Wenn Sticker Verhalten verändern sollen
Shownotes
In dieser Folge sprechen Julia und Johanna über:
- Was sind Verstärkerpläne und wie funktionieren sie?
- Wann können Belohnungen Verhalten tatsächlich verändern?
- Wo liegen die Grenzen von Stickern, Punkten & Co.?
- Was passiert, wenn wir ein Verhalten verändern wollen, ohne seine Funktion zu verstehen?
- Wem soll die Veränderung eigentlich dienen: dem Kind oder den Erwachsenen
- Warum ein „unerwünschtes“ Verhalten nicht einfach verschwinden muss, sondern eine Alternative braucht
- Und die Frage dahinter: Was wollen wir mit dem Verstärkerplan eigentlich erreichen?
Transkript anzeigen
00:00:00:
00:00:01: Herzlich willkommen zu Gefühlt Gedacht, deinem Podcast rund um Menschliches Erleben.
00:00:08: Wir sind Julia
00:00:09: und Johanna und sprechen mit viel Herz und Offenheit über das was sonst nur in unseren Gedanken bleibt!
00:00:16: Und damit herzlich Willkommen zur heutigen Folge.
00:00:19: schön dass du wieder dabei bist.
00:00:22: Jule Hi Ich habe mir ein Thema ausgesucht, aus unserer schlauen Liste.
00:00:27: Wir haben so eine Liste ganz am Anfang ja geschrieben was wir alles für Ideen haben oder auch zwischendrin immer mal ergänzt und ich hab da das Thema Lobbestrafung Verstärkerpläne gesehen Und jetzt vielleicht zu manche.
00:00:38: also mit Lob- und Bestrafungen können wahrscheinlich die meisten auch irgendwie etwas anfangen.
00:00:43: Vielleicht ganz kurz schon vorne weg.
00:00:44: Was sind eigentlich Verstärkeplänen?
00:00:46: Verstirkerplähne kommen aus dem verhaltenstherapeutischen Setting.
00:00:49: Sie wollen ein gewisses Verhalten verstärken.
00:00:52: Also wenn zum Beispiel eine heranwachsende Person ein Verhalten zeigt, was wir uns wünschen.
00:00:57: Also klassisch Toilettentraining zum Beispiel oder zu Hause irgendwie das Zimmer mit aufräumen oder sowas dann gibt es z.B.
00:01:05: einen Smiley oder irgendwas anderes und diese Smilies können theoretisch auch umgesetzt werden noch in Geld so dass ich das Kind von dem Geld, was es durch die Smilys bekommt, was kaufen kann.
00:01:17: Jetzt ist natürlich irgendwie so ein bisschen der Wandel auch, der Zeit anhand dieser Themen ganz gut zu beobachten.
00:01:22: Weil wenn ich so auf Instagram und Co in die sozialen Medien gehe und da auch ja verschiedene pädagogischen Seitenfolge stelle ich immer wieder fest wir verändern ja aktuell auch unser Verständnis von der Einflussnahme von außen, so möchte ich es mal sagen also sowas wie Lob was ja früher wahrscheinlich etwas war wo wir vermutlich viele zumindest zugestimmt hätten, ja das ist doch was Positives.
00:01:45: Wird das heute noch mal kritisch hinterfragt?
00:01:47: Was Lob eigentlich tatsächlich macht?
00:01:49: also wenn ich sage boah das hast du aber gut gemacht oder so dass es dann vielleicht auch eher fördert dass wir versuchen fürs Außendinge zu tun und im Aussen zu gefallen Das heißt, diese Konstrukte werden kritisch hinterfragt.
00:02:01: Und genau dieses Thema wollte ich jetzt heute mal hier mit reinbringen!
00:02:05: Was ist eigentlich so unsere Haltung da jetzt
00:02:07: zu?
00:02:07: Wie sehen wir das aus der therapeutischen Brille?
00:02:09: Wie siehst du das aber auch aus deiner Mutter-Rollebrille?
00:02:13: Hast Du dafür Dich ein Thema mit?
00:02:16: oder wie handhabst Du das?
00:02:18: Ich glaube, dass es vielleicht erst einmal das, womit wir einsteigen könnten... Wie setzt Du das um?
00:02:22: Lobst Du, bestrafst Du?
00:02:24: Hast du Verstärkerpläne genutzt?
00:02:25: Machst Du sowas oder eher
00:02:26: nicht?!
00:02:28: Also, ich fang mal mit Verstärkerplänen an.
00:02:33: Ich hab ne Aversion dagegen.
00:02:35: Ich
00:02:35: hasse ... Verstärkepläne ehrlicherweise da!
00:02:40: Ich kann dir gar nicht sagen... Natürlich kann ich dir jetzt irgendwie rational logisch begründen warum das so ist und ich kann dir sagen dass von Beginn an.
00:02:49: Ich dieses, ja wir haben hier eine Liste und der Kai Karl-Heinz Rüdiger, der darf dann da ein Sternchen dran kleben wenn er keine Ahnung aufs Klo gemacht hat?
00:03:01: Ja gutes Verhalten was aus deiner Perspektive heraus gutes Verhalten ist wird belohnt und ich glaube das ist genau der Punkt dahinter.
00:03:07: damit wird belohnend wenn die Person sich so verhält wie die Eltern sich wünschen dass sie sich verhält.
00:03:15: Und das is nicht meine Art Eltern-Kindbeziehung, die ich führen möchte.
00:03:21: Für mich waren meine Kinder schon immer Individuen, die ihre eigenen Charakterstärken und Schwächen haben so wie ich ein Mensch bin der Charakter stärken und schwächen hat.
00:03:31: Und mir ging es nie darum Meine kinder mehr anzugleichen was solche Listen für mich irgendwo aber tun weil Ich ja vorgebe Was richtig ist aus meiner Perspektive heraus mit meinen Stärken & Schwächen?
00:03:45: Und vielleicht gar nicht so viel mit ihnen zu tun hat.
00:03:51: Das ist also von außen vorgegeben, das ist das Richtige.
00:03:54: Das ist das falsche Verhalten und wir haben schon wieder die Begrifflichkeiten.
00:03:58: Das is echt interessant nach jetzt mittlerweile einundzwanzig Folgen, die eigentlich sich immer wieder auch wiederholen.
00:04:05: Ja genau!
00:04:06: Das ist richtig falsch denken... Genau.
00:04:11: Das wird verstärkt, das Richtige wird verstirkt und was richtig ist entscheide ich als Elternteil, als erwachsene Person weil ich habe ja da den Überblick.
00:04:20: Und ehrlicherweise... Ich bin jemand und es ist aber mehr jetzt so in der Reflexion wenn man drüber reden fällt mir auf bei mir funktioniert das übrigens gar nicht und was auch noch der Fall ist Ich es dann nicht schaffe, bin ich jemanden der super enttäuscht von mir selber ist und das erst gar nicht wieder versucht.
00:04:47: Ah!
00:04:48: Okay ja, spannend.
00:04:49: Und ich glaube dass da auch dieses Ding mit reinkommt... Ich glaube für stärker Pläne per See wenn das vielleicht bei Neurotypischen, ich weiß es nicht, immer so eine Frage von Bei wem funktioniert's?
00:05:07: Ja wobei wir ja normalerweise sogar sagen würden, dass Menschen jetzt mit ADHS Neurodivergenz.
00:05:14: eigentlich eher noch auf diese Belohnungssysteme reagieren dürfen.
00:05:17: Insofern zumindest, dass sie ja ständig auch nach einem unbewussten Belohnungseffekt suchen oder nach dem schnellen Dopaminreiz letztendlich suchen was zum Beispiel so dieses Abhaken von To-Do-Listen auch erstellen kann.
00:05:30: Es ist übrigens nichts anderes als ein Verstärkerplan.
00:05:33: das ist halt der erwachsene Verstärkeplan könnte man sagen ohne es Miley und Co.
00:05:38: aber auch eine To-do Liste hat einmal diesen strukturierenden Wert aber auch den Selbstverstärkereffekt nämlich im Sinne was ich schon geschafft habe heute.
00:05:45: Wie viele Häkchen ich ansetzen konnte?
00:05:49: Ich schreibe mir gerne meine Aufgaben auf, hat aber eher einen sortierenden Charakter ... Ich muss sie dann nicht abhaken, witzigerweise.
00:05:56: Echt?!
00:05:56: Das ist total interessant!
00:05:59: Siehst du, da bin ich ganz anders.
00:06:00: Oh ja, ich kann ein Häkchensinn!
00:06:02: Nee, das ist mir so egal, weil es ist nur wichtig, dass ich den Überblick über die Aufgaben behalte in Anführungsstrichen und dass sie nicht vergessen gehen blockiert mich dieses, ah ich muss noch das... also mich blockiert manchmal das Wissen darüber dass sich noch so viel zu erledigen habe.
00:06:22: und dann wenn ich das alles runterschreibe kann ich mir überlegen okay was mache ich als erstes?
00:06:27: Weil dann sehe ich sondern kann die Liste mir anschauen.
00:06:30: Das hilft nämlich zu strukturieren und für mich Klarheit reinzubringen wo ich jetzt als erstens meinen Fokus drauf setze.
00:06:36: Ja super!
00:06:37: Danach.. Die Liste lasse ich häufig meistens irgendwo liegen.
00:06:41: Manchmal passiert es mir, dass ich so nach zwei Monaten die Liste wieder finde.
00:06:45: Nun
00:06:46: drauf gucke und mir denke, ah cool!
00:06:48: Hat sich erledigt, habe ich erledig, hab ich erletig... Und dann mache ich so Hickchen um zu gucken was habe ich vergessen?
00:06:53: Und meistens ist das übrigens so, dass die, die ich vergessen habe eigentlich gar nicht so wichtig gewesen sind.
00:06:58: By the way.
00:06:59: Spannend ja logisch
00:07:00: Ja
00:07:01: Und das, was wichtig ist bleibt natürlich eh im Kopf.
00:07:04: Und gleichzeitig... Also mir geht es auch so.
00:07:06: dieses Aufschreiben von Was will ich denn eigentlich machen?
00:07:09: Ist schon etwas, was mir einmal Struktur geben kann weil ich dann versuche auch zu unterscheiden zwischen dem was jetzt relevant und was jetzt dringlich.
00:07:17: also was muss jetzt irgendwie bald gemacht werden?
00:07:20: und
00:07:20: ist dann ein bisschen dieses Bergdenken was sich schon auch manchmal habe reduziert.
00:07:25: Okay, ich hab das da aufgeschrieben.
00:07:27: Ich muss mir jetzt also nicht irgendwie ... keine Ahnung, wenn ich so im Alltag bin, braucht mir kein Gedanke
00:07:32: kommen.".
00:07:33: Das muss ich auch noch machen, weil das steht ja dann da!
00:07:35: Weil das geht mir schon, wenn es nicht aufschreibe manchmal so, dass mir irgendwelche Sachen in den Kopf kommt und das sind dann potenziell die Momente, wenn sie noch nicht auf der Liste draufstehen, dann schreibe ich das als nächsten Tutupunkt.
00:07:45: Stimmt, das wollte ich ja auch noch mal machen.
00:07:48: Aber zurück quasi du sagst für dich funktionieren Verstärkerpläne nicht?
00:07:52: Also
00:07:52: d.h.,
00:07:53: Wenn du das für dich selber auf dich anwenden willst, funktioniert es nicht?
00:07:56: Oder meinst du jetzt mit deinen Kids.
00:07:57: Ähm
00:07:59: ... Also ich habe bei meinen Kindern beobachtet.
00:08:09: Wir hatten mal so einen Deutschbuch oder sowas hat meine Tochter sich gekauft weil die gerne solche Bücher kauften und da hinten drin waren Sticker und Kleber und was weiß ich was.
00:08:20: Und dieses Verkleben davon hat ihr total gut gefallen.
00:08:25: Und natürlich hab' ich zugelassen dass sie das auch verklebt, selbst wenn sie es nicht gemacht hat oder nur angefangen hat ehrlicherweise.
00:08:34: Und es war am Anfang und das hat man schön beobachten können.
00:08:36: Am Anfang war das okay ich mache die Aufgabe andersrum.
00:08:40: Ich habe das ihr natürlich nicht gesagt.
00:08:41: Ich hab nicht das Buch hier in die Hand gedrückt und gesagt du darfst immer alle Sterne sofort verwenden sondern es war.
00:08:46: irgendwann kamen Sie mit der Frage.
00:08:48: Das heißt ja im Anfang schon ist so gemacht wie ich sage mein Mann das machen sollte nämlich die Aufgabe.
00:08:54: Und irgendwann kam sie und gesagt, Mama darf ich auch Sterne so einfach verkleben.
00:09:02: Dann hab ich gesagt ja, natürlich darfst du auch Sternes für dein Buch, kannst damit machen was du willst!
00:09:08: Und sie hat die Aufgaben trotzdem gemacht und hat die Sterne halt tatsächlich irgendwo anders hingeklebt nicht mal zu den Aufgaben dazu.
00:09:12: also dieser Link ist gar nicht genau passiert.
00:09:15: und am Anfang war das so ein Ah ganz cool... ...und dann irgendwie nicht mehr, es ist dann so abgeäppt.
00:09:21: Das ist etwas was sich ganz häufig feststellen ist, was Neues ist Cool?
00:09:25: Ja.
00:09:28: Ist es halt irgendwo ...
00:09:30: Ja.
00:09:31: Dann wird's langweilig, ne?
00:09:32: Und dann ist das so ein Okay-Was kann man damit noch
00:09:34: machen?".
00:09:34: Ich glaub, dann kommt zu dieser Faktor rein von okay.
