Von „everybody’s darling“ zum „bad girl“

Shownotes

Rebellion, Ablehnung und der Wunsch nach Zugehörigkeit prägen Johannas Rückblick auf ihre Jugend.
Im Gespräch mit ihrer Schwester Julia erzählt sie von Konflikten in der Schule, einer Fünf im Sozialverhalten und dem Gefühl, vieles wiedergutmachen zu müssen.
Gemeinsam erkunden sie, wie Fremdbilder das eigene Selbstbild beeinflussen, warum äußere Anpassung innere Unsicherheit verdecken kann und was es bedeutet, heute mit einem liebevolleren Blick auf diese Zeit zu schauen.

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00:00:01: Herzlich willkommen zu gefühlt gedacht, deinem Podcast rund um menschliches erleben.

00:00:08: Wir sind Julia

00:00:09: und Johanna und sprechen mit viel Herz und Offenheit über das was sonst nur in unseren Gedanken bleibt!

00:00:17: Hallo und damit herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von gefühldgedacht.

00:00:31: Deinen Biografie-Folgen haben wir uns überlegt, weil meine Biographie sind wir ja schon durchgegangen und deine fehlt noch so ein bisschen.

00:00:39: Und was ich ganz interessant fand – und ich möchte es einfach hiermit in den Raum reinbringen – ist dass du mir davor schon gesagt hast das dieses ganze Thema.

00:00:47: eigentlich sind Therapeuten dazu angehalten einen weißes Platz zu sein also ihre eigene Geschichte ihrer eigenen Erfahrungen vor allen Dingen im Sitzungsraum nicht mit reinzubringen.

00:01:02: Und deswegen wirst du hier im Podcast, wenn ich dich richtig verstanden habe oder darfst du doch gerne mich korrigieren... Deswegen wirst Du hier im podcast Dich öffnen und die Selbstöffnung gehen, so hast Du es genannt.

00:01:14: Das heißt Du wirst was über Dich erzählen.

00:01:17: Wohlwissentlich dass das in einem therapeutischen Rahmen so normalerweise nicht stattfindet.

00:01:25: Also, genau wie du es gesagt hast in therapeutischen Sitzungen ist das natürlich so dass wir unsere eigenen Themen bestmöglich überhaupt nicht mit reinbringen oder dann nur Selbstöffnungen für wirklich Zwecke des Patienten, der Patientin die gerade uns gegenüber sitzt wenn es irgendwie was dienliches ist.

00:01:39: Freud zum Beispiel hatte das immer so gesagt mein Freund John und dann angefangen über sich selbst zu sprechen und als Geschichten von sich zu erzählen.

00:01:49: Das finde ich eine ganz coole Möglichkeit und ich habe das eine Zeit lang tatsächlich auch gemacht dass ich so einer Freundin einfach in meinem Genandschaber statt über mich selbst zu ... hilfreiche Anekdote mit reinzubringen, sage ich jetzt mal.

00:02:02: Und da orientiere ich mich schon auch immer so ein bisschen dran.

00:02:06: Ich merke gerade – ich glaube es war nicht freud, das war Ericsson aber ist ja wurscht auf jeden Fall, ne?

00:02:10: Das ist eine Methode geworden glaub ich, ... ... schon in die Selbstöffnung zu gehen und da sind wir im Wandel der Zeit um ... ... Nahrbarkeit zu schaffen.

00:02:18: Ich persönlich finde es total schade wenn TherapeutInnen da dann sitzen... ... und komplett weiß bleiben und ungreifbar bleiben für Patientinnen und Patienten weil wir ja ... aus auch in der Selbstöffnung eben offenbaren können und zeigen können, hey wir sind auch Menschen.

00:02:34: Wir haben auch all diese Gefühle und das ist gar nicht so weit weg von uns vielleicht auch das Erleben was sie gerade schildern und es ist völlig fein und normal dass die diese Gefülle haben.

00:02:44: ich glaube da ist ein bisschen der Wandel der Zeit drin aber grade in den psychodynamischen Verfahren also tiefem psychologisch fundierten Verfahren zumindest so wie ich's von meiner Freundin immer mal wieder mitgekriegt habe.

00:02:54: soll man sich da wirklich eigentlich komplett als weißes Blatt bedeckt halten?

00:02:58: Und das ist dann eine reale Freundin?

00:03:01: Das ist ne reale Freundin.

00:03:02: Ja, tatsächlich!

00:03:05: Also ich weiß das, weil ich ja weiß über wen du sprichst.

00:03:08: aber ich wollte es nochmal klarstellen dass das jetzt tatsächlich ein realer Mensch ist und nicht ein...

00:03:13: Genau.

00:03:14: Eine Freundin.

00:03:16: Eine Aka-Freundin!

00:03:21: Nee, richtig.

00:03:22: Und von daher ist das natürlich hier schon so ... Das war ja ein bisschen im Vorgespräch auch, dass ich zu dir gesagt hab, da sind zwei Einflüsse in mir.

00:03:30: In meiner persönlichen Haltung sehe ich das weniger kritisch.

00:03:33: Natürlich wenn ich das im Therapieramen einbringe, ist das was sehr Ausgewähltes und hat viel Fokus auf Utilisierung, also Nutzbarkeit für die Personen gegenüber.

00:03:44: Hier in dem Kontext hat es wenig mit Nutz- barkeit für mein Gegenüber zu tun.

00:03:49: sondern eher tatsächlich ein biografisches Erzählen und nacherleben von meiner Lebensgeschichte.

00:03:56: Dadurch ist das schon so, dass ich merke.

00:03:58: Da gibt's einen Einfluss auch ... Ah, darf ich das als Therapeutin eigentlich?

00:04:02: Ist es überhaupt okay, wenn ich jetzt viel von mir share, was ja dann potenziell Patienten hören könnten und dadurch eben kein weißes Blatt mehr bin für sie

00:04:12: bzw.,

00:04:13: das ist gar nicht mein Anspruch aber nicht nur noch das Teile, was für Sie sinnig und nützlich ist sondern eben auch darüber hinaus recht viel wahrscheinlich teilen werde.

00:04:21: Das gibt es schon oder da merk' ich, da gibts zwei Herzen in meiner Brust quasi schlagen.

00:04:27: Was ich mir jetzt gerade dabei denke, ist so dieses Gut wir könnten ja auch einen Aufruf machen, jeder der quasi bei dir klient-klientin ist und das Gefühl hat dass das die eigene Sitzung beeinflussen könnte auf unangenehme Weise oder vielleicht beeinflussend könnte einfach und sich dabei nicht sicher ist er darf ja auch gerne jetzt ausschalten.

00:04:46: Nicht zu hören?

00:04:47: Ja

00:04:48: dafür auch für sich entscheidend dass er das nicht hören möchte irgendwo oder wenn dann zwischendrin Irgendwas ist das vielleicht ganz gut gewesen, dass jetzt auch am Anfang noch mal klar so zu kommunizieren.

00:05:00: Ja ja ich finde selbst Verantwortung da auch immer den ganz großen und wichtigen Teil und ich glaube Setting ist natürlich auch wichtig zum erkennen.

00:05:08: okay warte mal.

00:05:08: ich bin ja jetzt hier auch in einem anderen Setting als Therapiesetting.

00:05:11: Ich spreche jetzt mit meiner Schwester wir machen ein Podcast und jeder darf zuhören aber muss halt einfach nicht zuhören Und von daher finde ich das Setting für mich völlig angemessen, um auch eben über meine Biografie zu sprechen und meine Einflüsse.

00:05:25: Total!

00:05:26: Das ist ja genau das bei uns klar.

00:05:28: wir reden über menschliches Erleben – und ja, wir haben natürlich aufgrund unserer Ausbildungen eine andere Perspektive vielleicht auch als jemanden nicht der unsere Ausbildung hat und auch unsere eigenen Erfahrungen die wir gemacht haben, die wir hier teilen.

00:05:45: Von daher finde Sehr gut.

00:05:53: Wenn du irgendwo während dem Gespräch ... Ich merke gerade, ich habe Lust, dich dazu einzuladen.

00:05:58: Deswegen sage ich das jetzt.

00:05:59: Wenn Du irgendwo merkst dass jetzt gerade da dieser Moment in dir ist wo Du ... Wo Du merkst, dass das ist.

00:06:06: Ja, ich glaube möchte ich Dich einladen, das einfach zu teilen weil es finde ich super interessant auch nochmal.

00:06:11: Nissen macht noch mal so eine Parallelspur auf.

00:06:15: Auch zu gucken okay?

00:06:16: Wo kommt da jetzt eigentlich dieses A?

00:06:18: Das wäre vielleicht etwas, was ich nicht teilen würde.

00:06:23: Jetzt werde ich gerade sehr aufmerksam, ob das überhaupt noch teilrelevant ist oder Teilungsrelevant...

00:06:30: Ja, ich weiß was du meinst.

00:06:32: Ich glaube da wäre es wirklich weniger relevant sondern eher im Sinne von hier wird das jetzt vielleicht zu persönlich zu intim in Anführungsstrichen.

00:06:41: Das könnten eher so Bereiche sein die dann potenziell etwas in mir machen und ich würde es teilen auf jeden Fall.

00:06:46: Cool!

00:06:46: Ich merke jetzt schon vielleicht im Thema Selbstöffnung.

00:06:49: Ich merken jetzt schon die heutige Folge fordert mich noch mal potentiell etwas mehr heraus als die letzten wo bei mir schon so eine gewisse Entspannung da war, ja wir kennen das ganze Jahr.

00:06:59: Wir machen das jetzt schon ein bisschen und es war irgendwie so laid back von der Haltung her irgendwie.

00:07:05: Merke ich jetzt schon okay... Ich spüre ein bisschen mehr meinen Herzschlag.

00:07:09: also ähnlich wie am Anfang in den ersten Folgen nicht mehr so stark wie ganz in der ersten Folge.

00:07:14: Da war's wirklich am stärksten würde ich sagen.

00:07:16: aber ich merke schon oh wow!

00:07:18: Jetzt im Blickpunkt der Aufmerksamkeit zurück.

00:07:22: Das macht was mit mir drinnen.

00:07:24: Ich bin jetzt potenziell aufgeregt den da jetzt eigentlich über mich erzählen.

00:07:27: Hab ich überhaupt was Spannendes, was ich hier teilen kann?

00:07:30: Das kann ich ja so gar nicht nachvollziehen!

00:07:36: Ich weiß genau... Ja schön, aber pass auf.

