Mehr Weg, weniger Ziel: Wie der Druck den Genuss auffrisst

Shownotes

Warum fällt es manchmal so schwer, Hilfe anzunehmen oder Aufgaben abzugeben? 

Julia und Johanna erkunden unterschiedliche Gründe von fehlender Klarheit über enttäuschende Erfahrungen bis zur Freude daran, selbst etwas zu lernen. 

Themen der Folge:

- Vom Psychologiestudium zur Psychotherapie: persönliche Einblicke in den früheren Ausbildungsweg und die begleitende Promotion.
- Evidenz und Therapieerfolg: Was Studien, Metaanalysen und subjektive Einschätzungen aussagen können 
- Praxisgründung unter Druck: Wesentliches priorisieren und nicht alles zur Eröffnung fertig haben müssen.
- Unterstützung ermöglichen: eigene Vorstellungen klären, in Worte fassen und Aufgaben kommunizierbar machen.
- Kontrolle und Vertrauen: anderen ihren Weg lassen, mit eigenen Ansprüchen umgehen und Flexibilität bewahren wollen.
- Selbermachen als bewusste Wahl: Neugier, Kompetenzerleben und der Zusammenhang von Orientierung, Kontrolle und Selbstwert.

Ein Gedanke zum Mitnehmen: Nicht jedes Selbermachen bedeutet, nicht abgeben zu können. Manchmal ist gerade der Weg das, was wir selbst erleben möchten.

Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich willkommen zu Gefühlt Gedacht, deinem Podcast rund um menschliches Erleben.

00:00:08: Wir sind Julia und

00:00:09: Johanna und sprechen mit viel Herz und Offenheit über das was sonst nur in unseren Gedanken bleibt!

00:00:17: Hallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Folge gefühlt gedacht.

00:00:29: der wundervollen Biografie-Reihe von dir.

00:00:31: Ich find's so schön, dass wir bei dir auch mehrere Folgen machen.

00:00:34: Das ist natürlich irgendwie ... Finde ich schön zum Ausgleich.

00:00:40: und auf der anderen Seite fällt mir auf wie viel einfach sich im Leben auch ansammelt.

00:00:48: Selbst ... Wir gehen ja nicht in jedes Thema supertief rein.

00:00:52: aber guck mal, wie interessant auch einfach ein Leben ist!

00:00:58: So, das noch mal auf einer anderen Ebene ist mir aufgefallen.

00:01:01: Total!

00:01:02: Und dann wenn ich da so draufschauere denke ich manchmal wie perfide es eigentlich ist dass wir versuchen in Therapie irgendwie innerhalb von einer Doppelsitzung also zweimal fünfzig Minuten oder einer Dreiersitzung Also dreimal fünfzehn Minuten eine Lebenslinie zu legen mit all den prägenden Momenten die da so im Leben da waren.

00:01:20: und da denke ich so eigentlich ist dieser Anspruch doch auch irgendwie ja weird ganz weird.

00:01:25: Das glaube Das eigene Leben sprengt doch diese Kapazitäten auf jeden Fall.

00:01:31: Und wenn wir da alle wichtigen Punkte angucken wollen, könnten wir wahrscheinlich sogar noch viele weitere Podcast-Aufnahmen machen und so ist das bei jedem vermutlich.

00:01:41: Dass sie da eigentlich viel mehr zu erzählen hätten.

00:01:45: Ja die Frage ist immer wieviel Geschichte erzähle ich in zu jedem Einzelmoment?

00:01:51: Das ist glaube ich so.

00:01:52: die Frage

00:01:54: Absolut, und da gibt's ja auch ganz unterschiedlich.

00:01:56: Ich hab schon eine Lebenslinie legen können mit jemand Jungen ... Das ging problemlos in einer Sitzung, fünfzehn Minuten.

00:02:03: Weil die Person nicht viel preisgegeben hat im Sinne von tief reingehen oder so, sondern das war so ... Ja, da war das!

00:02:09: Da war das, und dann war das.

00:02:11: Das war prägend.

00:02:12: Fertig.

00:02:12: So ungefähr.

00:02:13: Also es ist sehr verkürzt natürlich aber ... Wie tief da jemand reingehen möchte?

00:02:20: Oder wie wenig tief vielleicht an der einen oder anderen Stelle ist ja auch sehr ... Individuell.

00:02:25: Total, auf jeden Fall!

00:02:27: Es ist auch spannend, fällt mir gerade ein so wenn man das am Anfang macht und dann eventuell nochmal nach je nachdem wie lange die Person bleibt vielleicht noch mal nach einem Jahr das Pflanze versucht zu legen wie dann vielleicht auch eine Veränderung sichtbar ist in genau dieser Dimension des Tiefgangs ...

00:02:48: wäre bestimmt riesig.

00:02:49: Das machen wir ja nach Traumatherapie auch, ne?

00:02:51: Dass wir am Anfang der Traumetherapie eine Lebenslinie legen und dann danach auch noch mal eine Lebens Linie legen... Und da sehen wir auch einen Riesenunterschied!

00:02:58: Und interessanterweise auch gewisse Hotspot-Momente die dann gar nicht mehr so benannt werden oder einfach gar nicht den Raum bekommen ist auch sehr, sehr spannend.

00:03:08: Oder andere Dinge plötzlich mit dazukommen und auffällig werden oder nochmal wichtig sind zu besprechen ... für die Patientinnen oder den Patienten dann auch noch mal zentral sind, ... ... nochmal dahin zu leuchten.

00:03:19: Die vorher gar nirgendwo erwähnt wurden in der ersten Leben.

00:03:23: Ja!

00:03:23: Also auch das, dass sich da dann noch mal neue Themen wieder aufmachen... und dann Raum dafür geschaffen werden kann,... wo vorher gar kein Bewusstsein dafür war oder auch umgedreht, ... so wie es einfach erledigt hat, das Thema.

00:03:33: Und nicht mehr so stark miet?

00:03:35: Ja!

00:03:37: Ja!

00:03:37: Spannend, da sieht man wieder, wie sehr unsere ... ähm ... Wie gefiltert eigentlich, wie gefiltern auch unser ... ... unser Gedanken und unser Geschichtserlebnis ist.

00:03:47: Also wie gefiltert unsere Vergangenheit wird durch... ...unsere innere Einstellung, will ich jetzt mal sagen um es ein bisschen zu abstrahieren?

00:04:00: Ja einfach auch die Repräsentation.

00:04:02: in welchem Moment kriege ich welche Repräzentationen von welchen Dingen?

00:04:05: absolut!

00:04:06: Und ich glaube auch dass da ein großer Bindungsteil ist.

00:04:09: wenn ich jetzt so überlege ich würde jetzt mit jemandem sprechen vielleicht ... der, die mich nicht kennen würde hier auch in dem Podcast.

00:04:16: Dann würde ich wahrscheinlich auch noch mal ganz andere Dinge erzählen... ... als die, die ich dir jetzt erzähle und also auch die Person,... ...die mir gegenüber ist glaube ich hat da einen großen Einfluss darauf.

00:04:27: was teile ich jetzt eigentlich?

00:04:29: Und in welches Detail gehe ich jetzt hier vielleicht auch rein?

00:04:31: Und natürlich auch die Nachfragen!

00:04:33: Also ich bin ganz ehrlich wahrscheinlich hättest du nicht auch entsprechende Nachfragen in den letzten... Podcastaufnahmen gestellt, wäre ich wahrscheinlich jetzt auch nicht in manche Themen so weit reingegangen.

00:04:47: Oder hätte die dann so ausgeweitet?

00:04:49: Vielleicht auch andere Themen noch weiter ausgeweitet.

00:04:52: Also das heißt da diese Dynamik, die ja dann auch passiert ist ganz natürlich und bestimmt aber auch ein Stück weit wie ich vielleicht eben dem Raum gebe oder Nichtraumgeber was ich da erzähle.

00:05:07: Ist schon ein krasses Zusammenspiel!

00:05:09: Absolut von... Ja, genau.

00:05:15: Voll!

00:05:17: Und interessanterweise ich habe ja diese Thema quasi Lebenslinie auch selber in meiner Selbsterfahrung gehabt und mit meiner Selbst-Erfahrungstandempartnerin die für mich erarbeitet und da gibt es schon so gewisse Punkte, die ich auch darbesprochen habe und die jetzt auch hier bespreche.

00:05:32: also da haben wir dann schon wieder auch Deckungsgleichheit würde ich sagen.

00:05:36: Also ganz komplett neu ist das nicht Logischerweise, weil ich meine ich hab ja jetzt auch keine neue Biografie geschrieben dafür.

00:05:44: Objes Lieb!

00:05:47: Und gleichzeitig ist es schon an der einen oder anderen Stelle das es da Abweichungen gibt wie weit ein Thema ausgeführt wird und ob ein Thema überhaupt ausgeführt wird und überhaupt darauf eingegangen wird.

00:05:57: also auch noch mal ein spannender Prozess für mich weil ich da schon merke dass es da eben auch gewisse Abweichungen gibt.

00:06:03: Und gleichzeitig auch Deckungsgleichheiten, die ja sehr spannend sind.

00:06:06: Warum erzähle ich trotzdem nochmal die und die Punkte wieder?

00:06:09: Oder warum erzähl ich die und den Punkt vielleicht nicht mehr?

00:06:12: Was sagt das eigentlich auch über mich?

00:06:14: Das ist super spannend!

00:06:17: Es ist total lustig, weil in meinem Kopf es so... Oh mein Gott!

00:06:21: Und in welche Richtung gehen wir jetzt?

00:06:22: Soll ich jetzt... Ich würde gerne beide Seiten wissen.

00:06:24: Ich würde gern wissen was ist gleich und was nicht gleich.

00:06:26: Was haben wir noch nicht besprochen und was haben wir schon besprochen?

00:06:28: Und was fehlt dann eigentlich noch?

00:06:31: Das ist so lustig bei deinem

00:06:32: Kopf

00:06:32: wirklich so ein kleines Männchen,

00:06:35: das jetzt

00:06:35: hin und her rennt.

00:06:37: Ja genau.

00:06:38: Welche Frage stelle

00:06:39: ich?!

00:06:42: Ich will so viel wissen, wo fange ich an?

00:06:47: Tatsächlich.

00:06:48: Das ist okay.

00:06:49: mit welcher Frage fange jetzt am besten... Auch wieder interessant was ist denn die beste Frage um da jetzt rein zu starten weil es natürlich also schöner kann.

00:06:59: also kann ein Steilpass schon nicht sein um eine Biografie Folge zu starte und ums biographisch vielleicht weiterzumachen.

00:07:10: Ja.

00:07:11: Was ist denn das?

00:07:12: Ich sag mal, wir sind stehen geblieben bei Teddy der den du gehen lassen musstest und dann auch direkt ich weiß gar nicht ob das im gleichen Jahr war.

