Neuer Ort, neues Ich? Was Kontext mit Veränderung zu tun hat

Shownotes

In dieser Folge sprechen Julia und Johanna über:

  • Warum es in einer neuen Umgebung leichter sein kann, neue Verhaltensweisen auszuprobieren
  • Weshalb unser Gehirn Verhalten so stark mit bestimmten Orten und Kontexten verknüpft
  • Warum wir uns selbst trotzdem immer mitnehmen
  • Was das Phantom der Oper uns über Veränderung in Familien und Beziehungen zeigt
  • Warum Veränderung nicht nur uns selbst betrifft, sondern ganze Systeme in Bewegung bringt
  • Wie du dein Umfeld nutzen kannst, um neue Gewohnheiten leichter zu etablieren

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Transkript anzeigen

00:00:00:

00:00:01: Herzlich Willkommen zu gefühlt gedacht, deinem Podcast rund um Menschliches erleben.

00:00:08: Wir sind Julia

00:00:09: und Johanna!

00:00:10: Und sprechen mit viel Herz und Offenheit über das was sonst nur in unseren Gedanken bleibt.

00:00:17: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge.

00:00:20: Diese Folge ist ein wenig anders weil sie grenzt nahtlos an die davor herangegangene folge an.

00:00:27: das heißt wenn du die noch nicht gehört hast dann ist es jetzt auf jeden fall zeit dort einmal rein zu hören.

00:00:34: worum sich die andere folge gedreht hat war das thema vermeidung und wir sind rausgekommen bei was hat eigentlich gewohnheit und was hat auch der ort und der raum an dem wir das alles machen und unsere motivation damit zu tun dass wir unser verhalten schlechter verändern können.

00:00:57: Und genau dort geht es ihr jetzt hier mit dieser Folge weiter, viel Spaß beim hören!

00:01:05: Wir wohnen an dem gleichen Ort und wir wollen jetzt an diesem Ort, wo wir vielleicht immer S-Attacken hatten und erbrochen haben in der gleichen Routine mit den gleichen Gewohnheiten usw.

00:01:37: Wollen wir jetzt ein neues Verhalten aufnehmen?

00:01:39: Ist für unser Gehirn viel schwieriger weil es sich irgendwann mal operant verstärkt hat oder sogar klassisch, je nachdem... Also es hat sich irgendwann mal gelohnt und das ist mit diesem Kontext total verknüpft.

00:01:51: Und das heißt, es ist so richtig stabil geworden meistens durch operante Konditionierung also mal verstärkt, mal nicht verstärk.

00:01:58: Und irgendwann wenn wir dann umziehen fällt es leicht ein neues Verhalten aufzunehmen weil wer raus aus dem Kontext sind und unser Gehirn eh schon bereit ist neue Verhaltensweisen Muster sozusagen neu auf zu nehmen.

00:02:11: Weil wir e-neue Verhaltungsweisen gerade etablieren.

00:02:13: deswegen ist so ein Umzug eigentlich für neue Routinen schaffen fürs Gehirn deutlich leichter, weil es eben nicht schon gleich geprimed, geprägt ist.

00:02:24: Konditioniert ist auf dieses Umfeld.

00:02:26: was wir dann ja eben neu erleben Heißt jetzt aber auch nicht, dass ich jemandem was Neues lernen will empfehlen würde gleich umzuziehen.

00:02:35: Das wollte ich damit jetzt nicht sagen!

00:02:37: Aber es macht fürs Gehirn halt leichter.

00:02:38: Gut, dass du den Nachsatz diese logisch betrachten.

00:02:40: Gut

00:02:41: das du diesen Nachsatzen daher getroffen hast weil das war nämlich genau die Frage, die ich jetzt stellen wollte.

00:02:47: Was war der Schluss denn ich jetzt ziehen wollte?

00:02:49: Okay warte kurz...

00:02:53: Zieht einfach alle um, und dann sind Verhaltensveränderungen auch super easy.

00:02:57: Wobei, eigentlicherweise?

00:02:57: Super-easy sind sie nicht, weil auch da Gewohnheit da ist trotzdem...

00:03:00: Nein du nimmst dich immer selber mit, ne?

00:03:02: So.

00:03:03: Korrekt!

00:03:04: Das definitiv, du machst nur den äußeren Druck der nicht mehr ganz so sichtbar sag ich mal.

00:03:11: Weil er ist trotzdem da, weil du weißt ja genau was andere Leute über dich denken, auch alle die nicht da sind Aber die weiß da auch was zu denken.

00:03:20: Du denkst, dass du weißt, was sie denken über Denken?

00:03:23: Ja.

00:03:26: In meiner einen Ausbildung haben wir immer... Und ich finde das einfach so.

00:03:28: ein schönes Beispiel dafür gesagt bekommen ist es wie wenn du schon immer der Hauptdarsteller bist im Phantom der Oper und Phantom der Opa glaube ich ist eins der längst laufenden Musicals, die es gibt mittlerweile vierzig Jahre oder sowas.

00:03:45: Und wenn du immer der Hauptdarsteller bist und dann mal an einem Abend irgendein anderer Darsteller ausfällt, und nur quasi die Ersatzperson von der Hauptrolle da ist und der andere nicht, könntest du ohne Probleme den anderen ersetzen?

00:04:01: Weil du es so oft gehört hast und so oft gesehen hast dass einfach alle Rollen jede Rolle dieses Stück sind dir in Fleisch und Blut übergegangen.

00:04:10: Und das ist exakt das Gleiche für uns mit in Familien oder mit unseren gewohnten Umgebungen.

00:04:16: Wir können eigentlich... Schönes Beispiel!

00:04:21: Ich fand auch, und es war für mich auch so ein Beispiel, wo ich mir dachte, dass hole ich immer wieder vor um mir bewusst zu machen.

00:04:25: Deswegen ist es so schwer sich zu verändern weil ja dann alle anderen auf einmal ihren Text anpassen müssen Richtig.

00:04:35: Auf das Beispiel wieder zu beziehen, ne?

00:04:37: Wenn ich meinen Text ändere dann musst du deinen Text ändern und die Mama muss ihren Text ändern Und mein Mann muss seinen Text ändern.

00:04:43: auch meine Tochter muss ihren text.

00:04:44: also jeder muss ein bisschen den Text ändern.

00:04:47: ja Weil auf einmal was anderes ist im System.

00:04:50: Ja,

00:04:50: weil du alle so damit aus dem Konzept bringst!

00:04:52: Wie?

00:04:53: Was machst du jetzt heute?

00:04:55: Warte mal... Das hast du doch die letzten Male nicht gemacht.

00:04:56: Ah, du Scheiße!

00:04:57: Ein Moment, ich will kurz freestylen.

00:04:59: Was kommt denn

00:05:00: jetzt?!

00:05:00: Ich habe keine Strategien da drauf.

00:05:02: Das hast Du doch sonst nie so gemacht.

00:05:03: Was ist das jetzt?

00:05:05: Also absolut, es würde das ganze System erstmal in eine neue Synthese zwingen müssen.

