Zwischen Aufbruch, Erfolgserlebnissen, Trauer und Abschied
Shownotes
Darum geht es:
- Teddy als treuer Begleiter und die gemeinsame Arbeit an seinen Ängsten.
- Warum der Umgang mit Mylo ganz andere Herausforderungen und Selbstzweifel auslöste.
- Wie sich Verantwortung für ein Tier mit Selbstwert, Scham und eigenen Erwartungen verknüpfen kann.
- Welche Parallelen die Schwestern zu menschlichen Konflikten, Rückzug und Angriff ziehen.
- Teddys Krebserkrankung und die schwierige Entscheidung, ihn einschläfern zu lassen.
- Wie Johanna Trauer mit zeitlichem Abstand erlebt und wieder Zugang zu schönen Erinnerungen findet.
- Reframing: einer schmerzhaften Erfahrung Bedeutung geben, ohne den Schmerz zu leugnen.
Inhaltshinweis: Die Folge enthält ausführliche persönliche Schilderungen zu Tierkrankheit, Atemnot, Einschläfern und Trauer. Auch das Thema assistiertes Sterben wird kurz angesprochen.
Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich willkommen zu gefühltgedacht, deinem Podcast rund um menschliches erleben.
00:00:08: Wir sind Julia
00:00:09: und Johanna und sprechen mit viel Herz und Offenheit über das was sonst nur in unseren Gedanken bleibt.
00:00:17: Hallo!
00:00:17: Und herzlich Willkommen zu einer neuen Folge gefühldgedacht... Hallo Johanna!
00:00:22: Hallo Jule, hallo alle Zufahrende
00:00:25: Hiiii Sooo und ich wird total cool weil wir machen weiter mit deiner Biografie Und beim letzten Mal haben wir ... Ja, ja.
00:00:35: Haben wir uns ein bisschen deinen ganzen beruflichen, nicht beruflichem, aber deine studentischen Weg so ein bisschen angeschaut würde ich sagen also das wie es in deinem Studium gelaufen ist und was du für Ausbildungen noch während im Studium gemacht hast wobei ich natürlich weiß dass das noch nicht alles war weil du bist hier ein tausend sacher und Ich habe mir überlegt Wir waren doch gar nicht so sehr bei dem persönlichen Du bist ja auch und das glaube ich letzte Woche gar nicht so rausgekommen, wenn ich mich richtig erinnere.
00:01:08: Da weiß ich natürlich ein bisschen mehr.
00:01:10: Du bist hier umgezogen dafür auch.
00:01:12: Das heißt du bist von zu Hause ausgezogen?
00:01:14: Und wie war das eigentlich für dich
00:01:19: daheim
00:01:19: raus?
00:01:19: War das so eine Wollte gerne raus oder war das einen Muster raus, weil der Studium eben woanders war?
00:01:25: Nee, wollte gerne raus.
00:01:27: Ich habe mich deutschlandweit beworben und ich hatte ja erzählt dass ich auch in Kanada war und nach Kanada waren eigentlich meinen Plan sogar noch ein ausländisches Abitur zu machen.
00:01:37: Das war so in der elften Klasse, dass ich da dann gedacht habe das mache auf jeden Fall.
00:01:40: Ich mach noch ein ausländisches Abitur und gehe wieder zurück nach Kanada.
00:01:44: Irgendwie war das aber nach der Treizeh nicht mehr so präsent.
00:01:47: also ich wollte dann tatsächlich loslegen und studieren Und von daher war ich aber sehr offen für die weite Welt sag' ich jetzt mal Also mich hat zu Hause wenig gehalten.
00:01:57: ehrlicherweise ich hatte da jetzt nicht so das Gefühl von ich müsste da jetzt bleiben sondern eher im Gegenteil ich wollte unbedingt raus und mein eigenes Ding machen.
00:02:06: Und auf eigenen Beinen stehen, eine eigene Wohnung.
00:02:09: Das hat sich alles total faszinierend angehört.
00:02:11: Das Einzige was mich so ein bisschen ins Nachdenken damals
00:02:14: gebracht
00:02:15: hat... Da kommt jetzt was sehr persönlich auch mit rein.
00:02:19: Mein Partner, mein heutiger Partner und ich haben uns damals kennengelernt in der Jugendzeit.
00:02:24: Das war so ... Ich sag mal nach meiner Sturm-und Drangphase das wir uns kennengelernet haben und wir waren sehr gut befreundet.
00:02:31: Und dann bin ich nach Kanada gegangen und kam danach wieder und irgendwie habe ich ihn danach mit anderen Augen gesehen.
00:02:36: Also das war vor Kanada war das so definitiv nur Kumpel.
00:02:40: Absolute Friendbase, ne?
00:02:41: So Friendzone.
00:02:43: und danach irgendwie kam ich wieder Irgendwie war das anders.
00:02:47: Alles war anders mit ihm und uns, und da hat sich dann so was entwickelt ... Was wir selber nicht so richtig aussprechen wollten!
00:02:54: Es hat super, super lange gedauert bis wir uns eigentlich eingestanden haben.
00:02:57: Warte mal... Da könnte doch mehr sein als nur Freundschaft?
00:03:01: Und wir haben nach außen hin immer, nee, wir sind nur befreundet, aber eigentlich hatte sich das schon längst mehr entwickelt gehabt.
00:03:10: Für mich war dann ganz schwierig auch wirklich diese finale Entscheidung zu treffen, ja wir sind jetzt in einer Partnerschaft.
00:03:15: Wir sind jetzt eine Beziehung weil ich wusste ich werde nach dem Abitur sicherlich nicht da bleiben und deswegen hat mich das so aufgehalten diese Beziehungen eigentlich eingehen zu wollen.
00:03:27: Dann waren wir aber schon an diesem Punkt wo Point of no return.
00:03:31: Man konnte da auch irgendwie nicht mehr zurück oder ich wollte dann eigentlich auch nicht mehr, nicht mehr zu rück und das dann loslassen und dadurch waren wir dann in der Beziehung recht frisch noch?
00:03:40: Na ja schon so anderthalb Jahre die vergangenen waren.
00:03:44: aber das war etwas was es dann ein bisschen schwer gemacht hat den Abschied wo ich so dachte auch Mensch und jetzt fernbeziehungen ob das dann hält und sie hätte das abgehalten.
00:03:53: Ja genau das ist jetzt schon mit der Zukunft gespielt.
00:03:59: Ja.
00:04:03: In meinem Kopf ist natürlich gleich ... Ich möchte da jetzt die Chronologie irgendwie nicht unterbrechen und auf der anderen Seite interessiert mich, wann ist er denn nachgezogen?
00:04:13: Weil ich weiß ja, dass ihr irgendwann ... So, ich oute mal wieder, dass ich darüber keine Ahnung habe.
00:04:20: Also, ich weiß, ihr seid irgendwann zusammengekommen.
00:04:22: Ich weiß natürlich nicht genau, wann.
00:04:24: Und ich weiß... Das wissen
00:04:25: wir eigentlich auch nicht!
00:04:27: Ah ja okay dann.
00:04:28: Das war so ein fließender Übergang zwischen, wir sind halt Best Friends und doch jetzt ist es Friends mit Benefits.
00:04:34: Und dann irgendwann so, sollen wir das jetzt so labeln?
00:04:37: Nein!
00:04:38: Wir wollen's nicht so labelen.
00:04:39: Nein!
00:04:39: wir sind doch gar kein Paar.
00:04:40: Wir sind auch nur Freunde.
00:04:41: Naja...und dann war es halt so.
00:04:44: Also es war irgendwie um den Jahr zwölf, dass wir dann auch zusammen im Urlaub waren.
00:04:49: Genau da war ich dann auch achtzehn und da wars auf jeden Fall.
00:04:53: also ich mein ... mit einem Urlaub ist es dann irgendwie doch auch recht offiziell, wenn man da nur als Paar zusammen in den Urlaub fährt.
00:04:59: Genau!
00:05:00: Ja...
00:05:01: Ja okay...
00:05:02: Genau also im Jahr zwölf zusammengekommen, im Jahr zehntin habe ich mein Abi gemacht und bin dann ausgezogen nach Erfurt.
00:05:08: Zwei hundert Kilometer aus unserer Heimatstadt entfernt in meine erste eigene Wohnung.
00:05:13: Zweitzimmer Küchebad, ich hab mich total gefreut.
00:05:15: Und recht schnell ist da auch ein Hund dazugekommen.
00:05:18: Also für mich war klar, ich möchte Tiere Dadurch, dass ich ja viel hin und her gependelt bin.
00:05:23: Einfach auch mit meinem Partner Zeit verbringen zu können, mit Familie Zeit verbringen zu können.
00:05:28: Und ich habe auch ganz viele Nachhilfe gegeben in der Zeit also ich war ja schon immer gefühlt selbstständig nebenbei.
00:05:33: Ich hab das in der Jugend angefangen mit Nachhilfen und dann auch ganz vielen Nachhilfern noch während dem Studium gegeben Und da war das wegen Despendence so, dass es für mich einfach ein Hund sein durfte.
00:05:43: So dann bin ich also in Erfurt gewesen und dort eingezogen und im Jahr ist mein Partner nachgekommen, nachdem er seine Ausbildung abgeschlossen hatte.
00:05:55: Ja!
00:05:56: Krass ne?
00:05:57: Wir haben tatsächlich fast... Also im Oktober bin ich weg gezogen und er ist im Januar zwei siebzehntan nach Erfurth mitgezogen ...in die Wohnung.
00:06:08: In meine Wohnung.
00:06:08: Also trotzdem Lass mich noch mal rechnen.
00:06:11: Drei Jahre mindestens, oder?
00:06:13: Genau!
00:06:14: Ja also drei Jahre und zwei Monate glaube ich so was darum.
00:06:18: Ja Und da ich da durchs losverfahren das war auch eine ganz wilde Zeit Jula Ich habe durchs Losverfahren reingekommen.
00:06:24: wenn hab' ich eine Woche vor Studienstart Bescheid bekommen dass sich angenommen wurde für der
00:06:28: Studium Cool
00:06:29: Und es war dann so
00:06:29: okay wow Nächste Woche geht's los.
00:06:32: ich bin Studentin
00:06:33: Woohoo High Life auf deiner Seite.
00:06:35: und aber ach du Scheiße Wo schlafe ich denn da?
00:06:40: Und der Wohnungsmarkt damals war auch schon angespannter, nicht so angespannt wie er aktuell ist aber auch schon angespannter.
00:06:47: Ja und dann habe ich erstmal zwei Monate im Hostel gelebt tatsächlich und hatte da eine ganz wilde Zeit.
00:06:52: Ich war in einem mehrpersonen Setting also wir waren teilweise bis zu sechs Personen oder acht Personen in einem Zimmer.
00:06:59: heißt mit Privatsphäre war da nicht so viel.
00:07:01: Aber ja die ersten zwei Monate hab ich tatsächlich in dem Hostel gelebt War wild, war cool.
