebene runter bricht Und gleichzeitig In meinem System bei dem alles was zu ändern ist eben schon.
00:09:04: Deswegen würde ich bei mir sagen, Funktionsmodus ist eigentlich eher eine Fightreaktion.
00:09:08: Deswegen fand ich das ganz spannend zu hören, dass es für dich eine Freeze-Reaktion ist.
00:09:13: Am Ende definitiv!
00:09:15: Die Frage ist immer ne?
00:09:16: Weil irgendwann kippt eben fight oder flight in freeze wenn's zu viel ist.
00:09:23: Also letztlich... Ich sag mal, wenn du auf das Nervensystem schaust dann ist es ja so, dass unser System immer anhand dessen was unser Standard ist aber auch wie die Situation sich zeigt reagiert.
00:09:37: Und wenn du weißt, über einen Fight kommst du raus!
00:09:40: Wird dein System immer erst mal mit einem Fight reagieren?
00:09:44: Das ist zumindest meine Perspektive darauf.
00:09:47: Außer wenn es irgendwann zu viel wird kann das trotzdem sein dass es am außen wie fight aussieht.
00:09:52: aber das im innen und das ist eigentlich das Interessante was hat bei nem Freeze passiert?
00:09:57: Ist das alle nicht notwendigen auch Organtätigkeiten runtergefahren werden.
00:10:04: Deswegen kommst du nicht mehr auf dein Gehirn drauf, weil deinen Gehirnen auch runter.
00:10:07: Also tatsächlich gerade der prefrontale Cortex, die ja für Verstande und Logik und ähnliches Zustände ist also tatsächlich bei dieses ... ich sag mal das Erwachsenensteuerung nicht mehr zugriffspfähig ist, weil da Energie abgezogen wird von um eben so... Also tatsächlich, es geht tatsächlich um Konservierung der Energie.
00:10:29: Das heißt alles was nicht notwendig Energie braucht in deinem Körper wird runtergefahren.
00:10:36: Ja, das macht ja auch dieses Thema mit der Steuerungsfähigkeit.
00:10:39: Also prefrontal Akkordtex würden wir brauchen quasi... Das unter unserem Frontallappen also hier hinter der Stirn.
00:10:45: Ich tippe mir gerade an die Stirn!
00:10:47: Das brauchen wir für die Steuerung.
00:10:48: aber in dem Moment wo wir in diesen Überlebensmodus kommen, da sind wir uns ja einig dass es so eine Art von Überlebemsmodus ist indem wir dann nur noch funktionieren und dass dieser Überlebendsmodus quasi dann ja eigentlich mehr gefühlsgeleitet ist, also gehirnphysiologisch jetzt eher so amüktaler
00:11:03: usw.,
00:11:03: singularer Akkordex betrifft.
00:11:05: dass da dann ganz viel Aktivität ist, die uns auch hemmt in die Steuerungsfähigkeit zu kommen.
00:11:09: Meinst du das?
00:11:11: Ja genau und auch in die Handlungs- und vor allen Dingen Wahlfähigkeit.
00:11:14: Weil du kannst gar nicht mehr wählen!
00:11:16: Du hast keine Obzonen mehr weil es gibt eigentlich nur noch einen Weg der ist eingeschränkt so ein bisschen wie ein Zug auf Schienen.
00:11:24: Es gibt keine Abzweigung.
00:11:25: und das Interessante ist zumindest wenn ich den Funktionsmodus bei mir früher erlebt habe war's auch schwer... Wenn mir dann von außen jemand gesagt hat, ja aber guck mal da ist doch eine Abzweigung.
00:11:38: Dann hat mein System gesagt Nein!
00:11:40: Das ist der Weg.
00:11:41: und also tatsächlich habe ich richtig gemerkt wie Ich nicht einmal von Außen andere Perspektiven andere Meinungen auch wenn es ein guter vielleicht weg gewesen wäre aber ich hab den gar nicht zulassen können.
00:11:56: Ja ich habe den gar nichts zu lassen können dass man im anderen Weg existieren könnte als der auf dem ich mich jetzt gerade befinde.
00:12:04: Heute würde ich sagen, weil es zu viel Unsicherheit und Rechenleistung auch von meinem Kopf benötigt hätte diesen Weg hinzuzufügen.
00:12:12: Das ist keine Kapazität mehr vorhanden.
00:12:15: Ja
00:12:15: genau.
00:12:17: Mit Roussen beschrieben?
00:12:19: Es war wie blockiert oder so hört das sich an.
00:12:22: also...
00:12:22: Ich bin tatsächlich gegen gegangen!
00:12:25: Ich war im Kampf.
00:12:26: Also ich bin auch tatsächlich jemand.
00:12:27: Funktionsmodus bei mir zeigt sich häufig im Außen mit.
00:12:30: ich kämpfe eigentlich ums überleben Dieses Bild von dem Frosch, der in diesem Hals steckt.
00:12:37: Von den Storch so never gewappt!
00:12:39: Das ist tatsächlich glaube ich das
00:12:41: was da... Schönes Bild
00:12:43: ja auch mein Überlebensmodus irgendwie beinhaltet und ich kämpfe dann an allen Ecken und Enden.
00:12:50: die Frage ist nur ob der Kampf in dem Moment sinnvoll ist oder nicht?
00:12:55: Das kann ich halt nicht mehr entscheiden sondern es ist einfach nur ein stupides mit dem Kopf gegen die Wand rennen obwohl vielleicht recht danehmende Tür ist, die ich nicht sehen kann.
00:13:04: Aber wenn du mir sagen würdest, da ist eine Tür, würde ich trotzdem weiter mit dem Kopf gegen die Wand rennen.
00:13:07: Weil ... Ich gar nicht aufnahmefähig bin, dass da der Tür ist?
00:13:13: Ja, sehr spannend!
00:13:14: Ich hab mich grade gefragt ob da nichts so auch dieses Thema Reaktanz.
00:13:17: Mir sagt jemand etwas von außen bietet mir eine vermeintliche Lösung für die Person.
00:13:21: Das muss ja auch keine Lösung sein, die dann zu dir passt.
00:13:23: Das ist immer noch mal offen im zweiten Blattpapier ehrlicherweise.
00:13:28: Und dass dann quasi so dieses, ah nee, mag ich gar nicht.
