Erziehung mit Lob und Bestrafung: sinnvoll oder veraltet?

Shownotes

In diese Folge sprechen Julia und Johanna über:

  • Was Lob und Bestrafung mit Verhalten machen können
  • Warum Einfluss nicht dasselbe ist wie Kontrolle
  • Wo unsere Verantwortung für das Verhalten anderer beginnt und endet
  • Was Erziehung mit Selbstverantwortung zu tun hat
  • Und warum wir uns selbst trotzdem nicht ganz aus der Gleichung herausnehmen können

Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich willkommen zu Gefühlt Gedacht, deinem Podcast rund um Menschliches Erleben.

00:00:08: Wir sind Julia

00:00:09: und Johanna und sprechen mit viel Herz und Offenheit über das was sonst nur in unseren Gedanken bleibt.

00:00:17: Hallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Folge.

00:00:22: Hi Johanna!

00:00:23: Hallöchen

00:00:26: Und wir hatten ja in der letzten Folge gesagt dass wir uns auch um das ganze Thema Lob-und Bestrafung noch ein bisschen kümmern wollten und wir sind aber total bei

00:00:37: den...

00:00:39: Wir sind komplett hängen geblieben auf einem Thema.

00:00:41: Ja!

00:00:42: Und deswegen folgt dann jetzt Lob und Bestrafung, ich glaube ... Ich würde gerne mit der Frage, weil die habe ich mir nämlich gestellt so was ist eigentlich Lob?

00:00:52: Was ist eigentlich Bestrafungen?

00:00:56: Wie definieren wir das überhaupt?

00:00:59: Erst mal einsteigen.

00:01:01: Ja, ich glaube persönliche Definitionen davon weichst vielleicht auch von dem teilweise ab.

00:01:09: Also Lob grundsätzlich wäre für mich etwas eine Äußerung oder einer... eine Tat, ein Verhalten potenziell auch von der anderen Seite.

00:01:21: Dass das Verhalten der anderen Person wiederum belohnt verstärkt im Sinne von Das hast du gut gemacht oder das hat mir jetzt gut gefallen?

00:01:30: Das war etwas Schönes darauf kannst du stolz sein.

00:01:33: all solche Äußerungen zum Beispiel oder auch ein positives Zunicken einen Klatschen All das ist für mich Lob.

00:01:41: also es gar nicht nur so ein mit einem Wort, ne?

00:01:46: Mit einer Sache.

00:01:47: Sondern es ist ganz viel verbal aber auch non-verbal was für mich ein Lob sein kann.

00:01:53: Klopfen auf die Schulter...

00:01:56: Alles was Zustimmung in der gewissen Form signalisiert?

00:02:03: Ich würde sagen das geht sogar über Zustimmung noch hinaus hinzu.

00:02:09: Ja, da hab ich wieder das Wort Belohnung.

00:02:10: Also ... Hinsu ... Deswegen definiere ich Belohnungen als Belohning!

00:02:17: Neben Lob?

00:02:19: Ja, okay.

00:02:20: Genau, also dann kann ich's als Belohnung nehmen.

00:02:23: Das heißt es geht über Zustimmung hinaus eher in Richtung Anerkennung vielleicht.

00:02:30: Wie ist es für dich?

00:02:31: Würdest du dem zustimmen?

00:02:35: Dass er der Kunden mit reinstarten wollte, weil ich gemerkt habe, dass alleine mir die Definition schon Schwierigkeiten vertreitet.

00:02:44: Ich fand es gar nicht so leicht Lob.

00:02:48: Weil ich merke, dass Dinge die ich potenziell als Lob ausspreche... ...nicht unbedingt bei meinem Gegenüber als Lob ankommen

00:03:01: müssen.

00:03:02: Das war der erste Punkt.

00:03:04: Also ist auch wieder diese Frage wer entscheidet eigentlich ob das gelobt war oder nicht?

00:03:13: Wenn ich jetzt zurück denke, interessant das kommt jetzt gerade da rein Wenn ich jetzt zurückdenke an früher, an Reitunterricht.

00:03:21: Dann sagten wir so und jetzt lobt mal alle eure Pferde!

00:03:23: Und dann haben die Pferd so einen Klatscher auf den Hals gekriegt,

00:03:26: ne?

00:03:27: So nen ... So nen Random... Keine Ahnung.

00:03:34: Klatschen auf dem Hals.

00:03:38: Was irgendwo auch ja ziemlich ungerichtet gewesen ist.

00:03:45: Ich glaube für mich Und jetzt gehe ich mal weg von dem, was ich denke wie es heute ist.

00:03:52: Sondern ich glaube das was ich cool finde für mich von der Ausrichtung her ist wenn Lob etwas zielgerechtes ist Also was konkretes beinhaltet nicht ein boah das hast du gut gemacht weil man das halt irgendwie sehr sehr wage sondern wirklich einen wo ich habe gesehen dass das und das und Das fand Ich toll.

00:04:15: also mehr eine selbst auskunft als ne Auf den anderen?

00:04:19: Die Frage ist, ob das dann gelobt wäre.

00:04:22: Oder es ist immer ein... Was

00:04:23: wäre das andere?

00:04:24: Du hast

00:04:24: das gut gemacht!

00:04:26: Ist das dann kein Lob für dich?

00:04:28: Mhm.

00:04:28: Ähm...

00:04:33: Doch aber das ist so'n... Also ich weiß bei mir kommt's nicht als Lob an.

00:04:38: Ich kann es dann nicht greifen weil ich mir denke yo geil Gut gemacht vielen Dank.

00:04:42: Das ist halt Weiße die Luft kannst du dir sparen.

00:04:45: Das hört sich so gemein an, aber es ist tatsächlich so

00:04:48: wie es sich

00:04:49: in meinem System anfühlt.

00:04:50: Weil das für mich nicht greifbar ist Ich weiß nicht worauf es sich bezieht ich kann damit nichts anfangen.

00:04:54: Ich kann es nicht verwerten.

00:04:56: Weißt du?

00:04:56: Es ist eine Aussage die in meinem system einfach ins leere läuft weil ich es Nicht verarbeitet bekomme weil gut gemacht.

00:05:05: auf.

00:05:06: ich sage jetzt mal ganz klar wenn ich Und ich mache jetzt ein total banales aus der luftgegriffenes beispiel.

00:05:14: tatsächlich wenn ich jetzt einen rat mache Und du mir danach sagst gut gemacht.

00:05:19: Dann kann das Gut gemacht sein auf die Ausführung, die dir gefallen hat?

00:05:24: Dann kann es gut gemacht.

00:05:25: aber auch ein Gut dass du hier jetzt gerade in diesem Moment einen Rat gemacht hast weil das hat keine Ahnung die Stimmung aufgelockert gewesen sein.

00:05:31: Das kann ein Gut gemacht.

00:05:34: Du hast mich daran erinnert dass ich auch total gerne mal wieder einen Rat machen wollte und das werde ich jetzt auch tun.

00:05:39: Verstehst du was ich meine.

00:05:40: also gut gemacht kann halt einfach so

00:05:44: Viel bedeuten, aber ist dann nicht klar.

00:05:46: Es wird dich nicht präzisiert quasi was genau weil jetzt gut war.

00:05:51: Ist ganz interessant, das passt zudem ich ab jetzt gerade mal simultan während wir hier sprechen tatsächlich mal jemanden loben Definition gegoogelt und es kommt jemanden anerkennen zu rühmen oder zu preisen.

00:06:04: Das Verb loben bedeutet jemanden Anerkennend zu Rühmen Oder zu Preisen ist stammt aus dem althochdeutschen Und hat sich im mittelhoch deutschen weiterentwickelt.

00:06:13: in formellen Kontexten wird loben oft mit für etwas kombiniert, um den Grund der Anerkennung klarzumachen.

00:06:20: Umgangssprachlich kann es auch verwendet werden, um jemanden zu loben wie zum Beispiel über den grünen Kläloben – was bedeutet das man jemanden außerordentlich lobt?

00:06:29: Also hier nochmal ganz zusammengefasst.

00:06:31: Jemandem sein Tunverhalten oder ähnliches mit anerkennenden Worten als Ermunterung, Bestätigung positiv beurteilen und damit seiner Zufriedenheit Freude oder ähnlichen Ausdruck zu geben.

00:06:43: Ist jetzt auch interessant weil hier steht quasi wirklich mit anerkennenden Worten und vorher für

00:06:48: etwas... Aber es ist eine Selbstauskunft eigentlich ne?

00:06:53: Es ist ein dafür das der andere etwas gemacht hat was mich zufriedengestellt hat!

00:07:00: Ja, das auf jeden Fall.

00:07:02: Das ist das, was du vorgelesen

00:07:05: hast.

00:07:05: D.h.,

00:07:05: es ist eigentlich ein...

00:07:07: Ich

00:07:08: finde, dass hast du gut gemacht aus Grund X und Z?

00:07:13: Genau!

00:07:14: Also in meiner Sichtweise war das jetzt passend gut richtig.

00:07:19: Und ich find aber auch spannend, dass hier wirklich nur definiert wird mit anerkennenden Worten, weil ich finde einen Lob kann auch ohne anerkennende Worte ein Lob sein.

00:07:30: Denken wir noch mal an die letzte Folge, Verstärkerplan.

00:07:33: Da muss ich ja nicht unbedingt sagen, boah das hast du jetzt richtig gut gemacht.

00:07:36: wenn ich einen Sticker gebe der quasi ein Lob ja darstellen soll dass vorher auch so definiert ist als ein Lob dann ist allein der Sticker auch schon das Lob in dem Moment.

00:07:49: Ich glaube dafür müsste.

00:07:50: also für mich ist das Sticker eine Belohnung übrigens und das Lob Genau.

00:07:56: Und das Lob ist eine Form von Belohnung, genau wie ein Sticker eine non-verbale Belohnungen ist.

00:08:02: Also gut dass es nochmal so differenziert?

00:08:04: stimmt ja!

00:08:05: Ja.

00:08:06: also im Prinzip von der Hierarchie her würde ich unter Belohnen alles zusammenfassen was eine Anerkennung des vorangegangenen bedeutet.

00:08:17: ob das jetzt eine verbale Geschichte?

00:08:19: Lob oder ne non-verbare Sticker oder nen Schulterklopfer

00:08:27: Ja, bin ich bei dir.

00:08:29: Jetzt wo du so auseinanderklamusterst macht es total Sinn!

00:08:32: Ich habe mich dann jetzt gerade gefragt was wäre denn mit so einer Geste?

00:08:35: Also keine Ahnung.

00:08:37: stellen wir uns vor wie.

00:08:38: beide hätten jetzt zusammen hier im Garten gewerkelt oder so den Tag über und wir haben viel geschafft viele Büsche geschnitten was auch immer und ich komme danach zu dir und klopft ihr auf die Schulter Und nickt ihr anerkennend zu.

00:08:53: Oder wir geben uns ein High Five So nach dem Motto gut gemacht, ohne es zu sagen.

00:08:58: Einfach nur einen kurzen High-Five!

00:09:01: Was wäre denn das?

00:09:02: Das wär ja nach Definition Lob als verbale Ausdruck.

00:09:07: Wäre das ja kein Lob mehr... ...wär aber auch meiner Definition interessanterweise ursprünglich wenn wir uns da jetzt nicht so tiefer gehen drüber unterhalten würden eigentlich ein Lob gewesen.

00:09:18: Interessant hätte ich nicht als Lob empfunden übrigens.

00:09:22: Ich bin die

00:09:23: Situation Das ist genau, da häng ich gerade noch.