00:09:37: was kann ich damit nochmachen?
00:09:38: Was darf ich damit auch noch machen?
00:09:41: Das ist auch etwas, was bei uns immer mal wieder reinkommt.
00:09:45: Genau dieses Darf ich das wirklich so?
00:09:47: Wie fühlst du das?
00:09:48: Wie doch?
00:09:49: also,
00:09:49: ne?!
00:09:50: So, meine Tochter war natürlich viel in Kindergärten gewesen.
00:09:53: In verschiedensten Umgebungen und ähnlichen.
00:09:55: Ich hab schon manchmal auch so das Gefühl dass da viel Regelwerk vorgelebt wurde, definitiv.
00:10:03: Wir waren in der Montessori-Kindergarten und in der montessori Kindergarten.
00:10:09: Und Montessory hat schon auch ja sehr klare Routinen und Regeln und Richtlinien und Ähnliches.
00:10:17: Ich glaube das ist schon hilfreich für Kinder im Heranwachsen.
00:10:21: Und ich merke aber dass halt ganz viel wie ich es lebe.
00:10:30: Das spricht doch nichts dagegen, ein Sticker zu festdickern.
00:10:35: Da würde aber jeder mit einem Verstärkerplan sagen ... Doch!
00:10:38: Du darfst den auf keinen Fall verstickern.
00:10:40: jetzt, weil du hast noch die Aufgabe nicht gemacht.
00:10:42: Da kommt so eine
00:10:45: Unflexibilität.
00:10:47: Und auch so einen Umzug kommt da rein, was ich gar nicht vorleben will?
00:10:51: Ja, verstehe ich.
00:10:53: Ich glaub, was wichtig ist.
00:10:53: Umzuwalde
00:10:54: Bock hast.
00:10:57: Genau.
00:10:58: Ich glaube, was ein wichtiger Punkt ist, den du gerade angesprochen hast.
00:11:01: Was natürlich potenziell auch bei Neurodivergenz so einen Aspekt ist warum wahrscheinlich Verstärkerpläne eher tatsächlich weniger greifen?
00:11:10: Man kann schon mit Verstärkeplänen arbeiten aber die Art wie wir sie strukturieren bedeutet dann sozusagen auch, dass sie eben entweder schnell langweilig werden können.
00:11:19: So ein bisschen das was du gerade gesagt hast.
00:11:21: es braucht halt immer wieder neue Reize weil ansonsten ist das gar nicht so interessant.
00:11:26: und natürlich auch es braucht einen Anreiz der wirklich auch interessantes für das Kind.
00:11:31: Ob das jetzt ein Sticker ist?
00:11:32: Für jedes Kind ist auch noch mal eine ganz andere Frage.
00:11:35: Das heißt also der Anreize darf natürlich entsprechend individuell gewählt werden.
00:11:40: Ursprünglich kommt die Idee davon dass sich Verhalten für uns lohnt darf.
00:11:45: Also wenn wir beispielsweise, das ist ja ganz natürlich die Idee ist ja sozusagen wir zeigen vermehrt Verhalten was ich irgendwie vor uns lohne.
00:11:54: Beispiel habe Ich jetzt ein Bedürfnis nach Aufmerksamkeit Zuwendung Bindung näher und ich bekomme das vielleicht sonst nicht oder weniger Und ich bekomme das in Momenten, aber wenn nicht zum Beispiel meine Geschwister ärgert oder sowas.
00:12:09: Dann ist das natürlich automatisch ein Verstärker für das Verhalten meiner Geschwisters zu ärgern Wenn ich dann Aufmerksamkeit und Bindung erfahre Also wenn dann meine Eltern mit mir sprechen auch wenn sie mit mir schimpfen Aber ich bekommen halt irgendwie Zuwendung auf irgendeine Art und Weise.
00:12:24: Das heißt also dass wir jetzt so dysfunktionale natürlich Die Geschwister ärgern das jetzt potenziell sozial nicht so erwünscht und nicht so angemessen oder nicht so erwünschenswert, wahrscheinlich auch für Familien.
00:12:37: Und gleichzeitig erhält das Kind ja dadurch aber auch was.
00:12:40: Genauso ist es mit anderen Verhalten auch beispielsweise wenn wir einen Marathon laufen wollen oder sowas dass wir dann dieses hohe Ziel quasi haben.
00:12:50: und jedes Mal die ich geübt habe, um diesen Marathon laufen zu können.
00:12:55: Dass ich dann eben stolz auf mich bin auch das ist eine Art von Verstärkerreaktion, die mich dazu befähigen wird zum Beispiel das nächste Mal wieder zu laufen weil ich vielleicht merke ich mache Fortschritte um mein größeres Ziel den Marathon Laufen zu erreichen.
00:13:09: also es heißt wohlsprünglich kam die Idee davon Es braucht halt irgendwie einen Anreiz damit sich ein Verhalten für ein Kind lohnt und das passiert ja meistens auch ohne Verstärke plan ehrlicherweise.
00:13:21: Was wir dann aber mit dem Verstärkerplan erzeugen wollen ist sozusagen, wenn das Verhalten was ... Wenn quasi ein Verhalten, was wir eigentlich gerne häufiger auftreten lassen würden nicht so häufig sich zeigt.
00:13:35: Also beispielsweise soziales Verhalten bei Kindern gar nicht mal so selten dass quasi dieses Verhalten, wenn sie sich dann sozial... Da haben wir das wieder angemessen verhalten.
00:13:46: Zum Beispiel verstärkt wird.
00:13:48: also wenn es dann zum Beispiel nicht die Geschwister geärgert hat sondern irgendwie nett mit den Geschwisters gespielt hat und da hast du natürlich vollkommen recht!
00:13:55: Das wird schon wieder eingeteilt in richtig und falsch.
00:13:57: und was ist eigentlich angemessene?
00:14:01: Und was mir dabei so fehlt Ein Kind muss sich eine eigene Strategie suchen, wie es dort hinkommt.
00:14:10: Und das ist das was mir einfach fehlt ne?
00:14:12: Ich sage nur dass ist das richtige Verhalten und das ist es schlechte.
00:14:15: aber ich gebe dir keine Hilfestellung dabei für dich eine Strategie zu entwickeln die auf dich passt, die für dich passt um überhaupt ein anderes Verhalten machen zu können.
00:14:28: weil häufig is ja nicht Das Problem, dass Kinder die merken das.
00:14:33: Ich sag jetzt mal, ich bleib bei dem Geschwisterstreit weil das ist echt ein Riesenthema.
00:14:37: Die merken ja, dass Geschwistersstreit zu negativer Aufmerksamkeit führt.
00:14:42: Das ist zwar Aufmerksamkeit aber es ist schon auch nicht die gewollte Aufmerksamkeit und es ist auch nur mehr schlecht als recht.
00:14:50: Aber sie haben noch keine andere Möglichkeit gefunden was Sie mit dem Geschwiesterstreit erhalten ... anders zu erhalten.
00:15:02: Und eigentlich brauche ich einen Erwachsenen, der mir hilft dabei... ... eine andere Strategie, den anderen Weg zu finden wie ich das Gleiche erhalte mit einem anderen Weg weil Verhalten ist nur der Weg letztlich ne?
00:15:16: Voll!
00:15:18: Steht halt für ein Bedürfnis.
00:15:19: was dahinter steht es eigentlich?
00:15:20: ne?
00:15:21: Ja
00:15:21: und das ist das was mir dabei so fehlt.
00:15:23: deswegen mag ich Verstärkerpläne nicht weil sie verstärken letztlich nur Und jetzt mal von einer anderen Perspektive.
00:15:30: Letztlich, wenn ein Kind und das ist häufig Streitzeilen stehen meistens weil eins der beiden Kinder überfordert ist mit irgendwas und nicht weiß ...
00:15:41: Wohin mit dieser Überforderung?
00:15:43: Genau, wohin mit diese Überforderungen.
00:15:45: Ja.
00:15:46: Wenn ich das nicht checke als Eltern... Ich kann ja sagen, bei meinen Kindern mittlerweile vorhersehen Wenn es in diese Dynamik oder in die Richtung reingeht, weil ich bei meinen beiden Kindern mittlerweile weiß was dazu führt dass sie jetzt in der Unsicherheitszone sind.
00:16:03: Was potenziell dann eine Überforderung rennen könnte.
00:16:07: und Dann suchen Sie extrem eigentlich nach Halt.
00:16:11: Deswegen Streit.
00:16:12: das ist ne sehr krasse Form von.
00:16:15: da ist jemand der mir Halt gibt.
00:16:19: Das hat sich total bescheuert an, ich weiß aber das ist exakt was so häufig passiert.
00:16:23: Eine Konflikt ist ja Reibung und Reibungen ist ganz klar okay Ich merke wieder meine Grenzen!
00:16:28: Ich spüre meine Grenze wieder und wenn du Unsicherheit hast Dann verwischen sicher deine Grenzen dann verschwimmst Du tatsächlich.
00:16:36: also ich spürte es mittlerweile auch sehr körperlich ich nehme dann meine grenzen nicht mehr war.
00:16:42: Und was Streit macht?
00:16:42: Es gibt ihr Körperkontakt und du kannst deinen grenzen wieder wahrnehmen.
00:16:46: Also, deine körperlichen Grenzen tatsächlich sehr real wieder wahrnehmen.
00:16:50: Und wenn man mal so auf Streit guckt und auch tatsächlich Geschwisterkonflikte guckt... ...dass da eigentlich was sehr Produktives entsteht, nämlich Halt!
00:17:02: Auch wenn es dann völlig eskaliert.
00:17:04: aber das, was erst einmal gesucht wird ist Sicherheit.
00:17:10: Und dass ich reiche halt eben nicht mit einem Verstärkerplan.
00:17:13: entschuldige bitte weil im Zweifel wird die Strategie, die gewählt wird noch kann halt potenziell destruktiv werden.
00:17:22: Je nachdem, ich glaube genau das wäre der wichtige Zusatz zu überlegen okay was können wir denn stattdessen machen?
00:17:28: Also es gibt auch in Kliniken wo ich war schon Verstärkerpläne die in die Richtung gehen.
00:17:33: von dieses Verhalten sollen nicht mehr gezeigt werden.
00:17:35: damit hätten wir wieder dieses klassische Vermeidungsziel.
00:17:38: da wollen wir nicht hin.
00:17:40: also immer dann wenn du das verhalten nicht zeigst an einem Tag oder in so vielen Stunden kriegst du einen Sticker und da habe Wir sollten dann schon bitte auch eine Idee davon haben, was das Verhalten ist.
00:17:51: Was wir uns eigentlich wünschen und dass wir das eben auch mit an die Hand geben wieder wie dieser Weg denn dahin überhaupt passieren könnte?
00:17:59: Genau das, was du jetzt eigentlich gerade auch gesagt hast es braucht halt überhaupt erst mal ein Alternativ-Idee.
00:18:05: für was kann ich denn stattdessen tun um selbiges zum Beispiel zu erreichen?
00:18:12: Und es muss erstmal adressiert werden was bringt mir denn das heutige Verhalten?
00:18:15: weil auch wenn es am außen nicht funktional aussieht.
00:18:19: Es hat in mir drin sehr wohl eine Funktionalität und ich sage jetzt mal gerade dieses, wenn du in Kliniken gehst, das sind wir dann jetzt hin zu irgendwie selbstverletzenden Verhalten oder sowas gehen wo ich mir solche Verstärkerpläne von denen du eben gesprochen hast vorstellen könnte.
00:18:35: Du machst das selbst verletzte Verhalten nicht mehr
00:18:38: cool!
00:18:39: Wenn du dafür aber dich in den Freeze schießt Wo du nichts mehr fühlst, wo du namm bist.
00:18:45: Wo du eigentlich nur noch, ich sag mal letagesch vor dich hin vegetierst Das ist auch das Verhalten gelassen.
00:18:54: Ich glaube aber nicht dass das wünschenswert ist.
00:18:56: Du sprichst so Dissoziation, also dieses Nebensichtstehen.
00:19:00: So Gefühlstaub sein?
00:19:01: Ja, nee das wäre natürlich nicht das wo man hin möchte.
00:19:04: was aber wo ich mir recht sicher bin dass sowas potenziell auch übersehen werden kann weil der Fokus und es ist ja auch mal ein bisschen das Thema mit solchen Plänen Der Fokus liegt dann sehr auf diesen Was wollen wir erreichen?
00:19:16: Ziel und wenn dann wird vielleicht gar nicht mehr geschaut wie wird es denn eigentlich erreicht sondern nur es wurde erreicht.
00:19:22: ach das ist doch super.
00:19:24: Aber was vielleicht auch sich da an dysfunktionalem Verhalten aufbaut, ist vielleicht nicht mehr so präsent.
00:19:31: Weil die Achtsamkeit dann nicht so ganz drauf liegt.
00:19:34: Weil das Ziel ja ist eben das Verhalten zum Beispiel nicht mehr zu zeigen.
00:19:38: Auch in Kliniken war es einmal das Thema mit Selbstverletzung aber auch tatsächlich mit Konflikten mit anderen.
00:19:44: Dann zum Beispiel die Person nicht zu hauen.
00:19:45: also wir hatten... Auch in der Klinik, die ich jetzt meine Intelligenz gemünderte Patientinnen und Patienten, die einfach Schwierigkeiten hatten, Impulse zu kontrollieren.
00:19:54: Und wenn sie dann ... Sie sind natürlich auch vom Entwicklungsalter auch noch mal abweichen zu dem was eigentlich auf einem Blatt Papier steht.
00:20:01: also auf dem Blatt papier sind die irgendwie fünfzehn-sechzehn, vierzehn-, fünfzehnt war es auch immer.