00:07:39: Ich versuche es dir ein bisschen einfach zu machen.

00:07:41: Ich stelle dir einfach ein paar Fragen wenn das okay ist.

00:07:45: Weil ich nämlich überlegt habe, wie warum möchtest du denn anfangen?

00:07:48: Möchtest Du chronologisch also tatsächlich von vorne anfangen.

00:07:51: Von Deiner Schulzeit oder möchtes Du von hinten anfangen?

00:07:54: und wir quasi fangen im Heute an und gehen immer weiter rückwärts?

00:08:00: Ich glaube, ich würde tatsächlich chronologische anfangen!

00:08:02: Ich glaub vom Aufbau her ist das so sinniger.

00:08:04: da sind dann wichtige Informationen schon als Basis vorhanden die für heute glaube ich tatsächlich zentral sind.

00:08:09: Von daher würde ich eher chronologischer vorgehen.

00:08:12: Dann es ist glaube ich leichter auch zu folgen und aber auch für mich leichter zu erzählen Weil's aufeinander aufbaut irgendwie.

00:08:19: Total, ich hab gerade überlegt, ob es nicht auch cool wäre, das quasi von hinten aufzuziehen.

00:08:25: Deswegen wollte ich dir das einfach offenstellen wie...

00:08:29: Ich glaub voll.

00:08:30: also als Idee finde ichs mega habe ich schon auch gedacht.

00:08:33: deswegen habe ich auch kurz überlegt von hinten.

00:08:36: Problem ist für mich glaube ich da da habe ich weniger Struktur in mir dann könnte ich potenziell mehr noch mal wieder dann doch zurückgreifen müssen auf.

00:08:45: Warte mal, da ist noch Information, die eigentlich fehlt, die vorher da war so ... Das glaube ich würde für mich es eher erschweren.

00:08:52: Vielleicht aber auch einfach weil's ... Weil du das einfach so weniger erzählt habt ne?

00:08:56: Ich glaub wenn wir in der therapeutischen Ausbildung machen, wir ja auch Selbsterfahrung und da machen wir die Lebenslinie und die läuft auch chronologisch.

00:09:03: D.h.,

00:09:04: vom Prinzip her ist das irgendwie immer so der Weg.

00:09:07: Wo hat man angefangen und wie hat sichs bis zu heute entwickelt?

00:09:11: Ich glaube, von daher ist das wahrscheinlich schon das gewohntere Setting für mich auch.

00:09:16: Ja ich glaub' dass es auch das wie man's häufig hört selbst wenn man andere hört ja immer ne?

00:09:24: Von dem frühesten Ereignis bis zu heute.

00:09:27: Es ist ja ganz selten dass mal jemand anfängt so und heute bin ich das und das sind die Entwicklungsschritte ich sag mal diese dazu dafür verantwortlich waren oder die vorangegangen sind.

00:09:43: So würde ich es auch sehen.

00:09:45: Die Überlege gerade, wo fängt ... fangen wir da eigentlich an?

00:09:48: Wann waren so die ersten prägenden Momente?

00:09:51: und ich vermute dass das bei mir natürlich jetzt könnte man sagen in der Kindheit logischerweise schon.

00:09:56: wenn es jetzt um das berufliche geht, wo ich heute stehe dann ist das wahrscheinlich eher so sag mal vorpuppater puppeter so die Ersten großen Einflüsse würde ich sagen, die damit reinspielen.

00:10:09: Also du hast ganz normal Schule gemacht

00:10:14: Genau, richtig.

00:10:15: Ich habe Grundschule gemacht und dann bin ich aufs Gymnasium gegangen vielleicht in der Grundschulle.

00:10:19: da war schon was Besonderes.

00:10:21: Ich hab die erste Klasse woanders gemacht und ich erinnere mich dass sich dann in der zweiten Klasse neu zu einem Klassenverbund dazu kamen.

00:10:28: Das war aufregend, also quasi erste Klasse wiederverlassen zu müssen.

00:10:34: Die Schule wieder verlassen zu müssen und dann neu irgendwo zu starten und reinzukommen.

00:10:39: Und ich hatte da tatsächlich auch Sorge.

00:10:40: kann ich mich noch erinnern.

00:10:42: wie wird das sein?

00:10:43: Vor allem weil die sich ja irgendwie gefühlt alle schon gefunden hatten und werde ich da überhaupt Anschluss finden?

00:10:47: waren das schon auch so Sorgen.

00:10:50: Dann kam ich in die zweite Klasse und habe recht schnell eine Zweiergruppe gefunden, zu der ich mich dazu... sortieren konnte, aber auch schon da hat sich echt eigentlich auch gezeigt dass ich ganz häufig mit denen befreundet.

00:11:05: dann war die so wie sage ich das jetzt nicht sagst einfach so wie es denke die ein bisschen übrig waren.

00:11:12: Also ich hab schon ganz da schon gemerkt, dass sich diejenigen irgendwie gut fand und auch interessant fand.

00:11:19: Und da auch mit denen Kontakt haben wollte, die noch so vielleicht weniger Anschluss hatten bis auf diese zwei Gruppe, die hatten sie schon gefunden.

00:11:25: Da, wie gesagt, konnte ich dann schnell dazu... Da gab es aber tatsächlich auch viele so naja das ist jetzt meine beste Freundin nein Johanna ist meine beste freundin und nein aber sie hat gesagt das war schon viel dieses dann irgendwie in der dritten vierten Klasse was es manchmal schwierig gemacht hat Und war tatsächlich dann auch mit vielen befreundet und kann mich noch erinnern in der dritten oder vierten Klasse.

00:11:48: Ich bin mir gar nicht mehr sicher, ob das Dritte oder Vierte war.

00:11:50: Auf jeden Fall haben wir an so einem... Wie heißt es denn?

00:11:55: Talent-Wettbewerb mitgemacht.

00:11:57: Hier so Mini Playback Show, so hieß das!

00:12:00: Da waren wir ich glaube fünf oder sechs Mädels und wir haben dann echt auch hier... Ich weiß nicht ob du dich da noch erinnern kannst bei uns in dem Hobbyraum den wir hatten?

00:12:08: Haben wir geübt und dann haben wir uns so Mikrofone gebastelt irgendwie aus Alufolie die wir uns dann ans Ohr dran gemacht haben und dass sie so vorne an den Mund, dass das ausserwie so ein Mikrofon quasi was da an unserem Ohr dran ist.

00:12:21: und dann sind wir tatsächlich auf Playback-Show gegangen.

00:12:26: Da habe ich mich sehr eingeschlossen gefühlt innerhalb der sozialen Gefüge in unserer Klasse, das kann ich mir noch gut erinnern.

00:12:34: Das war irgendwie ein ganz cooler Moment einfach so dieses Verbundenheitsgefühl zu erleben.

00:12:39: Ja also Sorgen eigentlich nicht bestätigt?

00:12:42: Sorgen nicht bestädigt!

00:12:45: Interessanterweise war das ja bei immer.

00:12:48: so würde ich sagen, dass mir auch die Kompetenz zugeschrieben wurde.

00:12:52: Extrem schnell Freundschaften zu schließen, auch im Urlaub.

00:12:55: wenn du jetzt unseren Eltern zuhörst oder so war ich ja scheinbar immer die, die gleich am ersten Tag irgendwie mit jemandem dann best friends irgendwie waren und mit denen nur noch was machen wollte egal ob ich deren Sprache gesprochen habe oder nicht.

00:13:07: glaube den Berührungskontakt hatte ich nach außen hin wahrscheinlich nie in drin hat sich das aber manchmal anders angefühlt.

00:13:16: Auch spannend

00:13:18: Mhm.

00:13:18: Mhm.

00:13:20: Mini Playback-Show, aber nicht die Fernsehshow!

00:13:22: Ich hab gerade belegt

00:13:23: ... Du, da bin ich mir gar nicht sicher.

00:13:26: Das war damals ... Da war so ein Vorentscheid.

00:13:28: Da kamen dann also gar nicht alle weiter.

00:13:31: Da sind wir hingefahren und da haben wir

00:13:33: den ...

00:13:35: Die Platzierung erreicht, sodass wir damit machen konnten.

00:13:37: Und dann war das in den Hessen-Hallen tatsächlich ... Also, es waren Riesen-Event oder auch Kameras dabei, die uns aufgezeichnet haben.

00:13:43: Ich weiß gar nicht, ob das vielleicht sogar irgendwo übertragen wurde?

00:13:46: Ja!

00:13:47: Das war ganz spannend.

00:13:48: Dann

00:13:48: kann ich mich gar nicht erinnern.

00:13:50: Ja krass.

00:13:50: Hätte welches

00:13:51: Leben hast du

00:13:52: geführt?!

00:13:54: Waren wir da zusammen?

00:13:56: Hab ich das miterlebt.

00:13:58: Wir sind schon Schwestern, oder?

00:14:04: Er hat gerade auch überlegt ob es eine Zeit war wo du das Präsenz mitgekriegt hast.

00:14:09: Das weiß ich gar nicht.

00:14:10: Wie alt war ich da?

00:14:11: Ich war da... Ja alles zwischen acht und

00:14:14: zehn.

00:14:14: Acht oder neun?

00:14:15: Acht, neun, zehn!

00:14:16: Ja genau.

00:14:18: Da hab' ich gar nichts

00:14:19: bekommen.

00:14:20: kann also auch genau die Zeit gewesen sein.

00:14:22: Genau, wo du einfach vielleicht das nicht mitbekommen hast und dadurch ist es natürlich... Also da war glaube ich schon was großes so gefühlt auf dieser Bühne vor so vielen Menschen, vor dieser riesen Halle zu stehen

00:14:35: und

00:14:36: dann diesen Auftritt zu haben.

00:14:39: Ja, das war schon ein Bild!

00:14:40: Und ich weiß gar nicht, wir waren Achter oder so?

00:14:44: Wir haben uns richtig groß gefreut.

00:14:48: Cool Weißt du noch, was für Lied ihr gemacht

00:14:50: habt?

00:14:52: Das letzte Mal hab ich's im Radio gehört.

00:14:53: Aber ich krieg den Titel nicht mehr hin!

00:14:55: Ja, das letzte Mal kam's im radio und dann kam dieses Bild in mich auf dieser Fühne stand Und da kam sogar auch noch so Tanzschritte gefühlt, hab' ich dann auch noch Tanzschrittepräsent gehabt und wie wir da gestanden sind und dann zu unseren Armen nach links geschoben haben und danach rechts geschoben und jetzt der Schritt nach vorne und jetzt nach vorne in die Kamera greifen

00:15:14: Gott.