00:07:25: Ich glaube es war im gleichem Jahr oder dass du umgezogen bist auch zum Masterstudium.

00:07:31: Lass mich überlegen nein tatsächlich nicht!

00:07:33: Ich bin zwei tausend siebzehn umgezogen für das Masterstudio.

00:07:38: Ich bin im Oktober, two thousand seventeen dann gestartet in Ulm mit dem Masterstudium und Teddy ist zwei tausend neunzehn erkrankt und zweitausend einundzwanzig

00:07:48: verstorben.

00:07:52: Genau, also doch noch mal auch einige Jahre dazwischen.

00:07:54: Ich habe im März mein Masterstudium beendet und tatsächlich dann kurz nachdem ich die Ausbildung angefangen habe... Jetzt überlege ich gerade nochmal, passt das gerade was ich hier chronologisch erzähle?

00:08:07: War das da wirklich...?

00:08:09: Ja aber klar logisch!

00:08:09: Genau, ich hab nämlich in der Klinik gearbeitet.

00:08:11: richtig Das war schon Anfang meiner Psychotherapeutenausbildung dass sich dann telegen lassen musste.

00:08:20: Da war ich also noch kein halbes Jahr in der Psychotherapie-Ausbildung.

00:08:24: Habe ich also komplett ... Deswegen, gut dass wir das auch für mich aufdröseln merk ich's, weil ich dachte mir so ihr seid doch aus Ulm hochgekommen und da waren noch beide Hunde da.

00:08:34: deswegen hat es für mich alles keinen Sinn ergeben.

00:08:37: ehrlicherweise aber irgendwo hatte ich das von unserem Vorgespräch gerade abgespeichert.

00:08:44: Ich muss eine Sache sagen, weil mein System sagt Aber wann gehen wir denn jetzt darauf, was wir ausgelassen haben beziehungsweise?

00:08:50: Was haben wir denn?

00:08:51: Entdeckungsgleich... Wir werden auf diesen Punkt noch kommen.

00:08:54: Ich werde mir den merken und ich merke aber dass mein System es cool findet da jetzt von der Chronologie ja noch ein wenig weiter zu gehen.

00:09:03: Von daher... Aus dem können wir dann im Gesamten nämlich drauf gucken was wir in der Lebenslinie quasi was passiert

00:09:15: ist.

00:09:16: Genau!

00:09:17: Selbst Erfahrung, dass es hier jetzt gab.

00:09:20: Genau und ... Jetzt hast du gerade gesagt, dass du in der Psychotherapeutinausbildung warst?

00:09:26: Das ist für mich ein Punkt gewesen, das weiß ich damals noch als du erzählt hast, du bist fertig mit einem Master und musst eine Ausbildung machen.

00:09:32: Die hat mich vollkommen verwirrt.

00:09:34: diese Information weil die für mich neu war.

00:09:36: Ich weiß nicht wie viele von unseren Zuhörern wissen, wie das abläuft, wie man Psychotherapeuten wird.

00:09:47: Ich fand das damals sehr verwirrend, dass man studieren muss und dann noch eine Ausbildung machen muss.

00:09:51: Von daher freue ich mich sehr wenn du ein bisschen noch was zu dieser Ausbildung erzählen möchtest.

00:09:57: Ja gerne!

00:09:58: Tatsächlich ist es so ein bisschen das alte System betreffen.

00:10:00: dieses System wird es ab zwei Tausend dreißig so nicht mehr geben.

00:10:03: mittlerweile ist es Universitär läuft die Ausbildung zur Psychotherapeutin bzw.

00:10:10: das Studium,

00:10:11: d.h.,

00:10:11: das neue System wäre genau diese Vorstellung wahrscheinlich abgreifen von dem was deine ursprüngliche Vorstellung war nämlich man studiert es halt und danach ist man dann probiert und darf dann theoretisch mit Menschen mit psychischen Erkrankungen arbeiten.

00:10:24: Das ist jetzt der Neue Weg.

00:10:25: Ähnlich wie die Facharzt-Ausbildung sage ich jetzt mal, dass man eben ein Grundstudium hat von fünf Jahren.

00:10:31: Danach dann die Approbation schon erhält aber danach auch noch.

00:10:34: und das ist das Wichtige.

00:10:35: Man darf da nicht einfach sich schon niederlassen in eigener Praxis so es bei den Fachärztinnen und Ärzten ja auch sondern man muss dann doch eine gewisse Zeit in den Kliniken arbeiten.

00:10:43: ne Facharz Ausbildung weiter Bildung machen im Nachhinein schon auch noch um dann irgendwann in eigena Praxis sich nieder lassen zu können.

00:10:51: Und das alte System, dass ich eben noch durchlaufen bin.

00:10:55: Ich habe kein Psychotherapie studiert, sondern ich hab ja Psychologie studiert.

00:10:59: Das ist schon mal der große Unterschied.

00:11:01: PsychologInnen gibt es ja in ganz verschiedenen Bereichen.

00:11:04: Also ich hätte zum Beispiel auch in die Werbepsychologie Richtung gehen können.

00:11:07: Gut dafür hätte ich vielleicht eine andere Masterausrichtung wählen dürfen aber ja prinzipiell hätte ich das schon machen können oder auch in Wirtschaftspsychologe Richtung oder ähnliches.

00:11:14: Das heißt ne Psychologe, man sagt ja auch mal so landsläufig so Ja geh halt mal zum Psychologen Ist ein bisschen unspezifisch ehrlicherweise weil die meisten Menschen, die Psychologen sind, arbeiten nicht unbedingt mit Menschen mit psychischen Erkrankungen.

00:11:26: Sondern das sind halt die Psychotherapeutinnen und die brauchen nach dem alten System eben auch noch diese Ausbildung.

00:11:33: slash Weiterbildung also heißt fünf Jahre Studium und dann offiziell angeblich wenn man es in Vollzeit macht drei Jahre was so gut wie niemand schafft aber nochmal mindestens drei Jahren ein Ausbildungsweg hinten dran wonach man sich dann Psychotherapeuten entschimpfen darf.

00:11:48: genau

00:11:48: und dieser Ausbildungsweg beinhaltet.

00:11:52: Der Ausbildungsweg beinhaltet noch mal ganz anders als im Studium.

00:11:55: Im Studium lernen wir sehr viel über die menschlichen Zusammenhänge, also Sozialpsychologie.

00:12:00: welche Phänomene treten da auf Denken fühlen handeln Kognitionspsychologie aber auch Werbepsychologie Konsumentenpsychologe.

00:12:07: warum entscheiden sich Menschen was zu kaufen oder nicht zu kaufen?

00:12:10: Warum stellen wir die eine Person ein und nicht die andere Personen ein?

00:12:14: wie können wir Persönlichkeits Eigenschaften erfassen?

00:12:16: also sehr breites Feld das ist so der Studium.

00:12:18: Interaktionsmuster Würde ich zusammenfassen.

00:12:23: Von dem, was du sagst ...

00:12:24: Ja, Interaktion und Entscheidung?

00:12:28: Auch eigene Interaktionen in sich drin vielleicht.

00:12:31: Also Entscheidungsprozesse, Überlegungsprozess.

00:12:34: Was ist eigentlich Kognition?

00:12:35: Wie laufen ... Gedankenprozesse ab, was ist Metacognition.

00:12:40: Aber auch natürlich viel Diagnostik und Statistik übrigens.

00:12:43: Also statistisch wie lese ich eine Studie?

00:12:46: Wie ist eine Studier aufgebaut?

00:12:47: Wie kann ich das Verhalten von Menschen operationalisieren

00:12:50: usw.?

00:12:50: Das ist ein Studium!

00:12:52: Das ist überhaupt gar kein Anteil mehr.

00:12:54: dann in der Psychotherapie Ausbildung.

00:12:55: In der Psychotherapie-Ausbildung legt man sich dann vorher fest für ein Verfahren, einen Richtlinientherapieverfahren – das sind bei uns halt eben vier aktuell anerkannte Bereiche nämlich die Verhaltenstherapies, die systemische Therapie, die tiefen psychologisch fundierte Therapie oder die analytische Psychotherapiede.

00:13:14: Da legt man sich vorher fest, was davon möchte ich vertiefen in meiner Ausbildung.

00:13:18: Und dann, wenn man sich da entschieden hat, kriegt man halt Inhalte vermittelt?

00:13:22: Wie kann ich jetzt ganz konkret innerhalb dieses Therapieverfahrens mit jemandem arbeiten der psychische Erkrankung?

00:13:30: Das heißt, da hat man dann wirklich nur noch Krankheitslehre.

00:13:33: Also welche psychischen Erkrankungen gibt es?

00:13:35: Was ist unsere aus unserem Blickwinkel von der Methode ausgehend, sag ich jetzt mal, der Blickwinkel auf die Erkrankung?

00:13:42: Wie kommt das dazu?

00:13:44: Was sind aber auch die therapeutischen Methoden, die wir anwenden dürfen und müssen?

00:13:50: Was sagen die Leitlinien?

00:13:52: Und da hat ganz viel Therapie geschehen.

00:13:54: also wenn ich jemanden vor mir sitzen habe, die Person erzählt XY was mache ich dann?

00:13:59: Also ein sehr hands-on Training.

00:14:01: Hands on training, korrekt richtig und auch wirklich wissen vor allem über psychische Erkrankungsbereiche, Störungsbereichen und den Umgang damit in der Therapie.

00:14:11: Darf ich nochmal ganz kurz das heißt an sich ist es quasi das Fundament wie ich sage mal wie funktioniert der Mensch?

00:14:20: aber auf Interaktion auf Verhalten, auf Entscheidungen.

00:14:25: Was wissen wir heute über den Mensch wie er sich verhält?

00:14:33: Wobei Verhalten immer nur die Oberste Ebene ist.

00:14:35: Deswegen stimmt das nicht ganz so.

00:14:37: Aber das ist im Prinzip das was du im Studium mitbekommst.

00:14:39: und dann ist die Ausbildung... ...die Spezialisierung beziehungsweise die Anwendung von einem von einem Modul oder von einer Modular-Modalität, nennt man es im Englischen.

00:14:53: Von einer Richtung glaub ich hast du gesagt?

00:14:55: Oder

00:14:57: mit den

00:14:57: eigenen Richtlinien und Bewertungskriterien... Eigentlich eine Brille wie ne Brille.

00:15:02: Ich zieh die Brille des Verhaltenstherapeuten auf.

00:15:04: Oder ich ziehe der verhelle des TPs also das Tiefenpsychologen auf.

00:15:08: Und ich zieh' die Brilla des SEPs auf.

00:15:10: Das Somatic Experience in Practition Assault.

00:15:14: So,

00:15:15: genau könnte man sich das so vorstellen.