00:05:12: Eine Neuordnung.

00:05:14: Und wenn du das weißt ist übrigens dieses Argument von wegen, wenn ich mich verändere ändert sich doch nichts.

00:05:24: Wer hat denn diese These aufgestellt?

00:05:26: Der hatte aber nicht so einen psychologischen Durchblick wie du.

00:05:29: Nein,

00:05:29: aber ich habe das früher... Also ich weiß dass ich das ganz am Anfang hatte schon das Gefühl gerade als ich mich dann angefangen hab zu verändern und mein Mann sich zum Beispiel nicht mit verändert hat.

00:05:45: Das war ein riesen Frust in mir.

00:05:47: Was bringt das eigentlich, wenn ich hier alleine am Ackern bin?

00:05:49: In Anführungsstrichen

00:05:52: und

00:05:53: mein Partner nicht genau also der Frust ist real.

00:05:55: Punkt ne so und sich meinen Partner nicht ändert weil das bringt doch gar nichts.

00:05:59: oder?

00:05:59: Ich kenne es auch dass wenn ich mit Leuten rede Und dann erzähle dass ich coach bin und so ja Das und das ist doof aber mein Chef ist da doof und mein Des ist doov und das is doof.

00:06:09: die erzählen immer von anderen die doof sind und dann sage ich okay was ist bei dir?

00:06:14: Ja, ich hab da gar keinen Einfluss drauf.

00:06:17: Moment kurz!

00:06:18: Darf ich dir das Phantom der Opa vorstellen?

00:06:24: Dann merkst du dass du doch Einfloss hast.

00:06:26: Obwohl dir gar nicht... Das was aber du nicht kannst ist kontrollieren in welche Richtung sich die Personen verändern.

00:06:31: Da hast du recht und das ist glaube ich das

00:06:34: Problem.

00:06:35: Genau und du hast halt extrem viel Einfluss, auch wie die Person sich verhält.

00:06:39: Das ist halt kein Einflustropf.

00:06:40: aber was du verändern kannst ist deine Sichtweise.

00:06:43: das ist ja das wo wir dann auch gerne wieder ansetzen würden in der Bewertungsveränderung sozusagen.

00:06:49: Die Art und Weise es zu betrachten.

00:06:52: vielleicht gibt's ja auch was hilfreiches daran dass der Chef ein Arsch ist.

00:06:56: Ja voll!

00:06:59: Vielleicht lernt er mich dadurch Oder vielleicht ermöglicht er es mir dadurch, er lernt das mir ja nicht.

00:07:04: Aber ich lerne es durch den Kontakt mit ihm mich selber mehr für mich einzusetzen oder so.

00:07:09: Und wenn wir diesen Fokus halt haben dann ist es natürlich auch emotional für uns viel einfacher zu auszuhalten.

00:07:19: Ja.

00:07:21: Was für eine ganze Zeit der

00:07:22: Situation?

00:07:24: Also eigentlich auch da wieder interessant die Ressourcenorientiertere Betrachtung!

00:07:33: Auch

00:07:33: da ist wieder die Prüfung.

00:07:36: Ich weiß, das lieb ich so!

00:07:37: Das ist ja dieser Vorsatz kognitive Verhaltenstherapie.

00:07:41: Genau!

00:07:43: Deine Überzeugungen, dein Glauben, dein Belief, dass wir das verändern.

00:07:47: Die Art und Weise, die Welt zu sehen... Also für mich, ich glaube, ich weiß, dass das für mich zumindest einen ganz großen Anteil hat wie ich mich fühle.

00:07:59: Dass, wie ich die Welt sehe ... schlägt sich in meinem Gefühl direkt nieder.

00:08:04: Mittlerweile tatsächlich sogar direkt... Wenn wir etwas Neues anfangen wollen zu glauben, dann ist es meistens ein bisschen verzögert.

00:08:12: Nicht nur ein bisschen!

00:08:12: Dann kann das auch mal ein bisschen dauern bis da wir den neuen Glauben tatsächlich aufgenommen haben logischerweise.

00:08:18: Genau, auf Basis dessen was ich dir erzählt habe mit Das ist halt die Gewohnheit.

00:08:23: Also das hatten wir eben, genau das sind einfach die Dinge, die dann langsam verändert werden müssen im Gehirn damit dass neue überhaupt präsent wird

00:08:33: Genau und da auch wieder nett mit sich zu bleiben und versöhnlich Wir denken gerne noch mal vielleicht wenn ihr es auch gehört habt an diese Fingerfalle eher Schritte auf Sicht so auch selber zu gehen und net mit sich Zu sein Und nicht zu sagen ja aber jetzt habe ich das probiert und das klappt aber nicht.

00:08:50: und das hat nicht sofort einfach auch geduldig zu bleiben und immer wieder diese Brille rauszuholen, diesen positiv ressourcenstärkenden Filter herauszuholnen.

00:08:59: Und ich gucke jetzt hier durch wofür lohnt es sich für mich eigentlich?

00:09:02: Dazu gibt sie übrigens eine mega schöne Übung ist nicht auf mir auf meinem eigenen Mist gewachsen und auch nicht aus Therapie lernen Erfahrung oder so keine Ahnung aus der Ausbildungszeit sondern tatsächlich mal wieder aus dem Instagram Real von einer.

00:09:17: Weiß ich gar nicht mehr von wem das war, aber wurde mir auf jeden Fall in meinem Feed angespült und ich hab's gesehen und fand es total toll.

00:09:23: Und zwar hat die Übung mit ihrem Sohn gemacht.

00:09:27: Das ist so schade Es ist so toll.

00:09:29: Und damit meinte sie, also die war zum Beispiel an einem See mit ihrem Sohn gewesen und dann haben Sie dieses Spiel gemacht.

00:09:35: Und sie sagt so oh es ist so schade dass wir nicht mehr Essen dabei haben ich habe gerade richtig Hunger und wir haben nichts mehr.

00:09:42: Dann hat ihr Sohn das fragt quasi die Übung sozusagen da drin den Satz jetzt um zu drehen und der Sohn sollte dann einen Satz anfangen finden.

00:09:49: aber es ist oder es ist schön das Aber auf die gleiche Situation bezogen.

00:09:53: und dann sagt er Sohn Es ist so schön, dass wir nicht mehr schleppen müssen und dadurch nicht mehr Essen dabei haben.

00:09:59: Sonst wären unsere Rucksäcke ganz, ganz schwer gewesen!

00:10:03: Und ich dachte mir so wie cool, dass das schon so früh geübt wird... ...dieses ist es so schön oder es ist so doof das?

00:10:10: Oder es ist schade das.

00:10:11: und es ist auch so schön das.

00:10:13: Weil es gibt halt nicht nur Schwarz- und Weiß sondern es gibt ganz viel Grau.

00:10:18: Und das lernen Kinder dadurch auch schon diese psychische Flexibilität.

00:10:21: Also wenn ihr es zu Hause ausprobieren wollt, fühlt euch herzlich eingeladen!