00:07:09: Also so zum Ankommen und alle kennenlernen und irgendwie Kontakte bekommen?
00:07:14: War das irgendwie auch nett hatte auch sein Charme?
00:07:16: Ich glaube es ist mega cool.
00:07:18: also ich hatte ja einen ähnlichen Start damals in Ingolstadt von daher...ich habe das immer als ...und du sagst das ja auch gerade.
00:07:26: Es war irgendwie cool weil vor allen Dingen wenn man auch vor Ort war Du konntest halt dir Wohnungen anschauen und musst es nicht online, dann musst du noch dreimal hinfahren.
00:07:35: Sondern du warst halt eh schon vor Ort und du konntes dir dann deine Termine legen.
00:07:39: und wenn du... Ja Mai!
00:07:41: Wenn ihr dann ein Monat länger brauchst um eine Wohnung zu finden, dann bleibst du halt nochmal ein Monatt länger im Horstel.
00:07:45: Ich fand das auch sehr angenehm
00:07:48: Voll.
00:07:49: Absolut und es ging ja auch vielen so, also ehrlicherweise in meinem Zimmer waren sehr viele Mitstudierende Und den gings ja auch ähnlich.
00:07:56: Also von daher war das schon gleich so.
00:07:58: ey cool und komm lass morgen zusammen zur Uni fahren und weißt du wo wir hin müssen?
00:08:02: Ich habe gar kein Plan.
00:08:03: So ja und dann waren mir irgendwie alle aufgeschmissen und dadurch hat sich's dann auch gut zusammengeführt dass wir dann einfach auch gemeinsam so diese erste Anfangszeit hatten.
00:08:13: Ja daraus hatte ich auch echt eine coole Freundschaft entwickelt gehabt.
00:08:17: Aber wie schön Das hat sich dann genauso ergeben, wie es sich ergeben sollte.
00:08:22: Irgendwie auch wieder ne?
00:08:23: Find ich auch!
00:08:24: Ja.
00:08:26: Wenn ich an diese amerikanischen Filme denke... ... ist so ein bisschen die College-Erfahrung gefühlt in Leid.
00:08:36: In minimal aber das ist so.
00:08:37: dieses alle kommen sie an und dann so du auch hier und wir gucken wie wir zusammenkommen.
00:08:41: Und ja jetzt haltest du nach diesem college Ding anfindig
00:08:45: War auch so.
00:08:46: Der Spiti war unser guter Freund in der Zeit!
00:08:51: Die Weinschlaschen wurden regelmäßig abends da dann noch weggeräumt, ja das war schon ... Wir saßen am Tag auf sehr lange zusammen.
00:08:57: Stimmt du hast jetzt Psychologie studiert, Entschuldigung, da gab es Wein und kein Bier?
00:09:02: Jule, du weißt ja generell mit Bier hab ich bis vor einem halben Jahr, würde ich sagen, noch gar nicht gehabt.
00:09:09: Mittlerweile geht Radler aber nee bei uns war's Wein.
00:09:12: Dekadent bitte... Aber aus dem Tee-Trapack?
00:09:18: Nein, aber der eine Euro neunneunzig Rosé.
00:09:21: Der Dornfelder hat gut geschmeckt
00:09:23: und den konnten wir uns gut leisten!
00:09:27: Da ging dann auch mal so sechs, sieben Flaschen an einem Abend in der Runde weg.
00:09:33: Ja das war schon lustig die Zeit.
00:09:37: Feuchtfröhlich könnte man sagen.
00:09:44: Genau, also deswegen Abschied von zu Hause viel mir nicht schwer.
00:09:47: Aufbruch ins Neue ist bei mir grundsätzlich etwas was eher ... Da kommen wieder so ein bisschen meine ADHS-Tendenzen raus, ne?
00:09:53: Das freut sich halt.
00:09:54: Yay!
00:09:55: Neugierde, was passiert
00:09:56: da?!
00:09:57: Let's go!
00:09:58: Ich bin total hyped.
00:09:59: und dann ja das war einfach total cool rauszukommen und mich so erwachsen zu fühlen und so das Gefühl haben jetzt stehe ich mit beiden Beinen im Leben und kann alles machen wie ich es will Und ich hab mein Auto und ich habe mein Hostel bei Studium und ich kann jetzt einfach so leben wie ich es will.
00:10:17: Genau, das war cool!
00:10:20: So hat sich's angefühlt tatsächlich on top of the world.
00:10:26: Das war Anfang des Studiums ja genau
00:10:31: sehr schön.
00:10:33: und dann gibt's dazu noch irgendwas zu sagen.
00:10:37: Du, ja tatsächlich.
00:10:38: Also ich hatte ja wie gesagt in der Erfurtzeit mich auch simultan angefangen zu bewerben
00:10:45: für
00:10:45: andere Unis extra noch einen anderen Bachelorstudiengang und da kann ich mich schon noch daran erinnern dass das auch eine schwierige Phase nochmal dann war weil so ein bisschen die Frustration aufkam verdammt Ich kann wahrscheinlich nicht das machen was ich machen möchte.
00:11:00: Ich kriege jetzt aber auch keinen anderen Studienplatz irgendwo anders und das war schon recht aufgewühlt.
00:11:06: Es hat dann ein bisschen Ruhe reingebracht mit der Hypnose-Ausbildung, ich habe dann aufgehört Nachhilfe zu geben und hab dann eben selbstständig im hypnotherapeutischen oder Hypnocoachingbereich gearbeitet bei unserer Mutter in der Praxis.
00:11:20: Das war superprivileg, ne?
00:11:22: Das heißt, ich konnte zu Hause dann auch wieder weiter trotzdem arbeiten finanziell mich ein bisschen absichern, konnte dadurch das Studium mir gut, recht gut finanzieren mit Unterstützung schon auch.
00:11:33: Aber vom Prinzip her hatte ich da schon wirklich sehr privilegierte Möglichkeiten und dann als sich so festgestellt habe Gut Point of No Return auch da wieder.
00:11:43: jetzt bleibe ich halt hier.
00:11:44: jetzt mache ich das Studiums fertig war für mich aber auch schon gleich die Frage, wie kann ich weiter in dieses Therapeutische gehen.
00:11:50: Und im Rahmen vom Studium muss man ja auch mehrere Praktika absolvieren und ein Praktik habe ich zum Beispiel gemacht bei einer Therapiebegleitung der Schule und hab da eben auch neue Kontakte bekommen.
00:12:02: Ich hatte mein Auslandshund, meinen geretteten Teddy und Teddy und ich.
00:12:07: Wir waren drei Jahre lang haben wir alleine gewohnt.
00:12:10: das war einfach Das war gefühlt schon auch ein Kindersatz.
00:12:13: Das war so mein bester Freund, verbündeter Kind alles zusammen und Teddy war ... Auch ganz, ganz Menschen lieb und hat das ja gemocht gestreichelt zu werden und im Mittelpunkt zu stehen Und der durfte sogar mit zur Uni.
00:12:25: Ich erinnere mich da an total schöne Momente wo ich den mit in der Vorlesung hatte und alle So, ah!
00:12:29: Der ist ja süß oder kann ich mal streicheln?
00:12:33: Und dann habe ich diese Therapie begleitende Ausbildung Mit ihm noch recht am Ende des Studiums gemacht Und im Bachelorstudium noch die Therapiebekleidung der Ausbildung, weil ich so dachte ... Wenn ich schon nicht eventuell therapeutisch arbeiten kann, dann kann ich ja wenigstens tiergestützt arbeiten.
00:12:47: Vielleicht in Seniorenheim oder ähnlichem.
00:12:51: Da deswegen diese Ausbildung gemacht und hab da eben auch schöne Kontakte gehabt zu denjenigen, die da auch diese Therapiebekleidung des Schule hatte.
00:13:00: Und mich viel mit Tieren beschäftigt, was einfach immer ein Safe-Place für mich ist.
00:13:05: Da geht's mir voll gut.
00:13:06: Ich mag das total gerne!
00:13:09: Dadurch ist Erfurt für mich also als Stadt eine super schöne Stadt und auch viele ganz, ganz tolle Erfahrungen die ich da abgespeichert habe.
00:13:17: Ich hab noch ne gute Freundin aus Erfourt.
00:13:21: Wenn ich da bin zum Beispiel oder wenn ich sie mal besucht habe dann kamen immer wieder diese ganzen Erinnerung hoch und ich hab Erfhurt als eine ganz schöne Zeit in Erinnerungen für mich.
00:13:36: Sehr schön!
00:13:37: Voll!
00:13:39: Als du eben erzählt hast, dass Teddy dein Kindersatz war.
00:13:41: Da dachte ich, ich bin mir gar nicht sicher ob es ein Kindersatz war sondern eher so einen.
00:13:45: und dann hast du noch Best Body und ne guter Freund?
00:13:47: Ich glaube also das hat's für mich mehr getroffen.
00:13:51: ehrlicherweise wollte ich nun mal ist vielleicht total irrelevant aber ich wollte es mal eingeworfen haben.
00:13:55: Ich glaube nicht, dass es ein Kinder Ersatz war sondern er so'n Begleiter so'nen treuer Gefährte.
00:14:02: So habe ich Teddy zumindest immer wahrgenommen.
00:14:05: an deiner Seite
00:14:07: Weißt du das Ding, weswegen ich das Kind, also als gesagt habe war bei ihm.
00:14:11: er kam halt an.
00:14:12: Vielleicht als Hintergrund hat die saß im Zwinger und ist ja drei Jahre seines Lebens in einem Zwinger gehalten worden.
00:14:18: im Ausland weil man in dieser Region wenn man einen Hund geschenkt bekommt den nicht ablehnen darf wurde er halt aufgenommen damals und dann halt in so ein Zwinger gesetzt um die Hühner zu beschützen die da hinter diesem Zwinger waren.
00:14:31: Und da wurde er halt drei Jahre lang ja mehr oder weniger vergessen, sagte er.
00:14:36: Also der hat dann halt immer mal Futter bekommen wenn quasi was von den Hühnern übrig geblieben ist vom Schlachten und ansonsten gab es halt nichts.
00:14:42: und das heißt er wurde fast verhungert gefunden in einem sehr schlechtem Zustand und der war extrem ängstlich.
00:14:48: Der kannte halt nicht so und ich erinnere mich an die Anfangszeit mit ihm.
00:14:51: Das war echt hoch wahrscheinlich traumatisch für ihn und dramatisch für mich draußen an der Leine.
00:15:00: gezittert ohne Ende.
00:15:01: Gesundheit, dass es wahr ist.
00:15:06: Der hat gezittert Ohne Ende.
00:15:07: ich kann mich erinnern Ich bin da einmal zum Bäcker mit ihm gelaufen am helllichten Tag schönstes Wetter draußen hatte ihn mitgenommen durfte auch mit ihm zum Bäckereien Und der saß da unter dieser Theke drunter, Schwanz eingezogen, zitternd am ganzen Körper die Augen aufgerissen.
00:15:26: So dass mich die Bäckereifachverkäuferin gefragt hat ist alles okay?