00:15:18: Ich glaube es geht noch mehr um... Einmal das Verständnis, ja.

00:15:23: Das wäre so das Thema was du mit Brille anzeigst oder was du damit beschreibst und dann auch um das umsetzen.

00:15:29: wie kann ich das dann konkret auch in den einzelnen Therapie-Sitzungen gestalten?

00:15:33: Damit es eben also auch evidenzbasiert wirksam ist?

00:15:36: weil dass es zum Beispiel der Grund warum es diese vier Richtlinientherapieverfahren gibt weil die halt nachgewiesenerweise wirksam sind und deswegen bezahlt die Krankenkasse halt auch eben die gesetzliche Krankenversicherung eben nur diese genau weil sie halt hinreichend evaluiert sind sich gezeigt hat, dass sie wirksam sind.

00:15:53: Und da lernen wir dann auch wie führen wir also wirksame Therapie durch?

00:15:59: Genau basierend auf

00:16:04: den aktuellen Erkenntnissen.

00:16:05: wie immer

00:16:06: gut Wie aktuell sind diese aktuellen Erkenntnisse?

00:16:09: Entschuldigung.

00:16:10: Wir gehen zu weit!

00:16:12: Nein, nein ich finde das völlig nachvollziehbar dass du diese Frage stellst und da sehen wir ja die verschiedenen Wellen auch der Psychotherapie.

00:16:17: Wir befinden uns aktuell noch in der dritten Übergang zur vierten Welle der Psychotherapie.

00:16:24: Ich glaube, hat so, ich glaub, in der Jahr- und Neunzigerjahre begonnen.

00:16:30: Da haben wir diese ganzen Achtsamkeits-, Akzeptanzverfahren sehr auch körperfokussierte Verfahren, die da jetzt mit reingekommen sind.

00:16:39: Das ist alles so in den Neunzigern Jahren und zweitausender Jahren.

00:16:42: also das sind also so zwanzig dreißig Jahre, die das jetzt ungefähr umfasst... Unsere Modelle und Theorien gehen aber schon teilweise auch auf deutlich ältere Wellen zurück.

00:16:52: Wenn ich jetzt zum Beispiel Aaron Beck bedenke, der ja so auch mit einer der Begründer der kognitiven Verhaltenstherapie ist da sind wir eher in den fünftiger-sechziger Jahren also doch auch schon fast ein, naja nicht ganzes Jahrhundert, aber schon auf dem Wege zum Jahrhunderte was das zurückliegt.

00:17:06: oder jetzt auch Pavlov mit seinen klassischen Konditionierungstheorien Ich glaube er war neunzehn Ich glaube, so erste Weltkriegszeit darum.

00:17:15: Also da sind wir natürlich noch weiter zurück heißt das Fuß natürlich schon auf deutlich älteren Konzepten.

00:17:21: die Entwicklung die sich aber so zeigt dann eben auch in diesen verschiedenen Wellen der psychotherapeutischen Ausgestaltung und Methodik ist noch recht neu.

00:17:30: Und jetzt kommt ja auch die vierte Welle eben mit dazu, das ist gerade diese ganze KI und Digitalisierung also auch digitale Gesundheitsanwendungen, so Apps, die man sich verschreiben lassen kann gehören zu der vierten Welle wo wir einen Aufbruch in eine neue Ära von Psychotherapie erleben.

00:17:49: Ich

00:17:51: merke immer... Das habe ich natürlich nicht nur in der Psychotherapies, sondern es ist eine Frage, die ich mir immer stelle Wie lange ist ein Modell wirklich evidenzbasiert haltbar?

00:18:04: Also haltbar im Sinne von wie oft muss ich eigentlich ein modell und wie lange darf ich das akzeptieren, dass es gegeben ist ohne es nochmal zu überprüfen um mit neuer evidenz zu hinterlegen.

00:18:18: Sag mal, das ist so in diesem medizinischen Bereich.

00:18:21: Wir wissen, dass viele Tests an Männern gemacht wurden und viel Evidenz auf Basis von Männerkörpern gemacht worden.

00:18:26: Und man stellt fest, bis der Frauenkörper funktioniert, war ganz anders.

00:18:30: Woops!

00:18:30: Da müssen wir vielleicht an uns jetzt noch was Neues überlegen?

00:18:34: Oh, haben wir festgestellt.

00:18:36: Schade.

00:18:38: Ich überleg halt ... Du hast Pavlov angesprochen, der im Ersten Weltkrieg seine Untersuchungen gemacht hat.

00:18:44: Mit Menschen die zu der Zeit natürlich auch entsprechend gelebt haben.

00:18:51: Ja okay

00:18:54: und hat es ja dann aber auch abgeleitet auf den Menschen?

00:18:57: Hat es abgeleitet auf den Menschen, genau klassische Konditionierungstheorie.

00:19:01: Der Hund der Speichelfluss erzeugt auch ohne dass quasi Essen vor ihm steht weil immer wenn das vorher Essen gab ein Klöckchen geleitet wurde und plötzlich reagiert der Hund eben auch mit dem Leuten des Klökkchens mit Speichelfluss auf diesen Reiz der ja vorher eigentlich einen neutrale Reiz war nämlich klöcke klingeln und nichts mit essen zu tun hatte Genau.

00:19:20: Das war so seine Konditionierungstechniken, die er da dann für sich herausgestellt hat und dann eben das auch auf den Menschen übertragen hat.

00:19:28: Es ist ja gar nicht mal so selten früher gewesen.

00:19:30: Wir hatten dieses Thema mit dem Ratenexperiment hier zum Beispiel wenn es jetzt um Suchterkrankungen geht.

00:19:35: Das ist schon heute leider immer noch Thema dass Tierversuche gemacht werden und da anhand dessen dann auch Ableitungen auf den menschen vorgenommen werden.

00:19:44: Im besten Fall sollte es aber meiner Meinung nach auch nochmal an Menschen überprüft werden ob das wirklich so.

00:19:50: Das ist das, was ich daran so spannend finde.

00:19:53: Dass quasi das als Evidenz ausreicht.

00:19:55: Spannenderweise!

00:19:58: Ich habe das an vielen Menschen beobachtet und haben mit vielen Menschen gesprochen.

00:20:03: Und die Grundlagen, die immer wieder auch reported oder zurückgemeldet wurden... ...das ist noch nicht ganz Evidenzen also.

00:20:13: Das finde ich ganz spannend.

00:20:14: Was erfüllt das Kriterium von Evidenz?

00:20:17: Und wer sagt eigentlich, dass es evi... Also verstehst du was ich meine?

00:20:21: Man könnte natürlich das jetzt wieder sehr philosophisch auch von der Betrachtungsweise her von meiner... also das ist kein... ...das gar nicht ein Ich möchte darauf eine Antwort haben sondern das tatsächlich eine philosophische Herangehensweise an auch das Wort Evidenz.

00:20:36: und wer legt fest, was herangezogen wird?

00:20:39: und der, der das festlegt Mit welchem Bewertungskriterium schaut der eigentlich vielleicht auch auf die Welt?

00:20:46: Und aus welchem Muster heraus, und wir hatten das ganz am Anfang eingehend.

00:20:50: Mit welcher Brille schaut diese Person denn eigentlich?

00:20:52: Und mit welchem inneren Zustand schaut diese Personen dann eigentlich diese Bewertungskriterien sich an?

00:20:58: Ja...

00:20:59: Bin ich ganz bei dir!

00:21:01: Ich glaube da streifen wir natürlich jetzt so.

00:21:03: das Thema Forschung, das ist nicht nur Philosophie sondern es ist auch Forschung und Goldstandard vielleicht auch der Forschung.

00:21:10: Man weiß zum Beispiel dass eine Studie mit wenig Probandinnen und Probanden sehr wenig aussagekräftig ist weil du es kann halt auch sein Du hast ne total verzerrte Stichprobe gehabt also hast jetzt einfach viele Menschen gehabt die darauf besonders gut oder besonders schlecht reagieren auf Intervention XYZ.

00:21:26: Und da eben die Meteranalysen also das heißt mehrere Studien zum gleichen Thema durchgeführt wurden, sich anzuschauen und zu schauen wie ist der Effekt über mehrere Studien hinweg?

00:21:37: Weil man findet wenn man in die eine Richtung sucht immer Studien die das eine belegen.

00:21:41: Und wenn man die andere Richtung suche auch Studien die das andere belegen.

00:21:44: da eben aber zu schauen über viele verschiedene Studien hin weg was zeigt sich dann eigentlich noch?

00:21:49: dass wäre ja so der die aktuelle herangehensweise um herauszufinden wo haben wir es vielleicht mit Evidenz zu tun und wo vielleicht eher weniger

00:21:58: also Korrelationen festzustellen Oder vielleicht gar nicht Korrelation im Sinne von, das gehört zusammen.

00:22:04: Sondern auch was schließt sich gegenseitig aus?

00:22:08: Kann ich mir das so vorstellen?

00:22:11: Ja!

00:22:11: Ich würde sogar noch ein Stück ergänzen und zwar es geht so ein bisschen drum über verschiedene Studien hinweg bleibt da ein Effekt potenziell im Durchschnitt eher bestehen oder verschwindet der eher also Über viele verschiedene Studien mit vielen verschiedenen Populationen, über viele verschiedene Nationen hinweg.

00:22:31: Also wenn wir jetzt über Therapie gesprochen haben, denke ich gerade an Studien zum Thema Therapieerfolg.

00:22:37: Wenn ich jetzt also z.B.

00:22:38: kognitive Verhaltenstherapie bei Personenanwände, die eine Depression haben, bei Personen Anwänden, die zwischen achtzehn und dreißig sind dann aber auch in Amerika leben oder in Deutschland leben und mir alle Studien, die dazu eben so durchgeführt wurden mit verschiedenen Störungsbildern mit verschiedenen Altersbereich mit verschiedenen Geschlechtern Nationalitäten mir das alles in der Summe anschauen, bleibt der Effekt der Wirksamkeit nachweisbar oder eben nicht mehr nachweisba?

00:23:06: Und darüber kann ich dann mehr Aussage machen dass es halt eben wirksam ist und auch nicht wirksam ist.

00:23:12: Bei einer einzigen Studie mit, keine Ahnung, von dem sich Teilnehmenden ist halt... Da kann ich sagen, dass es in dieser Gruppe zeigbar wurde, dass die Intervention einen Effekt hatte!

00:23:25: Ja, aber ob die dann auch wirklich generalisierbar ist.

00:23:28: Ob das dann wirklich auch vielen Menschen hilft?

00:23:31: Das ist dann nochmal auf dem anderen Platt und das finden wir halt eben durch so meta-Analysen heraus.

00:23:37: Spannend!