00:10:24: Ich war sehr inspiriert und nehm's jetzt ganz euphorisch mit in die Therapie-Sitzungen von Kindern und Jugendlichen mit Elternkontakten.

00:10:32: Ja

00:10:33: ich find' das total toll, die Übung.

00:10:36: Das bringt halt ne... also ne?

00:10:37: Es ist beide Seiten sehen können.

00:10:39: Das ist ganz cool.

00:10:40: Genau!

00:10:42: Finde ich auch diesen Perspektivwechsel schaffen zu können.

00:10:50: Also, ich bin voll bei dir.

00:10:52: Das ist ja exakt das was ich auch unglaublich toll finde und für mich ist so das Tüpfelchen auf dem i und ich glaube dass es genau da an wird.

00:11:02: Ich glaube wir haben einfach zwei unterschiedliche Richtungen mittlerweile Und das ist okay weil letztlich wir treffen uns in der Mitte damit ich dem gehören und da passiert das alles Und was ich halt so krass finde, ist dass das eben auch vom Körper hoch kommen kann.

00:11:18: Also es gibt zwei Möglichkeiten entweder der Reframe und der Perspektivwechsel kann kognitiv erzeugt sein aus mir selbst heraus oder er kann von außen aufgegeben werden.

00:11:31: Das ist ja das was häufig also es gibt Menschen die Von Außen einen Reframe dankend annehmen Dann ist er quasi von außen.

00:11:40: Oder es gibt eben die Möglichkeit, dass er von innen kommt.

00:11:43: In dem Moment wo der alte Dove-Gedanke kommt... ...das könnte ein neuer Gedanke sein und dann kannst du diesen neuen Gedanken nehmen... Und dann braucht er auch gar nicht mehr so lange bis er da ist weil eigentlich dadurch das er halt vom Innen herauskommt,... ...ist er schon im System.

00:11:57: Der muss nicht... Nee, es ist ein bisschen anders rum.

00:12:00: Dadurch braucht er ja auch nicht so lang bis er verfestigt ist.

00:12:03: Weil diese Verfestigungsarbeit ist halt bevor der Gedankel da war gewesen.

00:12:08: Ich

00:12:12: bin bei dir an der Stelle, wo ich vielleicht einen kleinen Einschub hätte.

00:12:19: Es kann von innen heraus kommen und trotzdem aber noch nicht... Glaubbar sein.

00:12:23: Das ist so ein bisschen das, was wir auch schon mal hatten.

00:12:26: Dieses eigentlich rational weiß ich dass aber emotional spür' ich's halt nicht

00:12:32: noch nicht

00:12:33: ganz bewusst vielleicht auch das noch einzufügen.

00:12:35: Das dauert halt manchmal einfach ein bisschen.

00:12:38: dieses Ich weiß schon eigentlich... Ich bin gut genug!

00:12:43: Ja und es gibt nur noch genug prämen Spüßigkeiten auch

00:12:47: nicht immer.

00:12:53: Das Interessante bzw.

00:12:54: das was ich mittlerweile festgestellt habe im Beobachten von mir, von Menschen, von Klienten und ähnlichem ist dass dieses neue zeigt sich.

00:13:06: Ich sag jetzt mal ich bin gut genug.

00:13:08: Und häufig ist es dann so dass am Anfang wenn das zum ersten Mal sich gezeigt hat Du Situationen hast wo du danach reflektierst und denkst ah verdammt da kam schon wieder das alte Dieser Moment von.

00:13:24: ich reflektiere das und merke es dann wird immer kürzer.

00:13:29: Das heißt, immer schneller fällt dir auf dass es wieder gewesen ist Und irgendwann fällt ihr das rückt immer näher ran.

00:13:36: also ich sehe das halt wie so auf dem zeitstrahl letztlich Die Situation passiert.

00:13:41: Und ganz am Anfang ist es so, dass du am weitesten weg bist von der Situation, wenn sie passiert und erst sehr spät in einer Reflektion feststellst.

00:13:48: Verdammt!

00:13:48: Da ist das wieder passiert.

00:13:50: Es rückt immer näher ran, bis du in der Situation selbst merkst ... Ah, Moment!

00:13:56: Hier ist es wieder.

00:13:57: Ich bin nicht gut genug.

00:13:59: Moment, moment, moment.

00:14:00: Dann hast du die Möglichkeit eigentlich erst dann zu ändern.

00:14:06: In real time.

00:14:07: Ansonsten... Aber davor der Prozess ist genauso wichtig.

00:14:13: Weil es muss dir immer erst mal auffallen in unterschiedlichsten Situationen, damit du dein Gewahr sein, deinen Fokus darauf schärfst und das ist einfach Teil des Prozesses.

00:14:29: Und manchmal fällt es dann auch erstmal anderen auf!

00:14:32: Ich weiß

00:14:32: nicht ob du das auch von dir kennst?

00:14:34: Das war bei mir so mit dem Muss... Früher habe ich so viel muss gesagt.

00:14:38: Wow!

00:14:39: Muss, muss, muss.

00:14:40: Und ich wollte das ändern und mir ist dann bei anderen aufgefallen dieses ständige muss überall muss muss muss.

00:14:47: Das war tatsächlich mein Schritt eins bei mir.

00:14:50: Mir ist es erst bei anderen aufgefallen.

00:14:52: Also dann ging's auch immer wenn ich dann muss so ach ja da warst du wieder.

00:14:58: Und irgendwann gabs dann diesen Moment wo ich vorher noch spüren konnte, dass ich's gleich aussprechen will und schon umleiten könnte.

00:15:05: Aber bis heute ist es auch manchmal so das mir rausrutscht und dann im Nachhinein noch manchmal korrigiere.

00:15:09: also auch das gibt es.

00:15:10: Es dauert einfach!

00:15:11: Das ist ein Umlernen.

00:15:13: Definitiv.

00:15:13: Ich hab das manchmal wenn meine Kinder irgendwas machen und ich noch vollkommen naja und früher Autopilot genau zum Autopiloten dann sag' ich den Namen mit Intensität Und dann merke ich, okay, das war ein bisschen zu krass.

00:15:31: War da ganz kurz?

00:15:31: War da kurz?

00:15:32: Und dann sage ich ... Könntest du mir bitte das Wasser geben oder

00:15:36: irgendwie so was?

00:15:37: Weißt du halt sowas?

00:15:38: Los schon los!

00:15:38: Ich

00:15:40: wollte eigentlich etwas zu den Verhalten sagen und hab mich dann unterbrochen weil ich nicht zu dem Verhalten sag möchte.

00:15:45: Weil ich weiß dass das nicht... Also weißt

00:15:56: du

00:16:11: so?

00:16:17: Wenn du jetzt mit dem

00:16:18: Stock weiter hier

00:16:19: rum

00:16:20: schlägst.

00:16:23: Wollte ich eigentlich sagen, dann nehm ich ihn hier weg.

00:16:25: Dann hab' ich aber... Das war der Gedanke, den ich eigentlich ausführen wollte und dann habe ich aber geändert in... ...dann wirst du noch jemanden verletzen!