00:20:05: aber vom Entwickungsalter sind die halt vielleicht sieben.
00:20:08: und das merkt man, dass sich die einfache nicht dem Alter entsprechend mitteilen und darüber dann sprechen, sondern die holen dann halt ihr Spielzeug.
00:20:17: Und geben der anderen Person halt erst mal einen über die Rübe.
00:20:20: solche Geschichten!
00:20:21: Das geht natürlich nicht weil wir ja auch einen gewissen Auftrag an Sicherung haben für die anderen Mitpatientinnen und Mitpatienten.
00:20:28: das heißt natürlich war dann schon auch die Frage wie kann ich das jetzt erreichen?
00:20:32: Wie kann ich den Anreiz für die Personen bieten sich entsprechend der sozialen Regeln, die wir hier gerade dann auch auf der Station haben zu verhalten.
00:20:41: Und ich finde für sowas sind Verstärkerpläne potenziell schon geeignet wenn und da.
00:20:46: das ist für mich an Bedingungen geknüpft.
00:20:48: erstens es muss ein Reiz sein, der irgendwie wirklich auch lohnswert für die betreffende Person ist.
00:20:53: zweitens Es muss auf die individuelle Ausgangslage geguckt werden.
00:20:56: warum?
00:20:56: Das war das was du angesprochen hast.
00:20:58: zeigt die person überhaupt dieses Verhalten?
00:21:00: Was will sie damit eigentlich erreichen?
00:21:02: können wir das nicht auch schon woanders vielleicht erstellen?
00:21:06: Gut, jetzt im Sinne von Konfliktregulation schwieriger.
00:21:09: Ja und?
00:21:09: Und
00:21:11: ich glaube was ein wichtiger Faktor ist den du jetzt gerade nennst mit welcher Bewertungsskala schaue ich mir das eigentlich an?
00:21:19: weil ich sag mal gerade jemand der für die fünftzehn aussieht der sich halt von der Entwicklung her einfach noch ähm Alter sieben dann muss ich halt dass alter sieben als Bewertungen
00:21:30: anlegen
00:21:31: das optische Alter fünfzehn.
00:21:33: Und ich glaube, dass ist was ganz, ganz häufig auch... Das weiß ich, dass mir das manchmal schwerfällt wenn ich meine beiden Kinder anschaue.
00:21:43: Selbst wenn da ein Verhalten an den Tag legt wo ich mir denke okay warte kurz, das ist jetzt drei Jahre alt?
00:21:51: Ja vielleicht!
00:21:52: Vielleicht ist es gerade einfach in diesem Moment die ... emotionale Entwicklung, die sich hier zeigt ist.
00:22:00: Sie verhält sich eher wie drei anstatt wie, keine Ahnung, sieben oder acht.
00:22:03: und dann muss ich sie auch adressieren... ...wie jemand der halt drei ist und nicht wie jemand der acht ist.
00:22:10: Absolut!
00:22:11: Und das ist super schwer, auch da differenziert zu bleiben als derjenige, der das bewertet von außen.
00:22:18: Das ist eine Riesenherausforderung gerade weil die Leute halt eben anders aussehen?
00:22:24: Ja Absolut bin ich ganz, ganz bei dir.
00:22:27: vielleicht einen kleinen Exkurs sogar einschieben.
00:22:29: Weil das auch ein hochheitliches Thema bei uns damals auf der Station war erinnere Ich mich noch da hatten wir genau diesen Fall den ich beschrieben habe Intelligenz geminderter Jugendlich ja fünfzehn Jahre alt Auf dem Papier Entwicklungsalter aber tatsächlich ich glaube sechs bis sieben Da war ganz viel kindliches Verhalten, auch mit Kuscheltieren.
00:22:49: Aber auch aufgrund der, ich sag jetzt mal Reife des Körpers weil der Körper weiß... nicht wie das emotionale Entwicklungsalter ist, war auch viel sexuelles Verhalten schon Thema.
00:23:00: Also ich sag jetzt mal das Ausprobieren von Sexualität.
00:23:04: und da war dann ganz schwierig weil auf der einen Seite war eigentlich unser Impuls auch ihm mehr körperliche Nähe geben zu wollen, weil er gerade in Momenten wo er sehr traurig war, sehr kuschelbedürftig war und dass ja eigentlich dem emotionalen Entwicklungsalter Passend wäre ihm dann vielleicht auch, wo man ja immer viel drüber spricht, bietet man das therapeutisch an.
00:23:25: Bietet man es therapeutisch nicht an?
00:23:28: Aber schon der Impuls in uns eigentlich zu sagen, den würden wir eigentlich auch gerne mal in den Arm nehmen und so knuddeln wie wir das mit einem sechs bis siebenjährigen machen würden.
00:23:37: aber – und das ist die andere Schwierigkeit gewesen durch die körperliche Reife kam eine gewisse Sexualisierung dazu, für ihn auch tatsächlich.
00:23:47: Wodurch... Ich sag jetzt mal der Hang dazu sich das dann eher bei jungen Mädchen also gerade Pflegerinnen zu suchen höher war dass er da dann auch immer versucht hat körperlich zu werden oder auch da dann zu kuscheln.
00:24:02: und dann ist natürlich die Frage wo ziehst du da jetzt die Grenze?
00:24:04: Also es ist auch da eine total schwierige weil Worauf gehst du ein?
00:24:10: Auf die körperliche Entwicklung oder auf die emotionale Entwicklung?
00:24:13: und was verstärkst du vielleicht auch im negativen Sinne, wenn du dann ihm ermöglicht Körperkontakt zu erfahren.
00:24:23: Was eigentlich sein emotionalen Entwicklungsalter passend wäre aber vielleicht für ihn dann tatsächlich auch wie so eine ich sag jetzt mal eine sexuelle Erregung darstellt insbesondere mit den gewissen Bezugspersonen?
00:24:33: ja
00:24:34: genau das ist genau der Punkt.
00:24:36: also für mich in meinem Kopf war es jetzt einen Naja, letztlich das was ja ein Sechs-Siebenjähriger braucht und der kriegt ja auch... Also tatsächlich eine Frage von ist es nur die emotionale Entwicklung oder tatsächlich auch die Gehirnentwicklung?
00:24:48: Weil Gehirneentwicklungen hieße ja dass auch Transferleistung noch nicht möglich ist.
00:24:54: So mit sechs sieben kommt er erst langsam rein also von der Gehirnenphysiologie her, von der gehirn tatsächlich Ausprägung her.
00:25:06: Und das, was bei mir eben noch reinkam ist okay.
00:25:08: Da muss man vielleicht jemanden finden weil sechs sieben will ja eigentlich eine Mutter in einer gewissen Form und gar nichts sexualisiertes und vielleicht ist es sexualisierte auch nur so einen besser als gar nichts gewesen Weil eben die richtige mutterperson Noch nicht so präsent war.
00:25:27: also das waren jetzt überlegungen wobei mir reinkamen so dieses potenzielles auslösungs.
00:25:32: Ich glaube meine idee Während dem Moment wirklich zu sagen, wir nehmen jemanden der bei ihm eher mutterähnliche Gefühle auslöst.
00:25:41: Auch körperlich gesehen.
00:25:43: Und das macht
00:25:44: es natürlich aber schwierig ... Weil die Person ja nicht jeden Tag im Dienst ist?
00:25:48: Voll!
00:25:48: Ja, also das ist, ich glaube, Klinik-Setting hat ganz andere Thematiken.
00:25:54: Das ist wie dieses Naja für und wir hatten das in Amerika zum Thema Verstärkerpläne.
00:26:05: Wir hatten in Amerika, in der Schule gab es ein Glas und das Glas war an der Tafel angeklebt.
00:26:14: Und da wurden wenn die Klasse sich gut verhalten hat... Die Klasse, ne?
00:26:19: Einundzwanzig Kinder!
00:26:21: Wenn die Klasse sich gut Verhalten hat wurde dort Ja, in den Bomben reingeschmissen und wenn das Glas voll war oder eine gewisse Linie.
00:26:30: Dann gab es einen Eistag... Oder dann gab's halt ein Treat für die Kids.
00:26:34: Also dann gabs halt irgendwas Cooles nach der Schule für die Kits.
00:26:39: Das ist ein Verstärkerplan per se.
00:26:42: Aber auf Gruppe angewendet!
00:26:44: Aber auf Gruppe angewendet, was da natürlich dann auch.
00:26:46: Und das ist glaube ich das und du ja auch immer ansprichst.
00:26:48: welche Auswirkungen hat denn jetzt eigentlich so ein Verstärkerplan vielleicht auch?
00:26:51: Das bedeutet ja Ich werde jetzt nicht nur mich ins Auge nehmen dass ich mich gut verhalte weil ich gerne diesen Eistag zum Beispiel hätte Sondern ich beobachte auch meine Nachbarin mein Nachbar ganz klar und sanktioniere vielleicht auch und meckert die vielleicht auch an.
00:27:05: Jetzt und ich will doch aber diesen Eistaak haben.
00:27:07: das heißt ich gehe automatisch auch wie in so eine Hilfserzieher Innenrolle ... und reglementiere die anderen.
00:27:13: Und das finde ich zum Beispiel jetzt dann eher wieder schwierig, ich mein hilfserzieher Toom ist ein Teil der emotionalen Entwicklungsreise, es heißt wir werden das irgendwann sowieso durchlaufen.
00:27:22: aber dass auch noch zu fördern halte ich für pädagogisch aus meiner therapeutischen Sicht eher weniger sinnvoll nicht gar weniger
00:27:32: dadurch dass wir einen regelkind haben.
00:27:34: also tatsächlich meinen kind ist eine rule follower und zwar So krass, dass sie mich an die Regeln erinnert.
00:27:41: An die ich mich nicht halte?
00:27:44: Mama!
00:27:46: Sag mal ... Tatsächlich.
00:27:50: Ich komm damit gut klar,
00:27:51: ne?
00:27:52: Weil das für mich ... Ich denk immer, ja, danke, dass du mich daran erinnerte.
00:27:57: Ich kann dir meine Gründe nennen, aber du hast recht.
00:27:59: Ich hab da die Regel gebrochenen Punkt.
00:28:01: Mhm.
00:28:04: Und für Sie war es unglaublich schwierig... bestraft zu werden, so hat sie es nämlich empfunden.
00:28:11: Bestraf zu werden weil andere sich nicht an die Regeln halten wie sie sich an die regeln hält und für sie ist das übrigens sowieso schon.
00:28:18: in ihrer welt ist es sowieso Schon so.
00:28:20: wir halten uns alle an die regelpunkt weil die regel sind da um uns zu schützen und regeln haben.
00:28:24: Grundregeln haben einen Sinn Und es gibt auch
00:28:27: nur Regeln
00:28:28: genau und es gibt Auch nur regeln die sinnvoll sind weil die So sonst wären sie nicht da.
00:28:33: in ihrer Welt ist es tatsächlich so und Sie hat sowieso schon ein Problem damit zu verstehen, wie andere nicht die Regeln befolgen.
00:28:44: Das ist für sie eh schon schwierig zu verstehen.
00:28:49: und dann noch – das kam als Verstärker für sie übrigens dazu Jetzt bestraft zu werden, darf für das andere nicht was die sowieso schon nicht versteht.
00:28:58: Warum sie es machen?
00:28:59: Und Bestrafung
00:29:00: war dann für Sie das Ausbleiben des Bomboes in diesem Bombo-Klass, weil sich die anderen nicht warten.
00:29:06: Das ist ein ganz wichtiger Punkt, was du vorhin auch gemeint hast, dass wenn du's nicht erreichst so eine Enttäuschung da ist also... Auch spannend ja.
00:29:12: Ja oder ne
00:29:13: Verstärkung vielleicht?
00:29:14: Das heißt
00:29:14: es ist eigentlich nicht nur ein Versterken sondern auch im Bestrafen irgendwie mit dabei.
00:29:18: Genau!
00:29:20: Ich hab's nicht geschafft Ich bin nicht gut genug, ich habe es nicht geschafft.
00:29:26: Oder ich hab die anderen nicht gut genug angeleitet dazu dass sie sich daran halten können.
00:29:33: das kommt ja dann auch noch mal dazu ne?
00:29:35: Ich konnte sie nicht gut kontrollieren, dass Sie sich so verhalten haben, dass wir alle das Glas bekommen
00:29:40: und was da aussieht.
00:29:43: Ja genau!
00:29:45: Und was natürlich noch dazu kam, manchmal war es so.
00:29:47: Ja wenn ihr euch gut genug verhaltet und wir schnell genug durch die ganzen Aufgaben durchkommt dann können wir am Ende des Tages noch keine Ahnung mit Knete basteln oder sowas.
00:29:56: Ich weiß nicht wie häufig sie heimkam und gesagt hat... Wir haben nicht mit der Knie gebastelt obwohl ich schnell genug war.
00:30:05: Also dieses abhängig machen von dem auch etwas passiert von Verhalten, auch das ist übrigens was.
00:30:13: Ich weiß das und das ist genau dieses für mich auch ein verstärker Plan.
00:30:18: es gibt so viele Eltern auch ich übrigens auch deswegen weiß ich dass die sagen ja wenn das und gut funktioniert dann können wir noch das machen.
00:30:27: Und jetzt seien wir mal, dass wenn dann können wir auch streichen.
00:30:32: Das kann man didaktisch anders machen und es ist trotzdem ein Vendant drin.
00:30:36: Ich kann diesen Satz auch ohne Vendan formulieren weil wir sagen immer nee du sollst nicht Vendanaussagen machen ja
00:30:42: stimmt
00:30:43: ich kann dir den auch anders formulieren und trotzdem ist eine Vendante also eine Konsequenz drin, die mit dem Verhalten des Kindes zu tun hat.