00:09:26: Ich hab aber gemerkt,

00:09:27: du hast das so beschrieben und ich dachte mir Ja es wäre schon so einen Gut gemacht Aber eher im Sinne einer Wertschätzung oder Anerkennung gewesen als eines Lobes.

00:09:43: Ah okay, das heißt also definitionsmäßig können wir tatsächlich festhalten wenn ein etwas ausgedrückt wird mit Worten, was Anerkennung oder Ermunterungen oder Bestätigung bedeutet.

00:09:55: Dann ist das Lob.

00:09:57: Wenn etwas gestikuierend nonverbal gesendet wird dann ist es eher sowas wie eine Anerkennung und kein Lob.

00:10:13: Ich

00:10:13: überlege gerade ob das genau dass ich überlege grade ob Lob und Anerkernung für mich das gleiche sind Also nicht simultan, sondern ob Lob einfach ein Wort ist, was ich nicht so häufig verwende und deswegen nicht Anerkennung verwende oder ob es für mich wirklich einen Unterschied zwischen den beiden gibt.

00:10:33: Das überlege ich gerade.

00:10:35: Ich glaube das passt zu dem was du vorher gesagt hattest.

00:10:38: Es gibt quasi den Oberbegriff Anerkennen und darunter fällt dann Ja, Belohnung.

00:10:44: Aber jetzt in dem Fall Anerkennung, weil wir ... Jetzt hatten wir das Wort Anerkernung und es ist Belohnungen-Anerkennungen, ne?

00:10:49: Es sind beides potenziell vielleicht Überbegriffe für... Und dann unten drunter fällt zum Beispiel sowas wie Lob.

00:10:57: Wertschätzung.

00:10:58: Das ist eine Form von Bestätigung,

00:11:02: Ermunterung, Zufriedenheit ausdrücken.

00:11:09: Ermunterung ist schon wieder was anderes für mich ehrlicherweise.

00:11:14: Ermuntering ist etwas, was ich für den anderen tue.

00:11:18: Nach Definition hier war es ja so, jemanden sein Tunverhalten oder ähnliches mit anerkennenden Worten als Ermunterung, Bestätigung oder Ähnliches positiv beurteilen und damit seiner Zufriedenheit Freude Ausdruck geben.

00:11:33: Also auch Ermunterungen mit anerkändenen Worten ermunterung zu bieten scheint wohl auch in der Ursprungsidee dem Lob zugehörig zu sein.

00:11:43: also sowas wie Boah bleibt da dran mach weiter oder so

00:11:50: Halt sich übrigens auch nicht immer was von.

00:11:53: Ja, spannend!

00:11:55: Da kommen wir jetzt in Richtung Bewertung.

00:11:56: Jetzt waren wir noch bei Definitionen und bei mir gehen auch schon gleich Bewertungsklappen auf und zu definitiv.

00:12:04: Was wäre denn für dich Bestrafung?

00:12:14: Gut es gibt körperliche Bestrafungen ich glaube darüber.

00:12:17: das geht für mich ganz klar in die körperlichen Gewaltsrichtung.

00:12:20: Das ist Schläge aber auch ... Also der Entzug auch von etwas ist für mich Bestrafung.

00:12:31: Das heißt, ob das jetzt Freiheit ist im Sinne von ich werde irgendwie in ein Zimmer eingesperrt kann aber auch schon einen Einblick sein ehrlicherweise?

00:12:42: Der strafend wirkt ja missbilligend ist Auch wenn die Person das gar nicht als B-Strafung empfindet.

00:12:50: Aber ich kann das sehr wohl als bestrafung wahrnehmen.

00:12:56: Ja

00:12:59: Das heißt, der Wegfall von positiven Reizen kann eine Bestrafung sein.

00:13:05: Also zum Beispiel Fernsehzeit oder dass ich mich frei bewegen kann.

00:13:10: Achso das ist mein Ziel mit positivem Reizen?

00:13:13: Okay!

00:13:13: Genau.

00:13:14: Also, das was ja eigentlich erst mal etwas Positives angenehmes ist.

00:13:18: Beispielsweise ich kann vielleicht Fernsehe gucken oder ich kann keine Ahnung rausgehen und dann das von dort dazu Bestrafung wäre dann eben du darfst kein Fernsehen gucken, du hast jetzt Hauserrest.

00:13:31: Egal wann, egal wie wenn du mir was wegnimmst.

00:13:35: Ja!

00:13:35: Egal ob das tatsächlich... Ich hab gerade überlegt so dieses muss das positiv belegt sein bei mir?

00:13:40: Es muss nicht mal positiv belegt sein.

00:13:42: Wenn du mir etwas wegnimmst, Punkt

00:13:45: Also auch spannend, ja.

00:13:46: Ja!

00:13:48: Weil jetzt überlege ich mal wie könnte ich das in einem Beispiel?

00:13:55: Naja jetzt... Ich bin mir ganz krass in dem Beispiel.

00:13:57: okay wenn wir uns jetzt vorstellen jemand wird geschlagen und ich nehme den Schläger jetzt weg also die Person, die andere Person schlägt Ist das dann auch eine Bestrafung für dich?

00:14:13: Wahrscheinlich nicht, ne?

00:14:13: Das ist wahrscheinlich eher ein Rhetorisches Frage

00:14:16: Abstruses Beispiel.

00:14:18: Ich glaub, ich weiß was du meinst.

00:14:20: Wenn ich die schlagende Person bin und den Schläger abgenommen bekomme, wäre das eine Beschrafung für mich?

00:14:23: Ja, auch wenn ich mit dem Schläge etwas mache ... Ach so!

00:14:29: Nee?

00:14:31: Meinte quasi anders.

00:14:32: Jetzt stellen wir uns Person A vor als ein Kind.

00:14:35: Und Person B ist ein Mobber, eine Mobberin.

00:14:40: Die wird jetzt handgreiflich in der Schule Person A gegenüber.

00:14:45: Und wenn ich jetzt als Lehrerin da hingehe und ich sag zu Person B, du hörst damit auf.

00:14:49: Du lässt das sein.

00:14:50: Und Person B geht dadurch.

00:14:52: Person A wird dadurch nicht mehr geschlagen und gemobbt?

00:14:56: Wäre das ein Wegnehmen von etwas nach deiner Definition vorher.

00:15:00: aber das wäre dann keine Bestrafung für Person A oder?

00:15:06: Person A wurde ja ...

00:15:08: Ich weiß was du meinst.

00:15:11: Grenzwertig.

00:15:11: Nein es könnte potenziell keine Bestraftung sein Es könnte aber... ... schon einen Untergraben meiner eigenen Fähigkeit darstellen.

00:15:19: Ah!

00:15:20: Mhm, mhm?

00:15:24: Ja... Das ist keine Bestrafung in dem wie ich es nennen würde macht aber was anderes tatsächlich bei mir.

00:15:31: Mhm.

00:15:32: Macht so ein bisschen.

00:15:33: du vertraust mir nicht dass ich meinen Shit selber klösen kann.

00:15:37: Ja.

00:15:38: Also nehmt mir was an.

00:15:38: Du

00:15:39: hast ja auch nicht nur

00:15:39: positiven besetzt im Sinne von.

00:15:41: das ist jetzt etwas angenehmes.

00:15:42: Ich wurde jetzt geschützt und man hat mich wahrgenommen beschützt, sondern es ist für dich eher ein.

00:15:49: ich werde in meiner Kompetenz nicht gesehen.

00:15:51: Kommt drauf an wie... Also immer eine Frage von Wie?

00:15:55: Wie ist das alles abgelaufen?

00:15:56: aber der erste Impuls ist erstmal ein Ey was intervenierst du?

00:15:59: hier habe ich dich dringend gebeten.

00:16:01: na also dass genau das ich glaube wichtig ist.

00:16:04: is die Intervention erfolgt weil Ich gesagt habe, ich möchte jemand interveniert oder weil ich ganz klar Signale geschickt habe und wie wird danach mit mir umgegangen?

00:16:14: Glaub' ich ist auch noch mal sehr relevant.

00:16:16: Werde ich danach als das Opfer behandelt?

00:16:20: Dann wäre es so dass ich mich wahrscheinlich daran eher nicht gut fühlen würde und dass ich auch nicht... Also ne, ich könnte mir schon vorstellen, dass sich den positiven Impuls der Person sehen könnte und ich aber auch gleichzeitig Nur mit Blick auf mich enttäuscht wäre, dass ich nicht selber regeln durfte.

00:16:45: Ja verstehe ich.

00:16:47: Ich habe jetzt gerade an unserer letzten Aufnahme gedacht wo es ja auch darum ging... ...mit verstärker Plänen und was ist quasi wenn wir im besten Fall ja schon vorher merken?

00:16:57: Wenn sich ein... eine Emotion anbahnt und wenn sie hochkocht da hab' ich mich dann gefragt.

00:17:03: Da hattest du ja erzählt das du dann zum Beispiel heute bei deinen Kindern am außen merkst wenn sie's hochsteigert Dass du da dann eingreifst.

00:17:12: Und habe ich mich gefragt, was spannend.

00:17:14: vor diesem Hintergrund betrachtet könnte das ja auch schwierig sein manchmal einzugreifen?

00:17:19: Wenn deine Annahme ja ist, dass sich dadurch dann vielleicht jemand in seiner eigenen Kompetenz Übergang fühlen könnte selbst zu regeln.

00:17:28: Das heißt unbewusst könnt ihr ja dann vielleicht eine Sorge in dir entstehen.

00:17:31: wenn ich da jetzt eingreife Dann

00:17:35: habe ich früher nicht gemacht.

00:17:37: Ah ja, ist auch interessant.

00:17:39: Hat sich tatsächlich verändert?

00:17:40: Hab ich früher nicht gemacht?

00:17:42: Ich war früher diejenige...

00:17:45: ...die

00:17:46: viel gesagt hat, meine Kinder sollen das unter sich regeln.

00:17:49: Also

00:17:51: immer in Anführungsstrichen mir es folgen und das ist genau das!

00:17:54: Ich glaube, meine Perspektive früher, bevor ich selber zwei Kinder hatte wohlgemerkt, war so dass Konflikte unter sich gelöst werden sollen.

00:18:04: Die Kinder sollen die unter sich lösen.

00:18:06: Heute auch vielleicht mit Hinblick auf das, was ich so erlebe und mit Hin Blick darauf, dass mir vollkommen klar ist, dass eben meine achtjährige Tochter und mein dreijähriger Sohn einfach auch unterschiedliche Entwicklungsstände haben.

00:18:25: Habe schon manchmal das Gefühl da auch vermitteln zu wollen in einer gewissen Form.

00:18:32: Und... ...und das ist der Punkt, der jetzt ja gerade reinkommt ne?

00:18:36: Ich schütze schon auch.

00:18:38: Mobbing ist ein bisschen grenzwertig Weil Mobbing immer keine Gewalt ist, aber sie isst Gewalt.

00:18:46: Ist eine emotionale Gewalt so.

00:18:49: Aber ich schütze zumindest mein Kind körperlich.

00:18:53: Das ist ja das wo ich eingreife.

00:18:58: Das heißt... Wobei das stimmt nicht!

00:19:01: Es gibt auch Situationen da wird es nicht körperlig und auch da fange ich es eigentlich ab bevor in eine Schleife reingeht, weil ich weiß die Schleifel endet immer damit das es körperlich wird ehrlicherweise.

00:19:19: Ja.

00:19:21: Das ist spannend ja!

00:19:23: Mit der Idee eigentlich, es umzulenken muss ich verstehen.