00:16:34: Was ich ein bisschen dachte ist Affektion besser fand, ne?

00:16:39: Ja, kenne ich ja auch.

00:16:42: Sehr.

00:16:44: Oh Gott das würde mir auch glaube ich so häufig passieren.

00:16:48: Ich glaube halt dadurch und da haben wir auch wieder das.

00:16:50: Unser Gehirn hat ja irgendwann gelernt, und wir haben vielleicht auch selber diese Sätze häufig gehört oder irgendwo herkommen sie ja?

00:16:57: Die haben sich irgendwie in uns verfestigt dieser Sätze Und im Momenten wo wir vielleicht weniger bewusst eigentlich sind spulen sich die Sätze im Autopilot teilweise ab.

00:17:09: Da braucht es diese.

00:17:10: Du hast eben so schön gesagt, Gewahr sein.

00:17:12: Tolles Wort!

00:17:13: Liebig.

00:17:14: Ähm...Gewahr sein?

00:17:15: Also diese Achtsamkeit, diese Bewusstheit darüber und das auch mit dem Zeitstrahl über ein Jahr heranzukommen, was du auch schon beschrieben um dann überhaupt etwas verändern zu können.

00:17:25: Und noch schwieriger ist es dann Auch da wieder operante Konditionierungen wenn sich das Verhalten irgendwann also wenn sie's schon mal gezeigt hat und gelohnt hat Weil unser Gehirn lernt halt auch durch Was lohnt

00:17:36: sich?!

00:17:36: Heißt also wenn nicht in meinem Kind schon öfters mal keine Ahnung in der Vergangenheit gesagt habe, wenn du jetzt nicht das machst dann bestrafe ich dich damit so und so.

00:17:46: Und dann hat das Kind das gelassen?

00:17:47: Das ist auch eine Verstärkung für uns selber innen drin.

00:17:50: Ah ja!

00:17:51: Hat sich gelohnt dass ich das so gesagt habe.

00:17:53: Wenn wir dann irgendwann uns vielleicht mehr damit beschäftigt haben, das will ich eigentlich nicht mehr machen dieses wenn dann okay will Ich eigentlich lassen ist es für unser Gehirn viel schwieriger umzulernen weil Es hat sich halt schon mal auch an unserem Leben den Lohn dieses verhalten zu zeigen In derselben Interaktion mit dem selben Kind.

00:18:10: Das ist also ... hundertprozentig, kann ja dazu Beispiel nennen, wo dann auch, ne?

00:18:15: Ich dachte so, ich muss... Ich hatte dann auch irgendwann, das war am Anfang noch als meine Tochter ... Es gibt doch gar keinen anderen Weg!

00:18:22: Genau, mein Tochter glaub' ich zwei Jahre oder so, es ist schon ein bisschen her.

00:18:27: und da hatte ich wirklich auch, ich hatte das Gefühl, ich muß abends erst laut werden bevor sie sich endlich hinlegt und schläft.

00:18:36: Das war bei dem Moment, wo ich mir dachte ... Okay, warte kurz.

00:18:39: Da sind zwei Dinge miteinander verknüpft, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben und das ist für mich immer so ein Moment, in dem ich hellhörig werde.

00:18:53: Wenn Sachen verknüpft sind, die logisch irgendwie keinen ... Also, die für mich zwar logisch zusammengehören im Moment, aber wenn du von außen draus guckst, eigentlich keinen Zusammenhang haben.

00:19:04: Weil was hat ... Mein Schreien damit zu tun, dass meine Tochter ne besser zur Ruhe findet.

00:19:09: Das ist erst mal ein sehr getrenntes Ding per se.

00:19:12: Mhm.

00:19:13: Aber für mich hat das eine logische Verknüpfung in meinem Kopf gemacht weil es funktioniert hat.

00:19:18: Auf boahrande Konditionieren.

00:19:19: Genau.

00:19:21: Richtig.

00:19:22: Selbst wenn's nicht immer funktioniert hat... ...das wär dieses klassische...

00:19:26: Aber es war besser als alles andere!

00:19:29: Ja genau!

00:19:31: Es war halt besser als Alles Andere so und es hat mir zumindest Auch wenn es nicht cool war, aber für einen Moment ... ein Relief.

00:19:40: Also eine Entspannung reingebracht kurzzeitig mal.

00:19:43: Na ja, leicht darum!

00:19:45: Ja?

00:19:46: Was hab ich für mich mit dem Thema ... Das sind wir wieder bei der Wort.

00:19:48: Es ist auch interessant, dass wir emotional vermeiden können.

00:19:50: Ich glaub, die Vermeidung ist echt noch mal so eine Ding.

00:19:53: Ich muss da genauer drauf aufpassen.

00:19:56: Merke ich gerade wieder.

00:19:57: Musst

00:19:57: du nicht, aber darfst du, wer du möchtest?

00:20:00: Oh, ich muss das für mich.

00:20:01: Also, das war gar nicht so ein Getränk-Müssen, sondern... Das ist, für mich zeigt sich da gerade auf jeden Fall wieder irgendwas.

00:20:10: Möchte ich mir... Vielleicht muss ich jetzt möchte ich mir anschauen.

00:20:17: Schön!

00:20:17: Ist dir wichtig das finde ich gut?

00:20:20: Ja und Ich weiß dass das zu verändern erst mal notwendig gemacht hat, dass ich das voneinander löse also diese Veränderung im Umgang mit meiner Tochter wenn sie schläft möglich war, als ich voneinander getrennt hatte, dass eben mein Schrein sie potenziell beruhigen kann.

00:20:48: Genau das was du sagst.

00:20:49: Dieses da reinzubekommen... Das hat nichts miteinander zu tun!

00:20:55: Also vielleicht hat es Auswirkungen.

00:20:58: aber ist das wirklich das was Du willst?

00:21:01: Ist die Auswirkung auch wenn die Konsequenz andersrum?

00:21:05: also ist die langfristige Konseqenzen die Du möchtest Um den potenziellen... auch wieder da, ne?

00:21:11: Ob das potenzielle kurzfristige.

00:21:17: Also letzten drei Folgen haben wir so zwei, drei Themen die sich immer wieder zeigen merke ich!

00:21:23: Es geht immer um das kurzfristigem versus das langfristigeme.

00:21:27: Es geht eigentlich

00:21:29: immer um Vermeidung und... Ja, aber das ist auch so theoretische

00:21:34: Thema.

00:21:37: Ich könnte jetzt noch weiter machen.

00:21:39: Theoretisch könnten wir uns jetzt noch Sorgmodelle angucken, weil genau darum geht es in Sorg-Modellen.

00:21:43: die kurzfristige und langfristige Konsequenz, also andersrum fangen oben an.

00:21:47: Es steht für die Situation.

00:21:50: Also welche Situation?

00:21:51: Und das kann jegliche beliebige Situation sein des Alltags in Konflikten und so weiter.

00:21:57: Dann die Organismusvariable, ein bisschen sperriger Begriff.

00:21:59: was damit gemeint ist?