00:30:51: Wir gehen da in den Eis essen wenn hier alles aufgeräumt ist oder wir räumen erst auf und dann gehen wir Eis essen.
00:30:58: Wenn das Eis Essen stattfindet unabhängig davon ob aus auf geräumtes oder nicht dann ist fein.
00:31:04: wenn Das Aufräumen nur einen gewissen Zeitframe hat Dann bin ich übrigens als Elternteil dafür verantwortlich dass er eingehalten wird und will auch noch Eis essen gehen.
00:31:13: Das ist aber was ganz viele nicht verstanden haben
00:31:17: Und das ist jetzt so schöne.
00:31:19: Was du aber ansprichst, ist ja eigentlich quasi wir schaffen auch unbewusst manchmal diese Verstärkerplan.
00:31:25: Es ist dann nicht... Aber wir machen unbewust manchmal diese Anreize.
00:31:30: Also wenn Du ein unangenehmes Verhalten hast und jetzt die Hausaufgaben gemacht hast, dann gehen wir in den Park oder so was.
00:31:36: Oder nachdem Du das fertiggestellt hast können wir gleich.
00:31:43: quasi auf ein unangenehmes oder potentiell eventuell herausforderndes unangenes Verhalten gibt es eine Belohnung, Bestätigung und Bestärkung.
00:31:52: Und dadurch im besten Fall wollen wir ja wahrscheinlich dass das Kind eben lernt hey guck mal das unangenäme Verhalten oder das Unangenehm die unangeniere Situation auszuhalten lohnt sich auch irgendwie.
00:32:02: jetzt kann man ja sagen wenn man das jetzt mal auf eine höhere Ebene bringt Was machen wir aber dadurch?
00:32:08: Wir erziehen quasi ein Stück weit.
00:32:11: Die Kinder da drin, begleiten sie da drinnen, könnte man vielleicht netter sagen, dass die unangenehme Situation halt überstehen müssen damit Sie dann zu diesem schönen Reiz kommen können.
00:32:24: Ist das eine sinnvolle Art zu leben oder dürfen wir nicht eigentlich auch in den herausfordernden und unangenen Momenten Freude erleben?
00:32:31: Das ist was ich mich manchmal frage.
00:32:33: an der Stelle
00:32:34: Oder andersherum muss es immer erst schwer sein, bevor's leicht werden darf.
00:32:40: Auch spannend?
00:32:40: Ja, stimmt!
00:32:43: Das ist ja so ein bisschen... Wie sagt man Arbeitvergnügenwarte?
00:32:47: Da gibt's noch diese Sprichworte.
00:32:48: Nach
00:32:48: der Arbeit kommt das Vergnügen.
00:32:50: Genau, genau.
00:32:53: Ist übrigens nur mal um da einzuhaken weil das total gut passt.
00:32:57: Gehirn?
00:32:59: Physiologisch, also Reihgehirn.
00:33:02: Totaler Bullshit.
00:33:04: Weil in dem Moment, wo ich nicht mehr kann.
00:33:07: Es ist total gut, Dopamin frei zu setzen damit ich wieder kann.
00:33:11: Das heißt an dem Moment wo ich das Gefühl habe ne?
00:33:14: Ich muss mich zur Arbeit zwingen es ist eigentlich hilfreich eine Pause zu machen Seine Dopaminspeicher wie auch immer mit Freude Leichtigkeit Entspannung.
00:33:26: Ne, ich entspannung äh Freude-Leichtigkeit aufzufüllen Also irgendwas zu machen was mir Spaß macht
00:33:32: Ja
00:33:33: Genau.
00:33:35: Lust gewinnen, um da noch die Kette zu schließen?
00:33:40: Dieses Feld zu befüllen bevor ich wieder an die Arbeit gehe weil ich dann auch wieder arbeiten kann ohne das Gefühl zu haben dass ich es muss.
00:33:48: Das ist aber häufig andersrum.
00:33:52: Das so oft sehe ich das und wir haben das hier manchmal.
00:33:55: meine Kinder essen mittags Eis und dann haben wir manchmal noch keine Zähne geputzt.
00:34:01: Okay wir putzen erst die Zähnen und danach gibt's ein Eis.
00:34:04: Es macht eigentlich gar keinen Sinn, weil er das betrachtet.
00:34:07: Also auch Tarnputz technisch macht das keinen Sinn.
00:34:10: aber ja... Lassen wir das Thema behindert fragen lassen?
00:34:12: Das ist jetzt mal nicht.
00:34:13: doch wer hinterfragen, dass natürlich hinterfragend war das also ich zumindest so und dann wird mir klar okay Ich hätte eigentlich gerne das bei den Kindern die Zähne putzen.
00:34:20: Und ich weiß nach dem Eis werden wir wahrscheinlich irgendwas anderes machen und es ist eher ein.. Ich möchte, dass es erledigt wird.
00:34:26: Jetzt erst die Arbeit Dann das Vergnügen und das ist schon interessant Wenn ich mich dazu selber dabei erwischt, dass da diese Grundlagen einfach immer durchkommen.
00:34:38: Nee wir machen erst das was scheiße ist und dann das was tolles.
00:34:41: So dieses Hä?
00:34:42: Ja.
00:34:42: Eigentlich.
00:34:44: Ne?
00:34:45: Wir haben das eigentlich... Die Grundannahme in mir wäre jetzt zumindest was merkig gerade wenn du so drüber sprichst.
00:34:50: irgendwie gibt's da so ein Anteil in mir der hat überhaupt nichts mit einem therapeutischen Anteil tatsächlich zu tun.
00:34:55: aber Da gibt es einen Anteil an mir der sagt naja aber sonst würde ich sie ja vielleicht nicht mehr machen wenn ich mich zur früh belohne Dann hab ich ja quasi schon das, wofür sich es angeblich gelohnt hat gemacht.
00:35:06: Und dann mache ich das andere unliebsame Verhalten oder die Situation oder was auch immer ich erledigen will.
00:35:12: Das mach' ich ja vielleicht nicht mehr.
00:35:13: Also eigentlich ein totaler Quatschgedanke!
00:35:15: Aber interessanterweise kommt dieser Gedanke irgendwie auf?
00:35:19: Ja weil der schön erzogen wurde...
00:35:21: Ja, ja klar.
00:35:22: Also ich weiß dass das heute hat das für mich keine hinreichende Bestätigung.
00:35:27: eigentlich wenn ich auf mich schaue dann merke schon Ich kann auch in der Mittagspause was total cooles machen und mich in Anführungsstrichen belohnen Und kann danach trotzdem wieder eher unliebsame Sachen wie Steuererklärung zum Beispiel machen.
00:35:37: Das funktioniert und das heißt nicht quasi nur weil ich jetzt schon etwas vorgezogen habe Was mir Spaß macht dass sich Dann nicht mehr zu dem komme was was vielleicht eher un liebsam ist.
00:35:47: Also rational weiß ich das totaler Quatsch, aber trotzdem gab es in mir so diesen Gedanken.
00:35:52: Wenn ich jetzt den... Das was mir Spaß macht schon vorher mache dann komme ich... Dann mach' ich vielleicht nicht mehr das was vielleicht unliebsam ist.
00:36:00: und da merke ich schon auch gerade warte mal wenn ich so darüber nachdenke gab's sicherlich schon Momente wo ich dann prokrastiniert hab.
00:36:06: also wenn ich zum Beispiel klassisch jetzt an Mediennutzung oder sowas denke Handynutzungen Gabs sicherlich noch Momente die ich... Wo ich dann die Handynuzzung mehr genutzt habe, also weitergezogen habe.
00:36:18: Obwohl ich eigentlich schon eine unliebsame Aufgabe hätte machen wollen und mich somit aus dieser unangenehmen Aufgabe damit entzogen habe so.
00:36:27: Ich bin jetzt hier ja noch am Handy und mache mal was anderes.
00:36:31: Also ja gibt es schon vielleicht auch?
00:36:34: Und jetzt ist die Frage ob das nicht dadurch kommt dass zu dir eigentlich sonst so häufig verwehrst, dass Lust gewinnen.
00:36:45: okay
00:36:52: würde ich jetzt in meinem Leben potenziell nicht so zustimmen.
00:36:55: Und?
00:36:56: Gleichzeitig gibt es natürlich schon viele Momente.
00:36:59: Das ist das, was du wahrscheinlich meinst und ansprichst.
00:37:02: Wodurch die Tätigkeiten, die ich habe auch eine gewisse Verpflichtung oder ein Geflüchtungsgefühl mit einhergeht?
00:37:09: Dass dann auch tun zu wollen aber nicht immer nur dann tun zu wohnen wenn ich eigentlich wirklich Lust darauf habe.
00:37:15: Das war so wahrscheinlich das was du meinst.
00:37:17: Dieses Thema bei mir ist glaube ich nicht das Thema Lustgewinn sondern eher das Thema Unlustvermeidung.
00:37:21: Ich kann nicht so häufig wie ich vielleicht manchmal gerne würde Dinge auf die ich keine Lust habe vermeiden, weil sie halt einfach dringlich werden oder weil Sie halt einfach eine Relevanz haben.
00:37:31: So Steuererklärung zum Beispiel.
00:37:33: Das sind dann halt Dinge die sind halt zu tun auch wenn sie jetzt nicht zu meinen liebsten Aufgaben gehören und kann sie dadurch nicht vermeiden.
00:37:42: also das Grundbedürfnis der Unlustvermeidung kann dem wird nichts so ausgefüllt oder kann nicht so häufig ausgefült werden wie ich es vielleicht eigentlich gerne tun würde.
00:37:54: Ich halte überlege ist dass überhaupt reinkommen würde, wenn die Aufgaben nicht bis zuletzt liegen gelassen werden.
00:38:04: Also das ist auch so ein Selbstexperiment in dem ich immer noch mal drin bin.
00:38:10: Ist genau dieses Ich lass ja auch ganz gerne mal Aufgaben liegen bis zu den Moment wo ich keine andere Wahl mehr habe sie So sie
00:38:19: dringlich werden.
00:38:21: Genau, zum Thema Unlustvermeidung!
00:38:23: Ich vermeide Sie so lange bis die Dringlichkeit so hoch ist dass Eidung gewischt hat auf Unlustermeidungen weil sie müssen halt jetzt erledigt werden.
00:38:33: und auch wenn das Aufgaben sind die mir potenziell rational wichtig sind, die mir vielleicht sogar emotional wichtig sind weil ich weiß dass ich das total gerne mache habe ich festgestellt dass bei mir häufig der Übergang das Problem ist.
00:38:47: Also es ist gar nicht die Aufgabe erledigten, die bei mir das Thema darstellt sondern ich habe ein Thema damit das eine zu beenden und das andere anzufangen.
00:38:58: Weswegen auch wenn ich mal angefangen habe, mir es total leicht fällt, vierzehn Stunden das gleiche... also ich sage mal Aufgaben dann zu erledigen!
00:39:04: Also wenn ich einmal in meiner Task
00:39:06: Mode drin
00:39:07: bin, ne?
00:39:08: Dann bin ich in der Task Mode drinnen und dann bin ich da so drin Und dann erledige ich die Sachen, die ich die letzten thirty-fünf Monate gefühlt nicht erledigt habe.
00:39:21: Aber in diese Taskmode zu kommen ist einfach energetisch sehr aufreibend.
00:39:28: und das was aktuell für mich der Fall ist, was sich festgestellt haben... Jetzt muss ich gucken wie ich es irgendwo formuliert bekomme.
00:39:43: Ich erlaube mir die Dinge dann zu machen wenn ich das Gefühl habe ich möchte sie gerne machen Und ich merke, dass dadurch reinkommt.
00:39:50: Dass es passieren kann und ich abends da sitze.
00:39:53: Jetzt mache ich das und das.
00:39:54: Früher hätte mein System mir erklärt, warum das nicht sinnvoll ist?
00:39:57: Warum jetzt nicht die Zeit dafür ist?
00:40:01: Es gab schon immer irgendwo zwei Parteien in mir.
00:40:05: Es gibt immer eine, die gesagt hat, lass uns doch mal machen!
00:40:07: Und es gibt immer andere, die mir dann erklärt hat, warum's nicht sinnfull ist.
00:40:13: So... Ich ignoriere heute ... Es ist nicht sinnvoll Partei, einfach viel häufiger.
00:40:22: Du hast mehr auf deine Pulse?
00:40:24: Genau und habe festgestellt, dass dadurch ich die Dinge früher erledige.
00:40:29: Ich übrigens auch gar nicht erst so sehr in diese Prudulje reinkomme.
00:40:33: Ich muss es jetzt noch machen!
00:40:35: Und wenn ich mal in die Prudulierein komme das sich jetzt noch mache muss übrigens... Also es hat zwei Auswirkungen aktuell für mich Selbst wenn ich dann mal da hinkomme Dass ich's mal machen muss habe ich nicht das Gefühl So einen machen müssen, so extrem als wie früher.
00:40:50: Also es ist nicht so ein Druck mehr dahinter sondern das ist ein ah okay ja gut jetzt ist Zeit?
00:40:56: Ja dann machen wir das jetzt.
00:40:56: also es ist viel natürlicher geworden das auch zu tun.
00:41:02: ich weiß nicht ob das irgendwie Sinn macht aber
00:41:05: Ich finde es macht Sinn.
00:41:06: Ich frage mich quasi, welche Schritte dafür notwendig wären?
00:41:09: Ich glaube das würde jetzt wahrscheinlich die Folge hier vermutlich sprengen.