00:19:28: Also da

00:19:29: kommt dein Punkt rein wie die Umsetzung ist was du vorhin gesagt

00:19:35: hattest?

00:19:36: Es geht nicht darum meinen Kindern in dem Moment zu sagen ihr kriegt das nicht besser hin Ihr seid doof, ihr schafft das nicht.

00:19:45: Deswegen muss ich jetzt hier dazwischen

00:19:47: gehen.".

00:19:48: Und es ist auch nicht meine Haltung wenn ich dazwinge.

00:19:51: Ich glaube da ist ein ganz entscheidender Punkt weil wir haben so viel oder ich habe immer mal wieder was zu dem Thema Haltung gesagt.

00:19:58: aber Haltung beeinflusst halt auch die Frequenz auf der ich Dinge aussehende.

00:20:04: und Jetzt kannst du sagen, das ist spirituell.

00:20:07: Das ist wo, was weiß ich?

00:20:09: Ich komme aus einem technischen Hintergrund.

00:20:11: Frequenznonschwingungen sind serial!

00:20:14: Guck dir die Physik an und Menschen merken, dass mit welcher Idee gehe ich in eine Situation rein.

00:20:29: Wenn meine Idee oder auch meine Haltung ist, können meine Kinder es ohne mich nicht klären.

00:20:37: Ja, dann können das bei denen schon so ankommen.

00:20:41: Dass sie erst nicht klären können und dann kommt eventuell dieses wir sind nicht fähig dazu.

00:20:46: wenn ich aber reingehe mit der Haltung von okay Ich helfe ihnen einen auch Gesellschaftskonformeren Weg zu finden ihre Themen Zu klären weil darum geht es mir.

00:20:59: mir geht's darum dass Sie lernen Das konflikte ok sind dass sie sie haben dürfen Und, dass es aber eine gewisse Form gibt wie man Konflikte lösen kann.

00:21:11: Ohne das der Eine oder der Andere als Verlierer dasteht.

00:21:16: auch Das ist mir wichtig weil gefühltes konflikt immer ein Es gibt den Gewinner und es gibt einen verlierer Oder beide mussten ein Kompromiss machen Aber dass es tatsächlich ja auch in ausgang geben kann von.

00:21:26: ich habe meine meinung Du hast deine Meinung wir akzeptieren dass Wir da nicht übereinkommen und es ist trotzdem völlig fein dass das so ist Kann Ja auch das Ende von einem Konflikt sein.

00:21:36: Weißt du, der Konflik-Dösung ist nicht... Man hat eine gemeinsame Lösung.

00:21:41: Ich glaube also das wäre natürlich das ultimative Goal, ne?

00:21:45: Das ist das ultime Ziel genau das zu erreichen diese Akzeptanz von wir sind unterschiedlicher Meinungen und das muss aber auch nichts dann auf Beziehungsebene verändern.

00:21:55: Wir können trotzdem befreundet sein, wir können uns gerne haben, wir kann trotzdem ein Partnerschaft sein, in Geschwisterschaft sein ohne dass diese Differenz, die wir da an dieser Stelle haben unsere Beziehung verändert.

00:22:10: Das kann natürlich bei manchen Themen aber also schwieriger werden wahrscheinlich das eine von dem anderen abzugrenzen.

00:22:17: Und das ist aber genau das worum es geht?

00:22:19: Ja

00:22:21: Also zumindest nicht das was ich meine, dass die Haltung mit der ich reingehe Ich gehe in den Konflikt rein Nicht um Den konflikten im Moment zu stoppen Sondern um ihn in eine produktive Richtung zu leiten

00:22:35: Ja und somit wird es ja dann auch weniger im Sinne von du hältst das nicht aus, sondern ich zeige euch einen Weg wie vielleicht alternativ funktionieren kann.

00:22:47: Verstehe das Ansinnen total!

00:22:49: Ich habe jetzt eben gerade gedacht ist natürlich auch interessant weil du jetzt sozusagen du nimmst mir etwas weg.

00:22:55: Das wäre so das Klassische dass wir Eigentlich deswegen habe ich gefragt, ob es ein angenehmer Reiz ist.

00:23:00: Dass das eher so in Richtung negativer Bestrafung geht?

00:23:03: Also es wird ja in der Lerntheorie unterschieden wenn du dir das anguckst zwischen positiver bestrafung und negativa bestrafing.

00:23:09: Das denkt man vielleicht manchmal so, was ist denn jetzt damit gemeint?

00:23:12: aber bei der positiven Bestrafungen geht's quasi darum dass so einen unerwünschtes verhalten.

00:23:18: danach folgt es mit so einem Ich sag jetzt mal auch eine blöden Reaktion, dass ich zum Beispiel hingehe und schimpfe.

00:23:24: Also sagen wir da gibt's einen Streit und dein Sohnemann haut deiner Tochter auf die Rübe mit irgendeinem Spielzeug oder sowas.

00:23:34: Dass du dann hingehst und das du dann mit ihm darüber sprichst oder ihn vielleicht ... Wenn das nicht du wärst?

00:23:40: Das geht einem anderen Beispiel einfacher.

00:23:42: Dass dann vielleicht die Mutter das Kind schimpft und sagt, das geht aber nicht so macht man es aber nicht!

00:23:48: Das wäre eine positive Bestrafung.

00:23:51: Oder auch, dass es dann ein Hausarrest gibt oder das ist dann irgendwie keine Ahnung.

00:23:57: Also

00:23:59: für mich zum Verständnis eine positive Bestrafung.

00:24:02: Es ist deswegen weil ich unerwünschtes Verhalten bestrafe

00:24:08: mit einem unangenehmen Reiz.

00:24:10: Nämlich Schimpfen

00:24:11: z.B.,

00:24:12: oder Hausarreste.

00:24:13: Aber was ist daran positiv?

00:24:16: Das kommt vielleicht jetzt klarer, wenn wir uns die negative Bestrafung angucken.

00:24:20: Bei der negativen Bestrafungen geht es darum ... Das ist etwas kontraintuitiv mit diesem positiv und negativ.

00:24:25: Aber bei den negatifen Bestrafen geht's darum, dass wir einen angenehmen Reiz entziehen.

00:24:31: D.h.,

00:24:31: es gab eigentlich vorher einen angenen Reiz z.B.

00:24:36: Ich bin hier gerade am Spielen, dann wird mir dieses Spielzeug weggenommen weil ich was vorher falsch gemacht habe.

00:24:41: oder Fernsehverbot zum Beispiel auf eine negative Bestraftung.

00:24:45: Auf dem Spielplatz, ich hab meine Schippe spielen mit der Schippa.

00:24:49: Mach damit andere Kinder voller Sand und dann wird mir die Schippee weggenommen, weil ich nicht mehr die Kinder volle Sand machen

00:24:53: soll.".

00:24:54: Ganz genau!

00:24:54: Das wäre eine negative Bestrafung.

00:24:57: D.h.,

00:24:57: dir wird ein eigentlich ursprünglich angenehmer Reiz weggennommen... ...und du wirst mit diesem angenehmen Reiz sozusagen bestraft.

00:25:06: Negativ deswegen, weil wir plötzlich so zu sagen einer negative Verbindung zu diesem normalerweise eigentlich neutral oder positiven Reiz bekommen?

00:25:14: Ein angenehmer Reiz wird dir also weggenommen.

00:25:16: Das ist die negative Bestrafung, die positive Bestrafungen.

00:25:18: quasi gleiches mit Gleichem?

00:25:20: Du hast unangenehm reagiert und du kriegst dadurch auch unangenes Verhalten.

00:25:25: Egal wie mein Verhalten als Erwachsener ist abhängig von dem Verhalten des Kindes.

00:25:29: das ist übrigens das was ich an dieser ganzen Bestrafungs- und Thematik so bemängelte und kritisiere.

00:25:37: ehrlicherweise oder das ist andersherum dass es das wovon ich versuche... Punkt!

00:25:43: Ich mache das, ich versuch das komplett aus meinem ... Lebenskonstrukt.

00:25:49: Aus der Art und Weise, wie ich

00:25:50: mit der Gestaltung gehe...

00:25:52: Genau tatsächlich aus meiner Lebenskreation.

00:25:55: Das soll bei mir einfach nicht da sein!

00:25:58: Ich möchte das nicht.

00:25:59: Ich möchte nicht dass quasi mein Verhalten folgt weil mein Kind verhalten gezeigt hat.

00:26:06: Weil das heißt, ich mache mein Verhalt abhängig von dem wie sich mein Kind hält.

00:26:10: Und damit kommen wir in Dynamiken rein die meines Erachtens nach sehr kontraproduktiv sind, wenn es um... ich führe jemanden geht.

00:26:20: Weil wenn meine Führung abhängig davon ist wie der andere sich verhält dann führt eigentlich der Andere.

00:26:25: Ja, sehr spannend!

00:26:26: Das heißt ein Pondord dazu wäre jetzt quasi zu sagen Ich reagiere nicht darauf sondern ich reagiere so wie ich das möchte oder wie ich...

00:26:38: Ich habe feste Regeln und also ich hab einen festes Regelwerk, das potenziell auch und das ist bei uns Gang und Gebe.

00:26:46: Jeder darf Regeln einführen, das heißt wir setzen uns hin Und meine Tochter sagt zum Beispiel hey mir ist aufgefallen dass das und das und es gefällt mich nicht und ich wünsche mir dass wie regel Wenn man etwas sagt hat sie nämlich eines einer der regeln die sie eingeführt hat dass wenn mama oder papa oder sie Oder jetzt ihr Bruder ist ein bisschen drei so der ist immer noch mal ein bisschen anders.

00:27:07: ja is einfach so Klar.

00:27:11: Da ist eine andere Dimension und das kriegt sie auch übrigens genauso von uns mitgeteilt, dass die sagt okay wenn jemand etwas sagt dann muss er das auch halten.

00:27:23: Das heißt wenn wir sagen es gibt gleich ein Eis dann müssen wir das auch machen egal was dazwischen kommt egal wie egal wann und wenn es dann einundzwanzig Uhr wird aber es wird an diesem Tag wo ich gesagt habe es gibt an diesen tag noch einen Eis wird es noch ein Eis geben.

00:27:37: Und das ist manchmal ein saurer Apfel, den ich selber reinleisten

00:27:39: muss.

00:27:39: Muss ich gestehen?

00:27:41: Weil ich gesagt

00:27:42: habe ...

00:27:44: Ja!

00:27:44: Manchmal verändern sich Pläne.

00:27:47: Voll ja.

00:27:49: Wenn ich dann gesagt habe wir holen auf jeden Fall nachher noch eine Pommes und dann kommen siebenunddreißig andere Dinge dazu und es ist zehn Uhr abends und mein Kind sagt aber Mama wir hatten doch gesagt wir holten noch ne Pommes oh mein Gott.

00:27:57: das heißt dann dass ich um zehn Uhr Abends noch ne pommes holen muss.

00:28:02: Das ist ihr Wunsch.

00:28:04: Ich verstehe, woher der Wunsch kommt.

00:28:06: Manchmal funktioniert das übrigens nicht.

00:28:10: Das ist einfach dann auch mal so, dass es Frustrationen, die da kommen und mit denen gelernt werden darf umzugehen... ...und auch von der anderen Seite aus.

00:28:21: Auch Regeln, die ich aufstelle, werden ja auch nicht immer eingehalten.

00:28:24: Und auch da meine eigene Frustation bei mir zu lassen gehört genauso für mich dazu wie ich es von ihr ja auch erwarte.

00:28:33: Und deswegen ... Ja.