00:15:15: Aber den Namen könnte ich jetzt nicht mehr benennen, aber ja, ich hab das Lied letztens gehört.

00:15:18: also Ich habe es wiedererkannt oder mein Körper hat es wieder erkannt.

00:15:21: Ja

00:15:22: Spannend

00:15:25: Cool Voll Das war total

00:15:30: geflasht davon.

00:15:31: Ja

00:15:32: Du kannst gern mal...ich glaub Papa war da mit dabei und hatte noch ein Video auch von mir gemacht.

00:15:36: Bestimmt hätt' der das noch?

00:15:38: Der ist ja eigentlich so dass er sowas alles archiviert.

00:15:40: Ja, der hat das auch alles überspielt hier letztens.

00:15:43: Also ich weiß, dass er aus dem alten

00:15:46: Also überspielt nicht im Sinne von neu aufgenommen und was drüber gelegt,

00:15:49: sondern ... Nein!

00:15:50: Oh sorry.

00:15:50: Nein, überspielt im Sinne vom Auf ein anderes Medium gespielt damit es ... ne?

00:15:55: Weil das waren ja so alte VHS-Kassetten die du... also das waren kleine VHS Kassetten, die du in eine große VHS Adapterkassette legen musstest, damit du sie auf einem VHS Abspielgerät am Fernseher quasi dir anschauen kannst.

00:16:08: So richtig oldschool.

00:16:09: Genau, richtig old school.

00:16:10: Und die hat er auf DVD glaub ich.

00:16:14: Überspielt Damit wir sie haltbar gemacht werden in ein anderes Medium.

00:16:21: Ach cool!

00:16:23: Also er hat sie digitalisiert sozusagen.

00:16:27: Sehr, sehr gut.

00:16:28: Ich hätte ja auch Interesse dran jetzt wo ich so darüber nachdenke.

00:16:31: Ich würde mir das gerne noch mal zu Gemüte führen unsere Gölken.

00:16:35: Ich werde

00:16:35: es gleich eruieren.

00:16:37: Ja mach das gern mal.

00:16:40: Frag mal nach.

00:16:42: Vielleicht können wir ja sogar einen kleinen Ausschnitt sein, wobei dann müsste ich die anderen Personen wahrscheinlich erst fragen.

00:16:48: Aber vielleicht können wir ein Bild von mir rangezoomt oder sowas nicht auf der Bühne stehen.

00:16:55: Ja das war meine erste Bühnen.

00:16:57: In VHS Qualität.

00:16:58: Genau.

00:17:01: Das war deine erste Buhnenerfahrung?

00:17:02: Das war meine

00:17:03: ersten Bühnerfahrung tatsächlich.

00:17:05: Gute oder schlecht?

00:17:07: Gut, gut.

00:17:08: Ich hab das immer ... Als Kind mochte ich das sehr auch... Gerade tanzen und singen ist was, was ich auch durch mein ganzes Leben ziehe.

00:17:15: Das ist bis heute noch so.

00:17:16: wenn es mir nicht gut geht, ist Tanzen und Singen eine wunderbare Möglichkeit wieder zu mir zu finden mit mir in Kontakt zu sein Und auch gesehen zu werden.

00:17:26: Ich weiß nicht ob du dich erinnerst als Kind bin ich ja tatsächlich auch mit diesem Rekorder da rumgelaufen Mit dem mit dem Mikrofon und habe ja auch immer total gerne Schismis.

00:17:35: California Habe ich ja auch total

00:17:38: gerne davon.

00:17:41: Es war schon immer so Performance.

00:17:44: So auch Theater und Gesang und Tanzen, das war schon immer Mainz.

00:17:49: Und ich hab ja dann tatsächlich auch im Abi.

00:17:51: jetzt springe ich ein bisschen voraus aber wir können gleich noch einen Stück zurückgehen.

00:17:54: Ich habe aber am Abi auch Theater AG beziehungsweise bei uns das darstellendes Spiel gehabt und auch als Prüfungsfach im Abi gewählt.

00:18:02: Ich fand das richtig gut!

00:18:03: Und ich habe auch zu den Hochschul-Informationstagen wo ich zwei Fächer quasi zur Auswahl hatte, hatte ich unter anderem auch Theaterwissenschaften dabei.

00:18:12: Ja.

00:18:14: Ich erinnere mich, du wolltest irgendwie mal ... Also ich glaub, du hattest auch die Idee Schauspielerin zu werden.

00:18:20: eine Zeit lang meine, ich wäre dein Berufswundisch gewesen?

00:18:24: Genau das kam dann so ein bisschen später tatsächlich.

00:18:28: Ich weiß nicht ob es in der Kindheit schonmal da war, da erinnert mich gar nicht was so als in der kindheit für Wünsche dabei.

00:18:33: Ich weiss in der Jugend gab es zwei und dann irgendwann auch drei große Wünschen, was sich beruflich machen will Und da war auch dann unter anderem Schauspielerin beziehungsweise Musical-Darstellerin.

00:18:45: Ja,

00:18:46: genau!

00:18:49: Auch eine Brotlose Kunst.

00:18:52: Einer der Gründe warum ich es nicht studiert habe tatsächlich?

00:18:56: Aber dazu vielleicht dann in der nächsten Folge.

00:18:59: Ich weiß nicht, vermutlich würde ich diese Biografie-Einheit hier auch über mehrere Folgen erstrecken könnte ich mir vorstellen und da erzähle ich dann gerne noch mal zu warum es eigentlich die Atterwissenschaften nicht geworden ist.

00:19:09: das gab also es war nicht nur des Brotlose Kunstthema sondern es war auch tatsächlich ein sehr pragmatisches Thema was nichts zu mir gepasst hat.

00:19:16: Also darf vielleicht dann später nochmal zu

00:19:19: Ja spannend Jetzt hast du schon gesagt, vielleicht bist du auf die Vorrichtung Abitur gesprungen.

00:19:26: Aber vielleicht musst du noch mal ein bisschen zurückspringen?

00:19:28: Hast du da eine spezielle Zeit im Kopf, wo du noch einmal hinspringen wolltest in die Schulzeit?

00:19:36: Ja, ich glaube also so fünfte sechste Klasse ist auch nochmal ganz interessant gewesen.

00:19:42: Ich war schon recht früh Pubertär und fühlte das immer ein bisschen zurück auf.

00:19:47: Ich hatte zwei größere Schwestern und ich habe euch beide sehr als Vorbilder gehabt für mich.

00:19:55: gemacht habt und Freunde, das fand ich alles immer richtig cool.

00:19:59: Und wollte das auch total gerne!

00:20:01: Ich erinnere mich in der fünften und sechsten Klasse bin ich mit meiner damals sehr guten Freundin aus der Grundschulzeit in die gleiche Klasse gekommen und ich dachte so dass hält für immer quasi ne?

00:20:11: Fünfte Klasse und wir beide.

00:20:13: und voll gut, dass ich dich da habe und dass du da mitkommst.

00:20:16: und dann ist das so ziemlich auseinandergebrochen und ich war sehr beliebt in dieser Zeit in der Fünften- und Sechstenklasse neue Freundschaften geschlossen.

00:20:25: Ich war dann auch Stufensprecherin und dann in der siebten Klasse prökelte das, weil ich sehr pubertär wurde, weil sich sehr aufsässig war!

00:20:34: Ich war nicht mehr die angepasste Liebe Johanna, die immer nur noch so everybody-starlingmäßig unterwegs war sondern auch wirklich sehr edgiene Zeit lang war und angeeckt bin gerade auch mit LehrerInnen aber auch MitschülerInnen habe.

00:20:51: Ja, was heißt sehr klar?

00:20:52: Ich war manchmal auch sehr frech in meinen Äußerungen.

00:20:55: Sehr wenig bedacht darauf, was das jetzt bei der anderen Person auslöst ist einfach so... Heute würden wir sagen einfach so getroppt, was ich halt gerade im Sohn mein Kopf kam.

00:21:04: und das war eine ziemlich schwierige Zeit weil dadurch hat sich viel auch verändert in der Wahrnehmung meiner selbst.

00:21:12: Ich bin nicht mehr die Beliebte, ich bin nicht mir die, die gut ankommt sondern ich bin auch teilweise gefühlt Ich glaub Außenseiterin würde ich so nicht nennen, weil ich hatte schon immer noch soziale Kontakte.

00:21:24: Aber ich war schon eher nicht mehr in diesem Positiv-Fokus, nicht nur noch in dem Positifocus glaube ich.

00:21:32: Das war eine schwierige Zeit.

00:21:34: da waren auch die Noten schlechter, erinnere ich mich und das hat was wirklich mit meinem Selbstbett gemacht.

00:21:38: Dann auch Ablehnung zu erfahren von anderen ... Ich sag mal Mobbing in Anführungsstrichen sehr... unschöne Aussagen zu hören.

00:21:49: Und das hat dann auch was zum Bezug auf die soziale Sicherheit in mir gemacht, wie nämlich eigentlich die anderen war.

00:21:55: und da.

00:21:56: ich glaube, dass waren auch so Dinge, die unter anderem auch dazu beigetragen haben, dass so soziale Ängste aufgekommen sind in mir.

00:22:02: Ja.

00:22:04: Das war eine spannende

00:22:06: Zeit.

00:22:08: Voll!

00:22:08: Du hast dort sehr krass die Konsequenzen schon erlebt obwohl du sie wahrscheinlich noch gar nicht wirklich... ... tragen konntest und das auch nicht so wirklich Sinn daraus machen konntes, was es bedeutet... ...ne eigene Meinung zu vertreten.

00:22:25: Die nicht die Nicht Mainstream ist, die ja jetzt nicht allen gefällt, die auch nicht... Weil an Sicht du hast das erzählt, ich dachte mir wie cool jeder Mensch im Erwachsenenleben ist.

00:22:35: genau das, wonach gefühlt viele suchen und auch was später im Arbeitsleben als Management fähig manchmal unterstrichen wird, das sind so Kompetenzen eigentlich.

00:22:50: Und dir hat es in der Zeit extrem Probleme bereitet weil ja du halt Ausschluss erfahren hast oder nicht so viel Rückendeckung auch erhalten hast wahrscheinlich bei Gleichaltricken?

00:23:06: Ja einmal das und natürlich auch von LehrerInnen Seite.

00:23:10: Das war nicht okay wie ich mich verhalten habe also Teil das auch immer mal wieder mit Patienten, Eltern sozusagen.