00:41:13: Meine Erfahrung ist ich habe mich Anfang des Jahres tatsächlich hingesetzt weil es gab diesen Impuls in mir.
00:41:18: Aber guck mal du hattest deine letzte Steuererklärung, die ist noch gar nicht so lange her und das war doch dann eigentlich ganz gut.
00:41:22: Komm jetzt setze dich hin und bereite es schon mal vor und vielleicht machst du sie ja sogar schon ganz früh fertig dieses Jahr.
00:41:28: Zeigt sich nein!
00:41:30: hat nicht geklappt, aber ich habe tatsächlich früh angefangen.
00:41:33: Also wie gesagt Anfang des Jahres was wird es gewesen sein?
00:41:35: irgendwie Februar-März glaube ich.
00:41:37: rum war ich schon mal an der Steuererklärung dran und ich hab da auch schon mal ein bisschen drin gearbeitet.
00:41:42: die Motivation hat mich aber sehr schnell wieder verlassen.
00:41:44: also das war dann nicht so dass ich dann gerne dran geblieben bin sondern auch da kam schon so.
00:41:51: Ich hab eigentlich gar keine Lust, mir das jetzt zu machen.
00:41:53: Aber ich habe ja auch noch Zeit.
00:41:55: Ach komm, dann mach' ich das mal anders
00:41:56: weiter.".
00:41:57: Ja und aus dem Warn-Anders wurde dann... Gar nicht mehr!
00:42:00: Dann wenn's zu
00:42:00: gut ist?
00:42:03: Genau, dann wenn die Steuerabgabe frisst näher.
00:42:05: Eier stimmt da war doch was.
00:42:08: Also das heißt es ist mir die Motivation in den Moment flöten gegangen.
00:42:13: Weil ich gemerkt habe, oh das ist irgendwie, nee also das macht einfach echt keinen Spaß.
00:42:17: Und das hier rauszukrammen.
00:42:22: Vielleicht noch kurz, um das abzuschließen hier an der Stelle.
00:42:25: Ich glaube es wird Vorbereitung notwendig die ist dann wiederum leichter machen könnte.
00:42:28: Machen Beispiel ich habe jetzt für dieses Jahr ein... wie könnte man das nennen?
00:42:34: Finanzverwaltungssystem keine Werbung an der stelle ich nenne den Namen jetzt auch einfach mal nicht auf jeden Fall mir sowas gekauft um meine ganzen Einnahmen ausgaben und so was schon da gleich zuordnen zu können.
00:42:46: Und da bin ich on track aktuell und das glaube ich kann mir jetzt wieder Motivation schaffen, fürs nächste Jahr für die Steuererklärung dann schneller ins Tun zu kommen.
00:42:55: Weil es ist ja eigentlich schon vorbereitet, ne?
00:42:57: So!
00:42:57: Es ist hier eigentlich schon da.
00:42:58: ich muss nur noch diese paar Klicks und das und dass und das hier einsetzen und dann ist das eigentlich schon durch.
00:43:03: Es ist nicht mehr so dieses dieser Riesenhaufen von Kladaradatsch den ich jetzt erstmal nochmal auseinandersortieren muss.
00:43:08: wie zu welchem Unternehmen gehört jetzt eigentlich das?
00:43:10: weil bei mir ist es halt auch nicht so... Ich hab' nur das eine und so sondern bei mir sind's halt irgendwie vier verschiedene Dinge alle so auseinanderklappustern muss.
00:43:19: Das gehört jetzt zur Uni, das gehört hier dann zu meiner selbstständigen Tätigkeit.
00:43:23: Das ist eine frei berufliche Tätigkeit, das ist meine dozenten-Tätigkeit!
00:43:27: Das ist Unternehmestätigkeit und das ist glaube ich das was mich die letzten Jahre immer so sehr aufgehalten hat.
00:43:34: Also eigentlich ist es eine fehlende Struktur, die da bei dir mehr das Thema darstellt als das Doing an sich.
00:43:47: Das ist das, was es dann so groß hat werden lassen.
00:43:49: Die Steuererklärung war auf einmal ein Projekt, das mich ungefähr anderthalb Wochen gebraucht hat bis ich da mal war, dass die Steuererklärung zum Abgeben bereit war.
00:43:59: Jeden Tag zutun und um sie in einer halben Woche fertig zu haben.
00:44:03: Und ich glaube, das ist so bisschen das, gar nicht mal unbedingt das, was ich da tue per se.
00:44:11: Sondern dieses lange damit auseinandersetzen und alles nochmal auch nachgucken wo genau gehört dass jetzt eigentlich hin?
00:44:18: Wo gehört das jetzt hin?
00:44:19: Und ich glaube diese Struktur jetzt im Vorhinein schon zu haben wird es mir erleichtern weil dann ist es auch überschaubarer.
00:44:24: Dann ist es vielleicht nur noch zwei Tage hinsetzen und nicht mehr.
00:44:27: anderthalb Wochen ja.
00:44:30: Und vielleicht ist das genau das was man also um jetzt mal für mich eine Learning drauszuziehen wenn ich dir zuhöre ist für mich gedanklich gerade entstanden.
00:44:39: Die ist okay, das heißt wenn in dem Moment wo ich merke ok mir fällt es schwer mich hier und jetzt daran zu setzen vielleicht darf ich überlegen wie ich mir eine andere Art von Struktur schon vorher schaffe für das nächste mal Wenn es tatsächlich eine wiederkehrende Aufgabe wie jetzt bei einer Steuererklärung oder ich sage mal, ich habe ja auch wiederkehm ... Ich glaube wir alle haben wiederkeehrende Aufgaben.
00:45:00: So!
00:45:02: Und du wolltest gerade wissen was ist der Unterschied den ich gemacht hab und vielleicht ist das genau das?
00:45:06: Vielleicht habe ich diese wiederkehnenden Aufgaben einfach angefangen für mich strukturierter zu gestalten und hab da die Dinge gemacht und dann mal da ein bisschen was gemacht.
00:45:16: Weißt du so nicht alles auf einmal an einem Tag sondern vorher schon die Aufgabe eigentlich in so kleine Schritte gemacht, dass ich kleinere Schritte vorher schon erledigen konnte.
00:45:29: Um
00:45:29: es dann am Ende fertiger oder den Endhup der dann ins Außen geht entspannter zu haben.
00:45:39: Vielleicht ist das genau das gewesen.
00:45:42: Wichtiger Punkt?
00:45:42: Ist das immer
00:45:43: konstant was gemacht zu haben?
00:45:46: Genau!
00:45:47: Ganz wichtiger Punkt weil das auch intermittierend verstärkend wirkt.
00:45:52: Ich hab ja schon was dafür gemacht.
00:45:54: Es ist nicht mehr so dieses ganz große, sondern es sind schon die kleinen Schritte, die auch wieder etwas machen für das eigene Erleben von Selbstwirksamkeit und Fortschritt oder von Zielerreichung vielleicht sogar.
00:46:06: Das heißt also zurückgeführt zu den Verstärkerplänen wäre genau das, dass wir nicht das größte zielen.
00:46:11: Wenn wir jetzt ein Kind haben, das irgendwie tagtäglich mit seinen Geschwistern in Konflikte gerät und da auch handgreiflich wird, dann müssten wir vielleicht nicht gleich ... größte ziel nehmen nämlich keine handgreiflichkeiten mehr so sondern vielleicht dürfen sie halt auch erst mal weniger werden.
00:46:27: und vielleicht dann auch nicht dass keine davon bin ich immer noch kein freund sondern vielleicht an erstmal zu überlegen okay wenn du wütend wirst ne und du das merkst Kannst du mir irgendwie einen Reiz zum Bein, ne?
00:46:39: Irgendwie keine Ahnung.
00:46:40: Hinweis geben die Hand hoch machen oder mal ganz kurz Mama oder sowas laut schreien oder auf eine gewisse Art und Weise oder irgendein Signalwort oder so.
00:46:48: Dann das schonmal verstärken.
00:46:49: Allein dass das Kind schonmal merkt zu jetzt gleich ist der Moment jetzt werde ich gleich zuhauen.
00:46:54: Das z.B.
00:46:54: zu Schulen und zu verstärkten.
00:46:57: Finde ich zum Beispiel ein wichtigen Schritt.
00:47:00: Ich glaube es sind alte... Also jetzt mal um das in die Realität umsetzen zu wollen was dein Vorschlag ist Das ist stark altersabhängig von dem Kind.
00:47:09: Ich kann dir sagen, bei einem Dreijährigen, von dem quasi zu erwarten ... Hebt mal deine Hand bevor du merkst, dass du wütend wirst!
00:47:20: Sehr unrealistisch war auch
00:47:23: Kinderkompotenzial.
00:47:24: Ich glaub daher kommt's in Therapie ab dem Alter.
00:47:26: fünf so selber oder sechs.
00:47:29: das haben wir natürlich
00:47:29: schon.
00:47:30: Und selbst da würde ich sagen aber auch schwierig.
00:47:33: also selbst da würd' ich es für Schwieriger.
00:47:36: Ich glaube nicht unmöglich, aber schwieriger umsetzbar auch halten.
00:47:41: Gerade dieses... Mache das mal mit Erwachsenen!
00:47:44: Wie viele Erwachsene haben die Kompetenz bevor sie richtig wütend werden?
00:47:49: Die Hand zu heben und sagen ich merke ich werde jetzt hier wirklich wütender.
00:47:54: Liebe Hörer ihr seid eingeladen das bei euch selber zu checken gerade bei Wut, die ja doch sehr ganz vielen eher so Reinschießt.
00:48:02: Und nach oben
00:48:03: schießt,
00:48:03: genau!
00:48:04: Genau tatsächlich.
00:48:06: So Raketenförmig aus dem Magen hochschießt da zu merken, oh mein Magen, da braut sich was zusammen weil das wäre ja der Hinweis wenn ich merke
00:48:20: es bubbelt,
00:48:20: es bubbelt Da braucht sich etwas zusammen.
00:48:22: die Rakete fängt an sich zu bilden.
00:48:24: in mir Das wäre der Moment wo das Kind die Hand heben müsste Weil alles danach, ich sag mal wenn die Rakete am Hochschießen ist.
00:48:34: Wenn die Rakette angefeuert ist und der Feuer schon existiert.
00:48:40: Dann ist es ein Selbstläufer, das hat sich so blöd an.
00:48:42: dabei sitzt tatsächlich so.
00:48:44: Das ist wie wenn
00:48:45: du im Schwimmbad hochsteigst
00:48:49: auf die Rutsche und dich hinsetzt... ...und dann gibt's einen Punkt ab dem kannst du nicht mehr nicht rutschen.
00:48:55: Du bist zu weit vorn.
00:49:00: Und so ist das.
00:49:00: Du musst quasi gucken, wann fängt es an?
00:49:02: Dass ich die Treppe hochlaufe.
00:49:04: Das musst du anfangen wahrzunehmen.
00:49:06: und dann musst du vielleicht den Punkt ... Den könnten viele noch erwischen.
00:49:10: Diesen Punkt setze ich mich hin!
00:49:12: Die Rakete ist fertig geworden aber sie ist nicht gezündet.
00:49:15: Ja genau.
00:49:17: Um den zu erwischen und den wahrzunnehmen, ist für viele Erwachsene schon schwierig.
00:49:23: Für Kinder, wenn die das lernen, mega geil.
00:49:25: Riesending, riesengame-Changer tatsächlich.
00:49:30: Aber, oder andersrum ist es was... Wie gesagt ich sehe den von außen mittlerweile.
00:49:34: Ich interviere übrigens in diesem Punkt.
00:49:37: im normalen Fall wenn ich ihn sehe ist das der Moment übrigens als Elternteil wo ich sage okay und jetzt schütteln wir uns alle mal oder manchmal fällt mir nicht so etwas kreatives ein wie jetzt gerade mit dem Schüttel aber wo ich im Normalfall versuche, das eine Kind von dem anderen schon zu trennen.
00:49:54: Weil ich weiß, Zweifel wenn sie nebeneinander sitzen gehen Sie gleich aufeinander los.
00:50:01: Ja
00:50:03: Einfach weil es kein... Genau.
00:50:05: Also
00:50:06: du kriegst im Außen schon ein Gefühl und du intervenierst dann für die Kinder.
00:50:09: Und das zum Beispiel ist auch aber etwas sehr hilfreiches, weil dass ja den Kindern dann auch symbolisiert okay hier wäre jetzt also je nachdem wie man es auch miteinander bespricht oder aufarbeitet Aber dadurch merken sie quasi ah ok Da war dieser Moment.
00:50:23: Und ehrlicherweise, ich hab damit mit Kindern interessanterweise sogar bessere Erfahrungen gemacht, das hat's jetzt blöd angeht, nämlich gerade drüber nachgedacht.
00:50:30: Ich habe mit Kindern sogar besseren Erfahrungen was das anbelangt gemacht als mit Erwachsenen.
00:50:34: Ganz spannend also
00:50:36: die sich im Normalfall noch besser wahrnehmen können
00:50:38: Voll!
00:50:39: Die sind mehr in sich und im Moment.
00:50:42: Und weniger bei den Erwartungen, weil ... Bei Erwachsenen höre ich dann ganz häufig solche Boykottierer an Anfang strichen, ne?
00:50:50: Ja aber wenn ich jetzt ... Dann hätte doch trotzdem, dann wäre das für dieses
00:50:53: ... Fächsfertigung.
00:50:55: Genau, oder?
00:50:56: Erklärungen.
00:50:57: Richtig es wird rationalisiert warum das jetzt vielleicht gar nicht sinnvoll wäre dieses Verhalten überhaupt so zu machen.
00:51:02: Das ist bei Kindern Ehrlicherweise ganz viele Kinder, die ja dann auch kommen und wirklich auch Unterstützung möchten sind.