00:13:31: Dass du mir jetzt hier einen Vorschlag machen willst für das wie es funktioniert.
00:13:34: Ich hab mich gefragt ob das vielleicht auch mit reingekommen ist?
00:13:36: Also das ist nicht nur ein...ich kann's gar nichts sehen und mein System ist da wie blockiert und ich laufe jetzt quasi davor die Wand weil ich diese Scheuklappen aufhabe um in deiner Metapher zu bleiben.
00:13:46: sondern das ist auch so ein..Ich möchte das auch gar nicht!
00:13:50: Ich will das auch garnicht!
00:13:51: Das fände ich jetzt sehr spannend.
00:13:52: Ich weiß nicht wie du das erlebt hast jetzt auch in der Retrospective.
00:13:56: In dem Moment Ist es definitiv so.
00:13:59: Und meine Bewertung heute ist, mit all dem Wissen aus meiner Nervensystem- und Traumatherapeutischen Ausbildung... ...ist genau das Basis von... Also jedes Mal wenn du im Überlebensmodus bist, egal ob es ein Flight oder Freeze ist, kannst du gar nicht mehr auf diese Impulse von außen verarbeiten!
00:14:23: Weil du in der Aktivierung deines Systems drin bist dass jeder Impuls von außen einfach nur abgewährt wird.
00:14:30: Und es ist gar nicht bösartig oder so was, ich bin mir gar nichts sicher ob ich das mit ... Reloquentz hast du's genannt glaub'
00:14:36: ich?
00:14:37: Reaktanz ja!
00:14:38: Also reakt- Quasi wie Widerstand Ja, so könnte man auch sagen.
00:14:43: Mhm.
00:14:43: Genau Ich glaube da ist es ein Widerstand vom System auf eine Neuerung von Außen weil das System gerade so sehr unter Beschuss steht intern Das was neu is gar nicht möglich ist zu verarbeiten.
00:14:55: also ich glaube Ich weiß, dass ich früher immer dachte, warum nimmt die Person?
00:15:01: Gerade wenn es ... Wenn ich so überlege mit meinem Mann oder ähnlichem.
00:15:05: Aber da ist doch ein Weg und er reagiert halt mit Nein!
00:15:08: Und das funktioniert deswegen nicht.
00:15:10: Und ich weiß, das ich immer sehr ermüdend und zermürbend fahne.
00:15:15: Aber ich mach doch Vorschläge, aber du willst sie ja nicht haben.
00:15:19: Und dann aber zu verstehen, er kann gar nicht in dem Moment die
00:15:23: aufnehmen."
00:15:25: weil er eigentlich voll in Alarm ist.
00:15:28: Und das ist für mich tatsächlich auch Funktionsmodus, dieses Inalarm ich kann gar nichts Neues reinlassen da funktioniert auch Veränderung es nicht möglich, weil ich einfach dass alles gerade am erhalten bin was hier gerade existiert ja
00:15:46: würde ich total zustimmen und das passt ja dann auch wieder gut in diese Angstmetapher, die ich ganz am Anfang genannt habe.
00:15:52: Also wenn wir gerade absolute Betrohung wahrnehmen für unser System du hattest super gelabelt mit Stresszustand also im ersten Moment ist es ja erst mal dann auch Stress was bei uns dann auch passiert in unserem Körper Und wenn wir da drin sind und grade eine aktuellen Betrohhung sozusagen ausgesetzt sind, also unser System zumindest Dann ist es so dass wir gar nicht mehr.
00:16:13: Also wir haben ja dann auch kein Hungergefühl mehr, wir funktionieren.
00:16:18: Wir funktionieren dann nur noch, wir reagieren.
00:16:21: um es mit deinen Worten zu sagen ich hätte es jetzt mit Agiren beschrieben.
00:16:24: also wir verhalten uns nur noch wie reagieren da passt das Wort wieder gut auf diese äußeren Umstände aber nicht mehr wirklich auf dass wir spüren gar nicht mehr diese Meldungen unseres eigenen Systems.
00:16:34: und dadurch ist es wahrscheinlich auch gar nicht möglich in diesem Moment wenn jetzt dann plötzlich jemand von außen kommt Hintrücken will auf, wie ist ein inneres System gerade?
00:16:42: Was passiert denn innen drinnen eigentlich grade.
00:16:45: Das ist dann gar nicht wahrnehmbar.
00:16:46: da haben wir keinen Zugang zu in diesem Moment weil wir ja einfach darauf gepolt sind zu überleben.
00:16:52: jetzt und hier in diesem moment wo dann Betrohung da ist Sehr spannend.
00:16:57: Was braucht es denn also dann?
00:16:59: Also die Frage, die sich mir jetzt eingestellt und vielleicht auch den Zuhörenden stellt, das weiß ich nicht.
00:17:03: Aber für mich stellt sie auf jeden Fall die Frage was braucht es dann eigentlich um aus diesem Funktionsmodus rauszukommen.
00:17:10: Und da habe ich für mich jetzt auch schon natürlich ein paar Ideen aber vielleicht sehr spannend ja auch deine Sicht zu hören als Nervensystem arbeitende Person auseinandersetzt und da auch immer wieder so den Fokus drauf bringt.
00:17:24: Vielleicht magst du auch noch ein bisschen was zu deinem Hintergrund, du hattest es ja schon mal angerissen aber vielleicht noch mehr erzählen und da einrahmen?
00:17:30: Was denkst Du?
00:17:31: wie kann man da aus Nervensystem Sicht auch wieder rauskommen?
00:17:36: Regulation!
00:17:38: Ich glaube das ist die Standardantwort.
00:17:42: im Nervenystem ist immer wenn ich eine Aktivierung habe in eine Deaktivierung reinzukommen wobei und das ist genau das was diesen Freezezustand so ein bisschen spannender macht Wenn du aus dem Freeze rauskommst, ist erst mal eine hohe Aktivierung da.
00:17:56: Also im Prinzip das was im Freeze-Zustand passiert.
00:17:58: nur hast du es gesagt ich bin eigentlich so ein bisschen namm also ich krieg mich selber gar nicht mehr mit Ich kriege gar nichts mehr mit was in meine Bedürfnisse Ich habe auch nicht mehr so einen Gefühl für meinen Körper.
00:18:08: Das sind tatsächlich alles sehr typische Signale für den freeze.