00:23:40: Ich erinnere mich gerade da an einen Satz den unsere Mama immer gerne gesagt hat nämlich dieses... Die Frage ist nicht... Oh wie war denn dieser Satz?

00:23:51: diese Frage es nicht... Ne is entscheidet ob es hilft entscheidet der Klient.

00:23:57: Ah ja ich weiß was du meinst.

00:23:59: Geht so in die Richtung, wer heilt hat recht?

00:24:02: Ja.

00:24:02: Genau.

00:24:03: Richtig genau.

00:24:04: Es geht so ein bisschen in die Richtung und letztlich ist es ja das, ne?

00:24:08: Ja!

00:24:08: Letztlich ist das ein... Hat diese Methode über mehrere Nationen, über mehrere... Hat das funktioniert oder nicht?

00:24:16: Das ist das was an der Meta Dings überprüft wird.

00:24:19: Das heißt wer heilte hat Recht.

00:24:21: Wer nicht nur einmal sondern wäre das immer wieder vielleicht auch einem mit gleichbleibenden Methodik macht

00:24:30: Ja.

00:24:31: Scheint da nach Hause ein Spur auf der Ferse zu sein?

00:24:34: So ungefähr, so könnte man sagen.

00:24:37: Ich glaube der wichtige Punkt ist sozusagen natürlich erfassen wir halt Subjektives erleben das heißt wir haben immer eigentlich ein hypothetisches Konstrukt, was wir messen.

00:24:47: Was damit gemeint ist.

00:24:48: also ich kann ja jetzt nicht in Fieberthermometer jemandem einen Mund stecken und sagen okay das misst jetzt mal ihre Angst die sie gerade empfinden oder das misste jetzt die Depressivität die Sie haben.

00:24:59: Das heißt wir haben halt einfach effektiv kein objektives Mittel um emotionale Zustände zum Beispiel zu messen.

00:25:08: das funktioniert nur durch Fragebögen und Fragebögen wiederum haben eine Testkonstruktion, die im Hintergrund steht.

00:25:14: Also wir haben uns irgendwelche hypothetischen Annahmen gebildet, wodurch wir jetzt messen können ob jemand Angst hat

00:25:19: usw.,

00:25:20: und sofort.

00:25:21: Die aber dann ja auch wieder subjektiv beantwortet werden von der Person, die da sitzt nämlich pro Band in A oder pro Band B?

00:25:29: Oder pro Band C?

00:25:31: Und vor allen Dingen in dem Moment, indem sie da sitzt.

00:25:34: Richtig!

00:25:36: Ich hab manchmal mehr Angst und manchmal weniger Angst so

00:25:40: Voll.

00:25:41: Und dann sollst du heute aber angeben, wie war das durchschnittlich die letzten zwei Wochen zum Beispiel?

00:25:45: Also in den letzten zwei Wochen war es halt eher mehr, aber davor war's eher weniger!

00:25:50: Ja was denn jetzt

00:25:51: dann?!

00:25:55: Und da haben wir halt wieder das Thema auch der Messfehler und der Mess-Ungenauigkeit als große Bereiche gerade weil wir diese hypothetischen Konstrukte haben, die eigentlich im Hintergrund liegen.

00:26:04: Das ist zum Beispiel etwas also gerade das Thema Messtheorie Diagnostik Stellung von Testverfahren, statistische Auswertungen von Studien, von Gütekriterien.

00:26:15: Die Beurteilung davon ob eine Studie überhaupt sinnvollerweise durchgeführt wurde das ist alles Studium.

00:26:21: Das ist nichts was wir dann nochmal in der Therapieausbildung durchkauen.

00:26:26: Interessant okay Ihr macht ja Sinn, dass das da reingehört fällt mir gerade

00:26:30: auf.

00:26:32: In der Bachelorarbeit und in der Masterarbeit habe ich ja auch eine eigene Studie durchgeführt.

00:26:36: Das heißt, ich habe komplett operationalisiert.

00:26:38: was will ich eigentlich testen?

00:26:40: Wen brauche ich dafür?

00:26:40: wie muss das Ganze umgesetzt sein?

00:26:42: Da gibt es ja diesen Goldstandard der RCTs also randomisiert kontrollierten Trials so auf Englisch.

00:26:48: Das heisst kann nicht das einhalten.

00:26:50: Wie kann ich das konkret umsetzen?

00:26:52: hab ich ne Kontrollgruppe die trotzdem aber den Treatment bekommt, aber ein potenziell nicht wirksames Treatment bekommen, in wie ich es in Relation setzen kann.

00:27:00: Habe ich auch eine Baseline also die gar kein Treatment bekommt?

00:27:03: und zu gucken was passiert eigentlich über Zeit?

00:27:05: Das kann ja auch sein dass Angst sich über Zeit trotzdem verbessert auch wenn's keinen treatment bekommt.

00:27:09: ne damit ich diese Effekte dann eben auch mit raus rechnen kann.

00:27:12: Also im Endeffekt ist das der Teil von Bachelor Arbeiten und Master Arbeiten in psychologischen Studiengängen selber eine Studie zu erstellen oder und mitzubetreuen.

00:27:21: Nicht jeder macht eine eigene, aber mit zu begleiten und eben dann auch die Auswertung vorzunehmen mit statistischen ja ich sage jetzt mal Auswärtungsmethoden wirklicher Art je nachdem was man da für eine Studie durchgeführt hat um dann eben ein eigentlich publizierbar RIS Paper zu schreiben, nämlich im Sinne dann einer Bachelorarbeit oder Masterarbeit.

00:27:43: Die natürlich deutlich umfangreicher ist als dann so eine Studienpaper wie man es dann in irgendwelchen Journals zum Beispiel lesen kann.

00:27:49: da gibt's ja dann verschiedene Journales wo man die ganzen Studien drin findet die halt veröffentlicht wurden.

00:27:54: dafür wäre es dann deutlich komprimiert.

00:27:56: aber am Endeffekt macht man dafür so die Vorarbeit und ehrlicherweise ich habe nie gedacht dass sich in den forschenden Bereich gehen würde Aber da greife ich jetzt ein bisschen auch vor.

00:28:04: Jetzt waren wir bei der Psychotherapie-Ausbildung, wobei eigentlich greif ich nach, wenn ich es gerade merke.

00:28:09: Ich hab nach dem Studium ... Nach dem Bachelorstudium gedacht, oh Gott ich bin froh wenn ich dieses Studium rum habe.

00:28:15: Also wenn es um Methodik geht und Forschung und all diese Dinge das war so... Ich wollte in die Praxis!

00:28:21: Ich wollte unbedingt mein Fokus war immer praxispraxispraxis.

00:28:24: Und dann am Ende des Masters hab' ich festgestellt, boah das macht irgendwie doch eigentlich recht Spaß weil ich im Master, in meiner Masterarbeit konnte ich einen Themenbereich machen der mich auch wirklich interessiert hat.

00:28:33: vorher in Bachelor war das sehr vorgegeben Da ging es um Assessment Center.

00:28:40: Wie erstelle ich überhaupt erstmal einen Fragebogen, der von vielen Menschen gleich bewertet wird und dann tatsächlich auch die Kompetenz herausfindet für die Eignung eines Jobs?

00:28:49: Das war jetzt echt nicht so meins!

00:28:51: In Master konnte ich komplett mein Ding draus machen und ich konnte zum Thema Hypnose forschen.

00:28:55: Und das war genau meins, es hat so Spaß gemacht.

00:28:57: auch die Arbeitsgruppe hat mich sehr motiviert.

00:29:00: und dieses Wie kann ich das eigentlich herausfinden diese Neugierde wie in mir schlummert hab ich da plötzlich befriedigt bekommen und dachte das ist doch richtig cool!

00:29:09: Dann habe ich die Möglichkeit ja bekommen weiter an der Uni zu bleiben nach meinem Masterstudium und die Promotion zu machen und habe schon vor meiner psychotherapeutischen Ausbildung mit ... dem mit der Promotion begonnen.

00:29:23: Also das heißt, es lief jetzt auch die ganze Zeit simultan.

00:29:26: Während mittlerweile die fahrtenstherapeutische Ausbildung abgeschlossen ist... ...ist das die Promotion noch am Laufen?

00:29:32: Also da bin ich aktuell auch immer noch im Tunen.

00:29:35: Da ist die zweite Studie jetzt gerade in der Durchführung und die muss dann auch ausgewertet werden und dann eben auch eine große Doktorarbeit, die dann am Ende noch zu schreiben ist darüber.

00:29:47: Ja.

00:29:48: Ich finde das immer wieder krass, wenn du das sagst.

00:29:51: Du machst einfach mal so eine Ausbildung während man ganz normal macht.

00:29:58: Man fängt natürlich auch eine Promotion an und arbeitet parallel und macht noch ... Ja!

00:30:06: Ich weiß dass das dein Normal ist.

00:30:08: Ich finde es nochmal wieder faszinierend was dein Normalstandard ist.

00:30:15: Ja?

00:30:16: Ja, ich verstehe den Aspekt.

00:30:18: Interessanterweise fühlt es sich im Tun manchmal auch so an.

00:30:21: So boah!

00:30:21: Ich mache schon viel und dann auf der anderen Seite gibt's auch Momente wo ich denke irgendwie mach' ich gar nichts.

00:30:26: Also das ist auch spannend die Balance dazwischen Und dann... Auch die Rückmeldung höre ich ja häufiger.

00:30:35: Ich glaube

00:30:35: es wirkt

00:30:36: manchmal am Außen tatsächlich sehr viel.

00:30:38: Das hat bei mir aber eher den Aspekten.. Da haben wir wieder in dieser Tausendstasse.

00:30:43: Nur eine Sache ist halt super langweilig für mich.

00:30:46: Wenn ich jeden Tag nur das gleiche ... every day, same shit!

00:30:49: Das wäre...

00:30:51: Es ist auch Interesse.

00:30:53: Also ne?

00:30:53: Ich unterstelle jetzt mal dass der Grund warum es sich für dich nicht ganz so anfühlt, ist ja weil du es mit Interesse tust.

00:31:02: Es ist ja kein... also wahrscheinlich gibt's auch Dinge die du tun musst und ich glaub' es gibt aber auch ganz viele Dinge wo du ein Wasser vor hast.

00:31:09: Ist total interessant und deswegen mache ich das jetzt.

00:31:12: Hundert Prozent Hundert Prozent, das ist definitiv so.

00:31:15: und selbst die Dinge, die unangenehm sind.

00:31:17: Äh ... Und ich jetzt eigentlich nicht so gerne mache also zum Beispiel Review-Prozesse.

00:31:23: Ein superunangenehmer Prozess!

00:31:25: Also du schreibst ein Paper, möchtest deine Studie durchgeführt hast, die Ergebnisse, die du gefunden hast, möchest du veröffentlichen?