00:23:18: Ich hatte tatsächlich auch meine fünf im Sozialverhalten.

00:23:21: also da kann ich mich noch dran erinnern Das war für mich... Ich habe das weggelacht in der Zeit aber das hat schon was in mir gemacht und dass ich eine fünf im sozial Verhalten habe weil ich würde

00:23:31: glaube

00:23:31: ich grundsätzlich von mir behaupten ich bin wirklich eigentlich ne soziale Person Aber ich hab mich halt in dieser zeit scheinbar nicht so verhalten, wie man sich das von mir gewünscht hätte und sehr rebelliert.

00:23:46: Und von daher wurde das da mit einer fünfem Sozialverhalten geahndet weil die anderen Noten waren zwar auch jetzt nicht besonders gut in dieser Zeit aber sie haben halt nicht... Sie haben nicht so zu Buche geschlagen es gab halt sonst nur quasi... Wahrscheinlich gab's einfach keine andere Möglichkeit das sonst noch zu sanktionieren.

00:24:02: ich glaube dass war grundsätzlich was bei mir obwohl ich mich angestrengt habe, meistens noch trotzdem irgendwie im Rahmen lag.

00:24:09: Versetzung war zwar glaube ich zu dem Zeitpunkt sogar einmal kurz gefährdet gewesen wegen einer fünften Französischmeinig aber ansonsten gab es da nie, dass sich da jetzt wirklich Probleme mit den Noten hatten auch wenn ich mich nicht viel engagiert hatte in diesen Zeiten.

00:24:23: und dann war glaube ich so die fünf einfach nochmal eine Möglichkeit für die Lehrerinnen auch bewusst zu machen hey das passt uns so gerade eigentlich gar nicht wie das läuft.

00:24:34: Ich finde, du hast es eben schon mal schön gesagt.

00:24:37: Das war... Du hast dich nicht so verhalten wie man es sich von dir gewünscht hätte und ich glaube das war damals einfach für dich noch gar nicht so sichtbar.

00:24:49: Ich glaube heute als Erwachsener kannst du da drauf gucken und kannst sagen yo das ist ne?

00:24:53: Ich hab denen ihre dem ihren Schema quasi eines guten Kindes nicht entsprochen und deswegen habe ich da die fünf bekommen und ich kann mir aber vorstellen ... dass das als Kind einfach so überhaupt nicht differenzierbar war.

00:25:09: Sondern es war einfach, ich war ne?

00:25:11: Ich bin was auch immer... ...nicht nett genug, nicht gut genug, wie auch immer gewesen und deswegen hab' ich die Fünfte bekommen.

00:25:20: und ist schon richtig krass glaube ich.

00:25:23: Ja!

00:25:24: Ja ich glaub', ich bin böse.

00:25:28: tatsächlich, war etwas was ich so gedacht habe über mich.

00:25:30: ja also ich bin böser, ich bin unsozial Und ja, ich bin so the bad girl.

00:25:37: Also teilweise dann aber auch ist ganz interessant wenn ich das gerade so sage.

00:25:41: es gab eine zeit in der Ich mich dann auch angefangen habe damit zu identifizieren und dass für mich So als anzunehmen.

00:25:45: also okay da bin ich das halt auch.

00:25:47: Ja, ich finde es so schön dass du das grade sagst sorry Weil das ist was was häufig passiert was die leute gar nicht checken fremdbild und selbstbild informieren sich gegenseitig Und gerade bei Teenagern.

00:26:03: Genau dieses, ne?

00:26:04: Wenn du denkst, dass ich diejenige bin, die eh schlecht in der Schule ist ... Dann erfüll' ich dir dein Bild von mir!

00:26:13: Ja und dann auch so das zu feiern ein Stück weit.

00:26:15: Also ja jetzt bin

00:26:17: ich da bad girl

00:26:17: und ich bin's auch gern.

00:26:19: Jetzt zeig ich dir wie ich da sein kann.

00:26:23: I show you a bad girl.

00:26:25: Genau, so leicht schnippisch und wahrscheinlich zum Selbstschutz.

00:26:29: Wenn ich heute draufgucke, das war mir damals nicht bewusst ... Toll!

00:26:31: Aber wenn ich mir selber diese Rolle erlaube oder zugestehe, dann ist es was anderes.

00:26:38: Es ist ja nicht mehr meine Erwartung enttäuscht, sondern eine Fülle in meiner Erwartungen.

00:26:43: Das heißt, ich brauche nicht traurig über mich zu sein, dass ich wahrgenommen werde, sondern ich kann voll stolz und in Brunst sagen, genau, und das will ich auch sein.

00:26:54: Genau.

00:26:55: Das Label passt, ne?

00:26:57: Richtig!

00:26:57: Das Labell passt.

00:26:59: Ich muss mich ja auch nicht verändern und verstellen... Ihr könnt ruhig wütend auf mich sein aber ich bin nicht enttäuscht von mir weil so will ich ja auch

00:27:05: sein.

00:27:06: Ja.

00:27:07: Es ist eigentlich ein super smarter Mechanismus.

00:27:09: Muss man mal ganz ehrlich sagen.

00:27:11: Also für einen Kind was in einem System wo es sich eigentlich falsch verstanden fühlt und missverstanden und ungesehen fühlt zu sagen okay das ist das wie ihr mich seht also passe ich mich daran an ist eigentlich super smart.

00:27:27: Aus der heutigen Brille absolut, ja voll!

00:27:30: Ich glaube damals ist mir das so nicht bewusst gewesen.

00:27:32: wie gesagt wenn ich da jetzt drüber nachdenke und es halt natürlich auch ein bisschen den inneren Anteil und ehrlicherweise ich gucke manchmal auch mit so einem, wie soll ich sagen?

00:27:40: Mit so einem recht liebevollen Blick darauf also es gibt Anteile davon die ich nicht so mag also gerade dieses dann auch sehr unempatisch mit den Mitmenschen umgegangen zu sein, mir wenig Gedanken darüber zu machen was meine Worte vielleicht auch auslösen.

00:27:55: Ich glaube das wäre etwas was ich heute gerne anders machen würde und wo ich tatsächlich auch eine gewisse Charme empfinde.

00:28:01: Was aber heute etwas ist wo ich hingucke und total stolz bin es so ein bisschen dieses rebellischer und dieses stürmerische und drängerische zu diesem Zeitpunkt.

00:28:11: Ich feier dass!

00:28:12: Ich feiere das total.

00:28:13: Dieses

00:28:14: ja Tell them!

00:28:17: Auch irgendwo sag ihnen, was gerade in dir los ist und wie du es halt auch grade siehst.

00:28:22: Und dieses einfach nicht reinzupassen oder nichtes anderen Recht machen zu wollen, das ist auch ein Anteil den ich irgendwo feier.

00:28:28: Aber ich weiß dass ich da eben auch Verletzungen erzeugt habe.

00:28:32: Das ist so die andere Seite, die ich nicht schön finde.

00:28:36: Man sagt ja auch Kinder sind sehr fies und ich glaube schon... Kinder sind halt sehr unverblümt.

00:28:42: Ich war das auch in diesen Momenten.

00:28:43: Und ich glaub, das hat schon vielleicht für manche Menschen Narben hinterlassen die mir damals nicht bewusst waren und die mir auch leidtun, die ich so nicht wollte.

00:28:55: Ja, und?

00:28:59: Also ... ich höre deinen Punkt!

00:29:01: Und ich merke dass bei mir aber ganz klar dieses Anspring du kannst gar nicht wissen wann du wehn immer wie womit verletzt.

00:29:10: Mhm.

00:29:11: Ne also da muss auch mal ganz klar sagen, ich glaube das auch schon Schule als Umfeld da jetzt nicht.

00:29:18: Also ich glaube heute ist das anders, also ich weiß zumindest bei meiner Tochter damals in der Klasse die haben darauf geachtet dass sie die Affensprache benutzen, haben die das genannt?

00:29:27: Also es war tatsächlich angelehnt ans GFK Also an die gewaltfreie Kommunikation fand ich auch mega gut.

00:29:34: Die haben auch Konflikte darüber gelöst, was sich ganz toll fand.

00:29:38: Ich glaube man weiß da heute einfach viel mehr als damals.

00:29:41: Das ist das, was ich sagen wollte.

00:29:42: Bin

00:29:42: ich total bei dir!

00:29:43: Das sind ja jetzt über fast fünfzehn Jahre, die das alles her ist.

00:29:51: Schon eine lange Zeit und ich glaub dass es auch viel mittlerweile mehr sensibilisiert wurden.

00:29:55: Auch die Lehrerinnen sind da jetzt mittlerweile... Vielleicht hoffe ich, wobei teilweise was ich so mitkriege.

00:30:01: Na ja ... Es kommt drauf an!

00:30:03: Es kommt auf das Individuum an wie das halt immer so ist.

00:30:06: Ja

00:30:07: auch da menschlich ist, ne?

00:30:09: Auch da ist es so.

00:30:13: Kommt drauf an welchen Menschen du noch vor dir sitzen hast.

00:30:15: Das glaube ich bei dir damals ja auch so gewesen.

00:30:17: Ich glaube nicht alle deine Lehrer haben dich als so empfunden und haben dich ... Und auch glaube auch mit allen Lehrern hast du nicht so einen ... Konflikt gehabt, aber halt mit ein paar.

00:30:32: Richtig!

00:30:33: Ja richtig

00:30:34: Und das ist das was hängen bleibt?

00:30:36: Das ist ja eigentlich auch das Interessante.

00:30:38: Ich glaube auch ich habe jetzt gerade noch mal so überlegt Was war das?

00:30:44: Das möchte ich eigentlich auch total gerne teilen.

00:30:46: Ich habe so eine Hassgruppe gemacht gegen die Lehrerinnen, quasi so die Zeiten von Schüler VZ und Studi-Vz Und da hab' ich...ich glaube das war genau auch dieses Schuljahr.

00:30:56: ehrlicherweise Da hatte ich einer Deutschlehrerin, die ich überhaupt nicht leiden konnte und die aber auch unsere ganze Klasse nicht leiten konnte.

00:31:02: Also es war...ich glaub', es war einmal Ich hab alle im Hintergrund und im Rücken, eigentlich gefühlt keiner mag sie.

00:31:09: Und dann aber auch umgetreten.

00:31:10: Sie mag auch uns nicht.

00:31:11: Sie hat immer gesagt, wir sind die schlimmste Klasse, die sie hier betreut hat

00:31:13: usw.,

00:31:14: also es war einfach so ein gegenseitiges.