00:22:00: es sozusagen welche Anteile von uns spielen da mit rein?

00:22:04: das kann zum Beispiel seine Lernerfahrung das kann eine Prägung sein das können Überzeugungen sein usw.

00:22:09: Dann die Reaktion sorg, da kommt das.

00:22:13: Das R steht für Reaktionen und das gucken wir uns emotional an, gedanklich an, körperebenen und verhaltensmäßig an.

00:22:22: Und dann welche Konsequenz entsteht kurzfristig?

00:22:26: Das ist das Sorgmodell.

00:22:27: Und das sind Situationsanalysen, die machen wir in der Verhaltenstherapie Daily Business eigentlich.

00:22:32: Dass wir immer wieder drauf gucken okay was ist da abgelaufen?

00:22:35: Okay kurzfristig hat sie's gelohnt.

00:22:37: langfristig hält uns das leider in unserem alten Muster drin.

00:22:41: Was können wir jetzt anders machen?

00:22:42: wo setzen wir an?

00:22:44: Ja schon interessant dass dieses Kurzfrist und Langfrist Thema echt so einen... Und ich werfe ja.

00:22:51: also Punkt eins für mich ist es vollkommen klar, wenn ich die Wahl habe das Langfristthema bevorzuge Und dafür auch jemanden, der gerne Great Length also wirklich auch hier und jetzt viel unangenehm.

00:23:08: Wie sagt mein Papa so gerne?

00:23:09: Du nimmst auch lieber den schweren Weg ja.

00:23:20: Exakt weil ich an das Outcome glaube dass mir dieser schwerere Weg im Hier und Jetzt bietet.

00:23:29: Ja, dann bin ich exakt.

00:23:35: Und Subtext war ... Ich eh nicht.

00:23:38: Jula!

00:23:40: Das hast du jetzt daraus gemacht.

00:23:42: Das will ich so nicht sagen aber... Es ist mehr ein.

00:23:51: Man kann sich das Leben auch selber gerne schwer machen.

00:23:54: Perspektive ähnlicherweise.

00:23:56: Das

00:23:58: ist eine

00:23:59: Perspektive, richtig.

00:24:00: Voll!

00:24:02: Ja und das war auf dem Bad sehr viel über ihn.

00:24:07: Wie gesagt... In der Aussage über dich steckt mehr über ihn als über dich.

00:24:12: Okay aber Back to the Top-Back.

00:24:14: Das ist ja wohl ein Standard oder?

00:24:16: Feedback sagt fast über den Feedbackgeber nicht über den Empfänger immer.

00:24:22: Voll da gibt es... Das ist dieses Reflecting-Team.

00:24:25: Ich habe mich damals, wo es darum ging in welche Therapierichtung will ich gehen?

00:24:29: Verheißenstherapiesystemische Therapie, tiefem psychologisch fundierte Therapieform.

00:24:35: Habe ich mich so ein bisschen über alles mal informiert und die verschiedenen Schulen und bin dann auch an solche Schnupperkurse gegangen... Und die haben dann damals Reflecting-Team als Übung gemacht in der systemischen Therapieform.

00:24:47: Da ist es so, dass man jemanden ... Man kommt an einen Team gemeinsam.

00:24:51: Vier Personen waren das da?

00:24:53: In dem Team?

00:24:54: Man soll über eine Person, die in diesem Team quasi auserwählt wird, sprechen ohne dass man sie kennt und soll Annahmen über die personfositive Annahme über diese Personen bilden.

00:25:04: Also ich könnte mir vorstellen, dass diese Person in unserem Team total zuverlässig ist.

00:25:08: Ich kann mir vorstellen das das eine optimistische Person ist die vielleicht auch am Anfang erst mal so ein bisschen beobachtend ist aber dann immer sehr viel validierend und wertschätzend.

00:25:18: irgendwie spricht uns also solche Annahmen und damit wollte man auch quasi so ein bischen darauf hinaus Erstens, die Annahmen, die wir über andere Personen stellen sind häufig auch Annahme, die entweder über die Rolle haben.

00:25:31: Also Therapeuten prinzipiell oder auch Annahmen, die eigentlich über uns selber vielleicht haben und Dinge, die dadurch auch selbst erzählen Oder die wir vielleicht auch denken, dass der andere sich gerne hören würde.

00:25:42: Auch das!

00:25:43: Also auch sehr, sehr spannend gewesen ist sogar eine Therapie ich weiß nicht Methode aus der Systemik und sie verwenden es aber auch in Kliniken.

00:25:53: wohl scheinbar wenn Sie darüber sprechen wie sie ne Patientinnen oder Patienten erleben in systemisch aufgebauten Klinicken versuchen die sehr ressourcenorientiert zu sein und sprechen dadurch dann auch ja die Person kann das total gut.

00:26:07: ja mir ist auch aufgefallen dass die Person das gut kann und das und dass gut kann.

00:26:10: Und dann ergänzen die sich so, um so ein ganzes Profil an Ressourcen zu bekommen?

00:26:15: Auch cool!

00:26:17: Ja.

00:26:18: Schöne Perspektive.

00:26:21: Also im systemischen Coaching ist diese Frage auch immer mal wieder ne was würde jetzt der und der über das denken?

00:26:28: also du externalisierst... Du fragst halt wirklich...

00:26:30: Das machen wir auch externalisieren.

00:26:32: Genau sehr konkret.

00:26:33: Was würde vielleicht deine Mutter jetzt dazu sagen oder was?

00:26:35: würde denn keine Ahnung irgendwer anders darüber sagen ja oder deine beste Freundin.

00:26:40: Oder was würden dir die raten?

00:26:43: Ja, genau!

00:26:44: Oder würden sie das selber auch genauso zu einer anderen, also ihrer guten Freundin sagen dass sie eine schlechte Mutter ist weil sie das gemacht hat zum Beispiel?

00:26:52: Jetzt bin ich aber zurück.

00:26:52: Also mich interessiert natürlich noch sehr Du machst dir das Leben auch selber schwer du kennst auch selber den komplizierten Weg.

00:26:58: weißt du noch wo du darauf hinauswolltest?

00:27:00: Ich bin da mal wieder abgebogen

00:27:02: Alles gut, ich weiß worauf ich hinaus wollte.

00:27:03: Ich habe überlegt was wohl den Unterschied macht zwischen Menschen, die oder andersrum wie man es vielleicht auch unterstützen kann.

00:27:15: Vielleicht sogar bei Kindern immer bei mir die Perspektive in einer gewissen Form aber natürlich auch generell beim Menschen... Wie man es unterstützen kann dass der Langzeitgewinnen dem Kurzzeitgewinn das ist halt einfach Gewinnt.

00:27:30: Das eben dieser sehr kurzfristige Schmerz oder dieser potenziell schwerere Weg gewählt wird weil der Glaube ... daran, dass der Gewinn am Ende... ...der bessere ist.

00:27:47: Ja das ist halt glaube ich die Entscheidung immer so ausfällt?

00:27:53: Ja oder nicht immer!