00:18:12: Und das Thema ist dass häufig unter dem freeze eine hoher Aktivität im System vorliegt und ganz häufig dann wenn Du in der Deaktivierung kommst Was ganz toll wäre.
00:18:22: Dann aber erst mal die Wut, die Trauer.
00:18:24: Also alle Emotionen, die sich so drunter gestaut haben... ...die dazu geführt haben, dass du im Freeze gelandet bist,... ...die kommen dann halt!
00:18:31: Die wollen dann verarbeitet werden.
00:18:33: Die wollen einmal da gewesen sein und dann kannst du erst wieder voll in eine Deaktivierung reingehen.
00:18:43: Deswegen braucht es Kapazität im System.
00:18:44: Das ist eigentlich... also ich sag mal ne?
00:18:47: Du wolltest eine einfache Antwort.
00:18:49: Ich bin mir ja nicht so sicher ob ich die jetzt quasi geben konnte.
00:18:53: Einfache Antworten sind ja auch total doof.
00:18:55: Wer will denn hier einfacher, einfacher Antworten haben?
00:18:59: Also ich wollte tatsächlich gerne eine sehr ausführliche Antwort haben und so eine Betrachtung was ist denn eine Regulation?
00:19:06: von daher darfst du auch gerne weiter machen.
00:19:07: Ich möchte dich da nicht limitieren.
00:19:09: Ich höre dir da sehr gerne
00:19:10: zu.
00:19:10: Ja ich habe tatsächlich gerade überlegt.
00:19:14: ich weiß dass wenn ich im Funktionsmodus bin Ich bin jemand, der sehr lange in einem Freeze gelebt hat.
00:19:22: Ich nenne das gerne High Functioning Freeze.
00:19:25: Ich war ziemlich gut darin.
00:19:26: Ich habe mal Maschinenbau studiert und war Ingenieurin und war im Konzern als Projektleiterin tätig... ...und hab dort viel gearbeitet und bin dort viel über meine Grenzen gegangen.. ..und hab mich eigentlich selber gar nicht mehr wahrgenommen.
00:19:42: Deswegen kenne ich diesen Zustand sehr, sehr gut!
00:19:44: Und im Gegensatz zu dem was man denkt nämlich dass Freeze quasi dieses Eingefroren sein dieses aus Panik sich nicht mehr bewegen können ist, gibt es eben auch diesen Freezezustand wo du noch sehr wohl an deinem Leben teilnimmst und alles so machst was man von dir erwartet aber eben es nicht mehr fühlst.
00:20:03: Es nicht mehr wirklich wahrnimmts sondern nur noch funktionierst.
00:20:08: das warum ich sag dass dieser Funktionsmodus Und daraus zu kommen, vor allen Dingen wenn das ein Dauerzustand war ist schon eine andere Nummer.
00:20:18: Weil du andere Dinge brauchst.
00:20:19: Wenn das nur ein kurzer Moment ist hilft mir heute Zeit!
00:20:26: Ja wirklich?
00:20:27: Das ist egal was Nervensystem.
00:20:31: ich merke immer wieder es ist Zeit was so wertvoll ist was wir häufig nicht haben was ich häufig dann auch heute noch lernen darf dass ich mir die nehmen muss.
00:20:43: tatsächlich Wir hatten das gerade.
00:20:45: Wir wollten Montag ja die Podcastfolge aufnehmen und ich habe gesagt, ich kann nicht weil die Wochen davor wieder so sehr mich mitgenommen hat und ich keine Zeit zur Verarbeitung hatte von all den Emotionen und all den Aktivierungen, die passiert sind in meinem System dass sich dann einfach wie in so einen Loch gefallen bin und erstmal Ich für mich eine Tag brauchte um all das auch da sein zu lassen um all Das auch mal durch mein system durchlaufen zu lassen
00:21:15: Und sich da dann auch die Zeit zu nehmen, ich glaube das ist der wichtige Punkt daran.
00:21:19: Wenn wir das spüren und das ist ja auch das wo du heute stehst deswegen hattest du glaube ich vorhin auch gesagt früher als und hat es so eingeleitet gehabt dass das früher halt ein anderer Zustand war und dass du heute an einem Punkt bist wo du das erstens bemerken kannst dass du da drin bist und dann aber auch zweitens entsprechend deiner Regulationsmöglichkeiten, da hat übrigens mein innerer Beutel einen Teil sehr gefeiert.
00:21:44: Yay!
00:21:44: Regulation!
00:21:46: Dass du dann auch Strategien für dich quasi hast, hey ich nehme mir jetzt bewusst diese Zeit und Zeit geben kann ja auch eine Art von Regulation sein.
00:21:53: also das ist ja auch ein Lösungsstrategie auf der Handlungsebene und dass dir das dann auch ermöglicht und nicht sagst und so jetzt pushe ich über dieses Gefühl drüber und egal ob meine innere Stimme jetzt gerade das und das sagt Ich gehe da jetzt rüber und mache einfach weiter weil das wäre ja krass es funktionieren.
00:22:07: Und da erkenne ich mich tatsächlich auch ab und zu wieder, dass ich da dann schon push the boundaries mit mir mache.
00:22:12: Mit mir selber?
00:22:14: Ja!
00:22:15: Und ganz klar ist es schon so, dass wir haben ganz häufig dieses Thema Komfortzone und Komfortzonen-Stretching und Ähnliches, das wenn nicht push de Boundaries... in einem kontrollierten Rahmen mache, dass ich auch nicht meine Kapazität oder meine Komfortzone oder was auch immer erweitern kann.
00:22:37: Das ist so ein bisschen das Perfide finde ich immer.
00:22:41: Es ist super schwierig zu schauen, was es jetzt ein bisschen pushing und was ... Jetzt ist es gekippt!
00:22:51: Und manchmal hört sich das jetzt doof an da diese Erlebnisoffenheit auch ein Stück weit walten zu lassen und zu sagen, manchmal darf es vielleicht okay sein, wenn ich die Grenze übertrete.
00:22:59: Und dann im Nachhineinherstfeststelle war eine Grenze ... Ich vergleich das ein bisschen blöd.
00:23:04: Aber das kennen viele mit Alkohol.