00:31:31: Und dann alle Menschen, die da irgendwie mitgewirkt haben müssen das alles durchlesen, schreiben dir natürlich eine Rückmeldung dazu, jeder hat dann seinen eigenen Gedanken, da sollte man noch mal hingucken und so sollte es nochmal sein wird das noch mal überarbeitet und nochmal angepasst.

00:31:45: Und dann geht es zu den Reviewern, die dann entscheiden würde dass jetzt da veröffentlicht ja oder nein?

00:31:50: Dann krieg ich so eine Wiederrückmeldung und das ist ein Prozess, den ich als sehr frustrierend empfinde.

00:31:54: Und gleichzeitig trägt mich aber durch diese frustrierenden Prozesse dies im Rahmen auch der Ausbildung immer wieder gab.

00:32:01: schon dieser Aspekt Ich tue das für mich.

00:32:04: Ich mache das weil natürlich auch das größere Ziel sozusagen dahinter steht Und ich schon auch den Weg, auch wenn er dann manchmal nervig ist.

00:32:11: Irgendwie Schätze weil ich da schon sehr viel profitiere an Handlungskompetenz und Wissen.

00:32:16: An neuen Eindrücken, an Meinungen die manchmal halt im ersten Moment ... Boah jetzt muss ich doch noch mal was überarbeiten voll doof sind.

00:32:26: Langfristig mich aber doch voranbringen.

00:32:28: Und das dann doch wieder spannend ist.

00:32:30: Wenn man dann das finale Produkt zieht, dann ist so ... Ah

00:32:34: guck mal!

00:32:35: That's the baby Ich hab's geschaut.

00:32:38: Ja, war doch cool!

00:32:39: Genau und das motiviert mich persönlich dann schon immer auch weiter zu machen.

00:32:45: Auch durch die schwierigen Phasen hinweg.

00:32:49: Voll schön.

00:32:51: Ich finde daraus kann man, kann ich auf jeden Fall viel ableiten auch was, was hilfreich ist auch über genau dich.

00:33:02: Es gibt immer mal Dinge, die man nicht tun möchte.

00:33:05: Und das, was du gesagt hast daraus lässt sich sehr viel ableitern.

00:33:09: für mich finde ich, was hilfreich ist um doch dran zu bleiben.

00:33:15: Ja ja und ich glaube eine Sache die ich erst lernen durfte und wahrscheinlich auch immer noch lerne ehrlicherweise ist nicht so sehr das Ziel zu fokussieren und den Weg dabei zu vergessen.

00:33:30: Ich erinnere mich da an vor kürzlicher Zeit wo ich in der Praxisgründungsphase war.

00:33:38: Na ja, und wie du es halt auch schon gesagt hast.

00:33:40: Ich hab halt irgendwie viele Dinge die parallel laufen ich bin ja auch noch Dozentin und hab dann auch noch irgendwie Petitionen und bin da unverhofft irgendwie ganz schnell in was reingeschlittert das auf einmal ganz groß wurde Und das war irgendwie alles dabei einfach super viel los!

00:33:52: Und dann war so mein Ziel aber ja den Kassensitz und den will ich haben und ab ersten siebten soll's dann losgehen und ab ersten sechsten habe ich die Praxisräume und jetzt muss ich dann irgendwie innerhalb eines Monats schnell schnell während all diese anderen Dinge dass aber auch noch gewuppt kriegen und ich war noch als Sicherstellungsassistentin angestellt Wie gesagt noch dozenten Tätigkeiten, Promotionen am Laufen.

00:34:10: Also so, wow!

00:34:12: Und dann Petition noch am Laufend auch das noch und dann irgendwie ein Monat und so jetzt innerhalb eines Monats bitte drei Praxisräume.

00:34:18: also meine Praxis ist keine einen Raumpraxis sozusagen sondern es sind halt drei Räumler.

00:34:24: Ein Verwaltungsraum, ein Gruppentherapierraum oder ein Einzeltherapie-Raum.

00:34:27: Dann gibt's sogar eine Küche aber da war nicht viel einzurichten unten im Bad.

00:34:31: Und nur theoretisch den man auch noch mit einrichten kann was aka Wartezimmer So, okay das Ziel vor Augen los geht's.

00:34:40: Und ich hab gemerkt dass sich diesen Genuss vom Weg total verloren hat.

00:34:44: in diesem Moment und da habe ich mich dann selber ausgebremst und gesagt stopp!

00:34:49: Wir fokussieren uns auf die Dinge, die jetzt tatsächlich relevant sind um die Praxis zu eröffnen.

00:34:54: also so was wie Stühle?

00:34:56: Dass das da ist, dass ein Computer da ist oder ein praxischer

00:34:59: Waldungssystem

00:35:00: da ist damit es arbeiten kann.

00:35:02: Ein Tisch und einen Taschen-Tempo halter Ding Keine Ahnung, wie immer das nennt.

00:35:08: Klinikshalterungsteil.

00:35:10: Ein bisschen Duft, weil ich ... Ich bin so ein Duftmensch.

00:35:13: Wenn es gut riecht, wenn ich in den Raum reinkomme und der Rest und natürlich Wandgestaltung war mir auch wichtig, weil das viel in der Optik macht und ein paar Pflanzen.

00:35:22: Das macht für mich ein angenehmes Gefühl.

00:35:23: aber der Rest irgendwelche Schränke?

00:35:26: Wie genau soll dann die Lichtgestaltung aussehen?

00:35:28: Vorhänge, Teppichboden You name it.

00:35:31: Das war etwas wo ich dann gesagt habe, nee dafür möchte ich mir Zeit nehmen um das so auszuwählen wie es dann auch wirklich gerne haben möchte und dass werde ich nicht jetzt auf schnell schnell biegen und brechen da irgendwie... Ich sag's mal ganz wie ich gedacht hab hinrotzen damit es halt einfach gemacht

00:35:48: ist

00:35:48: aber es mir eigentlich überhaupt gar keinen Spaß mehr gemacht hat.

00:35:50: Ich war auch so Entscheidungsmüter in diesem Zustand Einfach keinen Bock mehr gehabt.

00:35:56: Ich konnte mich auch nicht mehr... Also, weil will ich das oder mich das?

00:35:58: Keine Ahnung!

00:35:58: Ich will einfach irgendwie dass es fertig wird.

00:36:00: und als ich das gemerkt habe, hab' ich gepremst und dachte so ne eigentlich will ich nicht, dass es nur fertig wird sondern ich will eigentlich gerade diesen Druck den ich mir selber mache irgendwie entfliehen und deswegen dass es schnell fertig wird.

00:36:13: aber wer macht mir eigentlich den Druck?

00:36:15: Ich bin halt selber Und deswegen bin ich dann für viele wahrscheinlich potenziell eher unfertig ... in meine eigene Praxis gestartet.

00:36:26: Und genieße jetzt, dass ich ganz viel Zeit habe... ... während ich in dieser Praxis sitze die Patienten zu sehen und dann da zu sehen, guck mal dahinter, da ist jetzt auch gerade noch so ein schöner Freiraum.

00:36:36: Boah!

00:36:36: Da wird ein Bild richtig schön aussehen.

00:36:39: Da würde sich das gut machen.

00:36:41: Voll cool.

00:36:42: Ja

00:36:43: also bisschen mehr Weg für dich ne?

00:36:46: Voll.

00:36:46: Bisschen mehr Weg weniger Ziel.

00:36:51: Für mich und das ist so das was ... ich aus deiner Geschichte so ein bisschen rausgegriffen habe.

00:36:57: Wenn die Fixierung auf das Ziel... ...so groß wird, dass der Druck... ...überhand nimmt und der Weg ähm... ...ja und genau, dass er Druck überhand nimmt,... ...dann ist es eigentlich zu dem Moment und das für mich auch so,... ...zu sagen okay moment stopp!

00:37:18: Jetzt muss sich umschalten... ...und umschalten heißt für mich ganz klar einen Was ist das, was wirklich... Wo ohne dass es erledigt ist ich nicht im Ziel.

00:37:32: Also jetzt mal das Ziel als Datum dort ankommen möchte.

00:37:37: Das hat das was wir ja auch teilweise haben und was wir jetzt auch wieder haben.

00:37:40: Wir fliegen am Dienstag Und ich weiß ganz genau okay Ich habe noch ein Haufen Aufgaben und was davon ist aber wirklich das was für mich ohne das Dienstag Ankommen ... nicht möglich ist.

00:37:57: Und das ist, dass es eine Kompetenz meines Erachtens nach... ... die wir irgendwo her mitgenommen haben da auch dann nochmal anhalten zu können und neu noch mal auf okay was ist wirklich realistisch vielleicht auch in der Zeit schaffbar?

00:38:14: Ja genau!

00:38:15: Was ist realistische?

00:38:17: Und vor allem ich glaube ein wichtiger Punkt ist auch was kann ich halt eben auch zurückstellen oder wo kann ich auch etwas abgeben?

00:38:24: Auch das war ein Learning in mir merke ich bis heute.

00:38:27: Es gibt schon so eine gewisse Grundüberzeugung, die immer mal wieder durchkommt.

00:38:31: Gegen die ich aber schon bewusst auch steuer dieses ... Man kann sich auf niemanden verlassen.

00:38:36: Wenn er dich auf andere verlässt, dann bist du verlassen!

00:38:38: Das gibt es leider noch einmal, dass dieser Gedanke in mir auf kommt.

00:38:43: Weswegen ich die Neigung dazu habe alles alleine machen zu wollen?

00:38:47: Also nichts abgeben zu können und nicht nach Hilfe zu fragen sondern einfach selber machen zu Ja.

00:38:56: Das war bei den Praxisaufbau weniger ein Thema, muss ich sagen?

00:39:00: Also da hatte ich Unterstützung und auch vielfältige Unterstützung angeboten bekommen.

00:39:04: Habe sie bewusst aber abgelehnt weil das sollte so ... Da wollte ich mir Zeit für meinen Prozess... Und ich hätte gar nicht so viele Aufgaben abgeben können.

00:39:12: ehrlicherweise also so.

00:39:13: Weil es war noch gar nichts da!

00:39:15: Es war erst mal so noch viel in mir.

00:39:17: wie möchte ich's eigentlich haben?

00:39:18: Planung die dann wichtig war.

00:39:20: Da konnte mir das keiner abnehmen weil das ist was was Wenn's dann da ist, wenn ich die Sachen bestellt habe zum Aufbauen.

00:39:25: Da kann jeder vorbeikommen und abholen oder mit aufbauen helfen.

00:39:29: Aber eben ... Die Idee kreieren wollte ich ja auch, dass sie in mir erwächst.

00:39:35: Das wollte ich nicht, dass das jemand anders für mich übernimmt und mir sagt, so könnte man das doch machen?

00:39:41: macht mir da schon meine Gedanken, aber dafür brauche ich meinen Rahmen.