00:28:38: So, jetzt fahren wir... Du wolltest wissen wie ich das dann mache?

00:28:42: Nein

00:28:44: du hast es eigentlich schon beantwortet!

00:28:45: Du hast quasi gesagt, du hast deine Ideen und deine Vorstellungen, deine Regeln und Konzepte sozusagen, ne?

00:28:52: Deine Werte, deine Werteorientierung nach der du lebst.

00:28:56: Und ganz konkret bedeutet das dann wenn sich jetzt deine Kinder nicht entsprechend deiner Wünsche, Regeln oder Werte verhalten dann

00:29:06: Und da halten wir uns darüber.

00:29:08: Ich nehm konkret das Beispiel mit dem Sand, weil wir hatten das jetzt im Letzt ... Wir waren im Wasser und mein Sohn hat mit Steinen geworfen.

00:29:16: Potenzial je nachdem in welche Richtung er wirft.

00:29:18: ist es eine doofe Idee, weil ... Es war ein Kies, also einen Stein-Sand?

00:29:26: Sagt man das dann eigentlich?

00:29:28: Einen Strand so rund?

00:29:29: Ja!

00:29:30: Das heißt, es waren überall Steine und der hat die Steine genommen und fand's total lustig So wie Sand.

00:29:37: Und das ist für mich per se erst mal okay, solange keiner damit verletzt wird und das habe ich ihm dann auch gesagt.

00:29:43: Ich hab zu ihm gesagt dass wenn... Dass er bitte aufpassen soll, dass wenn Leute kommen, dass er die Steine dann nicht auf die Menschen wirft.

00:29:53: Und er hat dann zwei drei Mal in die Richtung seiner Schwester geworfen.

00:29:58: Dann bin ich wieder hin.

00:29:59: Hab zu ihm gesagt hey!

00:30:00: Das ist übrigens genau das was ich vorhin gemeint habe.

00:30:02: Steine darfst du werfen?

00:30:04: In Diese Richtungen hab dann ganz relativ konkret von ihr weggezeigt.

00:30:08: Mhm.

00:30:10: Und ich würde jetzt aber nicht, und ich würde mich auch neben ihnen setzen.

00:30:14: Dann hab ich gesagt, wenn das nicht funktioniert ... Wenn du diesen Impuls nicht kontrolliert bekommst?

00:30:20: Dann ist es besser und sicherer für uns alle, wenn du aufhörst.

00:30:23: Also ne, ich würde ihm nicht ... Das ist so ein bisschen das Thema, ne?

00:30:27: Dieses Wegnehmen würde dort nicht passieren.

00:30:30: Aber ich würd ihm klar sagen, dass ... wenn das nicht eingehalten wird, dass er dann lieber aufhört.

00:30:36: Bevor er etwas macht was andere potenziell verletzen kann.

00:30:39: ja

00:30:41: Okay und jetzt stellen wir uns mal in dieser situation vor er hätte weiter gemacht und hätte weiter steine in richtung seiner schwester abgefeuert.

00:30:49: Was wäre dann für dich?

00:30:53: Also

00:30:56: ich hatte mich dazwischen gesteilt.

00:30:58: okay

00:30:59: Also, ich hätte erst mal quasi sie versucht zu schützen.

00:31:02: Dann hätte ich mich zu ihm gestellt und gesagt okay wir haben darüber gesprochen.

00:31:05: Ich verstehe dann im Puls ist gerade da.

00:31:08: Werft bitte in die andere Richtung.

00:31:09: würde ganz konkret noch einmal darauf hinweisen in welche Richtung es ok ist zu werfen Und im Normalfall funktioniert das ehrlicherweise nicht.

00:31:18: dieses und was dann?

00:31:19: Und was dann und Was dann?

00:31:21: Ich habe diese Fälle ganz selten vielleicht genau aus dem Grund weil Da ist keine hintertür auch bei mir nicht offen nur diese eine Möglichkeit, die du jetzt gerade hast?

00:31:34: Man kann jetzt natürlich sagen ja, du hast total entspannte Kinder.

00:31:36: Die testen dich nicht.

00:31:38: Weiß ich nicht!

00:31:38: Vielleicht kooperiere ich mehr mit meinen Kindern deswegen kooperieren sie mehr mit mir, könnte man auch sagen.

00:31:47: Keine Ahnung... Ich weiß es nicht.

00:31:50: Es würde tatsächlich das wäre dann wieder und dann wäre potenziell mein Verhalten wie gesagt ist nicht doch wieder davon abhängig wie er sich verhält.

00:31:59: Aber letztlich, ich würde eigentlich immer wieder genau das machen.

00:32:04: Oder ich würde irgendwann versuchen ihn in seinem Spiel umzu... Gar nicht mehr aus Steine werfen, sondern würde sagen, lass uns doch mit den Steinen ne Burg bauen.

00:32:17: Also es könnte auch sein, dass ich einfach ... Das Interesse am Steinewerfen versuche.

00:32:23: Umzuleiten.

00:32:24: Ja,

00:32:25: genau!

00:32:27: wenn ich eine ganz sinnvolle Strategie dann tatsächlich ... Ich hab mich nur gefragt, weil sozusagen müssen wir aufhören mit Steinen zu spielen.

00:32:34: Kann ja für viele Eltern auch gleich bedeutend sein, okay, wenn ich das jetzt angetroht in Anführungsstrichen, angetrot habe?

00:32:40: Wenn weiterhin damit Menschen abgeworfen werden, dürfen wir vielleicht überlegen, ob es sinnvoll ist, dann auch aufzuhören mit dem Steinerspielerwerfen oder Aufstrahlungsspielen.

00:32:49: Das ist schon ... Alleine die Art und Weise wie du's formuliert hast, sind schon siebenund dreißig Hintertürchen!

00:32:56: Nee, und da sind schon siebenunddreißig Hintertürchen offen.

00:32:59: Es funktioniert nicht, dass du Menschen abwirfst mit den Steinen.

00:33:05: Das gehört nicht in die Realität!

00:33:07: Verstehst du?

00:33:08: Also dieses... Genau, da könnten wir uns überlegen darüber nachzudenken ob das gut ist, dass wir das nicht tun.

00:33:14: Verstehest du was ich meine?

00:33:15: Da ist so

00:33:15: weich.

00:33:16: Voll, was du meinst.

00:33:17: Ich hatte das extra noch mal ein bisschen weicher geformuliert gehabt weil ich glaube, dass das ähnlich oder dass deine Formulierung vorher sehr nah dran war.

00:33:25: Ah okay Nee.

00:33:27: Das geht?

00:33:28: Das geht nicht!

00:33:29: Also im Prinzip je konkreter und klarer ich bin, dass das was ich zumindest festgestellt hatte.

00:33:34: Ich war meinen Kindern früher auch sehr weich und ich habe festgestellt je konkrete und klarere ich bin mit das geht und das geht nicht.

00:33:40: wenn du andere Menschen abwirfst dann das funktioniert nicht.

00:33:44: Das ist nicht in Ordnung.

00:33:46: Also im prinzip ganz klar machen was nicht in ordnung ist und was in ordung ist.

00:33:50: Ja das glaube ich ein ganz wichtiger punkt

00:33:54: Das erst machen, wenn es passiert ist leider.

00:33:57: Weil?

00:33:57: Ja, dass sie Grenze übertreten lassen.

00:34:00: Hört sich total blöd an aber ich setz ja beim Kind sonst eine Idee in den Kopf die ich's nie gehabt hätte.

00:34:05: Ja.

00:34:07: Ja vielleicht, absolut.

00:34:09: Also nach dem was ich quasi wo du vorhin so ein bisschen nachgemacht hast wie du dann in diesen Moment reagieren würdest hatte schon das Gefühl du hast sehr klar gemacht ne das geht nicht.

00:34:19: Und dann hatte ich schon den Eindruck, deswegen hab ich es noch mal weicher formuliert.

00:34:23: Dass du dann weicher wurdest.

00:34:24: im Sinne von wenn du das weiter machst müssen wir nämlich überlegen ob also da war schon auch so dieses ein Stück weit Das hat dann auch eine Konsequenz ob du dann auch vielleicht aufhören musst mit dem steine spielen was du in diesem moment nochmal als option aufgemacht hattest und Da wäre für viele Eltern Ich glaube dass passiert auch vielen Eltern dass sie vielleicht nicht diese Optionen lassen.

00:34:44: so im Sinne Von Dann Müssen Wir Überlegen Sondern Es ist eher So Wenn Du Damit Nicht Aufförst Dann darfst du gleich nicht mehr mit den Steinen spielen.

00:34:52: Könnte potenziell eine recht alltagsnahe Reaktion von Eltern sein?

00:34:58: Dann haben wir nämlich das Problem, dass wir jetzt ja schon die Konsequenz angetroht haben und demnach konsequent folgen müssten.

00:35:04: Und dann hätten wir automatisch ein bestrafenes Verhalten weil wir es ja vorher auch schon bestrafend angetrot haben.

00:35:11: Das heißt da wäre Bestrafung also unmittelbar voraus zu sehen wenn denn nicht das Kind sich entsprechend

00:35:18: hält.

00:35:18: Genau.

00:35:19: Ja,

00:35:19: das ist der Grund warum ich versuche so was zu vermeiden.

00:35:22: ehrlicherweise Es passiert mir.

00:35:25: Definitiv bin auch so erzogen worden Bin so groß geworden krieg es überall mit auch Ich bin da nicht hundert prozent immer bei dem Und ich habe mir mittlerweile sehr viele taktiker arbeitet wie ich doch noch die kurve kriege wenn ich merke Oh!

00:35:44: Ich mache hier eine option auf die ich gar nicht haben will weil das ist das Problem wir machen Optionen auf.

00:35:51: Wenn du sagst, das ist die Regel.

00:35:52: Das ist quasi ... Hier guck, so ist es und so ist's?

00:35:56: Und da gibt's nichts anderes!

00:35:58: Ich sag mal, so blödsichts anhört.

00:36:00: aber dem Moment wo ich sage, wenn du das weitermachst dann damit öffne ich eine Tür für ne andere Möglichkeit.

00:36:07: Also das hört sich total ... Ja, ich weiß

00:36:09: genau was du meinst.

00:36:10: Aber klar Du sagst

00:36:12: okay

00:36:13: Kann auch sein, du machst das nicht und dann machen wir es so.

00:36:16: Genau,

00:36:17: aber in dem moment wo ich nur ne Regel aufsetze und sag Okay, das Option eins und das ist Option zwei Wähle eine.

00:36:22: Habe ich keine dritte Option, die heißt ... Wenn du das nicht machst, dann passiert das und das.

00:36:27: Weil die Option gibt's gar nicht erst, weil ich sie nicht erwähnt habe!

00:36:31: Ja, verstehe ich.

00:36:33: Das heißt, du machst quasi erstmal gar nicht diese Tür auf für diese Ankündigung.

00:36:37: wenn du nicht dann sozusagen ... Meinst du es ist für dein Kind oder?

00:36:45: Wahrscheinlich nicht so gemeint.

00:36:46: Aber meinst du, wer ist für dein Kind eine Art der Bestrafung?

00:36:49: Dass du dich zwischen die beiden Kinder stellst und somit die Steine abfängst?

00:37:06: Weißt du wie ich meine?

00:37:06: Poah!

00:37:07: Ich weiß, wie du meinst... ...ich habe jetzt gerade überlegt... Da fallen so viele Faktoren mit rein.

00:37:15: Deswegen war es grade in meinem Gehirn so einen Knoten entstanden.