00:23:07: Vielleicht viele Menschen, die schon mal irgendwie Alk Kohle getrunken haben, haben auch irgendwann diesen Moment erlebt, wo sie etwas zu viel hatten?
00:23:14: Dann vielleicht auch unangenehme Symptome wie Schwindel oder ähnliches bekommen haben oder sogar erbrechen.
00:23:20: Es braucht tatsächlich auch manchmal dieses ... über eine Grenze drüber gehen, um dann auch nachhinein feststellen zu können.
00:23:26: Ah ja da war die Grenze!
00:23:27: Also erlebe ich das zumindest für mich... Ich weiß nicht wie du das siehst.
00:23:31: oder hast du Methoden ohne über die Grenzen irgendwann in deinem Leben drüber gegangen zu sein und trotzdem definiert zu haben hey dabei jetzt die Grenzer?
00:23:42: Oder da wäre jetzt die Krense?
00:23:43: Ne ne?
00:23:44: Ja genau!
00:23:45: Ganz im Gegenteil.
00:23:46: andersrum wenn ich die Grenz nie bewusst erlebt habe und weiß was hinter der Grenze sich befindet Seh ich es sogar so, hab' ich die Grenzen hier erreicht.
00:23:55: Das hat sich ein bisschen blödern aber... Ja!
00:23:57: Ich bin schon der festen Überzeugung und ich seh das wenn irgendwie wir ne neue Sportart sowas lernen.
00:24:06: Du musst ja da auch erstmal reinkommen du musst deinen Körper kennenlernen.
00:24:09: Ich sag jetzt mal zum Beispiel meine Tochter lernt hier gerade so Skaten oder sowas Und in dem Moment wo sie hinfällt denke ich mir ach ok guck mal da war eine körperliche Krenze aktuell sonst wäre sie nicht hingefallen sondern hätte sie ausgleichen können.
00:24:21: Und du musst ja immer wieder diesen Prozess auch machen, um dich auch zu stabilisieren und auch zu gucken.
00:24:27: Also wann muss ich intervenieren?
00:24:29: Auch in Richtung von Balance?
00:24:30: Wann muss sich eine Ruhetag einlegen?
00:24:33: Und wann kann ich weitermachen?
00:24:37: Ja, Ruhettage, Regeneration.
00:24:40: Absolut!
00:24:41: Ja.
00:24:41: also auch schön dass du das da auch an der Stelle so siehst.
00:24:43: Ich glaube... Das bedeutet ja eigentlich wenn wir das jetzt wieder zurückführen auf das Thema Funktionierend funktionieren wir nicht alle irgendwie irgendwann irgendwo in unserem Leben Wer die Antwort wahrscheinlich eher ja sogar sehr viele sind, vermutlich sogar auch teilweise unbewusst.
00:24:57: So erlebe ich das gerade im Patient-Innenrahmen in so einem Funktionsmodus und da kannst du ja auch zum Beispiel helfen weil ich ja die Frage gestellt habe was denkst Du denn aus Nervensystemsicht?
00:25:06: Was kann da helfen manchmal auch Abstand zu bekommen?
00:25:08: Das ist etwas was ich so erlebe dass gerade Patientinnen dann auch manchmal sagen jetzt wo ich im Urlaub war hab ich mal auf mein Leben drauf geschaut Und ich denke, was mache ich da eigentlich?
00:25:18: Das finde ich dann auch irgendwie ganz spannend, um außen damit zu kriegen.
00:25:23: Raum entstanden ist, für jetzt betrachte ich das mal und zurückführen quasi auf dieses Thema.
00:25:28: Wir funktionieren wir sind im To-Modus so könnte man sagen.
00:25:34: Wir sind nicht im Science Modus wie vielleicht im Urlaub am besten Fall sind sondern wir sind in diesem To-modus.
00:25:39: Wir tun und tun und arbeiten und funktionieren kann ja aber auch etwas sehr gewinnbringendes sein.
00:25:45: deswegen also ich finde da Das sollte für mich zumindest ist es ganz wichtig jetzt hier auch nochmal reinzugeben, dass das nicht so was abwerten.
00:25:51: Das hat den Funktionsmodus gegenüber sondern dass der durchaus auch legitim ist übrigens überlebensnotwendig auch an der einen oder anderen Stelle logischerweise ist deswegen kommt er ja und dass er eben auch dieses push to boundaries manchmal ermöglicht.
00:26:04: denn ich glaube Ich werde in jedem Moment wo ich In Richtung mich meiner Grenze bewege durchaus wahrnehmen, dass mein Gefühl von Bedrohung gerade stärker wird.
00:26:16: Wenn ich bewusst das Ganze mache also vielleicht passiert das auch unbewusst bei manchen.
00:26:19: aber im Prinzip ist es so, dass wir dann immer in eine Art von Funktionieren reinkommen.
00:26:25: oder wie siehst du das?
00:26:29: Ich habe gerade als ich dir zugehört hab dachte ich mir... Mein Gefühl ist gerade wir brauchen ein neues Wort.
00:26:38: Jetzt kommst
00:26:38: Du mit was!
00:26:40: Ja, da war ich noch nicht.
00:26:42: So weit waren meine Gedanken noch nicht voll.
00:26:43: Weil ich dir erst zuhören wollte.
00:26:47: Danke!
00:26:49: Wofür brauchen wir ein neues Wort?
00:26:50: Dann fangen wir da an zu sortieren.
00:26:53: Ja ja, weil ich fand diesen Gedanken... Der Funktionsmodus hat auch seine positiven Seiten oder seine funktionalen Seiten.
00:27:06: Das ist schon so.
00:27:07: Wir arbeiten ja jeden Tag und wir haben vielleicht Gewohnheiten, die wir etabliert haben, die uns auch Ressourcen sparen.
00:27:15: Es gibt nicht umsonst haben wir Gewohnheit und Routinen, die helfen unsere Ressoursen zu sparen damit wir dann in anderen Momenten wieder Ressurzen haben für Dinge, die unvorhersehbar gewesen sind.
00:27:30: Und das ja im Prinzip das was für mich irgendwann über Forderungen bringt unvorhersehbare Geschichten passiert sind oder Dinge passiert sind, Aufgaben und ähnliches.
00:27:41: Und ich keine Ressourcen mehr habe das ja im Prinzip das was uns dann an unsere Kapazitätsgrenzen oder drüber hinaus bringt und damit für mich in diesem Überlebensmodus schrickstrich.