00:51:08: Ganz dankbar um eigentlich jeden Impuls den sie kriegen!
00:51:12: Und ihr findest dann zum Beispiel auch total cool den Eltern irgendwie sowas zu zeigen.
00:51:16: also ich hab das und dass bei Frau Jung jetzt gelernt und da dürft ihr übrigens jetzt auch mitarbeiten und ich werde euch da jetzt auch dran erinnern wenn wir das jetzt Zuhause machen so ähnlich wie bei dir Ja und ehrlicher Weise viele Kinder kriegen das schon deutlich schneller umgesetzt.
00:51:35: Auch die Emotionen wahrzunehmen, dann auch zu benennen im Nachhinein bei mir zumindest im Gespräch.
00:51:40: wo war die eigentlich im Körper?
00:51:41: Wie hat sie sich da eigentlich angefühlt?
00:51:43: Das kriegen Kinder echt gut hin.
00:51:46: in vielen Momenten.
00:51:47: Bin ich immer wieder baff!
00:51:49: Also selbst mein Dreierer kriegt das dann.
00:51:50: ne also wenn... da was passiert.
00:51:54: Und ich sag mal, er ist auch jemanden der potenziell seine Wut über.
00:51:58: übrigens beißen, hauen, kneifen ... Ich weiß nicht, ob das ein Jungsthema ist?
00:52:03: Das hat so bei uns das, was mir im Vergleich einfach auffällt.
00:52:10: D.h.,
00:52:10: für mich ist es als Elternteil unfassbar wichtig, da einzuschreiten bevor das wieder passiert.
00:52:15: Sonst muss ich ihm sagen, dass das nicht richtig war.
00:52:17: Er weiß, dass's nicht richtig ist und will das nicht tun aber es passiert!
00:52:22: Deswegen glaube ich bin nicht da auch so aufmerksam, um ihn in einer gewissen Form vor sich selber dar zu schützen oder vor dieser Reaktion die er aktuell noch nicht anders kann.
00:52:36: Und wenn ich ihn dann frage, auch im Nachhinein was ist da passiert?
00:52:41: War ganz schön viel gerade.
00:52:43: und dann sagt der auch ja das war einfach... und ich sag hast du überhaupt noch mitbekommen.
00:52:47: Wo warst du?
00:52:48: Dann sagt doch manche nein!
00:52:49: Ich weiß es nicht.
00:52:50: Das passiert einfach Ich kann nichts machen.
00:52:55: Das sagt er auch tatsächlich ziemlich krass und du siehst, dass das nicht
00:52:59: ...
00:53:01: Und er sagt auch heute manchmal ich will beißen.
00:53:05: Also er formuliert mittlerweile dieses Bedürfnis von.
00:53:10: ich merke gerade, ich will beisten.
00:53:12: Das heißt, er kriegt seinen Impuls schon so gut kontrolliert, dass er formulieren kann, Das ist dann für mich der Moment, wo ich eine Kaukette oder irgendwas anderes hole und ihm was anderes anbiete.
00:53:23: Mhm.
00:53:26: Wo er diesen Impuls quasi dann ... ausleben kann?
00:53:30: Genau.
00:53:31: Ohne etwas Anderes zu schädigen, ohne jemanden zu schämen.
00:53:34: Richtig!
00:53:34: Ja.
00:53:35: Oder auch ne', Ich will auf was hauen, ich will das und dass machen.
00:53:38: Und dann denke ich mir, guck mal wie krass eigentlich, dass er das schafft... Zuerst aber Lisele.
00:53:43: Mittlerweile ja dafür Wort zu finden, was er will.
00:53:48: Drei, ne?
00:53:48: Das zum Thema unsere Kinder sind keine Ahnung.
00:53:54: Also es ist manchmal faszinierend was sie alles schon können.
00:53:57: auf der einen Seite weil ich glaube da bei manchen Erwachsenen ist das nicht soweit und auf der anderen Seite darf ich natürlich jetzt nicht erwarten dass er zum Beispiel eine Transferleistung hinbekommt Und das ist etwas für uns Erwachsene so normales.
00:54:12: Ich versuche gerade.
00:54:13: ich hatte letztens ein Beispiel mit meinem Mann Naja auch dieses, genau brauchst du dann, willst du deine Jacke mitnehmen für später falls es kalt wird?
00:54:25: Und da sage ich das kannst du in drei jährigen nicht fragen.
00:54:28: Weil der würde nein antworten.
00:54:29: Der wird seine Antwort jetzt einfach keine Jacke.
00:54:33: Genau.
00:54:33: Das was du erwartest wenn du ihn fragst ob er nachher eine Jacke möchte ist Du erwartes von ihm eine Transferleistung nämlich dass vorausschauende Denken Was heißt ich gehe davon aus, dass ... also Punkt eins.
00:54:44: Ich weiß das in zwei Stunden wir ja nicht zu Hause sind.
00:54:47: Punkt zweit,
00:54:48: d.h.,
00:54:48: ich muss Zeit einschätzen können.
00:54:50: Punkt zwei weiß ich, dass es in zwei Std.
00:54:52: kälter werden wird, weil naja, es wird Richtung Abend gehen und abends wird es nun mal kältern.
00:54:57: Das ist der zweite Gedanke, den er wissen muss im Kopf.
00:55:02: Dann muss er die beiden noch miteinander zusammenbringen nämlich, dass's in zwei std.kalt wird?
00:55:08: Und dann muss er sich noch überlegen, wenn es kalt wird heißt das dass ich potenziell eine Jacke oder einen Pullover brauche damit ich ihn mir überziehen kann.
00:55:16: Das sind alles die Sachen die er wissen muss und abschätzen können muss?
00:55:20: Damit er ja antwortet auf die Frage hin sollt ich dir ein Pullover für später mitnehmen.
00:55:26: Das geht nicht!
00:55:28: Das geht in einem dreijährigen Gehirn nicht weil dieses... Weil all diese drei Schritte die ich gerade gesagt habe nicht möglich sind
00:55:37: Gehirn.
00:55:37: physiologisch
00:55:39: betrachtet wird diese Variante.
00:55:42: Und das ist glaube ich was, was wir so häufig als Erwachsene nicht checken auch weil wir uns nicht vorstellen können dass die Welt von Kindern einfach so anders läuft.
00:55:54: Wichtiger Punkt also wie viel sozusagen ... ein Stück weit dieses im Jetzt und Hier.
00:56:01: Und aus dem jetzt und hier heraus eine Entscheidung quasi zu treffen, vielleicht dann auch ein Stück alt limitierend ist, obwohl wir das ja eigentlich grundsätzlich anstreben... ...und ja auch den Erwachsenen empfehlen mehr im Jetzt-und-Hier zu sein statt im Morgen oder im Gestern.
00:56:14: Und gleichzeitig aber dass natürlich wenn wir nur das haben so wie jetzt du es gerade schön auch eindrücklich an einem Beispiel beschrieben hast,... ...auch limitiernd ist weil wir dann eben schwieriger sozusagen diese Assumptions, wie sagt man denn auf Deutsch?
00:56:28: diese Annahmen bilden können, über das was vielleicht dann zukünftig eintritt und was damit dann auch gleich bedeutend sozusagen einhergehen könnte.
00:56:38: Und
00:56:39: an was wir heute schon denken müssen, damit
00:56:43: morgen X-Upsilon... Genau!
00:56:46: Vielleicht nochmal den Schluss zu machen.
00:56:48: jetzt zu den Verstärkerplänen.
00:56:49: wie komme ich da jetzt gerade?
00:56:50: Also was ist das?
00:56:51: für mich fällt das nämlich auch wieder zusammen, weil auch das für mich Verstärkerpläne hervorrufen.
00:56:57: Verstärkeplänen fordern von mir als Person der sie vorgesetzt werden.
00:57:03: also wenn ich ein Verstörkerplan für mich habe heißt es ja Ich muss immer auch daran denken Wenn ich das jetzt mache kriege ich das und dass Also das ist quasi eine Kausalkette die immer irgendwo erst passieren muss.
00:57:18: weswegen so dieses Toilettentraining mit Verstärkerplänen für mich irgendwo.
00:57:23: Wo ich mir denke, hey aber... Also ja irgendwie du machst Pippi und kriegst einen Sternchen okay?
00:57:29: Ich glaube das kriegt ein Kind irgendwie hin.
00:57:31: Aber bin mir nicht sicher ob es mehr für die Eltern ist ehrlicherweise.
00:57:35: Dieses Okay mein Kind macht Fortschritte!
00:57:37: Ich kann mich beruhigt zurücklehnen oder ob's tatsächlich für das Kind ist weil das Kind muss ja erst mal checken dass das dann wenn es draußen irgendwo steht und merkt Es muss Pippi für zoologischer Reiz ist, der erst mal trainiert werden darf.
00:57:55: Bis ich gehe zur Toilette und kriege dann ein Sternchen weil ich auf die Toilete gemacht habe.
00:57:59: also Ich bin mir gar nicht sicher ob das tatsächlich Kinder in dem Alter schon können.
00:58:03: darauf wollte ich hinaus.
00:58:06: Erfahrungswert aus der Praxis sagt ja Können sie aber vor allem dann wenn die Verstärkung halt unmittelbar erfolgt Das heißt wenn du jetzt natürlich irgendwie zwanzig Minuten vergehen lässt Und dann den Sticker noch klebst.
00:58:21: Du kannst dem Kind das zwar sagen, aber das Gehirn speichert es halt so einfach sehr viel schwieriger ab.
00:58:27: Also
00:58:30: musst du eigentlich wenn das Kind auf einem Töpfchen sitzt ihm den Stickger geben damit's den aufkleben kann.
00:58:35: Zum Beispiel das wäre eine super Idee oder direkt daneben, also direkt auch der Ort.
00:58:40: Auch da haben wir wieder dieses Kontext bezogen.
00:58:43: Also der Kontext darf sich noch nicht so massiv verändert haben dass das Kind das gar nicht mit den Kontexten verbinden kann sondern Kontext Badezimmer, Kontext Töpfchen.
00:58:52: Das ist das was quasi ganz wichtig ist positiv zu verstärken und zu besetzen.
00:58:56: Mit einem Sticker oder ähnlichem Bei Kindern würde man übrigens potenziell die also die so klein sind würde man Potenziell sogar eher wenn man jetzt mit diesen Stickern arbeitet, nicht zu lange Aufschubverfahren machen.
00:59:08: Also diese Token-Systeme quasi ich habe... Ich kriege jetzt hierfür diesen Sticker und den kann ich dann irgendwann in Geldwert einlösen und mit dem kann ich mir dann irgendwann den Dino kaufen, den ich gerne hätte!
00:59:18: Das ist tatsächlich viel zu komplex für einen Kind in dem Altersbereich von dem wir da jetzt gerade wahrscheinlich sprechen sondern da wäre eine unmittelbare Verstärkung eigentlich gut.
00:59:27: das heißt vielleicht gibt es sogar eine Art Geschenkekiste oder so was oder irgendwie so ne kleine Spielkiste und da darf er sich dann einspielen zum Beispiel rausnehmen.
00:59:35: Boah, ich merke alles in mir macht so boah bloß nicht!
00:59:38: Das heißt ich kriege einen Geschenk für gutes Verhalten mein Gott.
00:59:41: Gutes Verhalt was übrigens gesellschaftlich als gut bewertet wird.
00:59:44: das heißt wenn ich irgendwann mal jemandem auf den Tisch kacken muss weil ich mich für mich einstehen möchte?
00:59:49: Weil das wichtig wird auch irgendwann als Erwachsener werde ich das nicht tun weil...
00:59:54: Ich hoffe du meinst im übertragenen Sinne ab dem Tisch.
01:00:09: Ich glaube, da würde selbst meine Schamgrenze dann doch irgendwie gesprengt werden.
01:00:14: Nein ich meinte natürlich... Wir hatten es vor der Aufnahme hier wenn ich ins Krankenhaus komme und man mir erzählt was ich zu tun habe das aber total gegen meine Werte geht Oder es gibt ja immer mal irgendwie Dinge, wo die passieren.
01:00:27: Wo ist wichtig wird?
01:00:29: Dass ich aufstehe und sage nein so läuft das hier überhaupt nicht!
01:00:35: Ich hab immer so das Gefühl dass diese Verstärkerpläne das ein bisschen abtrainieren.
01:00:37: ehrlicherweise
01:00:40: Ich würde dem, glaube ich zum Teil zustimmen.
01:00:44: Wir hatten ja jetzt von dem Stärkerplan in Bezug auf zum Beispiel Toilettentraining gesprochen.
01:00:50: Da hatten wir auch wieder eine Transferleistung.
01:00:52: ne?
01:00:53: Ich glaube nicht dass wir damit sozusagen automatisch im Kind anlegen das er oder sie dann später nicht mehr für sich einstehen darf in Momenten.
01:01:03: Das glaube ich nicht aber es kommt vielleicht auch darauf an wie dieser Verstärker-Plan umgesetzt wird.
01:01:07: Wenn wir jetzt natürlich zum Beispiel das Kind bestrafen für Momente, wo das Kind quasi wie soll ich sagen nicht das macht was wir eigentlich gerne hätten also zum Beispiel zur Toilette gehen.
01:01:21: Und das Kind sagt, ich will nicht zur Toilette gehen und wir dann anfangen mit dem Kentrum zu diskutieren.
01:01:25: Das wären potenziell die Momente, die prädestiniert sind für das Verhalten was du gerade meintest dass wir uns irgendwann in sozialen Interaktionen zum Beispiel zurücknehmen und nur angepasst zeigen und nicht für uns selber einstehen.
