Soziale Angst trotz sozialer Arbeit?

Shownotes

Zwischen Voyeurismus, Neugierde, persönlicher Unsicherheit und der Frage, wie man diesen Beruf aushält.

Wie hält man es eigentlich aus, mit schweren Themen zu arbeiten? Aus dieser Frage entsteht ein Gespräch über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von therapeutischer Arbeit und Coaching, über Mitgefühl und professionelle Grenzen und darüber, warum helfende Berufe nicht nur belastend sein müssen, sondern auch tief berühren, erfüllen und faszinieren können.

Julia und Johanna sprechen über Neugierde, Voyeurismus, Selbstfürsorge, soziale Unsicherheiten und die Frage, wie viel Verantwortung wir eigentlich für das Erleben anderer Menschen übernehmen können.

Konkret geht es um:

  • Die Frage: „Wie hält man das aus?" und warum schon in der Formulierung steckt, was viele über helfende Berufe denken
  • Mitfühlen ohne mitzuleiden - wie das geht und was es braucht
  • Den Unterschied zwischen Coaching und Therapie: Struktur, Klientel, Eigenverantwortung
  • Neugierde, Voyeurismus und Demut - ein ehrlicher Einblick in das, was Julia und Johanna persönlich durch ihren Beruf trägt
  • Wie viel Verantwortung wir für das Erleben anderer tragen können und wo die eigene beginnt
  • Soziale Unsicherheit zum Live erleben

💬 Key Takeaway der Folge: Mein Erfolg misst sich an mir - nicht an der anderen Person. Diese Haltung nimmt Druck raus, schafft Stabilität und macht es erst möglich, wirklich präsent zu sein.

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Transkript anzeigen

00:00:00:

00:00:01: Herzlich willkommen zu Gefühlt Gedacht, deinem Podcast rund um Menschliches Erleben.

00:00:08: Wir sind Julia

00:00:09: und Johanna und sprechen mit viel Herz und Offenheit über das was sonst nur in unseren Gedanken bleibt!

00:00:17: Hallo und herzlich Willkommen zur nächsten Folge, schön dass ihr wieder dabei seid!

00:00:25: Wir hatten in einer letzten Folge, die wir zumindest aufgenommen haben.

00:00:28: Die vielleicht aber jetzt nicht vorher veröffentlicht wird über das Thema Suizidalität gesprochen und mir kam da die Frage auch auf, die sich vielleicht manche Zuhörenden auch stellen, die mir auch auf jeden Fall in meinem Berufsalltag immer mal wieder begegnet ist... ...die Frage wie kann man eigentlich so ein Beruf machen?

00:00:43: Wie hält man das eigentlich aus Jule?

00:00:46: Jetzt die Frage an dich!

00:00:48: Wie hältst du das eigentlich

00:00:49: raus?!

00:00:55: Schön!

00:00:56: Du hast gesagt, du startest heute in die Folge rein.

00:00:58: Aber mir war nicht bewusst dass ich dann die erste bin, die eine Frage beantworten habe.

00:01:02: Merke ich gerade.

00:01:05: Ich halte es... ...kenne ich aus den letzten Folgen bei mir anderswo.

00:01:08: Und schön, du hast die Einleitung gemacht.

00:01:11: Verdammt jetzt soll ich eine Frage überantworten.

00:01:14: Definierende Funktionsmodus.

00:01:15: Ach du Scheiße!

00:01:18: So herrlich.

00:01:20: Ja Wir sprechen einfach mal an, was gerade mir passiert und mir mehr Raum zu geben um nachdenken zu können.

00:01:26: Das hat doch schonmal hervorragend funktioniert!

00:01:28: Jetzt kann ich wieder auf deine Frage zurückkommen und die eine Antwort geben.

00:01:34: Für mich Coaching Mentoring in meiner Arbeit ist es so dass Ich es glaube mit anderen Themen zu tun habe als du in deinem therapeutischen Alltag.

00:01:53: für mich habe das am Wochenende wieder festgestellt.

00:01:56: Ja, manchmal nehme ich die Dinge auch mal raus weil sie auch noch in mir nacharbeiten vor allen Dingen weil ich Themen sehe, Muster sehe, die wir vielleicht noch nicht bearbeitet haben.

00:02:06: jetzt, weil es noch nicht an der Zeit war Das nochmal aufzuschreiben und auch für mich nochmal zu reflektieren ist sehr hilfreich.

00:02:14: Ich hab' festgestellt dass häufig ich nach einer Session nochmal eine halbe Stunde brauche.

00:02:20: gut für mich um die Session zu... reflektieren und aber auch zu resonieren, für mich in meinem körperlichen Leben tatsächlich.