00:27:54: Immer ist es vielleicht auch ein großes Wort ne aber du weißt was ich meine.

00:27:57: Dass man diese Eigenschaft vielleicht wüsste nicht mal.

00:28:00: also Punkt eins vielleicht erst einmal die Frage hast du einen... Also gibt's eine Eigenschaft,

00:28:05: die das beschreibt?

00:28:06: Tatsächlich ist es Intelligenz.

00:28:09: So blöd es sich anhört, tatsächlich ist das ... Gibt's einen Intelligenztest?

00:28:13: Da hätte ich nicht so gut abgeschnitten als Kind.

00:28:15: Kann ich mal ganz viel ehrlich verraten an der Stelle.

00:28:18: Kennt diesen Chocoporn, diese Chocobormerbung!

00:28:21: Kennst du die?

00:28:21: Ja, mit diesem einen und wenn du noch wartest dann kriegst du mehrere oder zwei.

00:28:25: So da gibt es tatsächlich ein Experiment was in diese Richtung geht.

00:28:28: Man hat herausgefunden das ist eine Korrelation und mit mehreren Studien glaube ich dann sogar auch mehr als eine Korrelation also eine Kausalität.

00:28:35: am Ende konnte man glaube ich sogar nachweisen zwischen der kognitiven Ausstattung eines Kindes und dem Inhibieren können abwarten können und auf das langfristige Ergebnis sparen können Und interessanterweise natürlich klar auch ADHS bedingt.

00:28:51: Also, ADHS macht einfach auch das kurzfristige ... also Impulsivität, ne?

00:28:56: Macht einfach auch dass kurzfristig angenehme Zustände eher aufgesucht werden als langfristig-angenehmede Zustände so.

00:29:04: Das heißt es hat da eine ingehend Einflussgrößen und das andere ist im Erwachsenenalter weil da sind wir nicht mehr so, ich sag jetzt mal Instinkt geleitet wie im Kindeskeiter Impulsgetrieben, danke.

00:29:18: Das ist noch besser!

00:29:20: Ist es eher so dass wir durch Rationalisierung also das heißt Bewusstwertung an der Stelle verstehen?

00:29:26: Ah ja okay wenn ich das... Ja da habe ich wieder kurzfristig das langfristig und dann abwägen.

00:29:31: Es wird nicht immer durch Racionalisierung zu empfüllen sein.

00:29:35: Da gibt's ja diese Intensionsverhaltenslücke.

00:29:38: Die lässt sich durch Planung tatsächlich überbrücken.

00:29:40: Also viele unserer Intentionen Folgen nicht in unserem Verhalten, also ich kann auch nicht mehr ein Marathon laufen.

00:29:47: So ist mein Wunsch, das ist eine Intention.

00:29:49: Mein Verhalten folgt aber nicht dem, dass sich da mich irgendwie anmelde und tatsächlich trainiere.

00:29:53: Ist so das relativ häufige Problem deswegen, dass es diese Lücke die damit beschrieben wird und diese Intensionsverhaltungslücke können wir genau.

00:30:01: Und diese Intensions- verhaltungslücke können wir schließen potenziell leichter zu achtzig Prozent übrigens.

00:30:07: Also auch interessant wenn wir bewusst planen.

00:30:11: Also wann, mit wem?

00:30:14: Welche Vorbereitungen kann ich machen, dass wir wirklich einen konkreten Plan haben und die Wehfragen beantworten.

00:30:21: Heißt also im Umkehrschluss wenn ich mehr langfristig für mich produktives Verhalten, funktionales Verhalten zeigen möchte darf ich mir bewusst darüber werden das ist erstmal überhaupt eine kurzfristige Sache gibt für die es sich lohnt, mich dafür entscheiden dass das Langfristige mir aber besser schmeckt und ich das eigentlich lieber hätte.

00:30:41: Und dann überlegen wie kann ich zu dem langfristigen kommen indem ich alle wehfragen kläre?

00:30:46: Wie kann ich das umsetzen?

00:30:47: was brauche ich dafür?

00:30:48: Wie kan ich's mehr leichter machen?

00:30:49: Was kann ich vielleicht vorher tun usw.

00:30:52: Gute sind ja Gewohnheiten entablieren eigentlich in einer gewissen Form auch.

00:30:55: ne also

00:30:57: richtig

00:30:58: Ich habe mal gehört Das auch und das ist so ein bisschen jetzt wieder die andere andere Seite der Sache, das ist jetzt der Verhaltensgetrieben und auch Umstrukturieren von Dingen die ja schon dort sind.

00:31:12: Also ne?

00:31:13: Das ist schon etablierte Umstrukturien wenn ich es richtig gehört habe.

00:31:20: Ich hab' gehört und das fand ich ganz interessant und... ...das ist so eine These, die ich zumindest für mich als wahr feststelle zu sein, eine Hypothese so rum.

00:31:33: Und zwar ist es so, dass wenn du immer wieder sagst ich würde das gerne machen.

00:31:38: Aber nie machst.

00:31:39: Lern dein Gehirn halt auch beziehungsweise deinen System eigentlich.

00:31:44: Das es dir gar nicht trauen

00:31:45: muss.

00:31:46: Genau, d.h.

00:31:46: in dem Moment wo du immer wider was... Du trainierst dich quasi selbst darauf, wenn wir genau auf Konditionierung, also operante Konditutionierung mit sich selbst an Anführungstrichen.

00:31:56: D.h.,

00:31:56: wenn wir uns immer wieder sagen ach' Ich würde gerne das und das machen und uns auch überlegen okay ich mach das jetzt follow-through machen.

00:32:06: Eigentlich bist du nicht für Meidung von der Systematik her,

00:32:09: glaube ich.

00:32:10: Fällt mir gerade auf.

00:32:12: Wenn wir das dann nicht machen... Das heißt wenn ich sage, werde den Halbmarathon oder was weiß ich?

00:32:18: Was laufen und ist da nicht Tour!

00:32:21: Und dass immer und immer wieder mache lernt mein System.

00:32:24: Jedes Mal wenn sie etwas sagt will sie das eigentlich nicht tun und wird mich übrigens irgendwann dabei unterstützen es nicht zu tun.

00:32:29: Das heißt es würde mir noch mehr Möglichkeiten geben, noch mehr.

00:32:34: Nö, ich sag mal ... Logisch.

00:32:36: Das was es gelernt hat ist das, was ich sage, ich möchte das Gegenteil machen und das heißt, dass ich unterstütze, daran das Gegnteil zu schaffen.

00:32:42: So blöd sich's anhört aber...

00:32:45: Ja, ich weiß, was du meinst.

00:32:46: Habe ich auch schon mal von gehört?

00:32:47: Ich weiß nicht ob das hier scientifically proven ist also ob ich weiß nicht, ob das wissenschaftlich irgendwie herausgefunden wurde, aber hab' ich ja auch schon gehört.

00:32:54: Ich hatte das im Kontext vom Schweinehund gehört.