00:39:45: Es gibt aber andere Momente wo ich das durchaus merke.

00:39:48: Mein Partner arbeitet mittlerweile auch auf Mini-Job Basis bei mir in der Praxis mit und am Anfang in der Einarbeitung wie häufig ich mich gebremst habe zu... Okay warte mal lass ihn das jetzt machen!

00:40:01: Und wenn deine Frage hat, darf er auf dich zukommen.

00:40:03: Auch wenn ich sehe, dass das da eigentlich gerade so ... Es gibt einen leichteren Weg und ich weiß es doch schon!

00:40:08: Ich könnte ihm das jetzt auch sagen.

00:40:11: Wie oft ich diesen Impuls hatte am Laptop arbeitet der viel?

00:40:15: Den Laptopp zu mir rüberzuziehen um ihn zu zeigen, guck mal, so mache ich das.

00:40:22: Und mich da echt!

00:40:23: Manchmal ist das trotzdem passiert.

00:40:24: Shame on me.

00:40:25: So will ich dich auch ganz ehrlich sein?

00:40:27: Vor allem wenn er dann eine Frage hatte, dann war so dieses AHA!

00:40:30: Ja komm her!

00:40:31: Ich nimm's doch nicht!

00:40:34: Genau!

00:40:35: Und da kam auch von ihm irgendwann so... Das fällt dir manchmal ganz schön schwer das nicht selbst zu machen, ne?

00:40:40: Ich so ja, absolut!

00:40:44: Dann nicht noch den Finger mit draufzuhaben und einfach mich darauf zu verlassen dass er das jetzt schon machen wird auf seine Art und mir am Ende der Final Product zeigt ist ein Weg.

00:40:54: Auch das ist noch ein Weg in wir.

00:40:57: Total,

00:40:58: ja

00:40:59: total.

00:41:00: und der Punkt den du da eben genannt hast für mich wenn ich noch gar nicht klar weiß was überhaupt zu erledigen ist das heißt wenn ich quasi das jetzt natürlich sehr strukturiert dran gegangen aber wenn ich einen Projekt habe wie zum Beispiel die Praxis fertig machen um mir noch gar nichts klares ich noch garnicht weiß wie soll das überhaupt aussehen?

00:41:22: Wie wird es später mal werden dann ist es super schwer, Punkte abzugeben.

00:41:28: Weil ich ja gar nicht weiß was ich potenziell abgeben kann.

00:41:31: Ich denke mir das immer manchmal mit meinen Kindern wenn ich koche und da ist mir das letztens aufgefallen Wenn ich kochere und mir dann jemand sagt hier was kann ich tun?

00:41:41: Wenn ich intuitiv bin, ich kochte selten nach Rezept Und ich kann manchmal gar nicht abgeben weil ich gar nicht weiß, was ich abgeben könnte.

00:41:51: Weil ich gar nichts weiß, das alles dran kommt.

00:41:53: Weil noch gar nicht so weit voraus gedacht habe.

00:41:56: Weißt du, was meine?

00:41:57: Ja!

00:41:58: Komplett weiss ich, was du meinst.

00:42:01: Genau und das macht es natürlich sehr schwer jemanden mit reinzuholen.

00:42:04: Und dass ist etwas... Ich lerne das auch aktuell und ich hab das die ganzen Jahre jetzt schon immer mehr.

00:42:11: dann mich zurück zu nehmen und eher in die... So, jetzt musst du das machen also im Prinzip das, machen würde, in der Kommunikations-Ebene zu bringen.

00:42:20: Weil das gehört mit dazu ... weil ich mach' das!

00:42:24: In meinem, in mir drin ist das vollkommen klar was ich mache aber ich habe es noch nie kommuniziert.

00:42:29: und dass aus einer, du hast es vorhin so schön gesagt als wir uns unterhalten haben, ne?

00:42:36: Das ist zwar bewusst, unbewusst, bewusst irgendwie da, aber es hat noch nie in der Außenkommunikation geendet sozusagen.

00:42:44: Das heißt ich kann's schon greifen.

00:42:46: Also in mir drin kann ich es voll... Genau.

00:42:49: In mir drin, kann ich's total greifen?

00:42:50: Ich weiß genau was zu tun ist!

00:42:52: Ich weiß auch wie die Abläufe sind.

00:42:54: aber die zu kommunizieren

00:42:56: also zu zersprachlichen Ja

00:43:00: das ist nochmal richtig Arbeit für mich manchmal Das ist ein Prozess Auch der braucht übrigens Zeit.

00:43:07: Es ist total interessant dass das quasi zwei verschiedene Auch Aufgaben für mich mittlerweile sind.

00:43:13: Das heißt, wenn ich mich auch vorbereite weiß ich... Ah okay!

00:43:16: Das eine ist das in mir drin was klargezogen werden muss und das andere ist dann aber auch die Übersetzung ins Außen.

00:43:23: Die

00:43:24: auch passieren muss, die auch wichtig ist.

00:43:26: Total.

00:43:27: Die nächsten

00:43:28: Selbstläufer es

00:43:30: Nee, weil das ist ja das was viele oder was irgendwie so auf der Hand liegt.

00:43:34: Wenn ich etwas verstanden habe dann kann es ja auch sagen.

00:43:36: Nee aber halt eben nicht.

00:43:37: Nein, kann ich nicht.

00:43:38: Genau das eine ist... Echt?

00:43:40: Ich auch nicht!

00:43:42: Ich erlebe auch viele Menschen die das ähnlich geht wie uns.

00:43:44: also ich glaube da sind wir jetzt nicht die Aliens an dieser Stelle.

00:43:47: Ich glaube es ist sehr menschlich dass wir in unserem Kopf ein Konzept verstanden haben durch Drungen haben das aber das zu erklären oder das nochmal zu versprachlichen eine andere Ebene betrifft.

00:43:59: Und dafür Worte zu finden, was irgendwie in unserem Kopf total Sinn macht ist noch mal Next Level.

00:44:06: Also das ist nochmal der nächste Schritt.

00:44:08: dann für die Verarbeitung.

00:44:09: Ja genau und dann kann ich aber auch erst jetzt kommt da nämlich den nächsten Schritt und erst dann wenn ich es mal versprachlicht habe, wenn ich genau weiß was ich will, wenn nicht genau weiß wie die Abläufe sind Kann ich auch was abgeben davon?

00:44:24: Weil erst dann wird ja klar, was potenziell abgegeben werden kann.

00:44:28: Absolut!

00:44:30: Ja und das

00:44:31: fehlt ja das Konzept davon.

00:44:33: Richtig.

00:44:35: Und das macht es manchmal auch in genau diesen Team-Situationen oder nicht... Ich sage jemandem, was ich brauche, manchmal so schwierig.

00:44:46: Ich hab jetzt gerade überclawt ein paar Sachen automatisiert im Hintergrund, welche Rechnungen schreiben und so was.

00:44:51: Und da ist mir das nämlich auch extrem aufgefallen... ...dass es mich genervt hat wie klar ich das formulieren muss!

00:44:59: Und mir dacht, boah, ich mach's gleich wieder selbst.

00:45:02: Und dann

00:45:02: musste ich wirklich

00:45:03: immer wieder mich selber

00:45:04: daran erinnern.

00:45:05: Du musst ihm das jetzt einmal sagen, dann hat er die Routine drin, dann leitet er sie sich selber ab du musst es nur einen Ball durchhalten.

00:45:13: Aber ich hab richtig gemerkt, wie immer wieder in mir drin.

00:45:16: Deswegen, als du das erzählt hast

00:45:17: ... ... dass ich mit euch kenn' das!

00:45:20: Das ist nicht mal ein Mensch, sondern eine Maschine!

00:45:24: Aber trotzdem ... Ja?

00:45:28: Ja.

00:45:29: Halt ich sehr gut nachvollziehen.

00:45:34: Ich glaube, deswegen so einfach, wie man dann halt jeden Mal da her sagt, ja, dann gib halt einfach mal was ab.

00:45:39: Ist es halt nicht in jedem Punkt.

00:45:41: Einmal kann es so innere ... Punkte sein, die einen davon abhalten.

00:45:45: So wie jetzt bei dem was ich offenbarte warst du gerade.

00:45:47: offenbar ist das einfach auch anstrengend ist vielleicht es zu verbalisieren aber vielleicht auch noch gar nicht verbalisierbar ist weil's noch gar kein Konzept dazu gibt.

00:45:55: und das andere ist auch so dieses verantwortungsabgabe wenn ich wenn ich es nicht kontrollieren kann wenn ich mich nochmal drauf gucken kann oder wenn ich nicht weiß was da jetzt passiert wird dass überhaupt so richtig gemacht wie ich das dann gerne haben möchte und das kenne ich zum beispiel auch mit bei einem anderen Beispiel HandwerkerInnen.

00:46:16: Wer jetzt für die Praxis ja auch sind nicht gewesen, also wir haben da so eine Steinwand gemacht und mir war ganz klar ich möchte dass wir diese Steinwand machen.

00:46:23: wahrscheinlich hätte das jemand anders ganz klar gewusst wie das alles funktioniert so wie man dann aufbauen kann wie das auch das Problem ist wir konnten es nicht direkt an die Wand dran machen um die eigentliche Wand zu scholen und so das wäre jemanden vom Fach bestimmt bewusst gewesen wie das Alles funktioniert das Vertrauen aber abzugeben, dass der mir das dann auch wirklich so macht wie ich das gerne hätte am Ende.

00:46:43: Und vor allem und das ist... Ich glaube da auch ehrlich wenn ich ganz ehrlich bin, ich wollte mir so ein Schlupfluch auch offen lassen für Aber wenn ich mich zwischendrin doch noch anders entscheide weil es mir doch vielleicht anders optisch etwas besser gefällt also wenn ich dann doch nicht vielleicht bis dahin da hoch will sondern doch noch eins weiter hoch will.

00:46:59: Das geht ja denn nicht!

00:47:01: Wenn ich da jemanden mit beauftrage, dann habe ich den Auftrag gestellt.

00:47:05: Auch diese Schlupflach für Flexibilität erarbeite ich mir, indem ich es einfach selbst mache.

00:47:09: Weil dann kann ich jederzeit noch mal umändern und hab's nicht in Auftrag gegeben und so wirds halt gemacht.

00:47:16: Also da finde ich ist dann abgeben für mich zumindest immer noch heute auch herausfordernd wenn das alles erfüllt ist bzw.

00:47:24: intern noch dieses Thema als von Flexibilitet bewahren wollen gleichzeitig aber auch noch Kontrolle über den Prozess behinderten wollen Und... Ich glaub' da sind wichtige Punkte Manchmal dann auch nicht unbedingt so zufrieden mit den Ergebnissen von anderen gewesen, zu seinen Vergangenheit.