01:01:36: wenn aber nur dieser ursprüngliche Plan des Ich verstärke Wenn es klappt passiert ohne Diskussion darüber.
01:01:45: Wenn es nicht klappt oder wenn das Kind vielleicht auch eigene Argumente vorbringt, dann glaube ich nicht dass das die Folge ist.
01:01:50: Deswegen also... Es kommt wirklich auf die Umsetzung an mein Ich.
01:01:54: Ja und auch auf den Verstärkerplan.
01:01:57: Ne?
01:01:57: Also wenn ich das jetzt richtig übernehme, dann... Oder wenn ich's richtig verstanden habe, dann wärs ja auch so, dass wir hatten das gerade mit dem Konflikt.
01:02:07: Ich glaube auch es lohnt sich übrigens nochmal eine ganze Folge zum Thema Konflik zu machen weil ich mittlerweile zu konflikten sehr Konflikt ist für mich positiv als negativ belegt.
01:02:21: Das heißt, meine Haltung zum Thema Konflikte hat sich verändert.
01:02:23: Ich möchte nicht Konflikte vermeiden.
01:02:26: Immer noch in mir... Aber so ... ich glaube es macht Sinn mal zu dem Thema Conflikte eine Folge auch aufzunehmen?
01:02:35: Genau und wenn ich jetzt aber verstärke
01:02:36: z.B.,
01:02:37: dass, wenn ein Kind immer wieder Konflkte provoziert, ich einen Verstärkerplan installiere der sagt, dann kriegst du das für das Kind entsprechend gut positionierte, die gute Belohnung, die das Kind auch als Gut empfindet.
01:03:00: Dann könnte es ja sein dass ich dem Kind damit abtrainiere für sich selber einzustehen.
01:03:04: weil Konflikte entstehen ja häufig genau aus dem Grund Weil zwei verschiedene Meinungen aufeinander prallen ...
01:03:10: bin ich voll bei dir.
01:03:11: Das heißt quasi, deine Erläuterung hatte sich jetzt nicht unbedingt auf das Toilettentraining bezogen gehabt, sondern deine Erleuterung hat er sich eher auf dieses grundsätzliche in Konflikt-Situationen ... ... angepasst verhalten, ne?
01:03:23: Sozusagen wenn wir das so ausrichten würden den Verstärkerplan in diese Richtung dann ja... Da bin ich da, da bin ich bei dir!
01:03:29: Das ist definitiv so.
01:03:31: Deswegen ist auch wichtig finde, wofür setzt man Verstärkepläne ein und wofül vielleicht eh nicht.
01:03:36: Ja Und
01:03:37: auch ne...?
01:03:39: Und du?
01:03:39: Ja, ich glaub das ist genau der Punkt.
01:03:41: Ich glaube wenn ich jetzt versuchen würde das mal zu einem Schluss zu bringen was heute zumindestens für mich rausgekommen ist Verstärkerpläne können unterstützend sein sind aber mit großer Differenzierbarkeit und irgendwie Vorsicht auch zu gestalten und mit einem gewissen Wissen auch zugestalten.
01:04:03: also dieses ich sag jetzt mal dass Instagram Real sagt Das ist total cool.
01:04:07: Ich hab endlich keine Konflikte mehr in meinem Haushalt, weil wir hier Stickers eingeführt haben ... Vorsicht!
01:04:18: Weil?
01:04:19: Also man muss tatsächlich immer nutzen und kosten.
01:04:23: So durft sich's anhören oder auch die Perspektive von was lege ich damit weiterführend an in meinem Kind?
01:04:30: Voll mit im Auge behalten.
01:04:32: Mit betrachten.
01:04:34: Genau.
01:04:35: Absolut, genau das ist auch das eigentlich.
01:04:38: Das wäre eigentlich auch so meine Haltung die ich hier vielleicht versucht habe auch immer zwischen den Zeilen zu geben mit Vorsicht, mit Wachsamkeit und natürlich mit der Frage was genau wollen wir hier mit eigentlich erreichen?
01:04:54: Und ist es eigentlich noch wichtig weil das glaube ich bisher nicht rausgekommen?
01:04:59: ist das eigentlich auch Wunsch des Kindes?
01:05:02: Weil, und das ist ganz häufig erlebe ich Eltern, die einen hohen Leidensdruck mit irgendetwas haben.
01:05:08: Und nicht unbedingt bedeutet es auch dass das Kind gleichzeitig den Leidendstruck hat wenn wir die Konflikte mit den Eltern vielleicht mal rausnehmen würden.
01:05:14: Ja also natürlich die konflikte mit den Eltern macht vielleicht.
01:05:17: Bitte?
01:05:18: Ganz im Gegenteil meistens.
01:05:19: Ganz im gegenteil ja.
01:05:21: Und ich sag mal... Der der den Leidenstruck hatte sollte eigentlich der sein der in der Verantwortung ist auch diesen Druck zu lösen.
01:05:33: Wichtiger Punkt, absolut wichtiger Punkt.
01:05:36: Also in der Selbstaufgabe auch, der Eltern quasi vielleicht auch auszuhalten.
01:05:41: Das war ganz häufig gerade jetzt.
01:05:44: Toilettentraining ist dafür irgendwie prädestiniert und Vergleiche mit anderen wie weit sind die schon?
01:05:49: Das Gefühl von Unzulänglichkeit das Gefühl von Scham mein Kind kann das noch nicht.
01:05:52: was sagt das über mich als Eltern aus?
01:05:54: da gehen ja ganz viele Themen mit rein Und die dann vielleicht auch erst mal anzuschauen bevor wir Intervenieren beim kind und da ansetzen.
01:06:04: Da, glaube ich ist ein ganz wichtiger Punkt.
01:06:06: Ich bin mit dir heute noch nicht zu dem Punkt gekommen mit dem Thema Lob und Bestrafung weil ich glaube das wird ähnlich wie jetzt das Thema Verstärkerplan dass wir wahrscheinlich eine Stunde drüber reden können und wahrscheinlich noch ne Stunde mehr sogar hinten dranhängen könnten Weil es glaube auch da ganz wichtig ist genau eigentlich hinzugucken.
01:06:23: Es gibt gar nicht so dieses pauschal.
01:06:24: Verstärkepläne sind immer gut Verstirkerplänen sind immer schlecht genauso ist Lob immer gut und Bestraftung immer schlecht.
01:06:30: Und was passiert vielleicht auch immer zwischendrin, ne?
01:06:33: Also so etwas passiert auch unterbewusst.
01:06:35: Eine Bestrafung kann schon sein zum Beispiel für ein Kind ... Wir setzen uns jetzt hin und wir sprechen noch mal über die Situation.
01:06:40: Das kann für einen Kind auch eine Bestrafungen sein, auch wenn es gar nicht als Bestrafungs- z.B.
01:06:44: gemeint ist.
01:06:45: Das würde ich mir auch unglaublich gern mit dir in einer weiteren Folge in Ruhe angucken!
01:06:49: Hervorragend.
01:06:50: also haben wir eine Folge gemacht und zwei neue Themen geöffnet.
01:06:53: Ist doch gut Schön.
01:06:54: Ich freu
01:06:55: mich!
01:06:57: Wie immer, Business as usual bei uns oder?
01:07:01: Ja.
01:07:01: In dem Sinne... Aber ich glaube für heute haben wir das Thema Verstärkerpläne zumindestens erst mal.
01:07:08: Ah eine Frage hatte ich noch und vielleicht kriegen wir die weil du hattest vorhin und das wollte ich dich vorhin schon fragen so wir springen jetzt nochmal ein Stückchen zurück zu deiner Steuererklärung würde dann potentiell für dich.
01:07:23: Meinst du, dir würde ein Verstärkerplan hätte dir geholfen?
01:07:26: Punkt zwei.
01:07:28: Was wäre denn eine Belohnung für einen Erwachsenen ... die nichts mit Essen zu tun hat
01:07:34: und nichts mit Konsum vielleicht sogar auch?
01:07:38: Genau!
01:07:39: Aber letztlich darauf wollte ich hinaus.
01:07:40: Die nichts damit zu tun haben wie Ich gönne mir jetzt was im Sinne von Ich leiste mir etwas mit Geld.
01:07:48: Wie könnte das aussehen?
01:07:53: Nee, in der Kürze wird es vielleicht manchmal schwieriger.
01:07:57: Das jetzt so ganz ausführlich zu beantworten?
01:07:59: Aber mein erster Gedanke ist nein, mir hätte ein verstärker Plan potenziell nicht geholfen.
01:08:04: Ehrlicherweise ist meine Hypothese weiß ich nicht dürfte ich aber auch noch mal neugierig ausprobieren.
01:08:09: Vielleicht nämlich auch schon wenn ich den passenden Anreiz finde.
01:08:13: Ich glaube, es dürfte keine Belohnung für mich sein die lange aufzuschieben ist.
01:08:16: Also im Sinne von ich leg mir jetzt zum Beispiel fünf Euro jedes Mal wenn ich mich jetzt eine Stunde an die Steuererklärung gesetzt habe zurück um mir dann damit irgendwie was kaufen zu können.
01:08:24: das wäre definitiv kein Anreiz der für mich Lohnswert wäre ehrlicherweise.
01:08:28: Das heißt es bräuchte schon nicht großen Anreize.
01:08:31: Aber ist Geld wirklich für dich ein Motivator?
01:08:36: Seltener seltener ehrlicherweise ist, wenn dann ihr das was ich mit dem Geld machen kann.
01:08:43: Wenn ich jetzt zum Beispiel dann irgendwie auf eine Reise hinspare oder sowas.
01:08:46: Das ist schon wieder ein großer Motivator.
01:08:49: aber Geld per se nicht mehr Oder nicht, das wäre glaube ich falsch.
01:08:56: Aber nicht ein hoher Motivator.
01:08:59: Also es wäre für mich schon schwierig auch etwas zu finden was besonders einen großen Anreiz bietet.
01:09:03: und was könnte das jetzt also sein?
01:09:05: Das könnte eigentlich ja auch so was sein wie zum Beispiel dann nehme ich mir besonders viel Zeit irgendwie Für mich selber macht dann irgendwie Yoga, mache eine Meditation, mach sonst was.
01:09:16: Und da habe ich aber genau wieder den Punkt was mir an den Verstärkablen manchmal missfällt.
01:09:20: Warum soll ich denn mir das nur gönnen Wenn ich dafür irgendwas getan habe, das finde ich dann halt den Quatsch als Erwachsener.
01:09:27: Weil da sollte ich ja im besten Fall eh schon tun mir was Gutes tun, mir Zeit nehmen ausführlich duschen zu gehen mich schön einzukremen wenn ich mir das gut tut meine Nägel zu machen.
01:09:36: wenn wir das gut tut keine Ahnung was auch immer zu tun schwimmen zu gehen oder einen schönen Ausflug zu machen sollte ich nicht nur tun wenn ich irgendetwas erreicht habe von den Zielen die ich mir vorgenommen habe.
01:09:49: Aber potenziell wenn wir das weniger tun, also wenn wir viel in der Pflichterfüllung sind dann wenigstens zu sagen okay und dafür ermögliche ich es mir jetzt zum Beispiel im Wellnesswochenende oder sowas kann ein guter Motivator vielleicht auch sein für die Erwachsenen.
01:10:08: Ich merke
01:10:09: gerade Verstärkerpläne bringen halt Abhängigkeiten rein, die sonst potentiell keine Abhängigkeit gewesen wären.
01:10:19: Also dieses Wenn Dann Prinzip meinst du mit Abhängigkeiten?
01:10:23: Nur
01:10:23: wenn ich das und dass?
01:10:25: Genau.
01:10:25: Aber auch so wie du jetzt gesagt hast, ne?
01:10:27: Ich muss erst das und das erledigen damit ich mir erlauben darf was für mich zu tun.
01:10:34: Damit ich das um das bekomme dann denke ich mir halt auch wow!
01:10:38: Ist das wirklich das Prinzip... Und das ist ja immer meine Denkweise wenn ich an meine Kinder denke.
01:10:45: Bei mir ist es wieder etwas anderes weil ich ja auch immer Ich hab ja schon viel gelernt.
01:10:50: Bei mir geht's nicht nur darum, Dinge zu lernen wie Leben funktioniert
01:10:54: z.B.,
01:10:54: wie es bei meinen Kindern da fall ist und bei mir gehts auch teilweise darum alte Dinge die mir mal beigebracht hat wie leben funktioniert neu oder umzulernen auf so funktioniert Leben.
01:11:04: aber für mich.
01:11:06: Das heißt als Erwachsener habe ich noch meine andere Perspektive auf was das ist, was sich von mir ... Erwarte oder was ist das, was ich bei mir installieren will?
01:11:16: Und der Weg ist vielleicht ein anderer wie dass bei meinen Kindern der Fall ist.
01:11:19: Deswegen und jetzt mal auf die Kinderbrille ist es wirklich das Prinzip, was sich meine Kindern beibringen möchte langfristig betrachtet.
01:11:28: Du musst erst etwas
01:11:29: tun um genau... Das war ja auch so'n bisschen das was ich vorhin meinte.
01:11:33: mit dem darf nicht auch die, ich sag jetzt mal unangenehme Situation irgendwie Freude bereiten Und da wäre für mich eine ganz andere Grundhaltung dann plötzlich drin.
01:11:43: Nicht erst die Arbeit, dann das Vergnügen sondern es kann auch schon Vergnügen in der Arbeit geben.
01:11:48: wenn ich die Arbeit als etwas Sinnstiften das vielleicht sogar erlebe oder also der Umgang mit dieser unliebsamen Situation ist glaube ich viel wichtiger den zu verändern als uns danach einen Anreiz zu bieten diese unliebsame Situation halt einfach auszuhalten.