00:37:20: Ich hab überlegt das Problem oder die Frage... rational zu beantworten und ich habe gemerkt, dass da so viele Einflussfaktoren mit drauf spielen.

00:37:28: Ich glaube es hat ganz viel damit zu tun wie ich reingehe und wie ich dazwischen gehe wenn ich dazzwischengehe.

00:37:32: und quasi dieses du bist das Problem wieder von meiner Haltung her ne?

00:37:38: Du hältst dich nicht an die Regel du bist des Problems.

00:37:41: Wenn ich mit der Haltung reingeh könnte ist potenziell als Bestrafung weiß ich nicht ehrlicherweise aber als

00:37:50: Tatler

00:37:55: Das ist so dieses, vielleicht auch in Richtung von einem Scham auslösenden Ding sein.

00:38:01: So dieses ... Jetzt kommt der große Erwachsene und sagt nein!

00:38:05: Das ist überhaupt nicht richtig.

00:38:07: Schämlich bist du das, dass du das tust?

00:38:10: Also könnte schon in die Richtung laufen.

00:38:16: Wenn ich aber ganz klar sage... Ich schütze deine Schwester.

00:38:22: Wir hatten gesagt, andere Menschen abwerfen, tut anderen Menschen weh.

00:38:27: Wenn ich diese Kursalkette so ein bisschen ...

00:38:30: Ja!

00:38:31: Also,

00:38:32: ich kann dir sagen, dass im ganz großen Konsequen ... Wenn ich es ganz durchspiele könnte, ist auch passieren, dass ich ehrlicherweise ihm die Hände bis zu ihm rangehe und quasi gucke, dass er nicht mehr werfen kann.

00:38:43: Weil wenn er anfängt mich zu werfen, werde ich auch anfangen, mich zu schützen.

00:38:47: Und dann zählt meinen Schutz mehr wie ihn das Gefühl zu geben, dass der bestraft

00:38:52: wird?

00:38:54: Ja, ich glaube es war so ein bisschen das was ich auch mit meiner Nachfrage für mich nochmal herausfinden wollte.

00:39:01: Ich glaube es gibt ganz häufig Momente die bestrafungsnah sind ohne dass wir sie vielleicht potenziell als Bestrafung gemeint haben, die aber abhängig davon sind wie die andere Person sie auch wahrnimmt.

00:39:15: Ich würde sagen, es kann genau die gleiche Situation bei zwei Kindern passieren.

00:39:18: Was eine Kind wird sagen, jetzt wurde ich bestraft oder jetzt war Mama sauer oder wütend und das andere Kind würde sagen ja war doch gar nix so ungefähr.

00:39:26: also Es ist tatsächlich auch abhängig von der anderen Person und ich glaube wenn ich empfindsames kind habe Wird das potenziell auch eher ein verhalten als strafend empfinden was vielleicht so ursprünglich gar nicht in dem maß gemeint war.

00:39:43: Ja wir haben das gerade sehr, ähm ... um da noch mal einzuhaken.

00:39:49: Weil meine ... Also ich vermute, dass meine Tochter sehr blicksensitiv ist.

00:39:57: Das heißt sie hat vermutlich das so meine ... ne?

00:40:01: Das ist eine rationale Begründung dessen.

00:40:04: Aber was die macht ist, sie fragt mich ganz häufig, Mama, was guckst du so?

00:40:08: Was meinst du damit?

00:40:09: Was meint dein Blick?

00:40:11: Und manchmal habe ich sie nicht mal angeguckt oder durch sie durchgeguckt.

00:40:17: Aber du merkst in der Art und Weise, wie sie fragt.

00:40:19: Dass ihre Interpretation ist, dass sie etwas falsch gemacht hat.

00:40:23: oder manchmal reagiert sie auch so.

00:40:24: Dann sagt sie ja aber was hab ich denn jetzt gemacht?

00:40:27: Dann guck ich sie an und sag ähm ... Wie kommst du darauf, dass du was gemacht hast?

00:40:30: Und dann sagt sie weil du so geguckt hast!

00:40:34: Und dann fällt mir auf das bei ihr anscheinend irgendwo irgendwann mal ins System reingekommen ist wenn Person Mama Oder vielleicht andere Personen und es wird auf mich übertragen Ich weiß es nicht So und so schaut, dann habe ich etwas gemacht, was nicht in Ordnung ist.

00:40:49: Was ja potenziell auch in dieses Bestrafen ... ne?

00:40:52: Blickgestrafen reinfällt!

00:40:57: Und ich finde es toll, dass sie das mittlerweile anspricht.

00:40:59: Ich liebe, dass die das anspringt.

00:41:01: Ich liebe das Punkt eins, dass ihr das auffällt und Punkt zwei, dass Sie das ansprecht.

00:41:04: Das find ich ganz, ganz toll.

00:41:08: Es zeigt mir natürlich auch wie oft wir vielleicht als Eltern auch was machen unbewusst ohne dass wir's checken und dann eine Interpretation oder auch irgendwas ankommt bei unseren Kindern, was gar nicht unsere Intention war.

00:41:28: Deswegen reite ich so auf diesem Haltungsthema rum weil ich glaube ganz viel kommt so oft unbewusst auf einem anderen Level an.

00:41:41: Ist ein spannender Punkt, weil wenn man sich ja jetzt zum Beispiel bei Tieren und da das jetzt mal auf Hunde kurzfristig auch überträgt was du gerade gesagt hast.

00:41:50: Hunde reagieren nicht auf die Person die am lautesten prüllt.

00:41:55: also Ja es kommt auf den Hund auch nochmal drauf an sicherlich.

00:41:58: Also ich möchte dass nicht grundsätzlich für allgemeinern Aber es ist auch im Rudel von Hunden so derjenige, der die stärkste Energie hat.

00:42:06: Der am bestimmtesten, am selbstsichersten Auftritt.

00:42:09: Ist derjenig, der das Rudel führt und das ist potenziell nicht der, der am lautesten bellt sondern meistens gar nicht der.

00:42:17: Das heißt wenn ich jetzt eine gewisse Art von Respekt vor einem Hund haben möchte dann ist es nicht wichtig dass sich besonders laut Nö, ich sag mal klar und deutlich.

00:42:26: Und du machst jetzt das sein oder so mit dem Sprechen?

00:42:30: Sondern dass meine Energie dem folgt.

00:42:33: Das heißt, dass ich einen ganz bestimmten Gang habe, dass sich einen ganz bestimmten Blick habe... Diese nonverbalen Cues sind viel wichtiger für den Hund!

00:42:45: Ich glaube es ist bei Kindern genauso.

00:42:47: Auch für Menschen nicht nur da.

00:42:50: Ich habe total geiles Beispiel dazu.

00:42:52: Übrigens ist damals da war ich noch Ingenieurin, da ist mir das passiert.

00:42:56: Da war ich auch als Ingenieurin.

00:42:58: Da hast du noch als Ingeieurin gearbeitet?

00:43:00: Genau,

00:43:00: da hab ich noch aktiv in diesem Beruf gearbeitet und da bin ich... Da war schon Projektleiterin und bin mit einem Kollegen gemeinsam aus einer anderen Abteilung eine Leiterrunde und wir mussten erklären, warum die Fehler im Feld passieren.

00:43:17: Egal also es war tatsächlich so ne Heiklassrunde da saßen relativ viele auch Leiter drinnen Und wir sind da einfach nur reingekommen gemeinsam und Es waren nur klar dass quasi seine Abteilung Ne neue Chefin bekommen hat.

00:43:36: man wusste aber nicht wie diese Person aussieht und ganz Viele in dem Raum haben gedacht das ich die Chefin bin Ja

00:43:44: auch spannend ja

00:43:46: Ne?

00:43:47: Und das dann zum Nachhinein gespiegelt zu bekommen, ohne dass ich was gesagt habe.

00:43:52: Ohne dass ich irgendwie ... Weil wir sind auch übrigens an dem Tag nicht dran gekommen so.

00:43:57: Ich war auch nur als Backup mit dabei, Interesse.

00:43:59: also das ist tatsächlich... Also ich wäre Punkt eins, wäre ich gar nie ans Rednerpult gegangen insofern nicht irgendwas katastrophalschief gelaufen wäre, ich war als Back-Up als technischer Support tatsächlich dabei und wir sind nicht mehr drangekommen am Tag mit unserem Thema.

00:44:17: Aber alleine die Art und Weise anscheinend, wie ich aufgetreten bin.

00:44:20: Alleine die Art der Weise, wie sich mich dahingesetzt habe.

00:44:22: Alleiner die Art von Weise wie meine Art, meine Energie ist hat Leute das Glauben lassen dass ich seine Chefin bin Ich übrigens jünger als er, ne?

00:44:35: So nur mal um da auch.

00:44:38: Ja, es hat nicht nur was mit dem Altersthema zu tun.

00:44:40: Sondern das ist tatsächlich eine Präsenz.

00:44:43: Heute die Jugend spricht ja immer so gern von Aura oder Aurapunkten.

00:44:46: Die Aura macht total viel aus.

00:44:48: wie komme ich in den Raum rein?

00:44:50: Wie wirke ich also gerade diese ganzen?

00:44:52: da brauchen jemanden nicht mal gesprochen haben.

00:44:56: Allein das macht extrem viel und wird von Kindern Das ist auch ganz spannend encodiert, also wie gelesen und versucht zu übersetzen.

00:45:06: Deswegen ist es ja auch total... Super, dass deine Tochter danach fragt.

00:45:09: Was bedeutet das?

00:45:10: Sie versucht nicht nur es zu lesen und dann zu interpretieren mit ihren Möglichkeiten, sondern sie macht den Abgleich im Außen.

00:45:18: Sie macht quasi Realitätscheck im Außenaus.

00:45:21: Das was ich jetzt denke, was dieses Verhalten oder diese nonverbalen Cues, die Nonverbal Reize jetzt hier mir vielleicht sagen könnten, sie hinterfragt das da nochmal, ob sie das tatsächlich ... bedeuten.

00:45:32: Sie stellen es also noch mal gedanklich in Frage, ist das jetzt wirklich so dass man gerade sauer auf mich isst?

00:45:37: Oder... ...dass ihr jetzt gerade verärgert ist oder traurig ist, dass ich was falsch gemacht hab und gebt dir damit auch nochmal die Möglichkeit zur Korrektur.

00:45:45: Das ist natürlich halt super weit.

00:45:46: viele andere Kinder würden einfach nur denken Habe ich es wieder nicht richtig gemacht oder was falsch gemacht?

00:45:51: Und würden's dabei stehen lassen und nicht in diesen Realitätscheck übergehen, der ja total wertvoll und wichtig ist.

00:45:56: Weil du dadurch die Möglichkeit hast das zu berichtigen wenn es eine Fehlinterpretation ihrerseits war.

00:46:03: Vielleicht

00:46:03: nicht

00:46:03: mehr Kinder... Wie

00:46:04: viele Erwachsene!

00:46:06: Jetzt mal ganz im Ernst.

00:46:07: Nicht nur Kinder wie hofft, da nehme ich mich übrigens nicht aus, wie oft passiert mir das dass sich mein Mann ins Gesicht gucke und mir denke ah jetzt denkt er sich das und das mittlerweile ist das dann der Moment.

00:46:18: Wahrnehme, ganz klar.

00:46:20: Auch das.

00:46:20: Manchmal passiert es superunbewusst und dann passiert's einfach ... Ich denk mir, jetzt guckt er schon wieder so doof!

00:46:25: Und dann ist das einfach da?

00:46:27: Dann hab ich in dem Moment auch keine Ahnung.

00:46:31: Dann kommt nicht der Impuls...