00:27:50: Funktionsmodus weil ich nur noch abarbeite.
00:27:55: Und das was
00:27:56: du
00:27:57: für mich beschrieben hast eben war ja eher so einen Alltag in einer gewissen Form, der aber sehr bewusst auch stattfinden kann und nicht im Überlebensmodus.
00:28:10: Also eigentlich so ein Bannend?
00:28:12: Nee tatsächlich... Ja ich verstehe voll.
00:28:15: War tatsächlich nicht ganz meine Intention sondern eher wirklich dieses über die eigene Grenze beziehungsweise vor die eigene Krenze oder ins Wachstum reinzukommen.
00:28:24: Vielleicht definiere ich es mal so.
00:28:28: ist bei mir zumindest ganz häufig verbunden mit Angst.
00:28:32: Da gibt es ja dieses schöne Bild, dass man quasi aus der Komfortzone durch eine Angstzone in die Lernzone und dann in eine Wachstumszone kommt.
00:28:39: Das ist natürlich sehr plakativ und macht auch tausend Rückschritte.
00:28:43: also so ganz linear funktioniert das System glaube ich nicht.
00:28:45: Und gleichzeitig erlebe ich das bei mir schon so Dass jetzt zum Beispiel wo ich hier auf so einer Bühne stand und da dann irgendwie was erzähle, dass da natürlich vor Angst ist und dadurch auch funktionieren Und dadurch auch die Scheuklappen und Überleben, und gestresst innerlich sein.
00:29:02: Und dadurch eben funktionieren.
00:29:04: Thema ist also es nicht Gewöhnung!
00:29:05: Es ist Nichtgewohnheit das wollte ich damit sagen.
00:29:07: Sondern dass es gerade über die Gewohnheit rüber gehen.
00:29:11: Und trotzdem aber etwas sehr Funktionales für mein System weil ich lerne... Ah jetzt bin ich hier in dieser Situation und ich schaffe es.
00:29:19: Ich schaffe's zu überleben ne?
00:29:20: Weil das ist ja das wovor sich unser System fürchtet.
00:29:22: Und ich schaff es es auch gewinnbringend zu nutzen.
00:29:26: Für mich um dann zu wachsen
00:29:30: Ja.
00:29:32: Für mich das, was du beschreibst ist eine normale Ausdehnung im Sinne von der Aktivierung und der Deaktivierung.
00:29:42: Wir haben immer Momente am Tag.
00:29:45: Unser ganzes System ist ja permanent eigentlich für mich am hoch- und runtergehen.
00:29:51: Also eigentlich sind wir... Es ist kein... Wir arbeiten nicht auf einer Nullinie wenn alles gut läuft, sondern wir sind ja immer am... Das aktiviert mich jetzt und dann komme ich wieder in eine Deaktivierung.
00:30:02: Dann komme ich wie deine Aktivierung und das was du beschreibst ist für mich zumindest das was ich jetzt gehört habe würde ich als okay.
00:30:08: du hast halt ne Aktivierungen empfunden die auch dich relativ gut aktiviert hat, relativ hoch aktiviert hatte.
00:30:16: Die Frage ist hattest du das Gefühl du warst noch im Ich kann Bereich oder schon nämlich Muskbereich?
00:30:24: Ich würde sagen, sowohl als auch.
00:30:26: Das ist, glaube ich, situationsbedingt gewesen.
00:30:29: In dem Moment vorher würde ich sagen, ich war in dem ich will und kann.
00:30:34: Und dann gab es so einen Moment auf der Bühne – das war ganz spannend!
00:30:37: Da hat mein Handy weiter den Text dran gesumt mittig lesen, aber nicht mehr an den Seiten.
00:30:44: Das passiert ja wenn man so ein Text ranzoomt und ich habe mir nicht die Zeit genommen in diesem Moment wieder zurück zu zoomen.
00:30:50: das heißt ich war so ein bisschen okay jetzt freesterlich Und da hab' ich gemerkt jetzt sitzen... Ich muss also mein inneres System ne?
00:30:55: Das ist dann automatisch kam so ein Oh mein Gott oh.
00:30:59: Scheibenkleister!
00:31:00: Jetzt funktioniert hier das gerade nicht.
00:31:01: Ich hab mir doch hier meinen Text und den kann ich jetzt aber nicht mal hundert Prozent lesen.
00:31:04: Da kam dann so diese Angst, diese Sorge ganz stark und dann war es eher eigentlich muss jetzt aber ich muss jetzt weiter machen.
00:31:12: Ich kann mir nicht die Zeit nehmen, noch mal wieder raus zu zoomen und auf meinem Handy rumzutippen.
00:31:16: Wie sieht das denn aus?
00:31:17: Da kam der innere kritische Anteil auch durch.
00:31:20: Da warst du vom Moment...
00:31:24: Aus nervensystemaktivierung ein Nervensystemperspektive.
00:31:28: super interessant!
00:31:29: Weil dieser Moment in dem du im ich muss warst aber noch Zugang zu dem ich kann hat es da eigentlich weil du hättest einen anderen Weg gehen können dass werde ich kann weg gewesen.
00:31:38: Du hattest aber dich so den ich muss Weg entschieden.
00:31:42: Ja.
00:31:42: Das würde ich als die Grenze übrigens beschreiben zwischen, hier ist die Aktivierung zwar hoch aber noch nicht in die Überforderung gekippt also in den potenziellen Freeze gekippte Aber das ist die Grenz und dass es übrigens der sweet spot für Wachstum Also im Prinzip dieses diese Reibe zwischenden.
00:32:04: Ich kann und ich muss.
00:32:06: Das is aus Nervensystem Perspektive.
00:32:12: Wo wachst du?
00:32:12: Vor allen Dingen, wenn das nicht lange ist.
00:32:14: Wenn du dann zu lang in dem ich muss drin bleibst, dann kippt es auch wieder, weil dann kommst du auch nicht mehr wieder in das Ich kann zurück.
00:32:20: Dadurch dass du übergesagt hast, es kam dann relativ schnell wieder in Das Ich Kann Zurück.
00:32:24: Ist das genauso ein Übungsfeld gewesen.
00:32:27: Ja, so jetzt durfte ich dann mal ein bisschen freestylen und gucken wie das funktioniert.