00:02:31: Also es geht nicht nur um eine gedankliche Verarbeitung sondern manchmal auch um nochmal nachspüren was kam dafür?

00:02:40: Emotionen vor allen Dingen wenn's wild durcheinander gegangen ist und sehr emotional war merke ich dass sich danach noch mal ne Art von Clearing von meinem System brauche.

00:02:54: Mhm.

00:02:55: Jetzt weiß ich, dass dein ... Ja jetzt weiß ich aber das deine Therapiealltag oder Therapie-Alltag an sich so was zum Beispiel gar nicht zulässt?

00:03:03: Oder ich weiß nicht vielleicht zulassen könnte wenn wahrscheinlich kannst du da der Termine auch schön selber legen Aber ich vermute, dass das Termin an Termin ist.

00:03:13: Das mache ich eben einfach nicht.

00:03:14: Das ist für mich.

00:03:15: ne wie gehe ich damit?

00:03:16: umso gehe Ich damit um indem ich nicht Termin am Termin lege Sondern weiss dass ich für mich eine halbe Stunde zwischendrin brauche das alte komplett aus meinem System rauszulassen.

00:03:31: Komplett ist auch wieder so ein Anspruch, aber dass ich es zumindestens soweit verarbeitet habe und für die nächste Person wieder so verfügbar bin mit jeglichen Teilen meines Körpers und energetisch so wieder da bin, dass sich nicht miteinander verbinde und Verknüpfe und Konfuse.

00:03:55: Also, weißt du was ich will?

00:03:57: Das ist eine Überlage.

00:03:58: Dass

00:04:01: das eine mit das andere rausgeht.

00:04:03: Ja, verstehe ich total.

00:04:05: Dass die gleichen Themen sehen, obwohl es nicht die gleichen sind einfach nur weil ich jetzt gerade vom Fokus her so oft als ein Thema eingeschossen bin.

00:04:13: Weil du so

00:04:13: geprimt aktiviert bist grade in diesem Thema.

00:04:15: Genau.

00:04:16: Ja.

00:04:18: Ist ein guter Punkt.

00:04:19: War das auch das, was du gerade meintest Dass dein therapeutischer Alter quasi oder dass deine therapeutische Arbeit vielleicht anders ist.

00:04:26: Ich hatte nämlich das erst so verstanden, dass du meinst, dass das inhaltlich anders ist und habe dann jetzt, wo du es weiter ausgeführt hast gemeint verstanden zu haben, es geht nicht unbedingt um das Inhaltliche sondern mehr um die Struktur also wie mein Arbeitsablauf sozusagen ist.

00:04:44: Da hänge ich glaube ich gerade noch dran.

00:04:45: was meintest du mit, dass wir einfach... dass das unterschiedlich oder dass das bei mir anders ist?

00:04:51: Meintest du die Struktur oder meintest Du das Inhaltliche?

00:04:54: Oder beides.

00:04:54: Beides!

00:04:55: Okay,

00:04:56: also weder entweder oder sondern beides.

00:04:59: okay beides.

00:05:01: meine struktur darf ich gefühlt noch ein bisschen mehr selbst bestimmen.

00:05:06: und Ich glaube die klienten die personen die bei mir sitzen Die haben das selbst gewählt.

00:05:13: die sind da weil sie sich vorwärts bewegen wollen die sind mit einer ganz anderen Einstellung in Haltung.

00:05:18: Da Spekulation, das ist mein Bild von ein bisschen.

00:05:26: Das Menschen die zu mir kommen wollen das ja.

00:05:30: Die sind sehr driven.

00:05:33: Das ist zumindestens mein Gefühl was ich habe.

00:05:35: meine Klienten kommen zu mir und wollen etwas verändern in ihrer Situation.

00:05:39: Die wollen sehr aktiv auch unterstützt werden dabei und wissen sehr wohl dass sie in der Eigenverantwortung sind und das ohne ihr Zutun gar nichts passiert.

00:05:49: Wohin ging ich schon bei Therapie manchmal?

00:05:51: das Gefühl habe, dass Menschen dort nicht gezwungen werden hinzugehen.

00:05:57: Das ist auch schon eine eigene Entscheidung.

00:05:58: aber es ist mehr so ein... Ja okay man hat mir gesagt dadurch wird's besser werden.

00:06:01: jetzt mach mal was damit es mir besser geht.

00:06:04: So ne passivere Haltung die du da mit verbindest?

00:06:07: Okay ja!

00:06:08: Ich glaube beim manchen Patientinnen und Patienten kann das durchaus zutreffen.