00:46:32: Keine

00:46:32: Kapazität?!

00:46:34: Nee weiß ich gar nicht.

00:46:35: Aber manchmal kommt der Impuls nichts zu fragen.

00:46:37: Und manchmal kommt die Impulse und ich sag, ey,

00:46:40: ich

00:46:40: hab gerade das Gefühl bekommen durch deinen Blick Ist das tatsächlich das, was du gerade aussagen möchtest?

00:46:47: Oder ist es das wie du's gerade empfindest?

00:46:48: und natürlich brauchst du dann ein ehrliches Gegenüber.

00:46:54: Ja!

00:46:56: Wenn in diesem Moment du wirklich kurzzeitig gedacht hast, dass was diese Person dich grade fragt... Dann, und das ist das, wat es so schwierig macht musst du sagen, ja hab ich tatsächlich gedacht

00:47:07: Ja, oder empfunden.

00:47:08: Oder wie auch immer ja, absolut!

00:47:10: Das ist jetzt auch bei Eltern und Kindern gerade weil wir hatten es ja theoretisch von Eltern und Kindern Ist auch ein ganz wichtiger Punkt weil ansonsten lernen natürlich die Kinder.

00:47:18: okay ich kann mich nicht auf mein Gefühl verlassen

00:47:22: Und sie wird's auch nicht wieder machen?

00:47:23: Der Grund

00:47:24: warum Sie... Genau der Grund warum sie immer wieder fragt ist Weil sie merkt ok ich kriege eine ehrliche Antwort

00:47:33: Und darf den Abgleich dadurch machen.

00:47:35: Richtig Wenn sie irgendwann mal das Gefühl von einer Dissonanz bekommen würde.

00:47:42: Würde sie aufhören, also nicht direkt beim nächsten Mal sondern Sie müssten ein paarmal die Erfahrungen der Dissonance machen.

00:47:48: Das heißt was ich sage entspricht nicht dem wie es sich für sie auch anfühlt.

00:47:54: Es ist total geil.

00:47:55: Kinder sind echt Lügendetektoren eigentlich.

00:47:57: Eigentlich glaube ich sind wir alle LügenDetektoren wenn wir das nicht bewusst uns abtrainieren oder da dich drauf hören wollen.

00:48:05: Aber Kinder haben halt Da einfach noch mehr Zugang dazu.

00:48:09: Und die checken das so schnell, ob es stimmig war oder nicht was du gesagt hast, ob das tatsächlich so war oder not.

00:48:15: und wenn ich das immer wieder mache und immer wieder meinem Kind versuche das Richtige zu sagen weil ich denke dass das wichtig ist dass jetzt hört dass das nicht so war dann mach ich damit eigentlich etwas Falsches.

00:48:27: viel wichtiger wäre in dem Moment zu sagen ja stimmt ich habe tatsächlich gedacht dass Du was falsch gemacht hast.

00:48:32: aber das ist nun.

00:48:33: man kann ja sagen Ich habe wirklich gedacht, dass du was falsch gemacht hast.

00:48:36: Ich hab es aber extra nicht ausgesprochen weil ich finde das eigentlich nicht falsch.

00:48:39: Aber ein Teil von mir empfindet das noch als falsch.

00:48:43: Das hat aber viel mehr mit mir zu tun als mit dir!

00:48:46: Ja ja da hätten wir das wieder auch das Vorleben von.

00:48:51: wie wollen wir mit diesen Anteilen die wir ja auch alle irgendwie in uns tragen?

00:48:56: Wie wollen wir damit umgehen?

00:48:57: Machen wir sie sichtbar?

00:48:59: verbalisieren?

00:49:00: wird die und dürfen die beide da sein Und sich dann in unserem erwachsenen Anteil auch dafür entscheiden, eben so und so zu reagieren.

00:49:08: Also Beispiel bei dir jetzt gerade du ein Anteil in dir denkt das wäre falsch der Neuer Anteil, vielleicht potenziell neuere Anteil in dir denkt.

00:49:17: Nee es ist eigentlich nicht falsch und du entscheidest dich dann für ein dieser beiden Anteile und denen auch handlungsleitend werden zu lassen.

00:49:26: Und das kennen Kinder natürlich jetzt nicht so explizit aber sie kennen das schon auch von sich.

00:49:31: Das ist mit diesem Hauen oder Steine in der Richtung werfen das wissen Kinder schon auch dass das eigentlich eine Grenze ist die Eltern im Regelfall oder auch die Gesellschaft nicht gerne sieht.

00:49:41: Das heißt da gibt's auch wie so Engelchen und Teufelchen.

00:49:43: Auf der einen Seite weiß ich, das ist nicht gewünschtes Verhalten.

00:49:46: Deswegen sollte ich es eigentlich nicht machen.

00:49:48: Auf der anderen Seite gibt's aber gerade diesen Impuls in mir und eigentlich will ich es doch machen so.

00:49:52: Und in diesem Spannungsfeld auch zu sein und dann zu überlegen was wird jetzt handlungsleitend?

00:49:57: Wenn dass Kinder schon von klein auf lernen über diese beiden Anteile sprechen oder die zumindest wahrnehmen zu dürfen.

00:50:05: Das erste Mal einfach nur dieses Wahrnehmenschult ist das total hilfreich!

00:50:10: Weil das macht es dann auch später leichter, wenn wir dann tatsächlich die Exekutivfunktion haben, die dann also die Steuerungsfunktionen haben imhibieren zum Beispiel zu können.

00:50:19: Also eine Reiz eben auch unterdrücken zu können so wie bei dir dann dass du da nicht zu ihr sagst hast du falsch gemacht sondern eben der andere neuere Teil in dir sagt nie war gar nicht so falsch und der wird jetzt handlungsleitend.

00:50:30: also sage ich nichts dazu.

00:50:33: Jetzt für mich noch mal, weil ich gerade überlege.

00:50:35: Wann ab welchem Alter gehören physiologisch tatsächlich?

00:50:39: Wir reden immer ab wann ist das Gehirn überhaupt potenziell aufgrund seiner Reifung überhaupt potenziell dafür notwendig?

00:50:50: Ab wann ist es potenziellen möglich?

00:50:52: Das heißt nicht, dass jedes Kind zu diesem Alter es auch schon freigeschaltet hat!

00:50:57: Ja, das hast du noch mal gut ergänzt.

00:51:00: Die Fähigkeit was zu tun?

00:51:01: Was konkretes... Diese

00:51:03: Impulskontrolle also diese Unterscheidung auch zwischen ich habe eine Handlung aber ich hab' auch ne freie Wahl glaube ich.

00:51:09: Das ist das was ich meine und dieses wo Du eben gerade gesagt hast.

00:51:12: zum einen ist es gutes anzulegen dass das beides existieren darf Aber dann wirklich auch umzuschalten zwischen dem einen und dem anderen.

00:51:23: Ich will dir grade was für Ne Fähigkeit dafür braucht.

00:51:26: Gehirn von der Gehirnsite aus

00:51:29: Braucht.

00:51:29: prefrontale Cortex-Steuerung, also prefrontaler Cortex bildet sich ja tatsächlich auch erst.

00:51:35: mit dem Heranwachsenden zwischen drei und vier fängt das ja so an, sich nochmal deutlich stärker auch aufzubauen.

00:51:41: Und von daher würde ich es genau in diesem Bereich also ich sag mal so mit drei, vier, fünf fängt sich das an, deutlich mehr auszubauen dass ist da dann aber schon in voller Gänze verfügbar ist, würde ich davon wirklich ganz weit absehen.

00:51:57: Das wird ja dann auch noch einmal rückläufig.

00:51:59: Das ist auch interessant zum Beispiel In der Jugendphase.

00:52:03: diese Impulskonto Rolle ist in der Jugendphase dann nochmal durch die Umstellung von Hormonen noch mal massiv erschwert.

00:52:10: Das heißt, also auch da haben wir keinen linearen Entwicklungsprozess im Sinne von das wird halt einfach stetig besser sondern es gibt einfach auch einen Knick in dieser Entwicklung automatisch alleine durch diese Reifungsfunktion des Gehirns dann auch noch einmal in der Jugend.

00:52:24: aber ja ich würde sagen ab dem Alter von drei vier fünf Jahren lernen Kinder grundsätzlich die bewusste die Impulse bewusst dazu kontrollieren Und können auch so was wie Geduld und Ausdauer zum Beispiel lernen.

00:52:38: Vorher

00:52:39: nicht,

00:52:40: also mit zwei oder sowas ... schwieriger, deutlich schwieriger?

00:52:45: Ja.

00:52:46: Es ist schön, weil ich weiß, wie viele Kindergärten und Zweijährige dazu gezwungen würden, solche Impulse zu unterdrücken und dann Eltern antanzen müssen, weil ihre Kinder sich nicht verhalten, wie man das von einem Kind erwartet.

00:52:57: Aber hey!

00:52:58: Lassen wir das Thema!

00:52:59: Das glaube ich, würde jetzt tatsächlich zu weit gehen.

00:53:01: Und da kam mir auch irgendwann mal von Bestrafung und Lob...

00:53:07: Ja!

00:53:08: Ich überlege gerade wie wir das zurück wieder...

00:53:12: Wie wir dahin zurückkommen?

00:53:14: Ja genau weil.

00:53:14: wir waren jetzt

00:53:16: bei Gehirnentwicklungen.

00:53:17: Mit vielen Abweigungen.

00:53:19: Ja aber ich glaube auch Gehirneentwicklung spielt da schon mit rein.

00:53:22: Weil auch da ist es ja so wenn ich was bestrafe im Außen wo mein Kind physiologisch.

00:53:32: Nicht keine Fähigkeit haben kann, weil gar nicht... Das ist wie als würde ich sagen ein Lauf doch durch die Tür in einem Haus.

00:53:42: aber die Tür ist noch nicht gebaut, weil wir bisher erst mal nur das Fundament gegossen haben.

00:53:48: Ja voll!

00:53:50: Genau, es verlangt was ab.

00:53:52: Auch wenn wir da jetzt eine Verstärkerplanbestrafung lobt und was auch immer anwenden würden... ...damit werden wir vermutlich trotzdem nicht diese Tür erstellen!

00:54:01: Wenn halt einfach nur das Fundament irgendwie gerade erst da ist für die Tür.

00:54:06: Absolut.

00:54:06: Und vielleicht nochmal auf den Erwachsenen hin.

00:54:09: Ich sag mal bei uns ist natürlich viel dass genau dieser Erwartungshaltung an uns warmen.

00:54:14: Wir haben natürlich auch viel.

00:54:19: ich glaube wir haben schon gelernt.

00:54:21: Also viele von uns, ich vermute ... Viele von uns sind natürlich auch mit Bestrafungen einfach groß geworden.

00:54:28: Ich weiß dass ich das bei mir selbst häufig auch angewendet habe als Strategie.

00:54:34: So dieses Okay du warst nicht artig also musst du jetzt keine Ahnung darfst doch heute Abend nicht weggehen Du hast noch nicht XYZ erledigt also darfst du jetzt nicht das und das tun?

00:54:45: Also ich weiß dass sich schon mich selber später motiviert habe Du kriegst keinen Zugriff auf.

00:54:56: Keine Ahnung, Wochenende feiern gehen oder so?

00:54:59: Wenn du nicht ... Arbeitsergebnis

00:55:03: geleistet hast.

00:55:03: Das ist auch spannend!

00:55:04: Weil das eine Art von negativen Verstärkungsplan.

00:55:08: Ja ja... Der Spondort zu dem was wir in unserem letzten Gespräch hatten.