00:15:30: Ist Ihnen irgendwas passiert?
00:15:31: Warum isst ihr uns so?
00:15:34: Also das heißt es ist auch anderen aufgefallen und ich kann mich wirklich noch gut auch erinnern wie viele viele Stunden nicht mit ihm in diesem Park geübt habe draußen auf den Straßen geübte habe Bahn fahren geübet habe am Bahnhof gewesen bin um ihm die Angst zu nehmen Und deswegen, das war schon wie so... Jetzt wo ich drüber spreche können es auch ein Patient gewesen sein.
00:15:58: Wir haben ganz viel Exposition.
00:16:03: Das hat sich aber manchmal angefühlt.
00:16:04: Komm mein Kind!
00:16:05: Ich nehme dich an
00:16:05: der Hand und ich zeig dir die große weite
00:16:07: Welt, weißt du?
00:16:09: Ja, deswegen kind.
00:16:10: Weil er war wirklich so'n kleiner Armatrops am Anfang und er hat sich so toll entwickelt.
00:16:15: Und er hat des ersten halben Jahres.
00:16:18: Also, ich war so stolz.
00:16:20: Das war wirklich wie mein Eigenfleisch und Blut.
00:16:22: So stell ich es mir vor, ich hab ja keine Kinder.
00:16:23: Aber so ... Ich habe das geschaffen mit ihm, weißt du?
00:16:26: Ich hab das erreichen
00:16:28: können!
00:16:29: Total.
00:16:29: Ja, ich habe den Erfolg auch schon viel auf mich interpretiert.
00:16:33: Da muss ich sagen, dass man sehr selbst wird stabilisiert.
00:16:36: Ich die gute Tierbesitzerin.
00:16:38: Und dann kam der zweite Teufel dazu.
00:16:40: Da hat das gar nicht geklappt.
00:16:43: Tadaa.
00:16:44: Tataaa.
00:16:46: Dann hast du in dem was Eltern so schön ... Ich bin für alles verantwortlich, da kriegen sie ein zweites Kind merken.
00:16:53: Für so viel bin ich doch irgendwie nicht... Also ja, ich habe einen Einfluss aber der Einfluß ist gar nicht so groß wie ich mir das eigentlich vielleicht zugeschrieben hatte.
00:17:01: auf der positiven oder negativen Seite eingeredet habe.
00:17:04: genau
00:17:05: Wobei da hinzukommen, war dann auch erst mal ein Weg.
00:17:08: Also ich glaube ... Da hing schon viel auch an mir.
00:17:12: Milo, unser zweiter Hund hat einen ganz anderen Zugang zu zum Beispiel Angst der Sensibilisierung.
00:17:17: also er hatte auch Ängste wie deutlich weniger stark ausgeprägt aber der hatte eher die Tendenz nach vorne zu gehen also dann eher zu bellen oder sich mit zuteilen und so bisschen groß aufzuspielen.
00:17:28: das war für mich zum Beispiel im Umgang auch schwieriger als Teddy der halt einfach so klein und bemitleidenswerter zusammengefallen ist Und den konnte ich auch mit, ja voll.
00:17:39: Teddy konnte sich halt auch mit Lebendigkeit rausholen aus seiner Angst.
00:17:43: Wenn ich das bei Milo gemacht habe ist er noch weiter in die Angst rein und es hat wie ein Beziehungsabbruch zwischen uns dadurch erzeugt.
00:17:50: Der ist dann aus der Beziehung raus.
00:17:51: Er wollte keinen Kontakt mit mir haben, weil ich ihm zu viel
00:17:54: war.".
00:17:55: Das heißt meine Kompensation mit Angst umzugehen, nämlich ... Haha!
00:18:00: Komm, wir schaffen das!
00:18:01: Los los!
00:18:02: So diese Art hat bei Teddy super geholfen und beim Milo genau das Gegenteil gemacht, dass er in dem Moment gar nichts mehr zu tun haben wollte.
00:18:12: Und das war schwierig?
00:18:13: Ja,
00:18:14: total spannend.
00:18:15: Du musst auch über dein eigenes Ding weg.
00:18:19: Genau.
00:18:20: Und es hat so viel Frust dann auch bei mir ausgelöst, so... Warum komme ich denn mit dir nicht klar?
00:18:26: Warum funktioniert das denn nicht?
00:18:28: und warum findest du mich jetzt auch noch blöd?
00:18:29: Jetzt finde ich dich auch blöd weil du mich blöd fährst.
00:18:31: Also das war irgendwie so...
00:18:34: Da kommen alle schönen Dinger kommen hoch.
00:18:39: Und das war auch zwei siebzehn.
00:18:40: Also mein Partner ist zu mir
00:18:42: gezogen
00:18:43: und dann, ich war gerade fertig mit der Bachelorarbeit hatte noch ein halbes Jahr bis dann das nächste Studium weiter ging und wo ich mich beworben habe und wo ja auch noch gar nicht klar war werde ich da überhaupt genommen oder so wie geht es da weiter?
00:18:54: Und dann dachte ich jetzt hab ich einen halbes jahr Übergangszeit, wo ich ja eigentlich gut die Zeit nutzen kann für den zweiten Hund.
00:19:00: unser erster Hund Teddy war Total verspielt und ich dachte so, ein zweiter Hund.
00:19:05: Das wird ihm so gut tun.
00:19:06: auch immer wenn wir mit einem Kontakt waren das fand er so klasse.
00:19:09: Ja dann haben wir einen zweiten Hund ausgesucht und der war halt überhaupt nicht so der spielehund der Milo Und Teddy hat also nicht den Kumpel bekommen den er sich gewünscht hat.
00:19:17: Milo war jetzt nicht so verspielt.
00:19:20: Wir hatten am Anfang erstmal mit Milo andere Themen als mit Teddy.
00:19:24: Wie gesagt Milo War deutlich offensiver Während dass für mich schwierig wurde.
00:19:30: ja Ich erinnere mich an deine Hochzeit, zum Beispiel.
00:19:33: Ein ganz unangenehmer Moment für mich in meinem Kopf.
00:19:36: Kannst du dich auch noch erinnern?
00:19:37: Weißt du wovon ich spreche?
00:19:40: Eure Hochzeit
00:19:40: ...
00:19:42: Nee!
00:19:45: Für mich war der Moment anscheinend nicht so unangenergenehm wie für dich.
00:19:48: Super!
00:19:49: Siehst du?
00:19:49: Das ist doch schön.
00:19:51: Also, ich weiß dass da irgendwo mal aufgrund der Hunde meiner Schwiegereltern die Hunde ein bisschen auseinander
00:20:01: Genau.
00:20:02: ...gekommen
00:20:03: sind, aber ich fand das nicht... Für mich vielleicht auch normal.
00:20:09: Also tatsächlich habe ich das gar nicht als irgendwie auffällig abgestempelt sondern dachte mir die kennen sich nicht, die Hunde.
00:20:18: Die gehen jetzt gerade aufeinander zu und da wird jetzt halt die Rangordnung erstmal festgelegt.
00:20:24: also für mich war das meine Interpretation beim Kopf gewesen weswegen ich es auch gar nicht negativ abgestempled habe Wohlwissendlich, dass ich auch nicht mit dabei war und natürlich keine dieser Hunde mir gehört.
00:20:36: Und wie ihr schon vorstellen kann das in der Situation wenn es dein Hund ist, dass dir vielleicht Anjas gehen gegangen ist als mir, der das nur von weitem gehört hat?
00:20:47: Ja ja absolut!
00:20:49: Also schön, dass du's mir auch noch mal aus dem Außen so beschreibst und du hast vollkommen recht.
00:20:54: heute mit Abstand sehe ich die Situation auch deutlich neutraler und nüchternah ehrlicherweise damals dadurch.
00:21:02: Everybody's Darling, woher kennen wir diesen Ausdruck?
00:21:05: War ... Der hat nie Probleme gemacht mit anderen Hunden.
00:21:09: Das war immer super unkompliziert.
00:21:12: Der war halt immer der unkomplicierte Strahlemann.
00:21:15: Der hatte immer gute Maune
00:21:16: und ... Der war potenziell der Unterwürfigere.
00:21:19: Der hat
00:21:20: potenzielle
00:21:20: wahrscheinlich eher ... Naja,
00:21:24: nee?
00:21:24: Ja, jaein!
00:21:25: Also tatsächlich, der war am Ende schon recht dominant aber halt ruhig, souverän dominant.
00:21:31: Der hat dann halt geschlichtet.
00:21:33: Er ist dazwischen und hat seine Route ganz hoch gemacht, hat sich großgemacht, hat seinen Kamm gestellt... ...und ist aber einfach ruhig stehen geblieben.
00:21:39: So das war seine Grenze!
00:21:40: Das war nicht so ein extrovertiertes Ich fletsch jetzt die Zähne ich bell dich jetzt aus oder ich knap dir jetzt auch mal irgendwo rein sondern es war einfach ein.
00:21:47: ich bin präsent und du kriegst mich hier nicht weg.
00:21:50: Also der hatte eine ganz lässige Souveränität in Konfliktsituationen.
00:21:55: Ich war aber tatsächlich häufig der Rudelführer ehrlicherweise.
00:21:58: Sogar einem Dobermann gegenüber konnte er schon ordentlich sich auch zu wehersetzen, ja deswegen also Teddy war sehr souverän.
00:22:07: dann irgendwann und die Situation bei dir an der Hochzeit war quasi sie trafen mit den anderen Hunden aufeinander und es gab schon Gebälle an der Leine was mir schon super unangenehm war.
00:22:17: da hatte ich nämlich immer noch so dieses oh Gott ich krieg's mit meinem Hund scheinbar nicht hin dabei erst ein halbes Jahr da nicht mehr ganz.
00:22:24: Und dann war so dieses, wir machen's einfach mal von der Leine los.
00:22:27: Meistens klappt es ohne Leine besser und wir machten sie von der leine los... ...und das war halt überhaupt nicht besser.
00:22:33: Milo nämlich ist nur strax dahingerannt mit ein Rein ins Getümmel sozusagen.
00:22:37: hier bin ich.
00:22:38: Das war so sein Ding, das hat er irgendwie am Anfang immer gemacht.
00:22:41: Super wenig Sozialverhalten!
00:22:44: Der andere Rundfanger ist nicht so cool, hat ihn angebellt und dann hat er gedacht, ah ja gut, jetzt gehe ich halt mal da hinter und... Es war kein richtiges Zwicken, es sind keine Wunden entstanden.
00:22:52: Aber ich geh dahinter deine Befüße und gehe mit meiner Schnauze und meinen Zähn zu deinem hinteren Bein und knäuf mal da so ein bisschen.
00:23:02: Und das war so einen Moment, den ich superunangenehm fand.
00:23:05: Mein Hund wird übergriffig anderen Hunden gegenüber, fand ich ganz schlimm.
00:23:10: Okay, interessant!
00:23:13: Hab mich den ganzen Tag geschämt dafür tatsächlich.