01:12:02: Ich mache da vielleicht ne kleine Unterscheidungen in gewissen Momenten zum Beispiel bei Angst Expo.
01:12:07: daher fehl' Patienten danach auch immer, tun sie sich jetzt besonders was Gutes heute.
01:12:12: Sie haben sich ihrer Angst gestellt.
01:12:14: das war ein ganz großer, ganz wertvoller wichtiger Schritt und das bedeutet aber dann nicht dass wir uns nur dann etwas gönnen dürfen wenn wir so was erreicht haben, aber dass wir das schon noch mal honorieren als besonderen Erfolg für uns den wir heute verbuchen konnten.
01:12:32: Das ist bei Kindern aber nicht so nachvollziehbar, in vielen Momenten dann.
01:12:37: Ich darf auch stolz auf mich sein ohne diesen Erfolg zu haben und ich darf mir auch Gutes tun, ohne den Erfolg zu habe... ...ist dann halt nicht ganz klar.
01:12:45: Und es hat dadurch auch nicht vermittelt mit einem Verstärkerplan.
01:12:48: Weil Verstärkeplan sagt nur wenn das dann Erfolg!
01:12:52: Und ich will ja auch dass meine Kinder Fehler machen dürfen.
01:12:56: Aber auch das ist halt in einem Verstärkerplan irgendwo nicht vorgesehen, weil für mich gilt jeder Versuch zählt.
01:13:05: Das ist übrigens das was ich auch oben setze.
01:13:07: also bei mir ist es nicht ein... Es muss dann auch Pipi zum Beispiel in die Toilette gemacht werden sondern alleine dass das Kind auf die Toillette geht und sich dorthin setzt ist schon der Versuch und der wird schon belohnt.
01:13:20: Aber was ist wenn das Pipi in die Windel macht?
01:13:22: Also in die Hose?
01:13:23: Der passiert
01:13:23: gar
01:13:23: nichts!
01:13:25: Da passiert gar nichts.
01:13:26: Also, da gibt's keine Negativverstärkung im Sinne von Bestrafung oder so was?
01:13:32: Das nicht!
01:13:34: Und das wird dann einfach ...
01:13:35: Wenn es das gesagt hat...
01:13:39: Wie meinst du wenns das gesagt hattest?
01:13:40: Ich muss Pippi aber quasi nicht früh genug.
01:13:45: Wenn es Kind selber sagt ich muss Pippy je nachdem in welcher ... Das kommt auf den Verstärkerplan jetzt an und auch wo steht das Kind?
01:13:53: Das meinte ich mit vorhin individueller Ausgangssituationen.
01:13:56: Dann könnte das sogar schon der erste Schritt sein, bevor wir überhaupt an Toilette denken.
01:14:00: Das genau zu verstärken und sagen ja
01:14:02: super!
01:14:02: Du hast es doch bemerkt mega gut.
01:14:05: Ja.
01:14:06: Und woanders Pipi dann geht ist er dann
01:14:09: völlig
01:14:09: un... also völlig egal.
01:14:12: Genau.
01:14:12: Also und dass vielleicht so ein bisschen auch das... Na merke ich gerade da.
01:14:16: Ich muss noch mal kurz da rein.
01:14:20: Das ist das.
01:14:21: du musst ja auch für mich jetzt immer die Frage von was ist denn hier zu lernen?
01:14:25: Was ist das?
01:14:27: Auch in welchen Schritten kann ich erwarten, dass jemand Dinge lernt.
01:14:33: Wenn ich Töpfchen-Training mache dafür muss... Das ist so ein bisschen das was ich vorhin gemacht habe mit diesem.
01:14:39: Du musst ja Transferleistung machen.
01:14:41: Das ist im Prinzip genau das gleiche.
01:14:42: Was sind eigentlich die konkreten Schritte, die einen Körper, einem Kind machen muss um überhaupt von einer?
01:14:47: Ich hab vorher die ganze Zeit Wendel angehabt, hab nicht mitbekommen was da unten überhaupt passiert und muss jetzt auf einmal Mitbekommen, was da unten passiert ist früh genug sagen und dann auch noch das Rechtzeitig sagen damit ich dann noch irgendwie genug Zeit eingeplant habe um auf Toilette zu gehen.
01:15:04: Das sind ja wahrscheinlich fünf oder sechs Schritte die wir von dem Kind in einem Rup verlangen.
01:15:11: Ja
01:15:13: weil es muss erstmal wahrnehmen ah Ich hab da überhaupt einen Reiz in meinem Körper oder einen Puls im meinem Körper Weil wenn du gewöhnt bist laufen zu lassen musst du erst mal checken, dass irgendwann zwischendrin mal ein Reiz passiert ist.
01:15:28: Genau!
01:15:29: Und wie trainiere ich denn diesen Reiz?
01:15:34: Dann kann ich vielleicht auf den Reiz den Verstärkerplan machen.
01:15:38: Das mache ich übrigens auch.
01:15:40: Ja, spannend.
01:15:41: So habe ich auch angefangen.
01:15:43: Ich hab keinen Verstärkeplan gemacht aber ich habe schon gesagt, guck mal, du machst Pippi!
01:15:47: Also ich habe tatsächlich quasi beide meine Kinder so... rumlaufen lassen ohne Windel und immer dann, wenn sie Pippi gemacht haben.
01:15:55: Es ging nicht um instöpfchen oder nichts, sondern es ging tatsächlich darum... Guck mal, du machst Pippi, nimm mal wahr, dass da jetzt was passiert mit deinem Körper gerade.
01:16:06: Das ist so dieses... Ah guck mal!
01:16:07: Du bist wütend!
01:16:09: Wir lenken den Fokus auf das, was denn grade in deinem Körper passiert?
01:16:15: Das ist das erste, was es zu lernen gilt.
01:16:17: Das is übrigens schon eine Stufe.
01:16:20: Absolut Das ist ähnlich wie wir eigentlich gerade mit dem Wut.
01:16:25: Wir merken, dass wir wütend werden, das ist nichts anderes!
01:16:27: Das ist genau dieser wichtige Schritt den wir brauchen um überhaupt auch ein neues Verhalten zeigen zu können.
01:16:33: Weil wenn ich das ja gar nicht merke... Wie soll ich denn dann anders abbiegen?
01:16:37: Das ist so'n bisschen wie nicht zu wissen, dass auf eine Abbiegung überhaupt zufahren oder einen Kreisverkehr wo wir potenziell anders abbiegen könnten Wenn wir den gar nicht sehen diesen Kreis-Verkehr fahren, war halt einfach gerade aus drüber egal ob es links und rechts ne Abbiege gegeben hätte So, ja.
01:16:53: Und merken dann vielleicht nach ihnen an Oh shit wir haben irgendwie einen kleinen Hopper drin gehabt der war jetzt irgendwie wild aber ansonsten das abbiegen hätten können?
01:17:02: Das heißt dieses Bewusstwerden dieses achtsam sein ist ein ganz ganz wichtiger Schritt um dann überhaupt in eine Veränderung kommen zu können.
01:17:12: Deswegen machen wir ja auch mit Patienten immer wieder Situationsanalyse.
01:17:15: Was ist denn eigentlich vorher passiert?
01:17:16: Was war denn eigentlich vorher?
01:17:18: und da geht es nicht nur darum, welche Situation hat jetzt im Außen das ausgelöst, dass ich mich so gefühlt habe.
01:17:22: Ne, sondern eher woran hätten wir dann eigentlich auch schon intern vielleicht erkennen können, dass sich da gerade was zusammenbraut.
01:17:28: Dass wir jetzt gerade in Richtung Abbiegen die wir vielleicht nicht gerne abbiegen wollten.
01:17:33: Kleinschrittig!
01:17:34: Das ist das, was ich immer wieder feststelle auch für mich wenn ich anfange... Die Dinge, ich sag mal Momente passieren vor allen Dingen, wenn da jetzt Emotionen dazu kommen.
01:17:45: Passieren sehr schnell!
01:17:47: Ja
01:17:47: und wenn ich es dann schaffe die Situation quasi wie in so Zeitlupe ablaufen zu lassen... ...und klein schrittig guck okay was ist das was sich jetzt verändert hat?
01:17:59: Was ist das, was ich jetzt verändert habe?
01:18:02: Und es schaffe das eigentlich schon fast... Wenn du überlegst jedes Video besteht ja aus einzelnen Bildern in Geschwindigkeit aneinander gereit wurden.
01:18:16: Und wenn ich schaffe, frame for frame also wirklich Bild für Bild mir anzuschauen und immer zu gucken okay was ist da zwischen passiert?
01:18:23: Was hat sich dazwischen verändert?
01:18:24: Was ist jetzt noch mit dazu gekommen?
01:18:28: Dann schaff ich es auch und ich bleibe bei meiner Metapher mit dem Schwimmbad dann schaff' ich's auch wirklich zu merken ah guck mal da bin ich einen Schritt höher geklettert.
01:18:37: Oh, da saß ich auf einmal jetzt schon oben.
01:18:39: Moment kurz!
01:18:40: Wo ist der nächste Schritt?
01:18:41: Wo war die Leiter nochmal?
01:18:43: Dann schaff ich es tatsächlich ganz dediziert zu sagen okay und das sind die Signale, die mein Körper mir eigentlich schickt um das zu checken.
01:18:52: Das ist natürlich in dem Moment wo das ich sage mal innerhalb von einer oder zwei Sekunden abläuft manchmal sogar weniger Kaum möglich.
01:19:01: Das ist wirklich Training Und das ist wirklich... Ich nenne auch Training Das ist auch ein Wahrnehmung im Training.
01:19:08: Genau, das ist was du in Therapie machst und was ich in meinen Coachings mache.
01:19:12: Ich sage immer zu meinen Klienten, wir üben erst mal unseren Fokus darauf zu richten.
01:19:18: Wir lernen jetzt neu die Sprache deines Körpers zu interpretieren.
01:19:24: Und das ist der
01:19:25: ganz wichtige Punkt
01:19:27: richtig?
01:19:27: Ja!
01:19:28: Und dass ist das, was du mit auf das Teppchentraining wieder zurückzukommen.
01:19:35: Das ist das, was da ja auch passieren muss letztlich.
01:19:38: Der Körper schickt ein Signal.
01:19:40: Das war vorher nirgendwo hin verknüpft im Kopf übrigens.
01:19:45: D.h.,
01:19:45: es muss erst mal eine Leitung hinschieben... Es war halt
01:19:47: nicht handlungsleitend!
01:19:48: Ja genau.
01:19:49: Aber es muss ja auch erstmal eine Verknüpfung entstehen zwischen ah okay meine Blase schick deinem Signal an meinen Kopf.
01:19:55: Das habe ich aber früher gar nicht ausgewertet Weil das einfach ins Nirvana geführt hat.
01:20:00: Das heißt, es muss auch eine konkrete Verknüpfung stattfinden von ... Warte kurz!
01:20:05: Das Signal im Nirvana muss ich wieder zurückholen und muss es verknüpfen mit A. Das heisst also, dass ist das Signal meines Körpers.
01:20:12: Ich muss Pipi?
01:20:14: Ja.
01:20:15: Und dann daraus wird ja die nächste Handlungsleitung.
01:20:18: Genau, das ist der nächste.
01:20:19: Und
01:20:19: darf nicht eine Toilette aufsuchen.
01:20:22: Genau.
01:20:23: Wenn ich
01:20:24: keine Toiletten aufsuche, werde ich nass.
01:20:26: So, erst mal die erste Konsequenz.
01:20:28: Ja, voll.
01:20:31: Ich glaube wir sind an einem ganz wichtigen Punkt differenzierter hin zu gucken und das ist ja das was ich finde in unserem Podcast immer wieder merken.
01:20:38: es ist nicht nur schwarz oder weiß es gibt halt ganz viel grau und die Umsetzung macht teilweise viel mehr aus als die Methode an sich.
01:20:47: also die methode an sie kann passend oder nicht passend sein die kann stimmig oder nicht stimmich sein Und Sie können vor allem dadurch stimmigt oder nicht Stimmig werden wie wir sie halt eben umsetzen oder anwenden
01:20:59: Mit welcher Haltung ich sie auch.
01:21:02: Was das Ziel, mein persönliches Ziel ist, was ich damit verfolge?
01:21:07: Absolut!
01:21:10: Schön in diesem Sinne bis zum nächsten Mal.
01:21:13: oder hast du noch etwas zu
01:21:15: tun?
01:21:15: Nein, jetzt bin ich ruhig.
01:21:17: Damit
01:21:19: sind wir am Ende von dieser Folge von gefühlt gedacht angekommen.
01:21:24: Wenn dich etwas aus der Folge berührt hat Wenn du Gedanken, Fragen oder auch Themenwünsche mit uns teilen möchtest dann schreib uns doch einfach.
01:21:39: Wir freuen uns von dir zu hören!
01:21:46: Und jetzt noch ein Aufruf in eigener Sache über Feedback, über Nachrichten, über geteilte Folgen mit all den Personen die es vielleicht aus deinem Freundes- und Bekanntenkreis interessieren könnte.
01:22:03: Über ein Follow auf Instagram!
01:22:04: Und natürlich auch über eine Bewertung auf der Plattform, auf der du uns
01:22:08: hörst.
01:22:09: All das hilft uns dabei zu wachsen und größer zu werden.
01:22:12: Danke
01:22:13: dass Du heute dabei warst, dass Du mitgefühlt, mitgedacht und mitgehört hast bis zum nächsten Mal bei gefühlt gedacht Deinem Podcast rund um Menschliches erleben.
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