00:32:31: Ich fahre jetzt mal auf Autopilot und mache halt einfach mal weiter.
00:32:33: Und es hat ja geklappt!
00:32:35: Also ja aber hast du...ich fand dass hast du sehr schön formuliert und bei mir ist eben noch eine Frage hängen geblieben.
00:32:39: vielleicht nehmen wir die in den nächsten Podcast voll hier oder in einer der nächsten Mal mit.
00:32:43: also das Thema Gewohnheit und was ist eigentlich normal?
00:32:46: Ist Gewohnkeit auch gleich gut und ist das auch gleich das was wir durchaus fahren dürften, sollten könnten die ganze Zeit.
00:32:54: Also das finde ich auch noch mal spannend zu vertiefen an der Stelle.
00:32:57: Weiß nicht ob du da auch Lust drauf hättest?
00:33:00: Ja total Gewohnheit und nichts, aber ich würde da tatsächlich nochmal das Thema auch Anpassung mit reinbringen weil Gewohnheiten gleich Anpassungen oder nicht?
00:33:11: ja also es gibt auf jeden Fall gewohnheit ist auch so ein sehr sehr spannendes thema.
00:33:15: definitiv finde ich
00:33:16: absolut.
00:33:18: ja
00:33:20: heißt wir können eigentlich was
00:33:21: gerade
00:33:21: Ja?
00:33:22: Ja.
00:33:24: Ich glaube, wir wollten gerade das Gleiche machen dieses... ich überlege grade wo wir jetzt geändert sind hier ob wir für uns nochmal, ob wir es schaffen das Ganze in einem short cut Resonär in einer gewissen Form ja genau zusammen zu fügen.
00:33:43: Das ist ja schon spannend!
00:33:48: Ich glaube ich hätte noch eine Frage an dich weil du gesagt hast ne dieses dir ist schon klar, dass es auch nicht gut ist dieser Funktionsmodus an dem du dich befindest und ich ... weil zumindest habe ich das so wahrgenommen.
00:34:00: Weil du gesagt hast naja ich nehme ja gewisse andere Dinge die ich sonst wahrgenommen habe nicht mehr war Die werden halt raus gefiltert.
00:34:09: Und die Frage die sich mir so ein bisschen gesteinert dieses Beispiel mit der Schublade wo du vorhin gesagt hast und da hat sich mir tatsächlich die frage gestellt Ist denn das zu schlimm oder ist das einfach jetzt auch überhaupt nicht mehr relevant?
00:34:24: und wäre es okay, wenn das keine Relevanz hat weil andere Dinge relevant haben.
00:34:29: Und dass das normal ist, dass wir unseren Fokus verschieben auf andere Themen, weil wir wachsen?
00:34:46: Ich würde sagen, es ist natürlich beides.
00:34:48: Wenn ich diesen Zustand jetzt lang genug aufrechterhalte – das heißt einfach lange genug in diesem Funktionsmodusbleibe – dann ist natürlich eine gewisse Gefahr da auszubrennen.
00:34:57: oder so ist das was ich auch spüre.
00:34:59: wenn ich dann in die Ruhe komme und bin wirklich sehr schnell, sehr müde, merke dann, dann fällt ganz viel ab, dann ist mein Körper richtig schwer in mir.
00:35:09: ganz klar, okay ich darf auch wieder auftanken.
00:35:12: Also ich glaub dieses Auftanken ist ganz wichtig und das auch als Signal mitzunehmen.
00:35:16: Und ich sehe aber auch dieses Wofür es sich lohnt und warum das jetzt auch gut ist gerade weil ich mich in einem Wachstumsprozess befinde.
00:35:23: und wachstum das kennen wir ja auch von Kindern wenn wir die mal anschauen in den Wachsungsprozessen geht's denn ja auch nicht immer supergut.
00:35:31: also ob das jetzt Zahnungsprozess sind oder tatsächlich auch körperliche Wachsprozesse von der Größe Und so ist es hier auch.
00:35:39: Ich würde sagen, ich erlebte es aufgrund meiner Einstellung als was sehr Gewinnbringendes und etwas sehr Erfüllendes und gleichzeitig möchte ich mir immer wieder bewusst machen hey das ist jetzt ein vulnerabler also ein verletzlicher Zustand und ich darf gut auf mich achten dass das nicht kippt und sich nicht wirklich zu lange über diese Grenze drüber gehe und dann in den muss wie du es so vorhin schon schön gesagt hast in dieses Muss reinkommen nur noch Agiere, funktioniere, abarbeite.
00:36:07: Aber mir keine Auftankmöglichkeiten mehr bietet.
00:36:11: So ein bisschen wie mit dem Auto was man nicht mehr nachtankt obwohl es immer schnell fährt und dann brennt's halt aus.
00:36:16: also ich glaube ist das beides ist so dass dichotomas ist so dieses diese beiden Anteile sehen zu können.
00:36:20: es ist weder schwarz noch weiß.
00:36:21: es ist nicht nur gut nicht nur schlecht untergut in der achtsamkeit zu bleiben dennoch trotz dieses funktioniens zustandes würde ja auch wieder für feitern sprechen nach deiner definition von was ich vorhin gehört habe
00:36:33: in der Selbstbeobachtung zu bleiben.
00:36:36: Ja, genau.
00:36:37: Jetzt du hast gerade gesagt ne ich muss aufpassen dass es nicht kippt.
00:36:40: woran erkennst du das?
00:36:42: Also hast du da Signale oder woher?
00:36:46: woran würdest du erkennen dass es gekippt ist?
00:36:49: vielleicht um?
00:36:51: Ja, bei mir merke ich das ganz viel tatsächlich an meinem Mindset.
00:36:54: Also da ist ja auch jeder anders.
00:36:56: Ich glaube oder hat jeder ganz unterschiedliche Warnsignale die man dafür sich selber vielleicht identifizieren darf um das zu erkennen.
00:37:02: für mich ist es tatsächlich mein Mindset wenn ich den Eindruck habe meine Gedanken gehen eher.
00:37:08: ich will das gerade nicht mehr ich brauche eigentlich eine Pause.
00:37:11: warum mache ich das hier gerade alles noch?
00:37:16: Möcht jetzt einfach nur Ruhe, lasst mich alle in Ruhe so ungefähr.