00:23:16: Oh wow
00:23:17: Ja, das war richtig schwierig für mich.
00:23:19: Und ich war richtig sauer auf Milo!
00:23:21: So sauer?
00:23:22: Wow... Das hat ganz viel in mir gemacht weil es ging.
00:23:30: also eigentlich heute sage ich zwar oder jetzt sag' ich zwar, ich war sauer mit Milo aber eigentlich war ich sauer bei mich Ich bin zu inkompetent, dass war der Satz dahinter.
00:23:39: Ich bin so inkompatent um meinen Hund zu erziehen.
00:23:43: Jetzt würdest du die volle Verantwortung für jegliches Verhalten deines Tieres tragen.
00:23:48: Naja, habe ich ja vorher in dem Sinne auch.
00:23:50: Ich hab mir auch den Erfolg von Teddy auf meine Fahne geschrieben und genauso jetzt hier auch den Misserfolg auf meiner Fahnde geschrieben.
00:23:58: Nur?
00:23:59: Ich bin verantwortlich für das Handeln meines Hundes!
00:24:02: Und wenn ich mein Hund nicht unter Kontrolle habe dann... ...bin ich scheinbar inkompetent.
00:24:08: Ja.
00:24:09: Ja..
00:24:11: Und wie ist es heute?
00:24:13: Heute sehe ich das nicht so.
00:24:15: Also ich sehe, dass natürlich schon viel durch meine Energie mit beeinflusst wird.
00:24:19: Dass das aber genau das Problem war.
00:24:21: Ich habe mit ihm vorher schon solche Erfahrungen gemacht Dass er potenziell, wenn er unsicher wird eher in den Konflikt reingeht als ihn zu vermeiden.
00:24:31: Was ich sehr unangenehm fand das heißt meine Haltung in dem Moment war auch schon eine angespannte was könnte eventuell passieren selbst erfüllende Prophezeiung hallo und spürt natürlich auch die Unsicherheit und hat noch einen relativ souveränen Hund hinter sich der ihm ja jederzeit beschützen könnte.
00:24:47: so ungefähr und es hatte die tatsächlich schon gemacht.
00:24:49: also die zwei waren schon auch sich da sehr
00:24:52: nah im Sinne vor.
00:24:53: Geiler, eine ist der Anstifter und der andere ist der Schlichter?
00:24:56: Ja genau so ungefähr!
00:24:58: Teddy ist auch an dem Tag tatsächlich dazwischen gegangen also der ist zwischen Milo und den anderen Hund und hat sich dazzwischengestellt.
00:25:04: das war ganz spannend auch zu beobachten.
00:25:06: Genau.
00:25:09: Also heute wie gesagt sehe ich dass da einfach viel meine Energie war und über die Zeit.
00:25:14: Milo hat sich übrigens mittlerweile ganz toll entwickelt Super souverän super entspannt hat halt immer noch kein Interesse jetzt wirklich an anderen Hunden.
00:25:22: Das war eigentlich früher auch schon so, nur früher ist er dann einfach mit reingerannt und aus der Angst heraus hat er versucht zu agieren.
00:25:29: Und heute nimmt er sich ganz weit zurück und lässt einfach alle Anderen machen und macht sein eigenes Ding.
00:25:34: Bellt nicht mehr an der Leine, pöbelt nicht mehr ... Der hat diese ganzen Themen nicht mehr aber erst auch tatsächlich ... Jetzt greif ich ein bisschen vor in der Geschichte nach Teddy's Tod dass das anfing weil ich mit ihm gearbeitet habe und weil ich gelernt hab ihn Vertrauen wiederzuschenken ... was vorher gefühlt kaputtgegangen war.
00:25:55: Ja, gespannt!
00:25:58: Ich frag mich das gerade, ob das tatsächlich für jemand anderen, wenn man das so zuhört... Nicht alle Menschen sind ja so Tieraffin.
00:26:05: und jetzt spreche ich hier seit keine Ahnung, zwanzig Minuten Gefühle über Hunde?
00:26:09: Nein!
00:26:10: Und all das, was das mit mir macht, kam grade so ein Gedanke in mir auf, ist das überhaupt interessant?
00:26:14: Was habe ich hier gerade erzählen sozusagen?
00:26:20: Ich hab dir zugehört, ich hab's ja jetzt gerade gehört.
00:26:22: Ich kann natürlich nicht für alle anderen Menschen sprechen.
00:26:25: Kann nur für mich sprechen?
00:26:28: Ich fand es interessant, weil ich zum einen natürlich Rückschlüsse auf meine Kinder ziehen konnte und auch dieses ... ... in dem Moment, wo sich meine Energie meinen Kindern gegenüber verändert.
00:26:39: Verändert sich auch die Beziehung meinen Kindern... ...gegenüber.
00:26:43: Das fand ich... Also nee!
00:26:44: Ich hab im Prinzip während der Zugehörte gemerkt, dass Transferleistungen bei mir in meinem Kopf passiert und... nicht nur auf Kinder bezogen, sondern ich weiß nicht wie oft man das sieht.
00:26:54: Gerade zwischen Menschen, Dynamiken zwischen Menschen gerade dieses jemanden der unsicher ist da gibt es eigentlich zwei Verhaltensweisen ne?
00:27:01: Der eine geht eher zurück und der andere geht eher rein wodurch potenziell etwas noch mehr hoch sich auch eskaliert was vielleicht gar nicht so Eskalation gebraucht oder nicht?
00:27:15: was heißt nicht gebrauchten?
00:27:16: aber das passiert halt einfach in den Momenten dass es dann immer mal jemanden gibt, der dann schlicht und eingreift.
00:27:22: Also ich finde das was du an Dynamik beschrieben hast, was da passiert ist habe ich auf jeden Fall mindestens drei vier Erlebnisse mit Menschen oder Personen wo ich das genau so beschreiben könnte.
00:27:35: Dass diese Dynamiken von der dieses der eine hat eigentlich Angst geht aber auf die Person nochmal zu um sich irgendwie großzumachen.
00:27:43: Die Person reagiert dadurch wird irgendwie das alles noch mehr Aufgeladener, ja und so elektrisiert auch.
00:27:51: Wo du genau merkst, woher da muss jetzt irgendwie ein... Und meistens stehen ganz viele Leute aus dem Rum und du merkst das eigentlich alle die Schultern hochgezogen haben und alle eigentlich nur darauf warten dass jetzt gleich irgendwas passiert.
00:28:02: aber keiner kann irgendetwas machen und alle gucken zu wie in einem Unfall der noch nicht passiert ist.
00:28:06: Stimmt!
00:28:07: Und eigentlich wartest du darauf dass es eskaliert.
00:28:10: Ich kann mich an viele Situationen in Gruppengeschäden erinnern wo das der Fall war
00:28:15: Das stimmt.
00:28:16: Ja, das ist ganz interessant!
00:28:18: Da findet man natürlich auch deutliche Parallelen zum menschlichen.
00:28:21: Wir haben ja auch so dieses Fight Flight wo Teddy eher flüchten wollte und am liebsten irgendwo nach Hause in sein Körpchen wahrscheinlich gegangen wäre.
00:28:29: bei Milo halt derjenige, der aus der Angst heraus interessanterweise immer mit Rute eingezogen.
00:28:33: also man hat schon gesehen eigentlich es ist Angst aber mitten in die Situation rein und erst mal rumpöbeln Voll.
00:28:41: und wenn ich es jetzt so drüber nachdenke, sehen wir das natürlich bei Menschen schon auch.
00:28:46: Der Angstbeiser, ne?
00:28:47: So ungefähr.
00:28:49: Total!
00:28:50: Ja.
00:28:50: Der eine erstarrt der andere macht's erst gar nicht.
00:28:53: Er vermeidet oder er geht nicht vermeidert aber er dreht sich rum und sagt, spinnt ihr
00:28:58: wohl?!
00:28:58: Und der andere geht mitten rein.
00:29:00: Genau.
00:29:02: Ich glaube was ich am interessantesten finde ist dass du dann irgendwann gesagt hast ja mit dem einen konnte ich gut umgehen und mit dem anderen nicht.
00:29:08: und auch das... Wenn du das jetzt wieder transfer auf den Menschen überträgst, mit dem einen Verhalten können wir potenziell mehr anfangen als mit dem anderen.
00:29:18: Es gibt Menschen die finden es total ätzend wenn Leute sich dann zurückziehen weil sie sagen da die wollen das nicht austalten, die wollen dass nicht klären, die sollen das nicht ertragen müssen.
00:29:30: vielleicht auch im Sinne von ich bin ihnen nicht wichtig genug weil sonst würde die Person ja nicht weggehen.
00:29:36: Gerade wenn es zu Konflikten kommt ist dieses Fluchtthema, was je nachdem wem du begegnest potenziell sehr schlecht belegt ist.
00:29:45: Dieses nicht klären wollen wird einem immer sehr negativ ausgelegt.
00:29:50: Du willst das dir eigentlich also nicht wichtig?
00:29:52: So nee ich habe nur keinen Bock mit dir in den Kampf einzutreten und mit dir jetzt gerade zu reden während kein rationales Gespräch stattfinden kann was lösungsorientiert ist weil nämlich hier gerade wer auf eine Stressreaktion beide unterwegs sind, da ist ein Gespräch halt einfach nicht mehr möglich.
00:30:10: Jedenfalls nicht eins mit einem
00:30:12: klaren
00:30:13: Blick und oder genau das andere, ich sag mal so einen typischer Milo-Typ der geht halt voll rein und das finden dann wieder anderen Menschen super unangenehm.
00:30:24: so auch warum kann diese Person sich nicht mehr zurückhalten?
00:30:26: Warum muss er immer so aggressiv sein?
00:30:29: Mir ist auch interessant, dass es ein der ist bei mir in meinem Kopf.
00:30:33: Aber jetzt gibt's natürlich auch ein wendlicher Wachierhandzug!
00:30:41: Und ich glaub, das macht natürlich auch was, je nachdem wie wir selber aufgebaut sind.
00:30:45: Das ist so ein bisschen das, was ich ja zwischenzeitlich auch anklingen hab lassen.
00:30:48: Ich bin ja potenziell auch jemanden der eher konfliktvermeidend ist.
00:30:52: Grundsätzlich eher harmoniebedürftiger.
00:30:55: von der Grundstatur glaube ich her
00:30:59: und
00:30:59: ... Everybody's Darling!
00:31:00: Wie war keine Probleme machen?
00:31:02: Sonst habe ich danach einen Schuldgefühl.
00:31:05: Also es war schon mehr nachdem ich gelebt habe.
00:31:08: deswegen konnte ich mit Teddy kleine zusammengekauerte Drops war und so total für die große weite Welt konnte ich viel besser umgehen als Milo, der Rüpel in Anführungsstrichen wie er sich am Anfang halt einfach gezeigt hat.
00:31:21: Mit dem ich dann auch irgendwie ... da hatte ich eine Assympathie!
00:31:24: Es hat auch wirklich lange gebraucht bis ich mit meinem Herz aufnehmen konnte.