00:47:40: Wir hatten Handwerker hier bei uns im Haus bewegen in einer Wärmepumpe die eingebaut wurde.

00:47:47: Die Art und Weise was da denn so gemacht wurde war bestimmt richtig.

00:47:52: Das drumrum hat mir gar nicht gefallen Und es gab viele Dinge die danach auch nicht funktioniert haben wie sie eigentlich hätten funktionieren sollen.

00:48:00: Was wiederum dann sowas für mich war Ja ich hätte das sicherlich nicht besser hingekriegt Und hätte ich es aber irgendwie machen können, hätte ich's lieber alleine gemacht.

00:48:10: Hätte ich mich lieber damit wochenlang, monatelang beschäftigt wie ich sowas einbaue und hätte dann vielleicht doch auch einige Dinge nicht alle Dinge weil da war schon froh dass die auch Sachen gemacht haben aber manche Dinge auch gerne selbst gemacht.

00:48:21: Dann hätt' ichs nämlich so gemacht wie ich das gern gehabt hätte.

00:48:23: Ich glaube hier liegt so eine gewisse Gefahr der Überforderung Die vielleicht auch dazu beiträgt dass ich so viele Dinge mache die ich mache.

00:48:30: Ja

00:48:31: Das ist auch ein interessanter Rückschluss.

00:48:33: bevor ich jemandem esse ... sehr klar sage, wie ich es haben möchte.

00:48:41: Mache ich's lieber selbst?

00:48:43: Ja!

00:48:44: Um die Flexibilität hat auch noch mit vielleicht zu haben und dann zu können.

00:48:50: Vielleicht... vielleicht... vielleicht auch nicht.

00:48:55: Und auch um nicht enttäuscht von der anderen Person sein zu müssen ist auch ein wichtiger Punkt.

00:49:00: Lieber bin ich wütend auf mich weil ich das nicht so hingekriegt habe und weil Als unqualifizierte Person, die sich da was Neues beigebracht hat.

00:49:10: Hat eben noch Fehler gemacht habe als jemanden der dem ich eigentlich vermutlich Kompetenz zuschreiben würde das zu können festzustellen dass er es doch nicht so kann.

00:49:20: So und dann ist nämlich genau aber wer ist dann enttäuscht?

00:49:26: Naja also Ich wäre auf mich sauer wenn ich jetzt irgendwas nicht so hin kriege schon Aber nicht so doll wie wenn jetzt eine andere person etwas nicht hinkriegt was sie eigentlich hinkregen sollte.

00:49:36: Also

00:49:37: Und von wem bist du dann enttäuscht?

00:49:40: Wenn's die andere Person nicht hinkriegt, bin ich nicht nur enttäuscht.

00:49:42: Dann bin ich wütend auf die anderen Personen.

00:49:44: Ich mir so denke ... Das ist doch euer täglich Brot!

00:49:49: Warum hat das jetzt nicht

00:49:50: geklappt?!

00:49:52: Find'

00:49:52: ich scheiß!

00:49:55: Weil du eben gesagt hast, ich bin dann enttuischt von der anderen Person und da dachte ich, äh, interessant.

00:50:00: Spannend, weil Enttäuschung ja ...

00:50:03: Das wegnehmen von Täuschungen ist.

00:50:05: Mhm, genau.

00:50:07: Ich habe

00:50:07: mich dann getäuscht in der

00:50:08: Kompetenz, genau.

00:50:09: Die haben ich getäusht in der kompetenz die ich dir zugeschrieben habe.

00:50:13: Exakt!

00:50:15: Ja

00:50:16: Wenn ich also Profi kommen lasse für Einbau von Pärmepumpe Dann hätte ich gerne auch das am ende mit der Wärmekumpe alles funktioniert

00:50:23: Dass Profi kommt

00:50:25: Das halt Profi Kommt Da haben wir das wieder Experten.

00:50:28: du wär's eigentlich?

00:50:31: Ich hab exakt diese Referenz in meinem Kopf, glaub ich.

00:50:33: Das ist interessant und da schließt sich der Kreis zur Expertenfolge.

00:50:37: Vielleicht ist das so der Grund, warum wir beide sagen, wir wollen keine Experte sein weil wir nicht an einem Standard gemessen werden wollen?

00:50:44: Uuuuh!

00:50:46: Du als spannende Hypotheken.

00:50:48: Ah,

00:50:49: krass, ne?

00:50:52: Ja, genau so.

00:50:53: Kam gerade rein geflattert.

00:50:55: Kam rein ge flattert, war vorbewusst und konnte dann sogar verbalisiert werden, füllstellig verarbeitet werden und hat bei der anderen Person auch noch ein Bewusstsein geschaffen?

00:51:03: Mega!

00:51:05: Ich hab's doch nicht ganz durch ... für mich durchge ... in meinem System ... Durchdrungen

00:51:12: in der Tiefe.

00:51:14: Genau es ist nur eine Hypothese.

00:51:15: bis jetzt also ich weiß noch nicht ob ich sie für mich als wahr unterschreiben würde So will ich sagen.

00:51:20: Es ist nur eines.

00:51:21: könnte sein, dass das ein... Also es ist ein Thema was für mich sichtbar sein könnte.

00:51:28: von der Hypothese her heißt nicht, dass es mein Thema ist.

00:51:31: Stehst du was ich meine?

00:51:32: Ich weiß was du meinst!

00:51:33: Es wäre eine logische Schlussfolgerung ob sie für mich tatsächlich zutreffend ist.

00:51:37: und noch mal auf dem anderen Platt Papier.

00:51:39: Genau richtig

00:51:41: Ja Das heißt, da wäre dann jetzt noch... das ist ja interessant.

00:51:44: Jetzt haben wir gerade so ein bisschen einen Schritteplan.

00:51:46: Also es können Dinge erst mal brauchen.

00:51:48: Erstmal ein Konzept?

00:51:50: Wo will ich eigentlich hin und wie soll das aussehen?

00:51:52: wenn sie dieses Konzept gibt braucht es irgendwie auch eine Operationalisierung Versprachlichung Wie sage ich das jetzt auch wenn ich Unterstützung haben will Und dann am Ende vielleicht nochmal so eine Art von Abgleich.

00:52:03: trifft das jetzt Hypothese XY oder sowas?

00:52:06: was auch immer was ich herausgefunden habe trifft dass jetzt tatsächlich auf mich zu und kann ich das wirklich bestätigen?

00:52:11: Und das ist mir eigentlich in meinem Prozess des Praxisaufbaus auch mit diesem Wandthema.

00:52:16: Ich musste erst mal planen, wie will ich es haben?

00:52:18: Okay!

00:52:19: Dann musste ich irgendwie sagen... Mein Partner hat mich da sehr viel unterstützt, ne?

00:52:23: Wie will ich das haben?

00:52:24: Dann habe ich mir sehr viele Informationen reingeholt von Menschen die sich da so ein bisschen auskennen also vom Bonuspapa, vom Papa, wo ich auch gefragt habe hier, wie könnt ihr das machen?

00:52:32: aber auch bei meinen... Was sind denn das dann?

00:52:37: Schwager?

00:52:38: Schwiegerelte?

00:52:38: Ah,

00:52:39: war Schwager Ja, genau.

00:52:40: Weil die sind Mada und Laquira gelernte... Ich hab gerade überlegt was ist denn die Mehrzahl von Schwager?

00:52:46: Schwagers?

00:52:49: Schwäger!

00:52:51: Meine beiden Schwäge?

00:52:53: Ja bei meinen beiden... Hört sich irgendwie falsch an aber ja okay.

00:52:56: Ich finde

00:52:57: das Ding richtig.

00:52:58: Perfekt!

00:53:00: Sehr gut also bei meinen Beinen schwäger.

00:53:03: Oh Gott, Schwager.

00:53:04: Also Schwagers hört sich wirklich komisch

00:53:06: an.

00:53:07: Das hört sich ganz falsch an.

00:53:08: deswegen habe ich es extra so gefragt.

00:53:09: Bei

00:53:09: meinen Schwägern.

00:53:10: Oh,

00:53:11: Schwägern.

00:53:12: Schwägern?

00:53:13: Schwärgern ist gut!

00:53:16: Oder?

00:53:16: Aber das... Ja geil, Leule.

00:53:18: Es ist egal,

00:53:19: wir nehmen

00:53:20: die Mehrzahl von Schwager.

00:53:22: Letzter ein, genau.

00:53:26: Bei denen habe ich mir Informationen geholt und jetzt weiß ich aber gar nicht mehr wo ich damit hin wollte weil ich so an diesem Wortschweiger hing.

00:53:34: Ja, doch.

00:53:35: Ich weiß es wieder!

00:53:36: Wann aufbau?

00:53:37: Hab mir Informationen geholt, hab es da schon versprachlichen können und hab dann immer wieder den Abgleich mit mir gemacht.

00:53:43: Passt das jetzt aber auch so wie die ganzen Konzepte, die mir jetzt vom Außen auf mit reingeflossen sind, so wie ich das eigentlich haben will und sogar im Prozess noch mal mit sehen können als es in der Entstehung war.

00:53:56: ist das jetzt auch so, wie ich mir das wirklich vorstelle?

00:53:58: braucht es hier nochmal Anpassungen oder nicht?

00:54:02: Ja, irgendwie haben wir jetzt einen ganzen Ablauf von was ist eigentlich... Ich würde es jetzt in der Bezug auf die Praxisgestaltungsprozess.

00:54:08: Was läuft da eigentlich innen drin ab?

00:54:10: Ja, erschaffen!

00:54:11: Ja, spannend.

00:54:13: und was mir gerade noch aufgefallen ist weil ich habe das so parallel natürlich abgeglichen während du geredet hast und dachte manchmal will ich den Weg auch gar nicht abgeben weil ich den weg mag

00:54:26: ja genau.

00:54:28: also Weil ja cool, das Ziel ist cool.

00:54:34: Aber es gibt Dinge... Da will ich den Weg selber machen weil ich's vielleicht lernen will.

00:54:40: Weil ich darauf neu gehe und weil ich das erfahren will.

00:54:42: Ja!

00:54:42: Weil ich das erleben will.

00:54:43: Und da ist es gar nicht natürlich auch ein flexibel bleiben bla bla bla.

00:54:53: Aber wenn ich wirklich mal richtig dahinter gucke was so meine Grundmotivation auch manchmal isst.

00:55:01: Ich will das auch können Ich will

00:55:04: das

00:55:04: mal probieren.

00:55:05: Ja,

00:55:07: absolut!

00:55:08: Komplett bei dir.

00:55:09: Fühl' ich sehr.

00:55:12: Das wäre

00:55:12: auch ...

00:55:13: Man hätte ja jetzt eine eingerichtete Praxis von jemand anderem vielleicht übernehmen können als Beispiel.