00:32:56: ne der SchweineHund wird dann quasi immer größer

00:32:58: sozusagen

00:32:59: mit jedem Mal

00:33:00: wo

00:33:00: wir ...

00:33:02: Wie Angst und Vermeidung!

00:33:03: Genau Ja, hallo.

00:33:05: Der Mechanismus ist der gleiche, glaube ich?

00:33:08: Genau!

00:33:09: Das wäre meine Hypothese jetzt gewesen.

00:33:10: Ich glaube, der für Mechanismus ist derselbe.

00:33:13: Es ist wieder ein selbstverstärker Ding.

00:33:16: Und damit um das umzukehren... und es ist übrigens die Hypothesie, die ich bei mir austeste seit ein paar Monaten, drei, vier ... ähm, ich empfinde das als sehr wahr.

00:33:30: Ich empfehle das für mich, dass wenn Ja, dass wenn ich mir Dinge vornehme und sie nicht schaffe dadurch das ich halt dann super frustriert bin.

00:33:41: Dass

00:33:42: es besser für mich ist mir etwas vorzunehmen um es tatsächlich zu machen oder vielleicht wenn ich mehr was zu groß vorgenommen habe Es wirklich scheiße egal wie noch durchzuziehen dass das mir besser kommt langfristig wieder, ne?

00:33:58: Also am Anfang war es wirklich ganz häufig so, dass ich das dann durchziehen musste auch mit Druck und was weiß ich was.

00:34:03: Da hab' ich da wieder die alten Mechanismen verwendet weil ich das umstrukturieren wollte in meinem Gehirn und weil ich diese Hypothese wirklich sinnvoll fand.

00:34:11: Und jetzt gerade fällt mir langsam auf, dass da Veränderungen reinkommt nämlich dass Ich anfange früher die Dinge zu machen Weil ich habe mehr gesagt, ich will das machen Dass sich selber von alleine drauf komme dass ich vielleicht früher anfangen sollte.

00:34:27: Das heißt, es funktioniert.

00:34:30: Selbstexperiment Julia spricht auf jeden Fall

00:34:34: für die Thesis!

00:34:38: Mit mir selber finde ich das OK-Experimente zu machen bei meinen Kindern finde ich nicht ok mit mir selbst.

00:34:45: Ethisch nicht ganz so korrekt.

00:34:46: Ja, also finde ich es super und an der Stelle weil wir ja auch immer mal unsere Hörenden einbinden wollen falls ihr selber schonmal so einen Experiment mit euch gemacht habt oder auch andere Experimente.

00:34:55: mich würde das total interessieren.

00:34:57: welches Self-Experiments habt ihr denn schon so durchgeführt?

00:34:59: Und was waren die Ergebnisse?

00:35:01: Schreibt das doch gerne mal irgendwo in die Kommentare oder schreibt uns eine Nachricht.

00:35:04: ihr kennt die Ansage.

00:35:06: am Ende wollte ich schon sagen ansage am end ist auch geil.

00:35:09: wie nennt man das denn?

00:35:09: Das Autro auf Englisch aber Deutsch?

00:35:13: Die Absage,

00:35:15: die

00:35:16: Endansage.

00:35:18: Da sind ja die Infos.

00:35:19: also schreibt uns gerne.

00:35:21: ich freue mich wenn ich da was lieben kann.

00:35:23: oder fühlt euch natürlich herzlich inspiriert das will ich hinzufügen.

00:35:27: fühlt Euch natürlich herzlich dazu inspiriert jetzt auch zu sagen ach krass vielleicht ist das mein Problem die ganze Zeit gewesen dass sich immer wieder mir Dinge vornehme und sie nicht mache und deswegen meinen System darauf trainiert habe.

00:35:40: versuchts doch anders.

00:35:42: Versucht mal wie es ist, wenn ihr euch nicht ganz so viel vornehmt.

00:35:45: Das ist nämlich übrigens das was dann die Konsequenz ist im ersten Moment und dafür aber dass wirklich erreicht was ihr euch vorgenommen habt.

00:35:53: Und schaut mal ob sich in drei Monaten vier monaten was dich so tut.

00:36:01: Ich bin schon ganz interessiert daran was daraus kommt.

00:36:04: sehr gut ich habe gerade festgestellt Erstens, wir hatten heute einen Tag.

00:36:09: Wir haben sehr viele Podcasts aufgenommen.

00:36:12: Podcast folgen und ich merke ... Ich hab tatsächlich mir zu viel geschmuntet oder ... Ich zumindest saß hier häufig mit einem Grinsen auf dem Gesicht!

00:36:20: Ich merke jetzt fast schon Muskelkarte in den Wangen, als ich

00:36:23: merkte,

00:36:24: dass meine Wangen verkrampft sind.

00:36:25: Ist ganz furchtbar.

00:36:27: Juli, wir sollten ernsteren Themen besprechen.

00:36:31: Wie ätzend?

00:36:33: Oh, kannst du?

00:36:34: Ehrlich.

00:36:34: Hattest du Spaß dabei?

00:36:36: Buh!

00:36:37: Ja, das lag nur an der Ablenkung, weil ich vermeiden wollte dass es zu ernst wird.

00:36:42: Schon denke ich.

00:36:45: War das etwa zu leicht?

00:36:47: War das so einfach?

00:36:48: So ein Influencer Dasein ist halt auch echt leicht.

00:36:51: Ja, wirklich einfach.

00:36:52: Also die verdienen so viel Geld für nix tun.

00:36:54: also ganz wirklich ehrlich.

00:36:57: Nicht.

00:36:58: Schön

00:37:00: Ein paar Gedanken Zum Abschluss.

00:37:02: ist für dich noch was, was du teilen möchtest?

00:37:10: Nichts weiß ich nicht vorher.

00:37:11: Also ... wie gesagt, Vermeidung ist echt immer noch so ein ... Ich merke das da... Das ist wie dieses mit dieser Belohnung, wo ich gesagt habe, da ist irgendwas, was noch nicht ganz rund ist und ich merke es bei Vermeiden auch so.

00:37:27: Da ist es mal so und da ist es einmal so.

00:37:30: aber irgendwie ist es doch gar nicht so schlimm, wie wir alle tun.

00:37:32: Aber wir tun doch alles als wäre es so schlimm.

00:37:34: also ich merken dass da Noch eine Dissonanz in mir existiert zu dem Thema Vermeidung, immer noch.

00:37:41: Kann ich gut nachempfinden und vielleicht wird es uns auch einfach nochmal in den Podcast folgen?

00:37:47: In der nächsten Zeit auch doch nochmal begleiten oder wir es nochmal mit einbringen.

00:37:52: Vielleicht ende ich mit dem Gedanken, der mich damals übrigens sehr ins Umdenken gebracht hat – ich war nämlich so, Vermeiden ist einfach schlecht!

00:37:59: Das war meine Grundüberzeugung.

00:38:03: Verwaltung ist einfach schlecht, müssen wir auflösen.

00:38:04: Therapeutisch gesehen, menschlich gesehen will ich nicht.