00:31:16: Wir konnten uns nicht leiden.

00:31:17: Die kamen als Vertretung für eine andere Lehrerin, die wir halt sehr mochten.

00:31:21: Dadurch war irgendwie eine schwierige Situation für sie, auch da so reinzukommen.

00:31:27: Na ja, und dann sollte sie diesen Platz von dieser Lehrerin einnehmen für das Schuljahr und dann als Entladung, also damals dann eben wie gesagt diese Gruppe gemacht habe mit ihrem Namen.

00:31:41: Und dann die schlimmste Lehrerin Ever hinten dran.

00:31:44: Ich kann mich noch gut erinnern dass auf einmal ja eines Tages in der Schule ich sitze da und dann kommt auf einmal die Durchsage folgende Schülerin bitte zum Schulleiter und dann wurde mein Name gleich als erstes genannt.

00:31:56: ich war so oh wow What did I do?

00:31:59: Und dann noch mal ganz klein laut.

00:32:04: Ja, und da waren es glaube ich insgesamt vierundzwanzig oder fünf zwanzig Leute die dann da zum Rektor mussten und in seinem Büro standen alle so ein bisschen was haben wir getan?

00:32:13: ja und da wurde das dann erzählt dass es diese Gruppe gibt und dass man uns dafür auch anzeigen könne und dass ich ja auch die Gruppe erstellt habe.

00:32:21: Es waren halt auch mehr Leute.

00:32:22: dann irgendwann in dieser Gruppe sind viele aus unserer Klasse gefolgt oder ich weiß gar nicht wie man das damals genannt hat.

00:32:28: Na ja, wurscht.

00:32:29: Auf jeden Fall war das schon so was?

00:32:30: wo der erste Punkt auch war, wo ich gemerkt habe okay, warte mal hier hab' ich jetzt auch eine potenziell strafbare Linie... Das war mir damals tatsächlich nicht bewusst.

00:32:39: aber hier hab ich ne erste strafbare Linie irgendwie übertreten die wenn sie mich jetzt anzeigen würde weil ich ein Bild von ihrem Unterricht gemacht hatte.

00:32:47: Das war eigentlich so der größte Punkt glaube ich da habe ich betroffenen Rechte verletzt.

00:32:51: genau also gerade wo sie sich so aufgeregt hat im Unterricht über uns und wie schlimm wir sind habe ich dann einen Bild gemacht mit meinem Handy als Gruppenwelt, wo sie sich halt auch sehr aufgeregt hat genutzt und da überall diese Gruppe gemacht.

00:33:05: Und das war so ein ganz vielleicht auch einschneidender Moment, wo ich gemerkt habe okay warte mal hier können tatsächlich auch Konsequenzen auftreten wenn wenn ich mich weiter so verhalte.

00:33:16: Ich glaub, das ist ein Anteil für die fünf.

00:33:19: Ich kann nur jedem empfehlen, macht das nicht?

00:33:21: Macht nicht irgendwelche Bilder ungefragt von Menschen ... Aber dass es auch notwendig war, einen Austausch zu haben, sich da außerhalb der Schule vielleicht über seinen Missmut austauschen zu wollen, kann ich schon aus der heutigen Prille auch verstehen oder so.

00:33:38: Ja!

00:33:39: Ich hab das gerade gedacht, ne?

00:33:41: Ich weiß nicht.

00:33:41: Hat man euch mal gesagt dass man auch mit der Lehrerin redet also hat Man mal irgendwie euch gegenüber kommuniziert weil ich sag Mal ja ihr fand die Lehrerin doof aber Die Lehrerin ist ja wachsene in der rolle und soll euch eigentlich zeigen wie man mit solchen Themen umgeht Und man geht Ja.

00:33:57: Also man hat ja immer mal Mit leuten zu tun die man Nicht so gut Leiden Kann und Das Ist leider Realität und Alltag Einfach Auch.

00:34:04: Und ihr Umgang mit euch ist jetzt auch nicht.

00:34:06: Ich sag mal, die hat auch keinen Blumenstraußverdien.

00:34:08: Die hat eine Fünfe im Sozialverhaltenverdienen-Punkt aus!

00:34:12: Ist ja so... ...und war wild.

00:34:17: Die Frage ist ob man da nicht... Ja aber was ich so ein bisschen schade finde und dass man häufig zumindestens wie er damals, sage ich jetzt mal und mich, ich weiß nicht wie es heute ist, aber das da ganz wenig auch Transparenz gelaufen ist auf der anderen Seite.

00:34:37: Ich sag mal, ihr seid zum Rektor gerufen worden?

00:34:38: Das hat jeder mitgekriegt!

00:34:40: Ihr habt einen Rüffel bekommen, das hat jeder Mit gekriegt.

00:34:43: aber ist sie mal dafür gerügt worden?

00:34:46: ich sage es jetzt mal ganz krass oder hat da eine Kommunikation auch mein Gespräch mit ihr stattgefunden oder sogar mit euch gemeinsam weil das ist ja ein offener und schwillender Konflikt gewesen und ich erinnere mich ich glaube ich habe diesen Punkt damals sogar schon genauso vertreten.

00:35:02: Gerade wo ich das so sage, denke ich mir.

00:35:04: Guck mal!

00:35:04: Ich glaube, ich habe das damals schon mal zu irgendwem genauso gesagt und an die Zeit erinnere ich mich sehr, weil ich es sehr ungerecht fand wie man mit euch umgegangen ist.

00:35:11: Krass.

00:35:12: Siehst du?

00:35:12: Wahnsinn.

00:35:13: Ja also ein offenes Gespräch hab' ich zumindest nie mit gekriegt.

00:35:16: vielleicht gab's das irgendwie... ich sag jetzt mal hinter verschlossener Tür zwischen ihr und dem Schulleiter oder irgendwelchen anderen Lehrerinnen genau.

00:35:23: Also vielleicht gab es das keine Ahnung aber es wurde auf jeden Fall nicht.

00:35:29: wird uns dieses klärende Gespräch und ihr gesucht.

00:35:32: Ich weiß aber noch, dass es quasi ... Sie wurde dann am Ende des Gesprächs dazugeholt.

00:35:37: Und da ging's dann nur drum quasi, zeigt sie uns an oder nicht?

00:35:40: Das weiß ich noch!

00:35:43: Das war aber Tage später glaube ich, das war gar nicht bei diesem Gespräch, wenn ich es richtig erinnere... Da hat sie dann gesagt ne, sie sieht davon ab, wenn wir uns entschuldigen und dann haben wir uns ja notgezwungenerweise auch entschuligt.

00:35:57: Und das ist das, was ich so ungerecht daran fand.

00:35:58: Da hat sie sich irgendwann mal dafür entschuldigt wie sie sich verhalten hat?

00:36:01: Nee!

00:36:01: Also nicht also... Ich wäre mir sehr sicher dass das nie passiert ist ehrlicherweise.

00:36:08: Ja

00:36:10: und das eine ist, ich verstehe, dass es nicht okay war ne Kruppe zu gründen.

00:36:13: Vor allem mit nem Bild von ihr.

00:36:14: Ich versteh' ,dass es nicht ok war ein Foto von ihr zu machen, da hochzuladen usw.. Ich verstehe all das.

00:36:22: Es ist schon interessant, dass so ne breite Masse gesagt hat ey das geht nich.

00:36:27: Und statt, dass man diesen Konflikt, der ja existiert, dann mal auch offen beide Seiten zu sprechen lässt.

00:36:35: Ist das irgendwo ... Nee, der Erwachsen ist derjenige, der im Recht ist?

00:36:39: Immer!

00:36:40: Das Standard because it's a grown-up.

00:36:44: Weil er große Kuchen gefroren hat.

00:36:45: Das ist

00:36:45: halt was, was ich

00:36:46: so ...

00:36:48: Ja genau und das ist etwas, was sich wirklich nicht ... Dass es dieses Heraiche auch... Da gibt es jetzt ganz viele Dinge, die damit reinfließen.

00:36:56: Aber ich denke, das ist einfach unschön!

00:36:58: Ja, danke.

00:36:59: Und das fördert auch nicht, dass wir irgendwie eine gute Kommunikation irgendwo auch frühzeitig erlernen?

00:37:06: Du hast so recht und ich glaub', das ist das Interessante.

00:37:09: wenn ich diese Geschichte von jemand anderem hören würde, würde ich genauso darüber denken und ich sage da deswegen eben gerade, oh danke weil es für mich... glaub ich, wie soll ich sagen halt eben als Kind nicht so selbstverständlich war dass es da auch einen anderen Anteil gibt.

00:37:23: Ich war halt einfach the bird girl ne?

00:37:25: So ich hab's halt nicht richtig gemacht.

00:37:30: Ich habe mich einfach falsch verhalten.

00:37:32: Ich hab' nen Fehler gemacht und fertig!

00:37:34: Da war gar nicht die Frage nach hat die andere Person eigentlich auch den Anteil?

00:37:37: natürlich gab´s diesen diese... Diese Haltung in mir schon irgendwo.

00:37:41: Aber diese Haltung habe ich gar nicht geglaubt, weil es war halt vom Außen eigentlich nur diese Rückmeldung ... Nee das ist nicht okay!

00:37:46: Punkt!

00:37:46: Da gibt's auch nichts dran zu rütteln und da gibt's keine Erklärung oder keine Begründung für.

00:37:50: Das ist einfach nicht ok was du gemacht hast.

00:37:53: Und dass... Ich glaube das war aber auch so der Wendepunkt.

00:37:55: also ab diesem Punkt bin ich dann auch wieder sehr... Nicht sehr, aber ich bin Stück für Stück dann auch mehr zurückgerudert.

00:38:04: Lag nicht nur daran?

00:38:06: Ja genau, aber auch daran Ich bin wieder mehr in das angepasste Verhalten.

00:38:11: Da gab's aber auch noch, es gab eine Freundschaft.

00:38:14: die ist vielleicht auch wichtig dass ich dir erwähne.

00:38:18: Es gab ne Freundschaft Die einen Jahr gehalten hat weil also mit der habe ich sehr viel quatsch gemacht in der Schule sehr viel Quatsche war auch außerhalb von der Schule Sehr viel Quatch gemacht und da Die kam irgendwann nicht mehr zur Schule.

00:38:32: Sie ist in eine Essstörung reingrutscht und wurde dann auch... Also morgens, ich hab sie normalerweise immer im Bus erwartet oder an der Bushaltestelle sozusagen vor der Schule erwartet und wollte dann eigentlich mit ihr gemeinsam reingehen in die Schule.