00:06:12: na manche werden ja zum Beispiel Vorstellig, weil sie einen Rentenbegehren haben und dann zum Beispiel in eine Reha-Einrichtung geschickt werden.

00:06:20: Weil Sie ein Rentenantrag gestellt haben Und Reha vor Rente ja so'n Grundsatz ist bei uns im deutschen System.

00:06:26: Dann gehen Sie in Reha und kriegen da dann nahegelegte ambulante Psychotherapie zu machen und kommen dann deswegen quasi in ambulante psychotherapie aufgrund des ursprünglichen Renten Begehren.

00:06:36: Da kann das dann durchaus mal so sein.

00:06:38: oder auch wenn Patientinnen und Patienten geschickt wird von außen So meine Frau hat gesagt oder mein Mann hat gesagt oder so.

00:06:44: Ich müsste doch jetzt mal, weil ansonsten kann unsere Beziehung nicht

00:06:47: weitergehen.".

00:06:49: Wichtig natürlich da und da unterscheidet sich sicherlich unsere Arbeit.

00:06:52: bei uns in der Psychotherapie braucht es halt eine psychische Indikation also es braucht einer Diagnose.

00:06:59: So blöd das vielleicht auch für manche scheint.

00:07:01: wir brauchen eine Diagnosis Wir brauchen eine Erkrankung, wir brauchen einen Krankheitswert damit wir überhaupt erst arbeiten dürfen.

00:07:07: wenn jemand jetzt nur kommt und sagt ja ich habe halt Beziehungsprobleme Dann ist das tatsächlich kein Auftrag für uns.

00:07:12: und dann dürfen wir, wenn es keine psychische Erkrankung gibt die im Hintergrund steht.

00:07:16: Die diese Probleme vielleicht verursacht oder vielleicht worin sie sich dann auch mit zeigen oder sowas Das darf dann, wenn das nicht der Fall ist also keine psychischen Thematiken da findbar sind, darf nicht behandelt werden von uns im Rahmen der Psychotherapie.

00:07:29: Da könnten wir Coaching anbieten und natürlich Hinweise machen auf paar Beratungen zum Beispiel durch Caritas oder ähnliches.

00:07:36: Wir tüften theoretisch auch selber Coachinganbieten aber das ist dann eine Selbstzahlerleistung oder auch psychologische Beratung.

00:07:43: Aber das wird da nicht von der Krankenkasse bezahlt.

00:07:45: Das ist vielleicht auch wichtig hier zu sagen.

00:07:47: also ja ich glaube wir haben unterschiedliches Klientel Vielleicht das.

00:07:51: Manchmal, manchmal vielleicht aber auch gar nicht so sehr.

00:07:53: also das könnte mir gut vorstellen.

00:07:55: ich habe zum Beispiel auch einige Patientinnen und Patienten die sehr selbst gewählt uns sehr... Eigenmotiviert sind, würde ich sagen.

00:08:02: Intrinsisch motiviert sind wirklich was anzupacken und zu erreichen.

00:08:06: Hab auch da den Eindruck dass es in der Therapie da deutlich schnellere Fortschritte gibt.

00:08:09: also die intrinsische Motivation das von innen herauskommende ist tatsächlich immer ein Kifaktor wenn's darum geht auf für Therapie-Erfolg wobei siebzig Prozent des Therapie Erfolgs macht.

00:08:19: nur die Beziehung also auch spannend.

00:08:22: Und gleichzeitig Meine Struktur, das was du so beschrieben hast stimmt ist ein bisschen anders.

00:08:27: Wir haben diese zehn Minuten also unsere Sitzungen müssen vorgeschriebener Weise damit wir sie überhaupt abrechnen dürfen mindestens fünfzig Minuten gehen.

00:08:35: Ist auch geil!

00:08:35: Also wir sind nicht auf fünfzehn Minuten limitiert aber Sie müssen mindestens fünftig Minuten sein.

00:08:39: alles was wir darüber hinaus arbeiten kriegen wir halt nicht bezahlt.

00:08:42: Fünffünfzig Minuten müssen es sein, damit wir sie überhaupt abrechnen dürfen.

00:08:45: Ansonsten machen wir eigentlich Abrechnungsbetrug.

00:08:47: Also theoretisch wenn wir nur siebenvierzig Minuten gearbeitet haben und an einem guten Punkt sind dann wäre eigentlich normalerweise, wenn man ganz korrekt arbeitet zu sagen gut das kann ich jetzt leider nicht abrechneten wir müssen jetzt leider noch drei Minuten über Gott und die Welt sprechen.