00:37:19: Wenn diese Gedanken überhand nehmen und das ist der Hauptteil meiner Gedanken wird die ich an einem Tag habe dann spüre ich... Jetzt ist es zu viel!
00:37:27: Jetzt brauche ich eine Pause Und umgedreht quasi.
00:37:31: wenn meine Gedanken noch sagen
00:37:33: hey
00:37:34: voll cool und ich freue mich da und auf diesen Aspekt total auch wenn's gerade anstrengend ist und auch wenn das gerade viel von mir abverlangt Dann bin ich glaube ich noch für mich im grünen Bereich.
00:37:45: Das ist auch ganz spannend Das ist wirklich... Für mich ist es so, du kannst das halt auch trainieren.
00:37:51: Also ich kann mittlerweile meine Gedanken sehr wohl diesbezüglich auch lenken und wahrnehmen, dass mein Körper das anders sieht.
00:37:59: Deswegen finde ich das super spannend, dass du quasi deine Gedanken als Impulsgeber- und als Signalgeber nimmst.
00:38:09: Was... Also tatsächlich, als du das so gesagt hast, habe ich reflektiert nach der Ja.
00:38:13: Diese Gedanken kenne ich auch.
00:38:17: Ich merke aber bei mir, dass ich diesen Gedanken heute nicht mehr so viel Gewicht gebe wie früher.
00:38:22: Sondern tatsächlich reinfühle in meinem Körper was ist los und was es ... Bin ich irgendwie total angespannt?
00:38:28: Bin ich High Alertsack?
00:38:31: Also tatsächlich, ich merk das dann, dass sich wieso leicht angespannt bin.
00:38:36: So wie beim Autofahren.
00:38:39: Ganz früher war ich, hab total ganz viel kontrolliert.
00:38:42: Aber heute ist immer noch eine leichte Anspannung beim Auto fahren.
00:38:45: da merke, dass das so ist wie mein Alter gerade stattfindet.
00:38:51: Dann versuche ich schon auch Pause-Momente fünfzehn Minuten mal zu machen wo ich bewusst da Entspannung reinbringe auch.
00:39:03: Ja es ist spannend.
00:39:04: also ich würde auch sagen Ich kann meine Gedanken durchaus lenken und Vielleicht ist das was ich meine, diese unbewussteren Gedanken die so teilweise prä-bewusst sind und manchmal auch unbewusst bleiben wenn wir da nicht genau hingucken.
00:39:18: Ich glaube dass es etwas was mir mittlerweile leichter fällt durch die Übung da Zugang zu bekommen.
00:39:25: und diese ungewussten Gedanken sind ja ganz häufig auch durch den Körper mit gesteuert.
00:39:30: also der Körper reagiert und es produziert produzieren sich auch Gedanken oder umgedreht.
00:39:36: Wenn mir jetzt die kognitive Verhaltenstherapeutin fragen würden, wo ich ja auch mit dabei bin ist es ja auch so dass unsere Gedanken auch unser Erleben beeinflussen und natürlich kann ich sie ganz bewusst leiten.
00:39:47: Ich kann aber auch schon vorher merken welche automatischen Gedanken kommen da denn eigentlich gerade?
00:39:53: Und diese automatische Gedanken auch durchaus wahrzunehmen und dadurch auch automatisch ein Stück weit mein Körper also das eine schließt das andere finde ich nicht unbedingt aus.
00:40:02: zu spüren Und dadurch zu merken, jetzt bin ich hier an einem Punkt.
00:40:06: Hier könntest du es kippen.
00:40:08: Super spannend!
00:40:11: Ich habe gerade gedacht das wäre tatsächlich auch nochmal so ein Thema für eine weitere Folge inwieweit genau diese Gedanken, Beeinflussungen wirklich auch Informationen von meinem Körper sind.
00:40:25: ist es nicht vielleicht auch ein trainiertes Ding was sich da höre?
00:40:29: Woher kommen meine Gedanken?
00:40:31: Das finde auch ein super spannendes Thema ist mir gerade aufgefallen, weil ich glaube dass wir aufgrund dessen das du eben Verhaltenstherapeutin bist.
00:40:41: Ich glaube wir haben da schon eine andere Perspektive zu.
00:40:46: Und deswegen haben wir uns ja auch entschieden hier so ein Podcast zu machen.
00:40:49: also wir sind ja... Das was ihr jetzt hier grade übrigens hört, das könnte auch potenziell ein Telefonat sein zwischen mir und meiner Schwester.
00:40:56: wenn wir telefonieren kommen wir manchmal vom hundertstens tausendste und auch sprechen wir tatsächlich relativ Ich würde sagen tiefgängig über die Dinge, die uns so beschäftigen und wie wir die Welt sehen.
00:41:07: Und wie unterschiedlich wir an der einen oder anderen Stelle vielleicht auch die Welt sehnen und sprechen viel über psychologische Themen.
00:41:13: Deswegen wollten wir euch heute hier auch mal mitnehmen in unsere Gesprächswelt.
00:41:21: Von daher freue ich mich wenn wir da auch in den nächsten Folgen weitere Themen haben, die wir hiermit reinbringen können und die vielleicht sonst nur bei unserem Telefon geblieben werden.
00:41:33: daran so zu schätzen weiß und vielleicht wäre das ein cooler Abschluss für heute.
00:41:37: Ich nehme jedes mal aus unseren Gesprächen was mit, weil es meinen Horizont erweitert.
00:41:43: Das ist das, was ich daran so schön finde.
00:41:45: Genau.
00:41:45: aber vielleicht schaffen wir das und das war jetzt das wo ich gerade hingedanklich zu überlegen Was war heute das?
00:41:53: Was sich mitnehme von dem von dem Gespräch?
00:41:56: Was is mein Mein persönlicher Key takeaway sozusagen von dir?
00:42:02: Ja, find ich super.
00:42:04: Weil das schließt ja auch da an, wo wir vor zehn Minuten oder so was eigentlich hinwollten, sag ich mal zu einem Punkt zu finden, was nehmen wir heute mit uns noch einmal zur Container auf den Punkt zu bringen?
00:42:16: Kannst du
00:42:16: es für dich schon formulieren oder ... Wo stehst du grad?
00:42:20: Ich muss noch ganz kurz ... Nee!