00:38:47: Und sie kam häufig nicht mehr!

00:38:49: Dann habe ich morgens auch immer gleich bei ihrer Familie angerufen und gefragt ob alles okay ist?

00:38:53: Dass ich mir Sorgen mache und weil sie ja jetzt schon so oft nicht da war und ob sie dann bald wieder kommt Und die Eltern hielten sich da noch recht bedeckt und sie war dann auch mit mir weniger im Kontakt.

00:39:03: Ich hatte das nur so ein bisschen mitbekommen, was da genau los war weiß ich gar nicht wirklich.

00:39:08: Ich hätte nur halt mitbekommen dass es ihr nicht gut geht und dass ich ein Problem mit dem Essen habe und dass sie dann eben auch irgendwann stationär behandelt wurde hab ich so nebenbei noch mit bekommen aber jetzt auch gar nicht irgendwie von ihr.

00:39:21: und nachdem diese Freundschaft mehr oder weniger dann zerbrochen ist, fehlte vielleicht auch ein Stück weit diese Rückendeckung.

00:39:30: Auch innerhalb der Klasse und ich habe mich wieder mehr und mehr in das soziale Gefüge der Kasse angepasst dem Wunsch der LehrerInnen angepasste Und das kehrte sich dann also so um.

00:39:41: Also bei mir war eigentlich so siebte Klasse Übergang zur achten Klasse Das was am wildesten war und danach wurde es von außen betrachtet wahrscheinlich deutlich weniger Wild.

00:39:51: Dann war ich wieder ganz gerne zu haben glaube In vielen Momenten.

00:39:56: Nicht immer, es gab dann auch noch mal eine andere ... Genau für andere.

00:39:58: Es gab da nochmal ne Phase die in der Abifase... Da wird's noch mal ein bisschen unangepasst da.

00:40:05: Ich bin ja einfach nicht hingegangen.

00:40:06: Ich glaub das war eher so das aber dazwischen war ne ganz gute Phase.

00:40:11: Ich find's geil dass du ... ich bin dich hingegang als unangepast empfindest.

00:40:16: Das finde ich mega!

00:40:18: Ja, doch!

00:40:19: Würde man ja erwarten.

00:40:21: Man hat ja Schulpflicht und dem muss man nachkommen...

00:40:24: Echt?

00:40:24: Kannst du selber eine Entschuldigung schreiben?

00:40:27: Bis achtzehn eben nicht.

00:40:33: Von daher kenne ich diese Phasen.

00:40:34: Ich glaube das ist aber auch sowohl die Freundschaft wo sie plötzlich weg war und da jemand psychisch erkrankt ist Und aber auch die Phase, wo ich selber eben unangepasst im Außen wahrgenommen wurde und war.

00:40:52: kann ich, glaube ich sehr viel von dem was auch Kinder und Jugendliche eventuell so durchmachen in ihrer Jugendphase.

00:40:59: Wenn ich sie heute in Behandlung habe, so gut nachempfinden und auch ... Ich sag mal den Struggle der Eltern damit auch zum Teil nachempfinden und sagt dann aber auch immer hey und vielleicht dürfen wir auch ein Stück weit Vertrauen haben, dass es sich wiederfindet.

00:41:14: Also wo greifen wir jetzt wirklich ein?

00:41:16: Und wo reglementieren wir jetzt hier?

00:41:18: Wo vielleicht nicht?

00:41:20: Und ich glaube dafür Aber diese ganze Zeit sehr, sehr, dienlich.

00:41:27: Wenn auch schwierig.

00:41:27: Wo stärken wir mal den Rücken?

00:41:29: Also ich sag mal das eine ist vielleicht Compliance gegenüber Schule in einer gewissen Form weil es gibt gewisse Verhaltensregeln die in der Schule nunmal... Du merkst schon was das bei mir.

00:41:42: Lassen wir das.

00:41:43: ein anderes Thema aber Es gibt halt nun mal gewisse verhaltensformen die von dir erwartet werden in der schule.

00:41:51: Das heißt nicht dass Ich sie immer gut heißen muss und dass ich nicht, zumindest so meine Haltung.

00:41:58: Nicht zu Hause auch sagen kann, dass ich das nicht richtig finde?

00:42:01: Ja!

00:42:02: Also ich glaube ... Das zu hören, glaub' ich, ist ja das was du auch vorhin gesagt hast, dieses auch zu hören... Dass jemand anders sagt, ey, es ist einfach unfair, was gerade damit dir passiert.

00:42:13: Auch wenn wir nichts gegen tun können, dass es unfair ist aber alleine schon das Wissen, dass jemand anders das auch sieht Ich glaube, das ist so viel Wert.

00:42:24: Voll!

00:42:25: Deswegen auch dieses Danke weil es schon wie einen inneren Anteil des Kindes irgendwie heilt in mir.

00:42:30: Das ist einfach schön zu hören.

00:42:32: Warte mal du warst da schon auch in manchen Punkten im Recht natürlich das wie du's umgesetzt hast, dass nicht in Ordnung und es gibt aber eine Geschichte dazu und es hätte auch von der erwachsenen Person mit Sicherheit eine andere Regulation bedürft oder bedarf.

00:42:47: Das is schon schön zu hörn.

00:42:49: Ich erinnere mich schon auch an das Gespräch mit unseren Eltern da diesbezüglich zu, was auch okay war.

00:42:57: Also ich erinner mich zum Beispiel der Papa hat tatsächlich nicht viel geschimpft in dieser Zeit.

00:43:01: Er hat mir sehr klar zu verstehen gegeben.

00:43:04: also jetzt im Bezug auf diese Gruppengründung hatte er mir schon klar zu verstehen gegeben dass es nicht in Ordnung ist und dass das potenziell auch strafbar ist usw.

00:43:13: Hat mir das auch erklärt.

00:43:15: und er hat aber auch und das fand ich schön schon gleich gesagt diese Annahme, ich kann mir vorstellen dass du diese Konsequenz die das auch bedeuten kann gar nicht vorhersehen konntest.

00:43:26: Dass du das gar nicht wusstest was potenziell sogar strafbar ist und das fand ich sehr schön weil das wusste ich tatsächlich nicht.

00:43:32: also

00:43:34: ja

00:43:34: genau das war mir...

00:43:37: Ja

00:43:38: vielleicht

00:43:38: auch da noch mal aber auch das nochmal in der Relation zu setzen.

00:43:42: man muss ja ganz klar sagen wir sind eigentlich aufgewachsen Ohne, also ich tatsächlich noch vollständig ohne Handys.

00:43:50: Ohne Internet eigentlich?

00:43:51: Ich sag mal, ich war Jugendliche da kam so ICQ und was weiß ich was hoch das heißt.

00:43:57: dieses wie man heute ist dieses Bewusstsein dafür.

00:44:00: ich darf keine Fotos.

00:44:01: das was du als eben als erstes gesagt hast wir könnten ja ein Video an den ich muss erst noch die anderen Personen fragen ob das okay ist einen video von denen online zu stellen dass es heute voll in unserem bewusst sein irgendwie drin weil das mittlerweile etabliert ist.

00:44:15: Damals war das alles einfach noch.

00:44:17: StudiVz war super neu, war super cool Da hat man sich halt so ausgetauscht.

00:44:22: Das hat sich auch wie ein bisschen, finde ich, wie so einen sicherer Raum angefühlt.

00:44:26: Mehr wie so ein Gruppenchat eigentlich.

00:44:29: und Ich kann voll verstehen dass Also auch aus dieser Perspektive nochmal eins mehr Dass einfach die Konsequenzen dort und da wirklich Persönlichkeitsrechte überschritten wurden Ja.

00:44:48: Mir wäre es auch nicht bewusst gewesen, muss ich ganz klar sagen.

00:44:50: Ich kann mir kaum vorstellen... Also weil's halt auch so neu war.

00:44:54: Genau.

00:44:55: Damals

00:44:55: und das zeigt aber auch auf wie wichtig diese Medienkompetenz ist, dass wir eben nicht

00:45:00: die Kinder- und

00:45:01: Jugendliche, die auch heute heran wachsen damit komplett alleine lassen sondern dass wir halt eben auch als Eltern oder ich sag jetzt mal jegliche Bezugspersonen da auch Aufklärung leisten.

00:45:13: Ich hatte das tatsächlich auch in Bezug auf die Therapie mit einer zwölfjährigen Patientin, da ging es dann auch um pornografische Inhalte zum Beispiel und wir haben auch darüber gesprochen was bedeutet das eigentlich?

00:45:26: Was passiert da?

00:45:27: eigentlich ist das immer eine Freiwilligkeit und also es war auch ein ganz spannendes Gespräch und auch weil dann teilweise auch angefangen wurden Videos von sich gegenseitig nicht im Einvernehmen, so beim Umziehen und sowas zu machen.

00:45:41: Auch da ganz klar darauf hinzuweisen stopp, stopp.

00:45:44: hier passiert jetzt gerade eine Dynamik in eurer Klasse.

00:45:47: das ist tatsächlich ein strafbarer Bereich.

00:45:50: um das auch klarzumachen oder dass auch anzusprechen und zu sagen warte Stopp ich hier das kannst du nicht wissen und das ist vielleicht nicht nicht so von euch gemeint und es kann ganz weitreichende Konsequenzen für euch aber vor allem auf die betroffene Person haben.

00:46:06: Das ist grenzüberschreitend.

00:46:07: Auch ganz klar zu sagen, das sind Grenzen?

00:46:10: Ja!

00:46:11: Ich finde es ist tatsächlich eine schöne Möglichkeit um auch mal zu erfahren was sind denn Grenzen, was sind meine persönlichen Grenzen und die Grenzen von anderen usw.

00:46:22: Cool dass du darüber sprichst.

00:46:23: ich find das richtig

00:46:24: gut.

00:46:25: Ich fand's cool, dass sie es auch mit reingebracht hat.

00:46:27: Das ist ja auch ein mega Vertrauensbeweis innerhalb der Therapie, dass die dann anfängt, mit mir über so was zu sprechen in zwölf Jahren.

00:46:33: Auch so scham behaftete Dinge?

00:46:35: Total!

00:46:36: Da ist ja viel ... Cool.

00:46:39: Ja,

00:46:39: die ganze Sitzung gelacht aus Scham natürlich heraus.

00:46:42: Also weggelacht versucht.

00:46:44: Aber sie hat's kommuniziert und gefeiert dafür, dass wir darüber sprechen konnten.