00:09:00: Damit ich so abrechnend darf was in der Praxis so natürlich ehrlicherweise selten umgesetzt wird weil man überzieht ja auch mal hier oder da Und dann passt sich das Mittel wieder an.

00:09:08: Das heißt, wir stehen dann noch zehn Minuten eigentlich an Zeit zu die ich mir tatsächlich auch nehme.

00:09:14: also Ich mache das mittlerweile immer so dass ich Zeit zwischen den Sitzungen lasse Auch wenn ich mit Verzug zum Beispiel rausgehe Dann wartet auch die Patientin oder der Patient vor der Tür eben entsprechend nochmal und ist halt nicht genau pünktlich Zu dem eigen vereinbarten Termin dran.

00:09:28: das nehme ich mir raus.

00:09:28: mittlerweile dieses recht.

00:09:30: Wir warten auch in Ärztezimmern und überall anders.

00:09:33: Und ich brauche diese Zeit für mich einmal zum Dokumentieren, und einmal auch nochmal zum Reflektieren.

00:09:38: Wo stehen wir eigentlich gerade?

00:09:40: Was sind es auch Überlegungen für die nächste Sitzung?

00:09:42: Ich schreibe mir das alles schon immer auf!

00:09:44: Damit ist für mich Rundkriege.

00:09:46: Da ist aber tatsächlich relativ wenig Zeit drin für...ich reguliere Jetzt wirklich viel in mir.

00:09:53: Manchmal mache ich das, also wenn sie jetzt gerade eine hochintensive Sitzung war, Emotionsgeladen war dann nutze ich es auch mal um mich abzuschütteln und mal kurz durchzuatmen.

00:10:05: Ich nutze das aber in den meisten Fällen ehrlicherweise als Dokumentation, Vorbereitung für die nächste Sitzung.

00:10:10: Also dieser Person, die gerade da war, mache ich mir schon Gedanken was möchte ich in der nächsten Sitzungen vielleicht weiter forcieren?

00:10:16: Wo möchte ich gerne nochmal weiterhin leuchten wenn es dann auch der Wunsch des Patienten ist?

00:10:21: und dann quasi mach'e ich auch schon die Vorbereitungen für die Personen die jetzt als nächstes kommt.

00:10:25: also ich gucke noch mal rein wo haben wir das letzte Mal stehen geblieben?

00:10:28: was habe ich mir da aufgeschrieben was vielleicht ein weiterer sinnvoller Schritt wäre im Bezug auf unsere Therapieziele?

00:10:36: Das beantwortet jetzt aber nicht die Frage, wie ich es schaffe diesen Beruf auszufüllen oder diesen Beruf zu

00:10:40: machen.

00:10:42: Andersrum!

00:10:42: Ich bin mir manchmal nicht ganz so sicher, wie viel aufgrund von eben und du hast gesagt das ist natürlich vorgegeben von der Krankenkasse.

00:10:50: d.h.,

00:10:50: wenn Du als freie Therapeuten in Anführungsstrichen... D.h.

00:10:55: Nicht kranken Kassen abhängig, d. h. aber für Selbstzahler zugeladen oder nur für Selbstzahlern nehmen würdest?

00:11:00: Oder auch Privattherapie?

00:11:01: Genau dann dürftest Du Dir das ja wieder so legen wie Du möchtest.

00:11:05: Bei Selbstzahlern kann ich natürlich selber sagen, wie viel Zeit zum Beispiel gebe ich für die Sitzung.

00:11:10: Da mache ich sechzig Minuten Sitzungen, mach' ich hundertdreißig Minuten Sizzungen und hundzwanzig oder was auch immer so wie es vielleicht sich gerade schickt.

00:11:17: das kann ich beim Selbstzahler auf jeden Fall anpassen.

00:11:20: bei den privaten Krankenversicherungen bin ich auch gebunden.

00:11:24: also da bin Ich auch zeitlich gebunden.

00:11:26: ja okay aber genau.

00:11:27: also sobald aber selbst zahl ist genau gibt's nur Selbstzahlen.

00:11:30: das heißt aber wenn wir das anlegen das heißt du selbst zahler ich selbst zahrer dann ... wäre es gleich, wir dürften.

00:11:36: Ich darf ja auch entscheiden, ne?

00:11:37: Das ist meine Session, ... ... forty-fünf Minuten, seil ich dich.

00:11:40: Keine Ahnung zwei Stunden.

00:11:41: Ja drei Stunden.

00:11:44: Da bin ich komplett frei.

00:11:45: Find' ich auch mega ehrlich gesagt!