00:42:24: Also... Dann würd ich vielleicht gerade nutzen.
00:42:27: Wenn du soweit bist, los, los!
00:42:30: Ja also für mich ist glaube ich der Haupt-Takeaway heute wie interessant Du für Dich Freese definierst und das Freeze nicht etwas ist was im Außensichtbar sein muss.
00:42:40: im Sinne von da friert jemand tatsächlich ein so klassisch wie ich das vorhin gesagt habe mit Prokrastination.
00:42:45: Da sieht man ja jemand sitzt vom Handy oder schaut Serie oder sowas Und wirkt tatsächlich auch eher körperlich ruhig obwohl innen drin sicherlich sehr viel los ist Arbeit vor sich her, sondern das Freeze auch sein kann.
00:42:56: Wir tun sehr viel wir sind im To-Modus aber in drin dass das ganze System ist wie in einem Shutdown.
00:43:03: Das fand ich heute extrem spannend weil es eine neue Sichtweise für mich tatsächlich war die wir so als Verhaltenstherapeutinnen glaube ich oder ich kann nur für mich sprechen die ich zumindest so aus meiner Ausbildungszeit nicht in dem Masken gelernt habe.
00:43:16: also vielen Dank für diesen sehr sehr spannenden Einblick!
00:43:22: Sehr gerne.
00:43:27: Ich überlege gerade noch, ich hänge an diesen Wort mit dem Agieren ehrlicherweise.
00:43:32: Weil so wie du es verwendet hast macht das für mich total Sinn und ich merke dass meine Definition von dem Wort agieren heute nochmal eine neue Punkt dazu bekommen hat.
00:43:51: In meinem Kopf ist dieses A agieren, weil so wie du es vorhin verwendet hast mit dem Ja und dann agier ich.
00:43:56: Mir sagt ja das ist so eine Abarbeitung.
00:43:57: Das ist so ne Punktpunktpunktpunkt.
00:43:58: Das sind so ne... So ne Auffeinanderreihung an der Reihung von Dingen und die führe ich aktionsmäßig aus.
00:44:09: Ich glaube, dass Wort agieren hat für mich heute nochmal eine neue Komponente mit hinzubekommen.
00:44:15: Eine neue Differenzierungsmöglichkeit vielleicht umso zu sagen.
00:44:18: Das finde ich ganz cool!
00:44:20: Cool,
00:44:20: ja.
00:44:21: Und also vielleicht noch ergänzend zu dem was du jetzt gerade gesagt hast und dem was ich vorher gesagt habe mir bleibt auch ganz stark im Kopf hängen so es ist nicht schwarz oder weiß sondern es ist sicherlich an der einen oder anderen Stelle notwendig und hilfreich und an anderen Punkten vielleicht kann das auch zu viel werden?
00:44:43: So ein Gewahr sein, so ein Achtsam sein was da dann ganz wichtig ist in diesem Prozess und auch so eine Handlungsflexibilität dazu haben.
00:44:52: Und sich weder das eine noch das andere zu verbieten, also ich glaube es wäre ganz schade aus dieser Folge heute rauszunehmen.
00:44:59: okay also ich darf nie in den Funktionsmodus rein oder umgedreht.
00:45:01: ich muss immer im Funktionmodus bleiben.
00:45:03: Also weder noch würde ich sagen Ich glaube es braucht da diese Handlungsfreiheit Erlebnisfreiheit Das
00:45:09: ist dein Ja für mich.
00:45:11: Du anstrebst ja
00:45:12: genau Das siehst du anders ne?
00:45:15: Spannend
00:45:16: Nee nee ich habe gerade überlegt Ich hatte tatsächlich bei dem Punkt, dass ich es auch cool finde oder das mir gerade auffällt.
00:45:26: Dass obwohl wir, ich sag mal Funktionsmodus ist ja jetzt kein Wort was unüblich ist und dass trotz dessen es wir geschafft haben uns forty-fünf Minuten in einer gewissen Form über ein Wort oder einen Konstrukt was mit diesem Wort verbunden ist zu unterhalten.
00:45:43: Und ich find's so schön, wenn man hinter solche Wörter guckt... Wie unterschiedlich.
00:45:49: doch Menschen, diese auch jetzt in dem Fall wir beide.
00:45:53: Diese auch sehen und dass wie immer davon ausgehen das Sprache oder ich davon ausgehend, ja, dass jeder das versteht was ich sage?
00:46:03: Und vielleicht ist es gar nicht der Fall!
00:46:05: Das ist das was jetzt noch mal so... voll.
00:46:07: Nochmals ne nochmal eine andere Ebene quasi gefühlt aufgemacht hat in meinem Kopf.
00:46:12: So dieses Ich gehe immer davon raus, dass Menschen mich verstehen wenn ich die Worte benutze Weil das Standard ist in Anführungs-Standardwort.
00:46:21: Exakt!
00:46:22: Gefühlt
00:46:22: gedacht,
00:46:23: da sind wir beim Titel ne?
00:46:24: Ja
00:46:24: genau.
00:46:25: Sehr schön.
00:46:27: Geil.
00:46:28: Ja mega nochmal.
00:46:30: Es bringt noch eine neue Perspektive.
00:46:32: Und ich bin mir sicher, wir könnten wahrscheinlich jetzt noch Stunden weiterreden.
00:46:36: Wir wollten eigentlich diese Folge ja auf ne halbe Stunde ... Die Idee sage ich mal, das ne halb Stunde irgendwie zu besprechen.
00:46:46: und wir merken da kommt immer noch viel mehr.
00:46:48: Wir könnten wahrscheinlich noch weitergehen und weiter und weiter weil eben die kleinen Feinheiten doch auch einen großen Unterschied machen wie wir die Dinge definieren was ankommt.
00:46:58: Ja, richtig cool!
00:47:01: War nicht eine tolle Erkenntnis jetzt auch von dir.
00:47:03: Vielen Dank für das Gespräch, ich freue mich schon auf die nächste Folge.
00:47:06: Seid gerne wieder mit dabei!
00:47:10: Ich freue mich auch.
00:47:11: Vielen dank und bis zum nächsten Mal.
00:47:13: Danke fürs Zuhören!
00:47:14: Bis zum nächsten mal!
00:47:15: Ciao!
00:47:15: Tschüss.
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