00:46:48: Absolut ganz wichtiges Thema also Medienkompetenz.

00:46:53: Schulung von Medienkompetenz, glaub ich ist ein ganz wichtiges.

00:46:56: Nicht nur heute, sondern wär's auch damals schon gewesen.

00:46:59: aber damals war halt alles noch ein bisschen neuer und dadurch wusste die Eltern nicht so richtig wie und was.

00:47:09: Um es mal wieder zurückzudichten zu ... Oh Gott!

00:47:11: Mein Deutsch heute sorry.

00:47:14: Habe ich bisher nicht gemerkt, ich fand super.

00:47:18: Ich merke dass es mich mehr Leistungen kostet heute weil ich letzte Woche ja auf dem Seminar war und das Englisch war mit einer deutschen Übersetzung, was mich tatsächlich super krass fordert.

00:47:28: Also dieser Punkt ... Das heißt, dieser permanente Wechsel Deutsch-Englisch.

00:47:33: Ich merke schon, dass mein Kopf... Dass ich viel Aufmerksamkeit brauche um Sätze zu formulieren.

00:47:37: Ich glaub, das wollte ich

00:47:38: sagen.

00:47:40: Sehr nachvollziehbar!

00:47:41: Um's mal wieder zu dir zurückzubringen, das war das, was ich sagen wollte.

00:47:46: Was ich interessant fand vorhin, du hattest erzählt, dass die Freunde dann weg waren?

00:47:50: Dass du dich dann wieder mehr angepasst hast und dass es zumindest fürs Außen besser aussah.

00:47:55: Das lässt so ein bisschen offen für mich den Punkt offen, wo ich mir denke, aha!

00:48:01: Fürs Außen?

00:48:02: Wie war's denn für dich im Innenen wenn nicht so fragen darf?

00:48:07: Ja ja unbedingt Das ist spannend, ja.

00:48:09: Siehst du gut, dass du auf diese Formulierung geachtet hast?

00:48:12: Ich glaube es hat in mir noch lange nachgewirkt.

00:48:15: Diese ganze Zeit hat in mehr langen nachgewürgt auch im Bezug auf mein Selbstbild und auch in Bezug darauf mit wem möchte ich mich eigentlich identifizieren.

00:48:25: Mit wem darf ich mich überhaupt identifzieren?

00:48:28: Wen darf ich überhaupt auch in meine Freundeskreise reinlassen ohne das sich da dann so-und-so vielleicht wahrgenommen werde oder wieder nicht wahrgenommen werde, wie ich es vielleicht eigentlich gerne möchte.

00:48:40: Ich glaube das hat mich schon auch in einem sehr großen Spannungszustand hinterlassen mit mir, der Welt und den Freundschaften die ich pflege oder nicht pflegere.

00:48:52: Mit der Zugehörigkeit wo gehöre ich eigentlich hin?

00:48:55: Es war schon so eine Identitätskrise glaube ich, die da eigentlich stattgefunden hat.

00:48:58: wenn ich heute draufschaue hätte ich damals so nicht benennen können aber damals war's schon ein bisschen.

00:49:03: wer bin ich denn dann jetzt eigentlich?

00:49:04: weil eigentlich fühle wie dieses Liebekind, aber ich fühle diese Rolle nicht immer und nicht zu hundert Prozent.

00:49:13: Und wer bin ich denn dann jetzt eigentlich?

00:49:15: Und mit wem darf ich mich eigentlich abgeben damit das wieder okay ist?

00:49:20: Und auch das Thema von... Ich sag' mal Buse tun!

00:49:24: Das war auch ein Thema, weiß ich noch.

00:49:25: Also wie kann ich das... die Scherben, die ich hinterlassen habe wieder gut tun?

00:49:28: Die gut machen!

00:49:29: Wie kann ich sie wieder

00:49:30: kleben?!

00:49:30: Wie kann Ich wieder versöhnlich

00:49:32: sein?!

00:49:32: Wie Kann ich wieder Wunden

00:49:34: lecken?!

00:49:34: Und vielleicht einen wichtigen Punkt den ich ausgelassen hab, den ich aber auch ehrlich erwähnen möchte.

00:49:39: Ich bin damals also unsere Eltern sind ja getrennt und ich bin damals in dieser sehr schwierigen Phase.

00:49:44: bevor diese sehr schwierige Phase wobei die Kündigte sich da wahrscheinlich schon an, aber bevor die sehr schwieriger Phase anfingen von der ich eben berichtete ist es sehr schwierig für mich für das Umfeld.

00:49:55: Da bin ich die rebellische Phase, die stimmische und dringliche Phase da bin ich zum Papa gezogen.

00:50:01: also das heißt vorher habe ich beim Mama gewohnt und ich bin dann in dieser Phase vielleicht auch aus... warum bin ich weggezogen?

00:50:08: Ich hatte vielleicht in aller Kürze, aber ich hatte damals mit zwölf tatsächlich schon meinen ersten Freund und der war sechzehn.

00:50:15: Und ich erinnere mich an sehr viele Konflikte die es da dann auch zwischen Mama und mir gab.

00:50:20: naja und im Endeffekt war all das hat sich sehr hoch geschaukelt und ich hatte unbedingt auch den Wunsch dann raus aus dem sag jetzt mal mütterlichen Kontrolleinfluss zu kommen und dann hin zum Papa zu ziehen und nach dieser Phase die dann so abgeklungen ist wo dann eben auch die Freunde nicht mehr da waren die fünf im Sozialverhalten, diese Gruppe, die da gegründet wurde und dieses Schuljahr sich dem Ende neigte.

00:50:46: Ich glaube es war sogar schon vor Schuljahresänder dass ich dann... das ist ganz schwierig!

00:50:51: Ich wollte dann wieder zurück zur Mama Und es war ganz schwierig für mich mit Papa zu kommunizieren.

00:50:58: Du, ich möchte wieder zurück.

00:50:59: Ich erinnere mich, dass ich mich gefühlt habe als wäre ich Als wäre ich eine Verräterin, als würde ich ihn enttäuschen.

00:51:07: Als hätte ich ihn nur ausgenutzt für diese schwierige Zeit oder sowas und das war etwas was da auch noch lange in mir nachgewogen hat.

00:51:16: wie kann ich das bei ihm wieder gut machen?

00:51:18: Wie kann ich beim Mama gutmachen dass sie ausgezogen bin?

00:51:20: also ich glaube das war so ne Phase der es gefühlt wieder gutmachen müssen's.

00:51:24: Das war schwierig!

00:51:31: Genau.

00:51:32: Ja, genau das war so die Phase, die dann angeschlossen ist.

00:51:35: deswegen ich glaube nach außen wirkte dass okay sie hat sich wieder gefangen.

00:51:40: einigermaßen in drinnen war es ein rotieren.

00:51:46: wie gehe ich jetzt damit um?

00:51:47: was da eigentlich alles passiert ist

00:51:49: ja ausherzig unglaublich schwer und ehrlicherweise ich habe dir zugehört und ich hab gemerkt also für mein Gefühl sind da immer noch auch jetzt Dinge noch angesprungen beim erzählen

00:52:01: Ja,

00:52:01: total.

00:52:06: Ich glaube das war schon eine intensive Geschichte auch.

00:52:08: also nicht nur ich glaube ich kann mich daran erinnern ich habe ja Teile davon mitbekommen bin mir auch gar nicht sicher ob nicht sogar das Gespräch was ich meinte wo ich mich jetzt wieder erinneren konnte dass wie so ein déjà vu war wo ich gesagt hab die Lehrerin auch es verdient hatte Um es ganz ab ... um's mit der Teenager-Haltung Julia zu sagen, die Lehrerin hatte ist verdient.

00:52:34: Ich kann mich daran erinnern, dass das sogar ein Papa gegenüber war.

00:52:38: Als du das jetzt erzählt hast, dachte ich mir, ich hab da so einen Gespräch gehabt gegen was... Also auf jeden Fall kann ich mich dran erinnernden, dass ich mal formuliert habe, dass die Lehrerin das verdient hatte und dass sie selber dafür auch gesorgt hat, letzten Endes und das ist zumindest das was ich für mich so ein bisschen mitnehme, dass nur weil's am außen irgendwie gut aussieht.

00:53:05: Und wieder angepasst und alle sich denken ja unsere Maßnahmen waren erfolgreich haben wir gut gemacht und sich alle so schön auf... naja du lachst aber es ist ja ganz häufig so ne?

00:53:14: Dass die meinen, dass sie irgendwelche Maßnahmen machen und nämlich deine fünf Sozialverhalten war eine dieser Maßnahmen und soweit auch sofort und sich denken ah cool!

00:53:23: Nö jetzt haben wir wieder.

00:53:25: Aber letztlich das, was es dann mit der Person macht und wie die Person damit umgeht.

00:53:29: Und wie ist der Person tatsächlich geht?

00:53:32: Das hat halt auch keiner mehr nachgefragt.

00:53:34: Es ist etwas, was ich sehr schade finde.

00:53:36: Ich glaube, es hat viel... Wer weiß ne?

00:53:39: Du hast es ja schon so ein bisschen geöffnet.

00:53:41: Wer weiß ob das nicht der Grund ist warum du heute das machst, was du machst.

00:53:45: Ich denke, dass hat einen Einfluss darauf gehabt definitiv, einen großen.

00:53:52: Aber es ist schon ein Schade, dass das nicht besser betreut wurde.

00:53:55: Und das tut mir irgendwie leid, dass es nicht besser bedroht wurde.

00:54:01: Wohlwissentlich, dass ich nicht meine Verantwortung gewesen wäre in dieser Zeit... Gut!

00:54:07: ...aber parallel wahrnehmen, dass da schon dieses Gefühl von Es tut mir leid ,dass ich nicht da war hochkommt.

00:54:15: Definitiv

00:54:17: Ich glaube, das hätte ich in dem Punkt aber auch nicht angenommen.

00:54:19: Also wenn ich so draufschaue, finde ich, ich find's total toll dass du das heute sagst.

00:54:25: Ich glaub damals hätt' ich es nicht annehmen können.

00:54:27: Ich war auch in einem großen Misstrauen Menschen gegenüber.

00:54:30: Das hat auch in der Zeit angefangen... Ich bin meine erste Beziehung, die ich ja eben auch nochmal so kurz angesprochen habe.

00:54:38: Ist tatsächlich auch durch eine Betrugserfahrung kaputtgegangen?