00:55:15: Also, spannend.

00:55:16: Aber dass ich das, was daraus entsteht.

00:55:18: Genau, ich kenne

00:55:19: die.

00:55:21: Ja, so im Sinne von ... Das hab ich verdient.

00:55:24: Also wenn jemand zum Beispiel mit mir in einem Konfliktgespräch

00:55:28: z.B.,

00:55:28: dann so und so mit mir umgegangen ist, was ich als unangenehm erlebt habe oder auch verletzend erlebt habe, gab's ganz häufig danach Gedanken von ja das hast du verdient weil?

00:55:38: Du hast ja vorher das und das.

00:55:40: Oder du hast so-und-so... oder du hast ja nicht alles

00:55:43: gegeben.

00:55:44: Oh der darf mit mir schlecht umgehen, weil ich ja auch

00:55:50: Weil ich mich ja auch vorher ...

00:55:52: Da haben wir wieder diese Täter-Opferumkerge, auch.

00:55:55: Ja!

00:55:56: Also gerade natürlich im Beziehungskontext, ne?

00:55:58: Auch ein ganz spannender Aspekt zu merken.

00:56:02: also wenn... weil ich ja jetzt grade nicht die hundert Prozent Partnerin war darf mir schlechtes angetan werden, darf ich verletzt werden.

00:56:10: das ist die Legitimierung

00:56:12: Genau.

00:56:12: aber auch da ist wieder das eine Verhalten bedingt das andere Verhalten.

00:56:15: Das heißt irgendwann haben wir mal gelernt Verhalten ist abhängig voneinander.

00:56:20: Und das kommt genau dadurch rein, ne?

00:56:23: Und zum

00:56:23: Teil stimmt das ja auch!

00:56:26: Man sagt ja nicht ohne Grund so wie es in den Wald reinruft, zurück und so... würde ich nicht hundert Prozent zustimmen.

00:56:33: aber

00:56:35: nochmal bei mir oder vielleicht das ist aber das wo ich heute mittlerweile bin und dass ist ein bisschen der Maßstab, den ich selber anlege möchte ich diese Prinzipien weiterhin unterstützen.

00:56:49: Halte ich diese Prinzipien für gut, gesellschaftsfördernd?

00:56:57: Verstehst du was ich meine?

00:56:57: Für mich das ist aber... Es kommt

00:56:59: drauf an wie ich es nutze glaube ich wenn meine Antwort durch

00:57:01: die Kinder reingekommen ist.

00:57:04: Ich merke dass mein Verhalten Gesellschaft beeinflussen kann.

00:57:10: Also im Sinne von Vorleben vorangehen und so weiter.

00:57:15: Und sofort, das heißt was ich hier im Kleinen mache, mach' ich ja mit meinen Kindern die... Das gibt's so Ripple-Effekts!

00:57:21: Und natürlich wenn ich darüber spreche und wenn ich Menschen jetzt, ne?

00:57:26: Wenn ich das anderen Menschen auch sage können sie vielleicht auch das machen.

00:57:29: Und so weiter und so fort.

00:57:30: Das heißt ich hab schon immer in meinem Kopf auch dieses ist dass das Gesellschaftsbild was ich formen möchte.

00:57:36: So ein bisschen mit, ne, wenn ich Nestler einkaufe unterstütze.

00:57:40: Ich nestle als Company, möchte ich tatsächlich Nestler als Company unterstützen.

00:57:43: Ist so n bisschen sehr vergleichbar damit.

00:57:47: Und möchte ich tatsächlich, dass mein Verhalten abhängig gemacht wird von einem anderen Verhalten?

00:57:55: oder möchte ich mich nicht eigentlich unabhängig so gut als möglich, unabhängig?

00:58:01: Von dem Verhalten von anderem Verhalten also möchte ich nicht die Person sein, die selber aufgrund ihrer Werte sich verhält wie sie sich verhellt Und gar nicht dieses, das hast du verdient.

00:58:16: Das hast du nicht verdient?

00:58:17: Du hast mir dieses Aufrechnen auch in einer gewissen Form zu machen.

00:58:22: Lass das drunterstecken.

00:58:23: für mich.

00:58:24: Bin ich einhundert Prozent bei dir!

00:58:26: Ich glaube was für mich sozusagen mit diesem, so wie es in den Wald reinruft zurück... bedeutet es für mich, dass natürlich schon eine gewisse Konsequenz verknüpft ist an meinen Verhalten.

00:58:37: Also beispielsweise wenn ich mich wie die Axt im Walde verhalte und beispielsweise die Kassiererin oder den Kassiere an der Kasse ankacke weil die das jetzt zu schnell machen oder langsam machen oder was auch immer... Die Kassiererin der Kassiere sich vielleicht jetzt nicht gerade besonders gewertschätzt fühlen wird.

00:59:00: Dass also die Konsequenz meines Verhaltens ist, dass sie mich jetzt vielleicht auch nicht besonders mögen zumindest in diesem einen Moment darf mir klar sein!

00:59:07: Also das ein Verhalten schon eine gewisse Konsequent erzeugt, eine kurzfristige und langfristige Konsekvenz mit darüber bewusst zu werden glaube ich ist schon total wichtig.

00:59:17: Und ich bin aber bei dir, dass sozusagen nicht dieses Also, dass ich nach meinen Werten lebe und das auch quasi bereit bin über alte Prägungen drüber hinwegzuschauen.

00:59:31: Und zu sagen wie will ich es heute machen?

00:59:32: Das ist ein ganz wichtiger Bestandteil von Entwicklung.

00:59:35: aber grundsätzlich, dass unser Verhalten Konsequenzen hat und dass das auch Auswirkung hat.

00:59:41: Das ist ja genau das was du sagst.

00:59:42: Mein Verhalten hat Auswirkungen auf die Gesellschaft und so.

00:59:46: Das darf uns schon bewusst sein finde.

00:59:53: Ich merke gerade, dass die Dinge, die für mich vollkommen klar sind, glaube ich gar nicht so klar sind und das schon das nicht singulär zu betrachten ist.

01:00:04: Weil dein Beispiel zum Beispiel in meiner Welt existiert das gar nicht weil ich ja auf meine Emotionen... ich trage Verantwortung für meine Emotionen im besten Falle Auch da wieder, ich bin auch ein Mensch und nicht hundert Prozent der Zeit.

01:00:19: Auch ich lerne das!

01:00:21: Aber mein Anspruch an mich ist schon wenn ich wütend bin... ...ist es meine Wut.

01:00:29: Deswegen kack' ich übrigens die Kassiererin nicht an weil die nichts mit meiner Wut zu tun hat Und die is übrigens auch völlig unabhängig von meiner Wuth.

01:00:39: Das heißt dieses Beispiel wie du's hast Das würde in meiner Welt so überhaupt gar nicht existieren, weil ... Vielleicht ist es genau das.

01:00:53: Vielleicht ist dieses Verhalten ganz häufig ... So wie's in den Waldrufzt ruft sie wieder hinaus.

01:00:59: Ein Nurweil mich jemand ankackt heißt doch nicht dass ich den ankacken muss.

01:01:03: Bin ich voll

01:01:05: dabei?

01:01:05: Ja ja.

01:01:05: Absolut nicht!

01:01:06: Deswegen

01:01:06: sag ich dem

01:01:06: Stuhl dich nicht wirklich zu.

01:01:08: So ruft ihr raus.

01:01:11: Da bin ich einfach ... Überhaupt gar nicht.

01:01:14: und heute In einem guten Moment kann ich der Person auch sagen, hey, pass mal auf.

01:01:23: Das ist deine Wut und was brauchst du denn?

01:01:28: Was ist los?

01:01:31: Ja, ich weiß was du meinst.

01:01:33: Und das heißt diese Situation würde gar nicht zu entstehen kommen...

01:01:37: Das

01:01:37: Thema mit den Konsequenzen habe ich jetzt an einem Beispiel der sozialen Interaktion gemacht.

01:01:42: Es gibt natürlich auch andere Konseqenzen, zum Beispiel wenn ich jetzt regelmäßig Sport mache wird die kurzfristige Konsequent vielleicht sein dass es ein bisschen anstrengend ist und ich Muskelkarte hab'.

01:01:51: Die langfristige konsequenz würde sein das ich meinen Körper gesund erhalte.

01:01:54: Also das heißt ein Verhalten hat immer eine Auswirkung auf mich oder mein Umfeld Wir beeinflussen.

01:02:02: Das ist vielleicht auch das, wo ich diesen Satz, wie sie in den Wald reinruft zurück zum Teil zustimme.

01:02:08: wir leben halt ein gewisses Maß vor dass der das was du mit deinen Kindern auch machst wir leben etwas vor und es kann sein dass der nachhalt der dann kommt der rück ruft sozusagen aus dem wald dem folgte was du reingerufen hast.

01:02:21: Und deswegen sage ich zum teil weil es kann aber auch ganz anders zurückkommen.

01:02:26: Also eine muss halt nicht das andere bedingt Aber Es wird Eine Konsequenz nach sich tragen.

01:02:32: Auch wenn du freundlich zum Beispiel bist, also auch wenn du jetzt freundliche jemanden gegenüber bist hat das eine Konsequenz.

01:02:38: Mein Verhalten...

01:02:38: Auswirkung?

01:02:40: Ich genau!

01:02:41: Also da sind wir uns glaube ich, dass ist genau das.

01:02:44: Mein verhalten hat Wirkung.

01:02:47: Genau.

01:02:48: Punkt.

01:02:49: Das ist kein... Aber für mich ist halt und ich merke es gerade als du so gesagt hast, Konsequent

01:02:55: sehr negativ behaftet

01:02:57: Genau.

01:02:58: Und du hast es auch so benutzt, ganz witzig!

01:03:00: Du hast es genauso benutzt.

01:03:01: Du hast Konsequenz gesagt als das Negativ war.

01:03:03: Du hattest Auswirkungen genannt, als du das Körperbeispiel genommen hast und dann dachte ich mir ja... ...und ich glaube wenn wir abstrahiert neutraler für mich formulieren wollen, dann wäre es mein Verhalten hat Wirkung.

01:03:14: Das ist die Basis.

01:03:17: Wenn das nicht so wäre, würde mein Verhalt keine Vorbildfunktion sein weil dann wäre mein Verhalten egal per se.

01:03:25: Verhalten hat Wirkung.

01:03:26: Ich glaube, das was häufig passiert und dass ist das was ich so ein bisschen Challengen will auch glaub' ich dadurch mit dem was ich sage Ist wir gehen immer davon aus Dass das was wir mal als Konsequenz erfahren haben oder die Auswirkungen die wir mal erlebt haben Immer gleichbleibend sein müssen.

01:03:50: Das ist aber nicht

01:03:51: Das ist es definitiv nicht.

01:03:54: Zu diesem Lob- und Bestrafungsthema noch mal zurückkehrend, wenn unser Verhalten Wirkung hat.

01:04:03: Hat natürlich auch unser lobendes oder bestraftendes Verhalten wirkungen Und ich glaube Es gibt Anteile die in diesem Lob hilfreich sein

01:04:13: können

01:04:14: zum Beispiel gesehen werden, anerkannt werden.

01:04:17: Erinnere mich da in ein tolles Reel von dir wo du tatsächlich mit deiner Tochter den Marathon gelaufen bist und dann so I see you keep going was ja auch etwas sehr ermutigendes war.

01:04:28: Da haben wir das wieder.

01:04:29: was man also potenziell nach Definition als Lob also auslegen könnte kann also schon etwas sehr stabilisierend sein.