00:55:17: Nur mal hypothetisch oder man hätte jetzt auch eine bestehende Praxis zum Beispiel nur wirtschaftlich führen können.

00:55:25: Also das heißt in der Praxis selber nichts dafür tun sondern nur wirenschaftlich die Räume zur Verfügung stellen damit andere da drinnen arbeiten können.

00:55:31: Auf gar keinen Fall Auf gar keinen Fall, ich will ja diesen Weg.

00:55:34: Ich hab voll Bock auf all das was damit zu tun hat und auch auf dieses ganze Organisationskram auch wenn das manchmal super frustrierend gelaufen ist in der Praxisaufbauphase.

00:55:45: Auch das diese Kompetenzen zu erwerben, was braucht es eigentlich überhaupt?

00:55:49: Was sind die nächsten Schritte.

00:55:51: Das zu wissen dass selber zu durchleben ich fand das total cool und ich freue mich auch auf ja mit Arbeiterführung ne auch diese kompetensten dies da braucht Abrechnungen schreiben Lohnabrechnung was muss ich eigentlich beachten wo muss ich jetzt wem wen anmelden?

00:56:05: auch das finde ich alles total cool.

00:56:07: Ich würde das auf gar keinen fall outsourcen.

00:56:09: uns sogar das ungeliebte thema steuer erklärung

00:56:12: Meine Liebe,

00:56:12: was wir ja auch schon hier hatten.

00:56:15: Auch da finde ich es cool dass ich von mir selber sagen kann Ich weiß wie ich meine Steuererklärung mache und jetzt hätte ich sogar ein Steuerberater an der Hand.

00:56:22: Und jetzt habe ich mir dieses Jahr nachdem ich dann endlich diese Steuererklarungen abgegeben hab gedacht Weißt du was?

00:56:27: Ich werde die nächstes Jahr auch selber machen.

00:56:30: Ah!

00:56:31: Ja warum nicht?

00:56:32: Das... Wie cause?

00:56:34: Nicht weil ich das nicht abgeben kann.

00:56:35: also da hätte ich volles Vertrauen dass er das wahrscheinlich sogar noch besser macht als ich das mache und gleichzeitig Ich glaube, ich möchte das trotzdem weitermachen.

00:56:43: Irgendwie finde ich das cool, dass sich das so von mir selber auch...

00:56:45: Ja?

00:56:46: ...dass ich das selber sein kann!

00:56:48: Dass ich das selbst machen kann.

00:56:50: Ja.

00:56:51: Ich find's auch manchmal cool die Zahlen zu sehen.

00:56:53: also ich weiß ich hab' auch immer ein Problem mich ranzusetzen und das zu machen und ich weiß am Ende sitze ich aber da denke mir ach krass, das ist hieralber passiert ja genau.

00:57:03: Genau.

00:57:06: Und es hat einen anderen Wert für mich wenn nicht die Zahl nur ... quasi in einem Dokument lese, die jemand anders erstellt hat.

00:57:16: Also ich habe tatsächlich den Vergleich weil ich es schon selber gemacht habe und ich hab's aber auch schon abgegeben.

00:57:21: von daher... Ach cool!

00:57:22: ...habe ich für mich die Erfahrung gemacht,... ...dass ich das Dokument wenn ich es... ...gemacht bekomme vom Steuerberater,... ...das Dokument dann anschaue ums Gegen zu prüfen vielleicht.

00:57:38: Aber dass ist da nicht die emotionale... ...diese Emotionalität.

00:57:44: Ja, gar nicht mal involvierung sondern auch die Zahlen, die da stehen.

00:57:48: Die könnten auch von wem anders sein und wenn ich die aber... Also ich beziehe dir ja nicht so sehr auf mich, auch wenn mir vollkommen klar ist dass das natürlich die Zahlen von meinem Business sind oder von uns sind, ne?

00:58:02: Aber die Identifikation damit... Richtig!

00:58:04: Dann doch eine andere irgendwie.

00:58:06: Das ist dann distanzierter, das ist nicht so nah für dich.

00:58:08: Ach, spannend!

00:58:10: Ist auch interessant.

00:58:12: Kann ich mir schon vorstellen

00:58:14: So.

00:58:15: Natürlich kann ich jetzt daran arbeiten, dass meine Identifikation mit diesen Zahlen auch dann existiert wenn ich sie von außen geliefert bekomme weil natürlich sind das ja meine Zahlen die diese Person da zusammengeschrieben hat.

00:58:26: aber Wenn ich sie selber zusammen geschrieben habe ist es für mich nochmal anders.

00:58:30: Von der Emotionalität her

00:58:33: Ja verstehe ich sehr gut und Ich weiß nicht wie's dir geht.

00:58:37: bei mir ist auch wenn ich die dann abgeschlossen hab schon so einen gefühl einem die zahlen ja Das andere ist aber eher So dieses stolze Gefühl von, ich hab das jetzt wieder geschafft.

00:58:48: Ich habe das wieder gemacht!

00:58:50: Ja... Ich

00:58:51: hab

00:58:52: all diese Unternehmensbereiche... ... so viele Dinge, die damit reinfließen.

00:58:58: Das ist jetzt halt eben nicht nur so... Ich hab ein Business ne?

00:59:02: Eine Steuernummer!

00:59:03: Ich habe tatsächlich mehrere Steuernummern und ich hab da halt auch in den Steuernummern noch mal verschiedene Kleinstbereiche,... ...die damit rein fließen.

00:59:09: Übungsleiterpauschale keine Übungsteuer.

00:59:11: Und dass sich das alles dann so entwirt haben.

00:59:13: Das fühlt sich dann irgendwie so satisfying an.

00:59:15: Es ist so befriedigend.

00:59:17: Ich hab ja voll den Durchblick wieder über meine ganzen... ...Dinge, die hier eigentlich laufen und wo die in der Steuererklärung hinkommen.

00:59:23: Und das ist irgendwie schon sehr selbstwertstärkend.

00:59:26: Strukturen klar.

00:59:27: Ja, so ist es.

00:59:28: Ordnung!

00:59:30: Ordnung?

00:59:30: Struktur?

00:59:31: Sicherheit?

00:59:32: Klarheit?

00:59:34: Nachvollziehbarkeit?

00:59:35: Wir haben schön das Blauefeld bedient.

00:59:37: Was macht das Blaubefeld-Sicherheit?

00:59:42: Um mal die Metarebene da reinzubringen?

00:59:44: was passiert in dir bedürftnismäßig?

00:59:50: Orientierung und Kontrolle.

00:59:52: Check!

00:59:55: und wirkt sich automatisch auf Selbstwerterhöhung.

00:59:59: Jupp,

00:59:59: check!

01:00:00: Auch interessant eigentlich?

01:00:02: Ja.

01:00:03: Der Zusammenhang zwischen wenn mein Bedürfnis nach Orientierung und Kontrolle, wenn ich das selber mir geben kann hat es auch einen Einfluss auf meinen Selbstwert.

01:00:15: Und da habe ich jetzt gerade gedacht... Ich weiß nicht, wie's bei dir ist.

01:00:19: Du nimmst die Fragen mit im Abgleich von der Biografiefolge.

01:00:22: Das heißt ich glaube wir kommen nicht ohnehin noch eine zu machen und ich hab schon ganz viele Folgenideen.

01:00:29: und da ist unter anderem auch das Thema Selbstwert, Selbstbewusstsein, Selbstbild, Selbstacceptanz, Selbstliebe... Was ist das eigentlich?

01:00:37: Wie unterscheidet sich das und wie können wir das so verstehen?

01:00:41: oder wie verstehen wir es vor allem?

01:00:44: die Perspektive, die wir anbieten können.

01:00:47: Und das fände ich auch ein super spannendes Thema.

01:00:49: also von daher mache ich auch dieses Thema in der Stelle auf und gebe einen Ausblick auf zukünftige Episoden irgendwann dann.

01:00:58: Ja sehr gut!

01:01:04: Dann haben wir diese Folge jetzt total lustig weil in meinem Kopf ist so krass weil eigentlich haben wir eine Biografiefolge machen wollen dass was wir jetzt gemacht haben es eigentlichen Ablauf irgendwo schon fast.

01:01:19: Wie kann ich vielleicht Dinge auch abgeben, wie kann ich Dinge strukturieren?

01:01:23: Also ich finde wir haben sehr viel Struktur und Prozess hier in dieser Folge besprochen.

01:01:29: Fällt mir so im Rückblick auf...

01:01:32: Und erinnerst du dich noch daran dass wir das bei dir in deiner Biografiefolgen auch hatten?

01:01:36: Wir wollten eine Biografiefolge von dir machen und sind

01:01:39: komplett abgetrifftet!

01:01:43: Und haben dann auch diese

01:01:44: Folge nicht

01:01:45: mehr so benannt, als wäre es eine Biografiefolge.

01:01:47: Weil das wirklich ganz weit weg war von jeglicher Biografi.

01:01:49: Bei mir war's ja heute schon noch ... Da waren schon noch Anteile da!

01:01:52: Wann von den Sprinkles?

01:01:54: Ja voll.

01:01:55: Also ich würde sagen immer noch so, wie viel Biografien.

01:01:58: Aber ähm, ja also wir hatten das da auch.

01:02:01: Das ist interessant.

01:02:03: Das beruhelt sich auf das Engmussteil.

01:02:05: Stimmt.

01:02:06: Aha.

01:02:08: Ich glaub bei mir war es Folgen... Drei... nach der wir, der genug kommt tatsächlich vielleicht sogar genau hin.

01:02:14: Interessant!

01:02:16: Ja

01:02:17: Es wird lustig!

01:02:19: Da könnten wir jetzt bestimmt auch nochmal eine Stunde drüber sprechen wie es dazu vielleicht kommen könnte.

01:02:24: Damit sind wir am Ende von dieser Folge von gefühlt gedacht angekommen.

01:02:29: Wenn dich etwas aus dieser Folge berührt hat Wenn du Gedanken, Fragen oder auch Themenwünsche mit uns teilen möchtest, dann schreib uns doch einfach!

01:02:51: Und jetzt noch ein Aufruf in eigener Sache.

01:02:57: über

01:03:00: Feedback, über Nachrichten, über geteilte Folgen mit all den Personen die es vielleicht aus deinem Freundes- und Bekanntenkreis interessieren könnte.

01:03:08: Über ein Follow auf Instagram!

01:03:09: Und natürlich auch über eine Bewertung auf der Plattform, auf der du uns

01:03:13: hörst.

01:03:14: All das hilft uns dabei zu wachsen und größer zu werden.

01:03:17: Danke dass Du heute dabei warst, dass Du mitgefühlt, mitgedacht und mitgehört hast.

01:03:24: bis zum nächsten Mal bei gefühlt gedacht Deinem Podcast rund um Menschliches erleben.

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