00:31:34: das war wirklich anders.
00:31:35: Wie gesagt Teddy war halt so dass der Seelenhund geführt und Maino kam rein und hat erst mal alles durcheinandergebracht.
00:31:43: Das ist ein Teil, die bei mich geglaubt habe zu denken.
00:31:46: Und sein!
00:31:47: Ja... Und das hat mich vor großer Herausforderung auch mit ihm in der Beziehung gestellt ehrlicherweise.
00:31:53: Mit mir auch?
00:31:53: Mit meiner Beziehungen?
00:31:54: Mit mir aber auch?
00:31:56: Aber auch mit dem?
00:31:57: Das eine war der Comfort-Ding, also das andere war der Hund der quasi Selbstwertstärkung.
00:32:04: Das hast du genauso gesagt, ne?
00:32:06: Du bist okay so wie du bist!
00:32:08: Das war da und dann kamen... So, und haste Bock noch ein bisschen zu wachsen.
00:32:13: Genau!
00:32:13: Und jetzt Herausforderungen?
00:32:14: Jetzt war doch einfach los geht's jetzt.
00:32:16: Genau.
00:32:17: Jetzt hast du genug Fundament... ...jetzt können wir auch ein bisschen was machen mit dem Fundament.
00:32:22: So ungefähr ich glaube ja wirklich das ist schon so es dass man häufig das Tier den Hund bekommt den man braucht.
00:32:28: Ja und das war schon so.
00:32:32: Deswegen ist es schön dass du es angenommen hast weil auch da gibt es immer mehrere Möglichkeiten was man machen kann damit.
00:32:39: Du kannst das Als du, ich kann's nicht und kannst dich darin verfangen.
00:32:45: Und der wird bestimmt natürlich dein Studium dir auch geholfen haben oder du kannst es halt sehen als okay.
00:32:51: Das ist eine ganz schöne Herausforderung.
00:32:52: was sehe ich noch nicht?
00:32:53: Wo will ich noch nix hingucken?
00:32:55: Was is da?
00:32:57: Wozu lädts mich ein?
00:32:59: Das hat sich immer so bisschen... Es lädt einen ja nicht ein sondern das ist hier eigentlich eher... Welchen Schlag mit dem Zaunfall kriege ich hier gerade ab?
00:33:07: Wenn ich nicht mehr ertragen will.
00:33:11: Das ist immer so, das ist ja
00:33:12: kein ...
00:33:13: Es ist ja nicht eine Geburtstagseinladung, die nett verpackt ist und so.
00:33:18: Sondern es ist echt tatsächlich eigentlich...
00:33:20: So!
00:33:21: Hier hast du das Geschenk!
00:33:24: Genau!
00:33:24: Siehst du das?
00:33:25: Die Kacke am Dampfen.
00:33:26: Möchtest du jetzt reinigen oder möchtest
00:33:28: weggucken?!
00:33:30: Ja!
00:33:31: Ja, du also ... Schön, schön bildlich dargestellt.
00:33:35: Es war ein... Ein nicht gewolltes Geschenk.
00:33:37: und dann aber ich glaube was mich schon hilft ist meine Wertvorstellung.
00:33:40: also einer meiner größten Werte in meinem Leben ist Weiterentwicklung Und das auch immer.
00:33:45: aus dieser Brille betrachte Ich viel die Welt und mich selber auch und alle Herausforderungen Die sich so im leben stellen habe ich schon früher auch als Möglichkeit zu wachsen interpretiert und von daher War das auch was wo ich nicht nachlassen wollte bisschen.
00:34:00: der traurigere punkt ist ... dass mein Erster und Teddy dann tatsächlich recht schnell, nachdem wir... also ich bin ja dann ... ... ja ... ... zwei tausend siebzehn.
00:34:10: Das ist ja wie gesagt mein Partner zu uns gekommen.
00:34:13: Wir waren dann plötzlich erst zu dritt im Januar und dann zu viert im April ... ... zweitausendsebzehnt.
00:34:19: Da kam dann Milo eben mit dazu in dieser Wohnung.
00:34:21: Und dann wurde ich im Oktober ... ... zweitausends zwölfzehnte für das Studium angenommen in Ulm!
00:34:27: Tatsächlich mit klinischer Psychologie als Hauptfach.
00:34:30: Und ich war so, ja doch, Therapeutenberuf!
00:34:33: Ich kann doch kommen und eigentlich da auch so ein ganz toller wichtiger Entwicklungsschritt dann nochmal gewesen.
00:34:40: So dieses...ich sehe wieder das was andere sagen ist nicht so unbedingt die Grenze.
00:34:46: Es gibt vielleicht auch eigene Erfahrungen, die man machen kann und relativ bald nachdem wir...
00:34:55: Das musst du mir jetzt sagen, ich habe den Zusammenhang nicht verstanden.
00:35:01: Ich habe es nicht gut genug erklärt glaube ich.
00:35:03: Es haben ja die Menschen.
00:35:05: im Bachelorstudium wurde immer gesagt mit Lehrlernen und Trainingspsychologie werdet ihr nie in einen Master kommen mit klinische Psychologie was ihr dann wiederum braucht um quasi psychotherapeutin werden zu können.
00:35:16: Und von daher war ja immer, genau.
00:35:18: Immer so diese Haltung.
00:35:20: ich werde es nicht schaffen.
00:35:20: Ich kann meinen Ziel wahrscheinlich nicht erreichen und als ich dann in Ulm angenommen wurde das war so ein großes... Ich werde's doch schaffen!
00:35:27: Oh mein Gott!
00:35:28: Ja, genau da war so.
00:35:30: Da wieder Party und total gefreut, so innerlich ganz großer wichtiger Abschnitt.
00:35:36: jetzt gehts nämlich wirklich dahin wo ich hin will und da gibt´s auch keine Zweifel mehr dran.
00:35:44: Ja, der große Einschnitt, der emotional ganz schön was gemacht hat.
00:35:47: Nämlich Teddy ist an Krebs erkrankt.
00:35:50: Das war dann für mich ehrlicherweise so ein richtiger ... wie soll ich sagen?
00:35:55: Das hat mich richtig aus der Bahn geworfen von der Zeit lang!
00:35:59: Also es kommt so wellenweise immer mal wieder.
00:36:02: Er ist jetzt tatsächlich dieses Jahr vier Jahre tot gewesen und an seinem vierten Todestag quasi.
00:36:11: das war so für mich Das hat mich noch mal so richtig eingeholt.
00:36:16: Ich habe noch einmal geheult wie ein Schlosshund und mir die Bilder angeguckt, echt so gedacht, ich kann Patientinnen und Patienten, die mir von ihrer Trauerberichtung so gut nachvollziehen.
00:36:30: Weil es mir auch so geht, dass sie immer wieder kommt.
00:36:34: Dass das nie ganz weg ist.
00:36:35: Ich würde sagen der Schmerz hat sich verändert aber das ist schon immer noch spürbar... So eine Lücke da ist, ja.
00:36:48: Da ist kein Kapitel.
00:36:49: was du abschließen kannst?
00:36:52: Nee.
00:36:54: Ich glaube das heute halt leichter fällt ist das Betrachten der schönen Momente und dass wirklich auch fühlen der schöneren Momente.
00:37:03: Das konnte ich auch in der Trauerphase also in der ganz akuten Trauer Phase schon, dass sich das betrachten konnte und sehen konnte.
00:37:11: Guck mal!
00:37:14: Da waren so viele schöne Momente Aber das war immer mit einem ganz starken Schmerz verbunden.
00:37:19: Wie scheiße, dass ich die jetzt nicht mehr habe!
00:37:21: Weißt du?
00:37:21: Wie scheisse, dass sich das jetzt nicht erlebe und das ist heute tatsächlich anders.
00:37:26: Heute kann ich die schönen Momente wirklich einfach als schön fühlen ohne den Schmerzen gleich immer mitzuspüren.
00:37:38: Es stehen lassen.
00:37:39: Ja genau.
00:37:43: Das war wirklich, würde ich sagen dann nochmal so ein ganz großer Einschnitt.
00:37:48: Die Erkrankung hat sich auch über zwei Jahre gezogen.
00:37:52: Eineinhalb Jahre, das hätten die Ärzte damals gar nicht gedacht, da die hatte einen riesengroßen Tumor im Hals... Und ich hatte tatsächlich am Ende immer Sorge, dass ich nach Hause komme und eher, dass sich ihn erstickt vorfinde.
00:38:06: Weil das war so die Profizeilung wenn man es zu lange anstehen lässt.
00:38:10: Also es hat schon auf die Speiseröhre gedrückt.
00:38:12: der Tumor, der bei ihrer Operabe also den konnte man nicht mehr operieren weil er schon so nah an diesen Strukturen saß Dass die Wahrscheinlichkeit, dass er dann entweder behindert oder schon gleich da in der OP verstorben wäre groß war schon anderthalb Jahre bevor er dann tatsächlich verstorbt ist.
00:38:27: Als das alles so raus kam.
00:38:29: Und dann am Ende habe ich immer mehr gemerkt, er hat Schwierigkeiten beim Fressen.
00:38:34: Er kann immer weniger ... Ich sag mal einen guten Eindruck gemacht wenn es ums Luftschulen geht.
00:38:40: Er hatte manchmal Momente wo er geschlafen hat und dann hat er aufgehört zu atmen.
00:38:44: Dann ist er quasi so wachgebotscht.
00:38:48: Und ich dachte schon oh Gott das war sehr furchtbar!
00:38:52: Dieses Reihenziehen von Luft.
00:38:54: dann plötzlich, es war jetzt ein bisschen zu stark menschlich glaube ich.
00:38:57: Es war halt mehr hundetypisch, dass er da schon diese Hunde Geräusche gemacht hat aber schon sehr dieses Reihenziehen von Luft wo ich mir gedacht habe, boah!
00:39:07: Jetzt muss ich diese Scheiß-Entscheidung treffen und ich hab mich für die Entscheidung überhaupt nicht bereit gefühlt ehrlich gesagt.
00:39:15: Entscheidungen zu treffen wann ein Hund geht oder nicht geht wenn er noch weiterleben darf oder nicht leben darf Richter und Henker oder wie sagt man, gefühlt Gott zu spielen.
00:39:25: Das war ganz, ganz schwierig.
00:39:28: Und ich glaube wenn ich alleine gewesen wäre hätte ich diese Entscheidung noch rausgezögert.
00:39:34: also wir hatten den Termin vereinbart zur Euthanasie und Ich habe an dem morgen aber auch richtig gut drauf gewesen.
00:39:40: als er wieder draußen im Wald rum gesprungen und hatte Gefühl die beste Zeit seines Lebens ist in den Pfützen da rum gesprühen fand es richtig gut habe ich meinen Partner angucken, hab gesagt treffen wir hier die richtige Entscheidung.
00:39:55: Und dann sagt er es ist ja nicht so als hätte er keine Lebensqualität mehr.