01:04:36: ich glaube im Laufe der Zeit ist es wichtig dass wir uns aber nicht nur von diesem äußeren sondern vor allem vom inneren Lob sag ich jetzt mal leiten lassen.

01:04:45: Wenn ich etwas gut finde, das ist so ein bisschen das was du meinst mit dem nach den eigenen Werten leben dann ist das mein Maß dass ich für mich anwenden darf um zu sagen Das find' ich jetzt zum Beispiel an mir gut.

01:04:58: Dann werde ich somit auch meinen Werten und Zielen zum Beispiel lieber wie ich mir selber überlegt habe unabhängig davon ob es das Außen auch so sieht

01:05:06: Ja ja und ja.

01:05:09: aber Ich glaube, es ist schon wichtig dieses Gesehen werden und das ist für mich gar kein Punkt der Wertschätzung an Erkennung Lob.

01:05:18: Sondern gesehen werden und wahrgenommen werden als Person... ...ist ja ein sehr menschliches Bedürfnis!

01:05:29: Das ist eines der grundlegenden Themen weswegen wir ja wenn wir alleine sind glaub ich auch irgendwann zugrunde gehen weil wir eben nicht mehr gesehen werden.

01:05:43: Also, unser Selbstbild und unser Fremdbild sind ja auch schon übers Außen irgendwo definiert und die beeinflussen sich ja gegenseitig.

01:05:50: Das heißt Ja mein Verhalten hat Wirkung Und es wird natürlich verstärkt wenn ich merke dass die Wirkung auch gesehen wird.

01:06:03: gesehen werden hat, ist für mich aber was anderes übrigens wie loben und anerkennen.

01:06:07: Also dieses ICU Ist tatsächlich nicht.

01:06:15: Ich finde gut was du machst weil ich kann auch das schlecht finden Was du machst und kann dich trotzdem daran sehen.

01:06:23: Verstehst du was ich meine?

01:06:24: Ich weiß was du meinst.

01:06:25: deswegen habe ich es ja als ermutigend Weil sie ja auch in dem kontext noch gesagt hatte keep going.

01:06:30: Das fand ich eher das Ermutigen dann auch noch da dran.

01:06:33: Ja Ja.

01:06:36: Und das war auch in dem Moment ... Das war wirklich, was es wichtig war.

01:06:40: Ich glaub, es waren zwei Sachen sehr wichtig.

01:06:41: zum einen.

01:06:42: Hey, ich hab dich gesehen und nicht irgendwer, dass das was wir vorhin hatten mit diesem pauschalen Gut gemacht.

01:06:50: Es war nicht pauschal!

01:06:52: D.h.,

01:06:52: ist eigentlich für mich das, was Lob irgendwo eine Anerkennung ausmacht?

01:06:57: Es ist nicht pauschal, es ist sehr konkret, sehr klar, auch da wieder klar.

01:07:05: Ich finde gut, dass du das... Jetzt sage ich mal Beispiel mit meiner Tochter.

01:07:11: Wenn sie mir sagt, hey Mama was dein Blick?

01:07:15: Wie toll es dir aufgefallen ist, dass sich geguckt habe oder ne?

01:07:19: Wow!

01:07:19: Die ist das aufgefallen.

01:07:20: und wie schön, dass Du hinterfragt hast.

01:07:22: Danke, dass Tu fragst.

01:07:23: Ja.

01:07:24: Ist

01:07:27: ja auch eine Art von Lob.

01:07:30: Genau.

01:07:30: Ja,

01:07:31: definitiv.

01:07:32: Voll!

01:07:32: Das heißt also mit Lob zu arbeiten.

01:07:34: aber worauf wir das Lob beziehen ist glaube ich der wichtige Punkt.

01:07:39: und worauf wird damit dann auch lenken?

01:07:41: in der Person selber?

01:07:43: Ist auch ein ganz wichtiger Punkt.

01:07:44: meine Haltung übrigens therapeutisch die habe ich jetzt hier an dieser Stelle noch recht wenig.

01:07:48: Ich glaube ich hab viel geredet Aber wenig die Haltung wirklich klar ausgesprochen.

01:07:54: Die Haltung zu Lob dosiert unbedingt nicht übermäßig, weil dann kann auch eine Abhängigkeit vom Lob im Außen entstehen.

01:08:02: und ganz wichtig.

01:08:04: Und das ist die wichtigste Info, die ich eigentlich fast jedem mitgebe sowohl in Partnerschaften als auch in Beziehung zu Kindern bitte den Prozess loben!

01:08:11: Nicht das Ziel heißt wenn das Kind sich total reingekniet hat für eine Arbeit zum Beispiel gelernt hat Masse.

01:08:20: Und es kommt eine Vieh raus, dann loben wir das Kind!

01:08:23: Jetzt werden viele Eltern sagen wie?

01:08:24: Das ist doch kontraintuitiv.

01:08:26: die hat auch ne Vieh geschrieben der hat doch ne Viehe geschrieben.

01:08:28: ja aber der Weg war toll dass sie sich... Dass sie breit war da viel so viel reinzustecken, dass sie gelernt hat und wahrscheinlich werden wir sogar vieles von dem was die Person gelernt hat auch sehen können außerhalb von dieser Klausur weil die Klausure ist halt nur noch Momenteaufnahme und das dann immer wieder zu honorieren.

01:08:45: den Weg nicht das Ziel nicht die Note Das ist das Wichtige für mich beim Loben.

01:08:53: Und

01:08:54: ich würde noch hinzufügen, während dem Weg schon loben.

01:08:58: Unbetrieblich?

01:08:59: Ja!

01:08:59: Dass es viel wichtiger ist zu sagen, oh cool du hast dich gerade hingesetzt und hast da was geübt.

01:09:07: Ich sehe, du setzt dich hin und übst mega.

01:09:10: Ganz genau,

01:09:11: ganz genau dass.

01:09:12: Und dieses A-Hast ne Vier geschrieben wie is denn das für Dich?

01:09:15: also ich bin gar nicht bei nem... Ich bewerte, sondern für mich ist viel entscheidender gerade so bei Noten oder ähnlichem.

01:09:21: Wie findet mein Kind das eigentlich?

01:09:23: Wenn mein Kind sagt Boah geil vier Mann!

01:09:26: Ja cool mega freust dich drüber was es da dann mit einsteigen?

01:09:30: also ich finde gar nicht so dieses weil die sonst geben wir dem außen eben unglaublich viel wert.

01:09:38: ja absolut Also gerade während des Prozesses schon zu loben ist ein ganz wichtiger Punkt.

01:09:45: Und zum Thema Bestrafung vielleicht noch, auch da würde ich sagen so sparsam wie irgendein geht.

01:09:51: Bestrafungen liegt aber auch im Auge des Betrachters.

01:09:54: Das was für den einen schon eine Bestrafing ist das für den anderen noch längst keine Bestrafungs.

01:09:59: Es kommt natürlich immer drauf an, wie stark es ausgeprägt ist.

01:10:01: ganz klar also dass wenn jemand handgreiflich wird, dass das fast eigentlich alle eine Bestraftung ist brauchen wir nicht drüber sprechen.

01:10:07: Aber jetzt in anderen Momenten...

01:10:09: Hallo!

01:10:10: Entschuldigung hier muss sich kurz einkriegen Nicht verfast alle.

01:10:13: Wenn du handgreiflich wirst, ist das eine Bestrafung.

01:10:17: Der Grund, warum ich gesagt habe für fast alle ... Es war ja manche so internalisiert.

01:10:23: auch die Täterinnen in sich erleben, dass sie das nicht als Bestrafungen empfinden.

01:10:28: Auch wenn Sie wissen, dass es eigentlich eine Bestraffung ist als Kindheitsbeispiel.

01:10:33: Deswegen fast alle!

01:10:34: Aber ja, bin ich bei dir.

01:10:35: Es ist eine Bestraftung.

01:10:36: Punkt und es ist vor allem nicht nur eine Bestrahfung.

01:10:38: Das ist für mich absolut ein indiskutables Verhalten.

01:10:41: Punkt

01:10:42: Ja

01:10:42: Komplett bei dir.

01:10:44: Okay, da wollte ich nur noch mal ganz kurz intervenieren.

01:10:46: Ich verstehe, dass die Realität für andere potenziell anders aussehen kann aber es gibt keine Welt in der das in Ordnung ist.

01:10:55: Nein!

01:10:55: Ich glaube, das ist das was ich damit sagen wollte.

01:10:57: Es gibt keine... Und wenn dir das passiert und wenn ihr das passiert, dass deinen Kindern gegenüber

01:11:03: dann

01:11:04: no shame tatsächlich?

01:11:06: Das ist für mich ganz wichtig.

01:11:07: Dann ist dir das Passiertes nicht cool, dass dir das passierte?

01:11:09: Es gibt Gründe warum mir das passiert ist.

01:11:11: Hol dir Hilfe, dass es nicht wieder passiert Wenn du es nicht alleine schaffst.

01:11:15: Unbedingt, ne?

01:11:16: Und das ist immer für mich das Wichtige!

01:11:17: Für mich ist nicht

01:11:18: ...

01:11:19: Genau, auch du bist menschlich und darfst Fehler machen.

01:11:23: Und wenn dir das passiert, dann ist das ein Fehler.

01:11:27: Mach was draus.

01:11:29: Übernimm Verantwortung indem du es veränderst.

01:11:36: Jetzt will ich gar nichts mehr ergänzen.

01:11:38: Das hört sich einfach, dass wir nicht einen Rinden abschlossen lassen.

01:11:40: Lassen wir's doch genau da stehen, Jule.

01:11:42: So is' es.

01:11:43: Okay.

01:11:44: Punkt.

01:11:45: Ja, das ist mir wirklich... Das brennt.

01:11:48: Ne?

01:11:48: Das merkst du auch!

01:11:48: Das ist so richtig.

01:11:52: Es ist alles in Ordnung mit dir.

01:11:53: Du darfst Fehler machen.

01:11:54: Die Frage ist was du mit dem Fehler machst.

01:11:59: Word.

01:12:00: Genau darum geht es Verantwortung übernehmen Vorher hingucken Verantwortung übernehmen Demnach handeln Veränderungen erzeugen.

01:12:10: Damit sind wir am Ende von dieser Folge von gefühlt gedacht angekommen.

01:12:16: Wenn dich etwas aus dieser Folge berührt hat, wenn du Gedanken, Fragen oder auch Themenwünsche mit uns teilen möchtest dann schreib uns doch einfach.

01:12:24: Das geht über unsere Mailinfo at gefühlt-gedacht.de Oder über Instagram gefüllt.gedacht Gefühlt dabei immer mit

01:12:35: Ue.

01:12:36: Wir freuen uns von dir zu

01:12:37: hören!

01:12:38: Und jetzt noch ein Aufruf in eigener Sache.

01:12:40: Wir sind noch ein junger Podcast und freuen uns deshalb riesig über alles, was uns hilft weiter zu wachsen!

01:12:46: Über Feedback, über Nachrichten, über geteilte Folgen mit all den Personen die es vielleicht aus deinem Freundes- und Bekanntenkreis interessieren könnte – über einen Follow auf Instagram und natürlich auch über eine Bewertung auf der Plattform, auf der du uns

01:13:00: hörst.

01:13:00: All das hilft uns dabei, zu wachsen und größer zu werden.

01:13:03: Danke

01:13:04: dass Du heute dabei warst dass du mitgefühlt, mitgedacht und mitgehört hast.

01:13:10: Bis zum nächsten Mal bei Gefühl gedacht, deinem Podcast rund um Menschliches erleben!

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