00:54:41: Das war also etwas wo meine erste beziehung mit ganz viel Herzschmerz auch irgendwie endete und diese ... Ich sag mal das Konklomerat an sozialen Erfahrungen, die in diesem Zeitraum gemacht hab, war ein... Ich kann Menschen nicht vertrauen dass sie entweder mich aushalten, dass sie mir nah sein wollen, dass Sie mich verstehen oder auch dass sie ehrlich zu mir sind.

00:55:02: Das war eigentlich so eine große Misstrauend, von daher auch immer das Bedürfnis nach mich selbst zu schützen.

00:55:10: Mich selbst zu verstecken und nicht anzuvertrauen mit all dem was vielleicht auch da war hätte wahrscheinlich auch bei dir überwogen, selbst wenn du dieses Angebot gemacht hättest.

00:55:20: Also ich weiß dass wir mal...

00:55:22: In dem Maße?

00:55:23: Das weiß ich.

00:55:24: Ich weiß dass es immer mal wieder Annäherungsversuche gab bei uns beiden Und das hört sich jetzt für andere da draußen vielleicht auch komisch an.

00:55:31: Wir waren immer in einem schwesterlichen Kontakt, glaube ich und es gab mal Gespräche die sehr tief waren und dann aber auch genau so entsprechend wieder Verletzungen, die genau das was du eigentlich gerade schilderst würde ich exakt zu sagen... Ich hatte das Gefühl dass da so ein Ich hätt das wie so ein vorsichtiges Reh.

00:55:49: Dieses immer ran tasten kann ich, kann nicht, kann ich dir vertrauen und sobald dann eine Sache war die nicht ganz so gepasst hat hast du dich halt super schnell wieder zurückgezogen.

00:55:58: So hab' ich's auch empfunden.

00:55:59: Ja

00:56:01: genau.

00:56:02: So würde ich es heute sehen ja voll.

00:56:05: Also tatsächlich war das auch meine Wahrnehmung damals schon dass ich sehr sehr also nicht sehr sehr vorsichtig sein musste aber dass das einfach sehr fragil war und gar nicht mal Mhm, lustig.

00:56:18: Pass auf!

00:56:18: Früher hab ich gedacht, ich bin das Problem?

00:56:20: Verständlich

00:56:21: natürlich.

00:56:22: Und heute seh' ich ... Ja genau und heute sehe ich aber dass es gar nicht meins war damals.

00:56:27: Ich hatte aber das Gefühl da sehr vorsichtig auch mit dir umgehen zu wollen tatsächlich.

00:56:34: Und mit dieser Beziehung zu dir also das Gefühl hatte ich schon gespannt

00:56:37: Ja, spannend.

00:56:38: Ja, siehst du?

00:56:39: Voll!

00:56:40: Das passt total zusammen.

00:56:42: Genau das was ich ja dann auch... Es ist jetzt interessant also dass was ich empfunden habe war schon irgendwie implizit für dich spürbar ohne dass ich es ausgesprochen habe.

00:56:50: Das spricht ja auch für die Bindung, die wir da hatten in diesem Zustand wo auch wenn wir uns da jetzt emotional vielleicht nicht so verbunden gefühlt haben wie ich das jetzt zumindest von mir sagen kann einfach weil immer diese Oh Gott oh Gott, kann ich, darf nicht.

00:57:08: Wie viel bist du auch vielleicht durch die Jahre, die du älter bist irgendwie mehr in der Mutter-Vaterrolle?

00:57:13: Eine Erzieherrolle?

00:57:14: Wie viele bist du aber auch an der verbündeten Rolle?

00:57:17: Wie viel stehst du eigentlich wirklich auf meiner Seite sozusagen?

00:57:20: Das war glaube ich immer so.

00:57:21: dieser Abgleich und der ist halt damals viel mehr spürbar gewesen als das heute ist was das heute viel einfacher macht.

00:57:27: Aber damals hat auch eine Konsequenz nicht nur aus diesem Rollenthema war sondern einfach auch aus meinen Prägungserfahrungen mit Menschen.

00:57:37: Ja, voll!

00:57:38: Grundsätzlich Menschen und auch älteren Menschen auch da also aber auch gleich Alldrecken.

00:57:45: Das war halt alles nicht so safe?

00:57:48: Das war überhaupt nicht safe diese Zeit.

00:57:51: Schade weil das war sehr prägend... Also nicht schade das war... Schade.

00:57:56: es war eine sehr prägende Zeit in General wo es wichtig ist einen safeen Kontakt zu haben.

00:58:05: Ich glaube, das war das, was ich mal sagen wollte.

00:58:07: Das Schade ist, dass du dort diese sichere Bindung irgendwie nicht gefunden hast in dieser Zeit.

00:58:18: Ja und?

00:58:19: Ich habe gerade so gedacht... Und wie gesagt, ich glaube, ich hätte sie nicht angenommen selbst wenn sie da, also nicht gänzlich angenommen, wenn es selbst wenn Sie da gewesen wäre.

00:58:28: Und bin eigentlich auch stolz darauf trotzdem aus dieser Zeit rausgekommen zu sein mit vielen eigenen Kompetenzen und eigenen Wirklichkeiten.

00:58:38: Voll!

00:58:38: Dein Toolkörper ist Und du bist heute genau die aufgrund dessen.

00:58:43: Das steht ja immer noch mal auf einem ganz anderen Blatt Papier für mich.

00:58:47: Absolut, ich finde es immer nochmal wichtig das dazu zu sagen.

00:58:51: Bei

00:58:51: all der Schwere, die da ist, ist auch ganz viel so ein... Ich schmunzel über ... Johanna, die da so rebelliert hat und ich schmunzel.

00:59:03: Und ich gucke sehr stolz auch dann darauf was sie daraus gemacht hat und welche Dinge ihr sie aufarbeiten konnte und welche Dinger heute noch emotional da sind aber die anders verarbeitet werden können.

00:59:17: Also es gibt auch große Stolzerleben.

00:59:20: ja tatsächlich Hätte ich damals, glaube ich nicht für möglich gehalten.

00:59:27: Ich erinnere mich da an eine Aussage von einem guten Freund von dir auch an deiner Hochzeit der sagte, du bleibst das schwarze Schaf in der Familie und auf der einen Seite genau diesen Stolz ausgelöst hat und auf die anderen Seite so dieses Ja ja?

00:59:44: Ich kann verstehen woher das kommt.

00:59:46: Ich kann verstehen, vielleicht hatte ich selber auch diese Zweifel.

00:59:49: Jetzt wo du das so sagst... ...vielleicht gab es in mir auch Anteile die sich gefragt haben krieg' ich irgendwann nochmal die Kurve?

00:59:55: But I did it!

00:59:56: And here i am!

01:00:01: Yes!

01:00:03: Wie ist das mit den Lemons und dem Weißtee oder so?

01:00:07: Genau So ist es Wenn dir das Leben Zitronen gibt mach Lemonade da raus oder irgendwie so glaube ich.

01:00:15: ja Ja

01:00:16: Ja auch da gibt's, ich glaube es gibt super viele Varianten davon mittlerweile.

01:00:19: Die einen sagen gib mir Tequila oder dann hole ich mir den Tequila und die anderen machen Zitronenkuchen.

01:00:26: Den nächsten machen Zythronen Lemonade.

01:00:29: also ich sag mal mit Zythonen kann man schon was anfangen wenn man möchte ja.

01:00:35: Ich hab gerade schon gedacht auch diese Formulierung habe das gemerkt dieses schwarze Schaf so dieses als Als würde es nur dieses eine richtig geben.

01:00:45: Als müsste man sich gleich verhalten wie alle anderen, weil schwarzes Schaf beschreibt ja immer man was abweichend von dem Wie alle anderen sind und ich finde das irgendwie allein diese Perspektive habe Ich gemerkt stört mich gerade.

01:00:58: Warum können wir nicht alle Ja Es gibt weiße scharfe Und dass ist das.

01:01:03: das ist das was wichtig und was richtig und was gut und was normales.

01:01:06: so Das ist schön in der Reihe tanzen Und ich weiß, dass die Person mir das besser will, nicht in dieser Dimension meint.

01:01:16: Meinte!

01:01:16: Ja eben.

01:01:19: Aber ich merke, dass alleine diese Art von Sprache schon auch gewisse gesellschaftliche Normen enthält und Konstrukte.

01:01:33: Das bringt mich so ein bisschen.

01:01:36: Für die nächste Folge habe ich gerade gedacht, das bringt mich so ein bisschen auch dahin.

01:01:40: Darf ich überhaupt Therapeutin sein mit einer solchen Geschichte?

01:01:42: Das war nämlich ehrlicherweise was, was mich selber auch ein bisschen rumgetrieben hat und bis heute übrigens ein Thema ist wenn ich mit Menschen aus meiner Vergangenheit konfrontiert bin.

01:01:52: deswegen hello an alle die aus der Vergangenheits zuhören und mich in meiner bilden Phase noch kannten.

01:01:58: Ich hab da tatsächlich dieses dass ich heute diesen Beruf auslebe und da auch Berufung tatsächlich drin gefunden habe.

01:02:09: Ist das überhaupt okay mit der Geschichte, die ich habe?

01:02:12: Und dann wenn ich im Kontakt mit diesen Menschen bin.

01:02:15: Was denken sie jetzt?

01:02:16: ja?

01:02:16: Die, die damals noch so und so... Das ist jetzt die Therapeuten von anderen.

01:02:22: Da ist ganz viel was sich auch da heute noch innerhalb meiner Selbsterfahrung gezeigt hat.

01:02:27: Und was ich gerne hier auch noch mit einbringen möchte.

01:02:30: in der nächsten Folge

01:02:30: würde es sein.

01:02:31: Sehr gut!

01:02:32: Sehr spannend und ich freue mich auf die nächste Folge.

01:02:35: Yay!

01:02:37: Danke dir Danke fürs noch mal Feeding von meinem inneren Kind.

01:02:41: Das hat gut getan, danke

01:03:09: dir!

01:03:10: Und jetzt noch ein Aufruf in eigener Sache.

01:03:16: Über

01:03:19: Feedback, über Nachrichten, über geteilte Folgen mit all den Personen, die es vielleicht aus deinem Freundes- und Bekanntenkreis interessieren könnte!

01:03:33: All das hilft uns dabei, zu wachsen und größer zu werden.

01:03:36: Danke!

01:03:37: Dass du heute dabei warst, dass du mitgefühlt, mitgedacht und mitgehört hast.

01:03:43: Bis zum nächsten Mal bei Gefühlt gedacht, deinem Podcast rund um Menschliches erleben.

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