00:39:58: aber wenn du mal drauf guckst ist sie schon deutlich geringer geworden und die Gefahr dass er tatsächlich erstickt wird gerade immer mehr.
00:40:07: Er is deutlich weniger und das ist eigentlich untypisch für Teddy.
00:40:11: Du kennst Teddy, Teddy ist eine Fressmaschine normalerweise und der hat manchmal tagelang nix gegessen.
00:40:17: Der war Rappeldür, ähnlich Tür wie wir ihn am Anfang bekommen haben.
00:40:20: und dann sagte er weiß so ist es nicht besser ihn vielleicht mit einem guten Gehen zu lassen als wenn's eigentlich wirklich gar nicht mehr geht.
00:40:30: Weil das wird nicht mehr besser werden.
00:40:31: Das wird ja jetzt nur noch schlimmer Es wird ja immer weiter abbauen.
00:40:36: Und ich hab echt gesagt ne ich glaube ich würde es gerne noch weiter probieren ... und hätte ihn weiter leiden lassen.
00:40:41: Und mein Partner hat gesagt, du... Ich finde das so eigentlich nicht in Ordnung.
00:40:45: Mach dir nochmal wenn du rational drüber nachdenkst Gedanken darüber ob du es wirklich so siehst.
00:40:50: Das hat mir geholfen aber eigentlich emotional war ich noch nicht bereit.
00:40:55: Ehrlicherweise.
00:40:58: Ja.
00:40:59: Ja!
00:41:00: Ich glaube dass ist man auch vielleicht nie keine Ahnung.
00:41:03: Ich weiß auch nicht ob es drei Wochen später anders gewesen wäre.
00:41:06: Ja ich habe auch gerade überlegte dieses... Allein nur den Gedanken daran, diese Entscheidung zu treffen ist für mich... kann ich nicht irgendwo in meinem Kopf vergleichen mit irgendwas was ich kenne.
00:41:23: Deswegen ist jeglicher Aussage jetzt so ein gedacht Ding.
00:41:30: Das was irgendwie immer alle sagen ist dieses du wirst dafür nicht bereit sein.
00:41:35: Ich weiß es nicht.
00:41:35: ehrlicherweise Menschen sagen ja so viel und das kommt dann ganz anders.
00:41:41: deswegen.
00:41:43: Aber ich kann es verstehen.
00:41:45: Vor allen Dingen, wenn dann dieses ... Man sieht das da doch noch Kraft da ist in dem Tier, glaub' ich.
00:41:55: Also ich kann nachvollziehen dass du das super hinterfragt hast ob das die Richtige und ich glaube es gibt gar nicht richtig oder falsch auch da wieder.
00:42:05: Ja ja Das ist richtig.
00:42:09: Ich glaube auch ... im Nachhinein betrachtet, mit jetzt viel Distanz.
00:42:14: Ich habe auch gerade gemerkt... ...ich hab übrigens die Zahlen durcheinandergebracht letztes Jahr waren vier Jahre heute also dieses Jahr sind es fünf Jahre,... ...aber das zeigt ja auch schon wieviel Distanz das bekommen hat, dass ich da nicht mehr so mitrechne und noch das nicht mehr alles ganz genau auf dem Schirm habe.
00:42:26: Das ist eigentlich für mich persönlich ein gutes Zeichen.
00:42:31: Gleichzeitig mit dieser Distanz schaue ich drauf und sage Es war passend so weil er konnte in einem Zustand gehen wo's ihm Nicht so schlecht ging, dass er wirklich keinerlei Lebensqualität mehr hatte.
00:42:45: Er musste nicht so stark leiden... ...dass man sagt was haben wir eigentlich gemacht?
00:42:49: Weil das wäre auch so.
00:42:50: ich glaube die andere Seite hätte ich das noch weitergezogen und weitergezogen Und im schlimmsten Fall jetzt gehen wir mal da rein.
00:42:56: Im schlimmsten fall wäre tatsächlich erstickt.
00:42:58: Ich glaube das hätte ich mir mein ganzes Leben lang massiv vorgeworfen.
00:43:02: So ich habe den ich aus Angst diese Entscheidung nicht getroffen vielleicht aus aus Eigennutz, aus Egoismus diese Entscheidung nicht getroffen und dadurch musste man hier was ich so abgöttisch liebe.
00:43:14: So leiden wegen mir!
00:43:17: Das wäre für mich viel schlimmer in der Verarbeitung gewesen mit diesen Gedanken entgegenzutreten.
00:43:24: Ich weiß dass die sicherlich sehr verzerrt sind Und gleichzeitig weiß ich das es in mir diese Gedanken gegeben hätte und von daher bin ich froh dieser Entscheidung so getroffen zu haben Nicht weil gar nichts mehr ging.
00:43:38: Es wäre sicherlich, wir hätten bestimmt noch ein paar Wochen mit ihm überleben können.
00:43:42: So er hätte sicher auch noch ein Paar Wochen länger leben können und er hatte sicherlich auch noch tolle Momente haben können die ich ihm ein Stück weit dadurch genommen habe dass sich die Entscheidung getroffen habe.
00:43:54: aber das muss man halt auch dazu sehen.
00:43:57: es wäre insgesamt gesehen nie mehr gut geworden und es wäre auch potenziell immer bedrohlicher geworden.
00:44:04: Ich bin ja da schon jeden Morgen mit dem Gedanken raus kann ich ihn alleine lassen.
00:44:08: Er hat wieder nichts gefressen, er hat eben wieder so geschnauft.
00:44:12: was ist wenn ich nach Hause komme und der liegt da und es erstickt und ich war nicht da.
00:44:16: also die auch die Vorstellung von Ich bin dann nicht da oder auch eher erstickt das war eigentlich so Das wollte ich auf gar keinen Fall.
00:44:23: für ihn.
00:44:25: Ja das
00:44:26: stelle ich mir sehr ganz
00:44:26: furchtbar und
00:44:27: ja genau Und dann auch Milo noch dabei.
00:44:32: Also Ist ja für das Tier dann auch noch traumatisieren noch dazu für alle Beteiligten.
00:44:39: Für mich wär's furchtbar gewesen, für Teddy der Horror gewesen und für Milo, der damit leben muss, dass er auch nichts tun kann.
00:44:46: Und da das andere Tier vor seinen Augen qualvoll stirbt?
00:44:51: Weiß ich jetzt nicht.
00:44:54: Das wäre alles nicht wünschenswert gewesen.
00:44:58: Von daher war es aus heute betrachtet total passend.
00:45:02: Und für mich richtig damals emotional war ich eigentlich nicht bereit.
00:45:13: Ja ist auch spannend, dass das beides existieren kann.
00:45:17: Dass du es heute als richtig einstufen kannst für dich und also es war gut so.
00:45:24: Und es trotzdem damals in dem Moment einfach auch Stimmen gab die dagegen gesprochen haben.
00:45:33: Ja mehr es hat halt sich so angefühlt als würde ich eben schöne Momente rauben.
00:45:40: Als würde ich quasi die schönen Momente dir ja durchaus noch hatte als würde ich ihm die nehmen.
00:45:46: Und auch was ganz egoistisches, möchte ich auch ganz ehrlich sagen... Ich hab ihn dann halt nicht mehr!
00:45:52: Dann ist es halt final, ne?
00:46:00: Ja und ich glaube das sind alles Dinge, die vollkommen menschlich sind und mit dazugehören.
00:46:04: Also kann ich mir vorstellen dass das... also hört sich alles für mich einfach sehr schlüssig an, ich glaube so will ich's sagen
00:46:11: Ja
00:46:14: Voll
00:46:16: Ist es auch.
00:46:17: Es ist eine ganz schwierige Entscheidung.
00:46:19: Ich habe da gerade einen Patient in den Fall gehabt, wo es um aktive Sterbehilfe, also die Anspruchnahme von aktiver Sterbehhilfe der Schweiz ging.
00:46:31: Der Mann ist krebserkrankt und ist auch finalkrebser krankt.
00:46:36: Sollte jetzt palliativ verlegt werden?
00:46:38: Und er hat gesagt ich möchte eigentlich nicht mehr.
00:46:41: Ich möchte nicht diesen letzten Weg noch weiter leiden.
00:46:45: ... für seine Frau und für sein Umfeld ist das ganz, ganz schwierig auszuhalten.
00:46:53: Und ich glaube da kann ich vor dem Hintergrund meiner eigenen Biografie... ...vor dieser finalen Entscheidung die ich auch zu treffen hatte,... ...für jemand anderen jetzt in dem Fall,... ...kann ich auch nochmal anders drauf gucken und sehr viele nachvollziehen.
00:47:10: Sowohl sag' ich mal... der Mann, der diese Entscheidung so sieht als aber auch die ganzen Gefühle, die ja jetzt im Außen ausgelöst werden dadurch.
00:47:20: Dafür ist es wieder hilfreich für mich therapeutisch.
00:47:26: Wie wär's für dich gewesen?
00:47:27: Also ich weiß schon schon sehr... ganz natürlich...
00:47:32: also hypothetische Frage.
00:47:33: Danke genau das war das Wort was ich gesucht habe.
00:47:37: eine sehr hypothetiche Frage bei.
00:47:38: wenn Teddy hätte sagen können was sein Wunsch gewesen wäre hättest du das potenziell?
00:47:43: Meinst du es hättest dir leichter gemacht?
00:47:47: Ja, schon.
00:47:49: Aber ich glaube weißt du das wäre sicherlich wenn... Ich hab mich das ja immer wieder auch gefragt.
00:47:53: was würde er vielleicht wollen.
00:47:55: Ich glaube es wär sehr situationsabhängig gewesen in Momenten, wo er da kaum Luft gekriegt hat und nach Luft gerungen hat oder wo er morgens verzweifelt vor seinem Futter saß.
00:48:05: Und ich hab ihm angesehen, er würde gerne essen aber... Ich glaube, er hatte so starke Schmerzen da am Hals beim Schlucken dass er das nicht mehr wollte und der hat dann immer so ein Stück im Mund genommen und dann drauf rumgekauert und wieder ausgespuckt.
00:48:17: Das glaub' ich mal an die Momente wo er mich dann auch so angeblickt hat wo er so gedacht hat Boah Mama Lass es hier einfach gut sein lass mich einfach gehen.
00:48:28: Und dann gab's halt die Momente, wenn er dann draußen wie gesagt da irgendwo im Teichplanschen war oder wo er draußen dann irgendwelche Blätter gejagt hat.
00:48:37: Oder ein Stöckchen gebracht hat.
00:48:39: Wo er das ganz anders gesehen hätte und gesagt hatte hey das Leben ist grad voll cool!
00:48:44: Einfach weil das jetzt und hier halt so präsent für ihn mit Sicherheit ist.
00:48:48: Das haben Kinder und Tiere uns ja so'n bisschen... Uns erwachsen ein bisschen voraus dass sie halt sehr viel im Jetzt-und-Hier sind.
00:48:55: Wenn es gerade gut ist, ist grade gut.
00:48:58: Ja, ich hab das auch gerade gedacht.