00:38:08: und es gab ein Seminar in der psychotherapeutischen Ausbildung zum Thema Gesprächstherapie nach Rogers und das war ... Der war ein ganz besonderer Dozent, der kam auch schon mit einer ganz besonderen Präsenz rein und er startete recht schnell mit dem Satz Wir müssen aufhören, unseren Patientinnen und Patienten weiß machen zu wollen, dass Vermeidung immer schlecht ist.

00:38:32: Vermeindung ist in vielen Momenten durchaus legitim.

00:38:36: Und sie schützt etwas was sich lohnt beschützt zu

00:38:39: werden.".

00:38:39: Und dann dachte ich so ... Nee!

00:38:45: Einen Moment, da hat eine

00:38:47: Zwei ausgeführt?

00:38:50: Ja

00:38:50: genau.

00:38:51: Was erzählt er uns hier?

00:38:52: Er hat es irgendwann ausgeführt.

00:38:54: Es ging auch um Krebspatientinnen und patienten die er betreut

00:38:56: usw.,

00:38:57: Und er hat mich sehr ins Nachdenken gebracht und am Ende des Seminars bin ich rausgegangen mit der genau dieser Überzeugung.

00:39:04: So ist es!

00:39:05: Vermeidungsverhalten ist nicht immer schlecht.

00:39:08: Und durch unsere Gespräche, Jule, bin ich darauf gekommen dass wir in jedem vermeidungs- verhalten anders... In jedem Expo Verhalten auch trotzdem ein Vermeindungsveralten haben.

00:39:19: Dass wir, auch wenn wir etwas tun, immer etwas anderes auch vermeiden.

00:39:24: Automatisch.

00:39:28: Das ist das, was ich durch unsere Gespräche mitnehme.

00:39:31: Das, was wir hier für mich erarbeitet haben.

00:39:34: Das finde ich auch sehr schön!

00:39:36: Ja also vielen Dank.

00:39:37: Das hast du mal gesagt hast ne?

00:39:38: Wir vermeiden eigentlich immer etwas und selbst wenn wir die Vermeidung nicht vermeiden wollen dann vermeiden wir ja die Vermeilung in der Richtung.

00:39:47: Ja, vermeiden immer irgendwas.

00:39:49: Ja genau.

00:39:50: Es gibt... Irgendwas vermeiden wie immer.

00:39:53: Also

00:39:54: So ist nur die Frage.

00:39:55: Ich habe vorhin dieses

00:39:56: vermeiden wir oder was das

00:39:58: genau?

00:39:59: Ja,

00:40:00: wie gesagt, dass es das war für mich noch nicht rund ist.

00:40:02: Wer entscheidet dann, was die funktionale Falsche ist.

00:40:06: Was gut und was

00:40:07: verdammt.

00:40:08: Ist es

00:40:08: funktional ist es nicht.

00:40:10: Jetzt hätten wir gerne die Schwarz-Weiß Kategorien.

00:40:13: Genau, es ist wurscht wie wir es formulieren.

00:40:14: aber

00:40:15: wer entscheidet denn was richtiges?

00:40:19: Ich sag mal potenziell alles, was uns krank macht und einen Leidensdruck erzeugt.

00:40:22: Das wäre das, was ich gerne angehen würde für mich persönlich.

00:40:25: Und mir auch wünschen würde, dass meine Patientinnen und Patienten, die ich so begleiten darf, das auch tun.

00:40:30: Das kann ich so für mich sagen.

00:40:32: Auch wenn man in einem näheren Umfeld ...

00:40:34: Aber das ist ja ... Sorry dazu!

00:40:37: Das ist wirklich sehr weitgegriffen, ehrlicherweise.

00:40:40: Weil wir wissen potentiell, dass zu viel Stress ... chronische Krankheiten auslöst.

00:40:47: Wir wissen, dass chronischer Stress eine Menge an Symptomen auch... ...auslösen könnte und ich glaube das Ding ist KÖNTE!

00:41:00: Ist das Evidenz genug um zu sagen deswegen muss sich Stress vermeiden?

00:41:06: Oder reicht es noch nicht?

00:41:07: Weißt du, der Satz an sich hört sich erst mal gut an, finde ich Und ich weiß aber, wenn ich näher reintauche, dass dann genau diese Grenze Bereiche oder nicht Grenzbereiche, sondern der Teufel steckt halt im Detail.

00:41:22: Um's mal ganz runter zu reichen.

00:41:27: Ich bin ganz bei dir und wenn wir es jetzt aber auf medizinische Themen übertragen, haben wir da das Phänomen ja genauso?

00:41:32: Wir wissen alle dass keine Ahnung über Gewichtsportmangel und Rauchen die Nummer eins Faktoren sind um cardiovascular Erkrankungen hervorzubringen.

00:41:41: Sollte man deswegen vielleicht sich mehr bewegen, gesünder ernähren auf sein Gewicht ein bisschen achten und nicht rauchen?

00:41:48: Im besten Fall ja.

00:41:49: Wird es bei jedem der das Nicht-Hu zum Tode führen an kardiovaskulären Tote zu versterben?

00:41:55: Nein!

00:41:57: Ist es dadurch also schwarz oder weiß?

00:41:59: Kann mal jetzt so und so sehen.

00:42:02: Also ich habe da eine klare Haltung zu auch da aber das sieht vielleicht auch der einen oder andere anders und ist risikobereiter und sagt warum soll ich Warum soll ich auf, keine Ahnung.

00:42:11: Meine Süßigkeiten verzichten?

00:42:13: Auf meinen Rauchen verzichten?

00:42:14: und warum soll ich mich sportlich abmühen?

00:42:17: Mein Nachbar war Sportlehrer und war superaktiv und der ist aber trotzdem gestorben an einem cardiovascularen Problem.

00:42:24: Also wofür?

00:42:25: So ungefähr!

00:42:26: Ja das ist genau... Das ist einfach ein sehr spannendes Thema.

00:42:29: Ich glaube da nicht nur ich glaube sondern das finde ich schon auch noch mal schön deine Perspektive drauf zu haben und uns da glaube ich nochmal drüber auszutauschen.

00:42:38: Von daher würde ich das auf die Liste schreiben von demnächst.

00:42:49: Wenn du Gedanken, Fragen oder auch Themenwünsche mit uns teilen möchtest dann schreib uns doch einfach.

00:43:02: Und

00:43:12: jetzt noch ein Aufruf in eigener Sache!

00:43:16: über

00:43:20: Feedback, über Nachrichten, über geteilte Folgen mit all den Personen die es vielleicht aus deinem Freundes- und Bekanntenkreis interessieren könnte.

00:43:28: Über ein Follow auf Instagram!

00:43:29: Und natürlich auch über eine Bewertung auf der Plattform, auf der du uns

00:43:33: hörst.

00:43:34: All das hilft uns dabei zu wachsen und größer zu werden.

00:43:37: Danke dass Du heute dabei warst, dass Du mitgefühlt, mitgedacht und mitgehört hast.

00:43:44: bis zum nächsten Mal bei gefühlt gedacht Deinem Podcast rund um Menschliches erleben.

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