00:49:01: Guck mal wie cool der Schmerz da ist.
00:49:06: und dann
00:49:07: gibt's
00:49:08: Schnips den nächsten Moment, da ist das Leben da.
00:49:10: Und dann Schnips gibt es den nächsten moment wo was anderes präsent ist?
00:49:16: Das konnte ich bei ihm auch wirklich sehen.
00:49:20: In dem Moment wenn er draußen rumgesprungen ist, war ja nicht der kranke Hund!
00:49:24: Ich glaube auch nicht dass das irgendwo ein Anteil in seinem... ... bewusst sein hatte, dass er eigentlich krank ist.
00:49:29: Der war da einfach nur freudig und glücklich!
00:49:33: Nicht Teil seiner Identität.
00:49:34: würde man es ... ... ersetzen wollen auf den Menschen?
00:49:38: Ja!
00:49:39: Und du, das ist das Verrückte... Ich hatte das unserer anderen Schwester in dem Telefonat mal damals gesagt gehabt.
00:49:45: Das war kurz nachdem ich erfahren habe,... ...dass Teddy eine Erkrankung hat die ihm das Leben kosten wird.
00:49:49: Und dass das wahrscheinlich auch nicht mehr allzu lange so sein wird,... ...das er noch am Leben bleiben kann.
00:49:55: ... sagte sie dann quasi so dieses, was ist eigentlich das Schlimmste für dich jetzt gerade?
00:50:01: Kannst du es benennen.
00:50:02: Und dann habe ich so drüber nachgedacht und hab zu ihr gesagt, weißt du, ich glaube das Schlammste is', dass ich ihn jetzt mit anderen Augen angucke.
00:50:09: Ich habe vorher immer dieses unbelastete... Freie, ich hab ihn angeguckt und es war einfach unbeschwert in allem.
00:50:20: Die ganze Beziehung mit ihm gefühlt für mich war unbeschwert.
00:50:23: Und dann habe ich ihn angeschaut und er war immer für mich dieser kranke Arme und der bald sterben wird.
00:50:29: Weißt du?
00:50:31: Dieser Blick, der sich so verändert hatte auf ihn... ...und das war eigentlich
00:50:35: eine neue Sortierung gefunden hat!
00:50:37: Genau, und immer dieser Blick auf ihn ist alles okay.
00:50:42: Muss ich reagieren?
00:50:43: Müssen wir zum Arzt?
00:50:43: Ist jetzt irgendwas... Wie geht es weiter mit ganz vielen Sorgen eben behaftet?
00:50:49: Dieses Unbeschwerde war weg.
00:50:51: Das war eigentlich das schwierigste Anfang für mich.
00:50:55: Spannend!
00:50:56: Also tatsächlich super interessant.
00:51:02: Ich habe das von Eltern die behinderte Kinder haben schon mal so in der Art gehört Dass das einfach immer mit rein spielt und dass da eine latente Sorge ist.
00:51:22: Selbst wenn sie nicht wollen, es ist einfach irgendwie da.
00:51:24: Es läuft irgendwie mit.
00:51:29: Ja.
00:51:30: Das ist glaube ich so die Art und Weise wie wir dann halt... Wir haben ja einen Emotionstopf in uns würde ich mal sagen die da dann diesen Topf füllen.
00:51:44: in der Beziehung mit dem Tier, mit den Menschen, der vielleicht beeinträchtigt ist verändert sich schon auch aufgrund dieser Erkrankungen, dieser Thematik.
00:51:55: Das ist so ein bisschen wie wenn wir einen Vertrauensbruch erlebt haben.
00:51:59: Vielleicht können wir es damit sagen?
00:52:00: Die Beziehungen wird danach erst mal lange... Genau diese Gefühle, die halt eben dieser Vertrauensbruch erzeugt hat.
00:52:10: Das mag auch teilweise sehr wahrscheinlich individuell sein aber so das wird immer an der Oberfläche in unserem Emotionstopf sein und es dauert eine Zeit bis sich das verändert.
00:52:22: Und ob das überhaupt jemals wieder rausgeht ist dann auch noch mal ne Frage.
00:52:26: Das ist vielleicht auch sehr individuell.
00:52:28: Ich glaube aber, dass diese Emotionen dadurch sehr weit präsent, sehr weit oben in diesen Emotionstopf sind und dadurch diese Unbeschwertheit wegmachen.
00:52:36: Ich hab das auch übrigens schon mal bei TraumapazientInnen, habe ich das auch schon gehört.
00:52:41: Die dann einfach sagen uns seitdem war mein Leben nicht mehr unbeschwert.
00:52:45: oder Menschen die über ihre Kindheit berichten und sagen da war ich noch unbeschwert und dann ist das ein passiert-Schuleintritt was auch immer ... Und dann war das Leben nicht umbeschwärt Ist eigentlich spannend, oder?
00:53:04: Ich bin auch gerade am durchgehen parallel dazu.
00:53:10: Es macht ein unglaublich weites Feld auf um es mal sehr wenig konkret zu formulieren aber das ist schon spannend.
00:53:26: woher auch diese identären Verknüpfungen?
00:53:30: ich würde es glaube ich so formulieren eher Das und das, deswegen dass und das.
00:53:38: Also es entsteht ja gefühlte Verknüpfung oder eine Verbindung die... ...die dadurch wachgerufen wird in einem selbst.
00:53:47: Weißt du was ich meine?
00:53:47: Mhm.
00:53:49: Du kriegst Diagnose dein Hund ist krank und sofort... ...wird irgendeine Erinnerung vielleicht oder ich weiß nicht wie's funktioniert.
00:53:56: ne aber es wird irgendwas in dir... ...wachgerufen,... ...dass den anderen Filter quasi aufsetzt.
00:54:03: Ah!
00:54:03: Das sagt.... Okay.
00:54:07: Würde ich bei mir zumindest sagen, in meinem Kontext?
00:54:09: Ja okay, ja.
00:54:11: Angst, Angst zu verlieren, Angst nicht irgendwas nicht zu erkennen.
00:54:16: Vorwürfe auch an mich selber, warum habe ich es nicht früher erkannt?
00:54:19: Schuld.
00:54:20: Genau, Schuld.
00:54:24: Trauer auch da schon, warum passiert uns das?
00:54:28: Warum muss es so kommen?
00:54:29: Ich habe jetzt gerade die Therapiebekleidung der Ausbildung mit ihm abgeschlossen.
00:54:32: Jetzt wollte ich gerade mit ihm therapeutisch tätig werden und dann kommt eine Diagnose, warum darf er nicht bei uns bleiben?
00:54:41: Und was da aber schon auch kamen das ist ganz interessant.
00:54:45: Da hat damals die Therapiebekleidhunde, Ausbilderin auch ein bisschen entsetzt drauf reagiert.
00:54:50: Als ich ihr das so beschrieben hatte, erinnere ich mich.
00:54:52: Ich habe ihr geschrieben dass Teddy leider erkrankt ist und wir deswegen nicht therapeutisch arbeiten werden weil sie auch danach gefragt hat wie es so läuft.
00:55:01: Und da hat sie geschrieben, dass ihr das unglaublich leid tut und was passiert ist.
00:55:04: und dann haben wir so ein bisschen hin und her geschrieben und dann hab' ich gesagt, ich weiß du?
00:55:08: Ich glaube aber, dass das aus einem guten Grund passiert ist.
00:55:11: Dann sagte sie Aha!
00:55:13: Aus welchem Grund
00:55:14: denn?!
00:55:15: Dann hab ich zu ihr gesagt, weißt du?
00:55:16: Ich hab schon länger gemerkt ... dass der Atem bei ihm auffälliger ist.
00:55:22: Der hat immer so ein leichtes, ganz leicht das Röcheln gehabt.
00:55:25: So eine Nacht, wie so einen Schnarchenröchel.
00:55:27: Ein Weasing!
00:55:28: Genau, so ein bisschen mit dabei beim Atmen.
00:55:32: Und dann habe ich aber gedacht, ja gut, er wird jetzt auch älter und jetzt ist da auch schon neun.
00:55:37: Oder ach, glaub ich war da.
00:55:39: Ja jetzt wird er vielleicht älter.
00:55:41: Ach der hat ja auch so einen schwabbeligeren Halt.
00:55:43: Vielleicht wenn er dann irgendwie drauf liegt ne?
00:55:46: Es kommt es vielleicht auch
00:55:47: daher...
00:55:48: Ich hab immer irgendwelche Ausreden gefunden.
00:55:52: Ich war ja auch immer regelmäßig zum Check-up bei ihm.
00:55:54: Also von daher ärztlich ist alles abgeklärt und ich brauche nicht mehr genau hingucken.
00:55:59: einfach auch nicht so hingeguckt und nicht so hingefühlt.
00:56:03: vielleicht, was ist das eigentlich für mich?
00:56:06: Ich hab sehr schnell bagatellisiert und weggeschoben.
00:56:08: Und das kenne ich halt aus dem Umgang mit mir selbst.
00:56:11: Dann habe ich damals gesagt, ich glaube, Taddys Erkrankung soll auch mich wachrüttern ein bisschen mehr hinzugucken und hinzuspüren statt zu bagatellisieren.
00:56:22: Das mache ich nämlich bei mir selber auch ganz gerne.
00:56:24: Hat sie gesagt, das ist ein krasses Reframing.
00:56:28: Also so ... sehr positiv ausgedrückt.
00:56:31: Aber ich hab das damals schon in einer wirklich schweren Zeit für mich verstanden, dass ich daraus auch was sehr wertvolles mitnehmen kann.
00:56:42: Dass es trotzdem scheiße ist?
00:56:46: Und vielleicht
00:56:46: war das genau du dahin spüren.
00:56:49: Vielleicht kam das Reframing genau daher, dass du dahin gespürt hast.
00:56:54: Und vielleicht kann sie es nicht nachvollziehen und sagt okay... ...das ist ein sich jetzt was Positives finden, damit man sich dran festhalten kann?
00:57:05: Und ja, vielleicht war's auch das.
00:57:07: Mit Sicherheit!
00:57:08: Aber vielleicht war es auch einen in sich selbst reinhören und da in das reinspüren, was du eben fühlst und siehst und das verbalisieren.
00:57:21: Ja, ich glaube auch da wieder Scheiße zu utilisieren.
00:57:28: Wie gesagt, dass es scheissebar steht ja auf... Also das ist ja indiskutabel natürlich!
00:57:33: Ist es furchtbar?
00:57:33: Ist es scheiß?
00:57:34: Das hat ganz viele unangenehme Emotionen hervorgerufen und anerkennen zu können, dass mir vielleicht etwas sagen darf, dass sich vielleicht etwas lernen darf, Dass ich's vielleicht nutzbar machen kann.
00:57:46: diese schwierige Situation für mich in meinem Leben Das hat es... Es hat mich zumindest von der anderen Seite gezeigt.
00:57:55: Ich wollte jetzt sagen, das hat's leichter gemacht aber das stimmt eigentlich nicht!
00:57:57: Es hat mir einfach nur die andere Seite auch aufgezeigt.
00:58:00: Es ist nicht halt alles nur schwarz so.
00:58:03: Ja.
00:58:07: Total.
00:58:08: Das ist die andere seite der Medaille und wenn du sie dir selber geben kannst, ist ja mega.
00:58:13: also das ist ja wirklich was was ich glaube ein Grundstock von Resilienz mittlerweile zumindest für mich als genau dieses okay dass is scheiße Das verändert sich auch nicht.
00:58:25: übrigens, indem ich sage es ist glänztgold.
00:58:28: Ist das einfach trotzdem Scheiße?
00:58:31: Und... Ich kann aber sehen dass das auch ein Vorteil für mich hatte und ich kann ihn auch spüren.
00:58:41: Dass dann die Königsdisziplin... Na ja!
00:58:46: Refrain von außen angeboten zu bekommen und hinzunehmen ist ja mal das eine.
00:58:49: Aber wenn ich das intern ablehne Weil ich das überhaupt nicht zulassen kann, weil ich es intern überhaupt nicht spüre und weil ich da überhaupt nicht darauf zugreifen kann.
00:58:57: Dann kann ich mir das zehnmal einreden und das bringt nichts außer noch größere Dessonanz in meinem System.
00:59:01: was ist tatsächlich eher schlechter als besser macht.
00:59:04: Vollkommen richtig!
00:59:06: Das ist glaube ich das Gute.
00:59:08: wenn man für sich selber erarbeitet, weil mein selber glaubt sich halt also so... Also.. Ich glaube für mich ne?
00:59:16: Glaube ich mir schon häufiger als anderen
00:59:24: Da bin ich dabei, aber ich bin halt auch sehr kreativ deswegen.
00:59:26: Ich hatte schon auf jeden Fall Situationen wo so ein Refame kam und ich mir dachte ja hast du dir wieder nett hingedacht und hingedichtet?
00:59:38: Wo es für dich halt nicht gepasst hat!
00:59:40: Genau definitiv.
00:59:42: Wo ich gemerkt habe mein Kopf hat mir das vorgeschlagen und mein System hat aber gesagt so
00:59:46: Ja
00:59:47: ja dein Kopf
00:59:47: verarscht jemand
00:59:48: anderen Genau, dein Kopf ist schon kreativ.
00:59:50: Ist schon klar!
00:59:51: Der kann dir das schön erzählen.
00:59:55: Oh Jule... Das bringt mich zu so einer interessanten Frage die nichts mehr mit meiner Biografie zu tun hatte ich mir aber trotzdem irgendwie super gerne mit ihr angucken würde.
01:00:04: Woher weiß ich eigentlich?
01:00:07: Hätte ich gerade letztes therapeutisch.
01:00:08: Wo her weiß sich eigentlich ob ich etwas will?
01:00:11: Ob meine Angst etwas will oder ob ich das will weil was außen was vor mir will?
01:00:17: Geil!
01:00:18: Und in wie vielen
01:00:19: Folgen möchtest du dieses Rabbit Hole begehen?
01:00:23: Lass uns zwanzig
01:00:24: draus machen.
01:00:26: Nur dann das nächste halbe Jahr uns begleiten.
01:00:28: Du hast schon eine krasse Frage
01:00:30: aber, oder?
01:00:31: Ich saß da echt und war so...ja.
01:00:34: Das ist ne gute Frage die sie da
01:00:36: stellen.
01:00:36: Oh ich kenn die Frage leider.
01:00:39: Ich habe sie auch schon ein paar mal für mich versucht
01:00:42: Zu beantworten.
01:00:44: Boah, lass uns da mal hingehen!
01:00:46: Ich kann bestimmt ganz viel lernen und ich freue mich sehr auf diesen Austausch.
01:00:52: Hast du das noch
01:00:53: nicht... Also hast du dir darüber noch keine... also hast du für dich selber diesbezüglich dir noch keine Gedanken gemacht?
01:01:00: Nicht in Bezug auf die Angst ehrlicherweise?
01:01:02: Dann nicht weil ich sagen würde ich... Meistens ist es bei mir Angst.
01:01:07: So, let's go!
01:01:09: So
01:01:09: nach Morda hab ich nicht, mach'
01:01:10: ich jetzt einfach?
01:01:12: Aber das stimmt ja nur zum Teil.
01:01:13: Genau.
01:01:14: Das stimmt auch nur zum Teil.
01:01:17: Der wichtigere Punkt wo ich mich das gefragt habe wer bin ich eigentlich wenn ich alle Meinungen von außen wegnehmen würde?
01:01:23: da hatte ich mich schon mal gefragt sozusagen.
01:01:25: also was würde ich eigentlich tun wenn ich alles andere von Außen weg nehmen würde.
01:01:30: Ja Aber es ist
01:01:31: gar nicht so einfach.
01:01:31: Ja, wenn ich keiner sein möchte.
01:01:34: Keiner
01:01:34: sein muss.
01:01:37: Das Spannende ist... Mit kurzen Worten zusammengefasst, ich komme trotzdem dahin, dass sich vieles das was ich schon bin gerne sein möchte.
01:01:45: und trotzdem bleibt aber weiterhin die Frage naja will ich das jetzt aber vielleicht auch nur weil ich von außen so geprägt wurde.
01:01:50: Who knows?
01:01:51: Wenn ich anders vielleicht aufgewachsen wäre mit anderen deren Erfahrungen mit anderen Vielleicht hätte ich dann jemand anderes sein wollen Weiß ich nicht Kann ich ganz schwer sagen?
01:02:01: Es ist ja niemand anders geworden.
01:02:03: Auch das, also super spannende Frage finde ich.
01:02:10: Total und jetzt vielleicht ganz kurz... Ich bin ja immer mal jemand wenn ich auf Instagram unterwegs bin tatsächlich schon in einer sehr speziellen Bubble glaube ich unterwegs nämlich die von diesen ganzen Business-Ownern und Entrepreneuren und was weiß ich Coaches.
01:02:29: Was da ganz häufig kommt, ist so dieser Spruch und morgen kannst du einfach jemand Neues sein.
01:02:34: Und das ist ja was wenn du dich mit Menschen die sehr über Identität reden, die sagen dir auch Ja, du kannst jeden Moment neu entscheiden wer du sein möchtest.
01:02:46: und ich merke dass da bei mir Ich höre das und ich finde es irgendwie cool auf der einen Seite und auf der anderen Seite weiß ich dass da ganz viel mit dazugehört, damit das möglich wird und ich merke, dass je mehr Ich mit mir in meine innere Souveränität komme es wirklich teilweise möglich wird bei gewissen Dingen.
01:03:14: Und dann kommt halt so dieses rein okay aber wovon hing das ab?
01:03:17: Was ist das?
01:03:17: was hat sich verändert?
01:03:18: Was braucht man eigentlich als Basis?
01:03:20: also bei mir kommt dann schon so dieses Wie kann ich das auch utilisieren?
01:03:24: Nicht nur für mich, sondern vielleicht sogar für andere.
01:03:26: Woran lag es denn jetzt konkret, dass sich das verändert hat und dass es auf einmal möglich wird?
01:03:34: Und wie viel davon ist ein cooler Spruch?
01:03:37: Ja
01:03:38: voll!
01:03:39: Der Kalenderspruch.
01:03:39: Der einfach nur so einen... ja genau tatsächlich.
01:03:43: Wie viele davon ist ... Weil?
01:03:48: Für mich mittlerweile.
01:03:50: Es kann sich morgen verändern.
01:03:53: Das, was du nicht gesehen hast ist wie viel Arbeit die Monate vorher reingeflossen ist damit es sich morgen verändert hat.
01:03:59: Manchmal ist tatsächlich diese Entscheidung, die dann auf einmal da ist und die du auch dann auf mal triffst der Grund warum du sie aber treffen kannst oder warum überhaupt eine Entscheidung existiert Ist ja weil du vorher gearbeitet hast die Entscheidung sehen zu können.
01:04:18: Und dann ist quasi das Treffen eigentlich nur noch dieses im außen dass innere ins Außen bringen
01:04:25: Richtig.
01:04:26: Und dann ist ja aber auch die Frage, wie stabil das Ganze ist finde ich und es ist tatsächlich das wo ich eigentlich wirklich hin wollte.
01:04:34: Da bist du wieder bei deiner Klientenfrage.
01:04:37: Also für wen habe ich das gemacht?
01:04:40: War das jetzt wirklich für mich oder war das im Außen angenehmer?
01:04:45: Das sagt eine große Frage!
01:04:48: Oder vielleicht auch, weil ich mal außen irgendetwas nicht wollte und davon weg wollte.
01:04:51: Und deswegen auf jeden Fall ... Ich merke wir müssen darüber eine Folge
01:04:56: machen, da lasst
01:04:57: es total spannend, weil ganz viele verschiedene Einflüsse haben auf uns!
01:05:02: Lass uns das gerne als Thema mitnehmen und lass uns nicht zu lange aufschieben.
01:05:06: Ich hab ganz großes Interesse an dieser Frage.
01:05:09: Ja, ich glaube das ist so was.
01:05:11: Da gibt es halt keine endgültige Antwort und das passt finde ich total in unser Podcast Format wieder rein einfach mal so gemeinsam Austausch zu schaffen und vielleicht ja auch mit der Community-Austausche zu schaffen.
01:05:21: Vielleicht habt ihr dazu ja dann auch Gedanken aber dass dann in der Folge die dazu
01:05:25: passt.
01:05:28: Jetzt ist erstmal... Ich glaube wir werden noch einen mindestens einen weiteren Teil deiner Biografie hören.
01:05:33: darauf freue ich mich.
01:05:35: Aber für dieses Mal haben wir erst einmal einen kleinen weiteren Teil deines Lebens beleuchtet.
01:05:42: Vielen Dank fürs offene Teilen und Teilhaben lassen!
01:05:45: Vielen Dank für's Zuhören,
01:05:48: bis zum nächsten Mal!
01:05:51: Damit sind wir am Ende von dieser Folge von gefühlt gedacht angekommen.
01:05:57: wenn dich etwas aus dieser Folge berührt hat Wenn du Gedanken, Fragen oder auch Themenwünsche mit uns teilen möchtest dann schreib uns doch einfach.
01:06:19: Und jetzt noch ein Aufruf in eigener Sache!
01:06:26: weiter zu wachsen.
01:06:27: Über Feedback, über Nachrichten, über geteilte Folgen mit all den Personen die es vielleicht aus deinem Freundes- und Bekanntenkreis interessieren könnte – über ein Follow auf Instagram und natürlich auch über eine Bewertung auf der Plattform, auf der du uns
01:06:41: hörst!
01:06:41: All das hilft uns dabei, zu wachsen und größer zu werden.
01:06:45: Danke dass Du heute dabei warst, dass Du mitgefühlt, mitgedacht und mitgehört hast Bis zum nächsten Mal bei Gefühlt gedacht, deinem Podcast rund um Menschliches erleben.
Neuer Kommentar