00:11:46: Also ich lieb das tatsächlich auch... ...ich bin ja jetzt schon seit einigen Jahren hypnotherapeutisch unterwegs und hatte ja auch noch nicht so lange die Appropation.

00:11:56: Ich hab ja letztes Jahr im Herbst die Approbation gemacht.

00:11:58: Ich plane ja jetzt erst mit Kassensitz zu starten ab dem ersten Siebten.

00:12:02: Und im Rahmen der Ausbildung arbeiten wir natürlich mit den Krankenkassen zusammen, von daher kenne ich dieses System zwar auch schon und arbeite auch so aber in meiner eigenen selbstständigen Therapie die ich quasi anbiete, die sich ursprünglich mal formiert hat aus diesem hypnotherapeutischen Dasein was mittlerweile nicht mehr nur noch Hypnotherapie ist sondern auch Gesprächstherapie oder psychologische Beratung.

00:12:23: da bin ich auch so frei!

00:12:26: Also, ich finde das ist so viel angenehmer eben auch mal die Freiheit zu sagen.

00:12:30: Hey und jetzt heute machen wir zum Beispiel auch mal eine Doppelstunde problemlos ne?

00:12:35: Weil es passt gerade gut!

00:12:37: Wir sind grade an einem wichtigen Punkt und ich will jetzt nicht sagen So sorry Zeit ist ja heute leider rum beim nächsten Mal dann.

00:12:44: Ich finde dass kann manchmal auch echt limitieren und rausreißen wodurch ich übrigens mir auch ehrlicherweise im in den Kooperation mit den Krankenkassen das manchmal rausnehmen.

00:12:54: Wenn ich die Möglichkeit habe, ehrlicherweise nutze ich dafür auch Mittagspausen dann ist es so dass sich eine Sitzung länger führe obwohl sie eigentlich schon vorbei wäre weil wir gerade an einem wichtigen Punkt sind.

00:13:05: aber da würden jetzt einige Therapeuten die Hände beim Kopf zusammenschlagen und sagen Das geht doch nicht, ne?

00:13:12: Weil Orientierung und Sicherheit haben begrenzt auf diese fünfzig Minuten usw.

00:13:17: Und selbst für Sorge sicherlich ein Aspekt.

00:13:20: Das ist mal eine ganz persönliche Haltung.

00:13:21: Ich möchte mein Beruf Leben auch als angenehm erleben und als Gewinnbringend für mich selber erleben, es hat einen sehr egoistischen Anspruch ehrlicherweise auch.

00:13:33: Und das kann ich vor allem dann wenn ich das Gefühl habe, ich kann auch gut arbeiten für mich.

00:13:37: Das bedeutet eben auch mal mehr Arbeit!

00:13:39: ... eine Klientin letzte Woche, glaube ich war's.

00:13:56: Ist auch egal also von kurzem und wir sind normalerweise mache ich mit ihr neunzig Minuten... ...und es waren zwei Stunden weil zehn Minuten vorher und ja das passiert manchmal zehn Minuten vorher einfach noch ein riesen Ding reinkam was natürlich hätte ich sagen können in dem Moment wo sie aufkommt okay und hier pausieren wir dass ist ein Thema für nächste Session.

00:14:26: Das hätte ich machen können.

00:14:28: Und... Ich habe parallel gemerkt, wie sehr sie da noch drin ist und hatte keine anderen Termine mehr danach.

00:14:36: Das heißt die Entscheidung, die ich in diesem Moment getroffen habe wohl wissendlich dass sie auch keinen anderen Termin danach hat.

00:14:42: normalerweise spreche ich das dann an und sage hey wir würden jetzt hier weitermachen Ist das okay für dich?

00:14:46: Ansonsten müssen wir hier jetzt abbrechen.

00:14:48: also ich formuliere das auch mit meinen Klienten Orientierung und Sicherheit.

00:14:53: Dieses Hey, pass auf!

00:14:55: Wir haben jetzt noch zehn Minuten.

00:14:56: ich müsste dieses Thema jetzt hier abbreiten.

00:14:57: Ich habe das Gefühl du bist gerade super drin.

00:14:59: wenn es für dich okay ist würden wir hier einfach weitermachen.

00:15:02: Ja dann gibst Du's ja auch vor.

00:15:06: Und sie hat sich danach aber sehr bedankt.

00:15:08: Darauf so sie hat danach gesagt nach dieser Zeit Oh, es war so gut, dass du da nicht abgebrochen hast und dass du mich hast weitergehen lassen.

00:15:16: Das hat jetzt das ganze Thema nochmal so richtig ... Wir waren in der Integrationsphase Und natürlich hätte ich da Pause machen können und hätte darauf vertrauen können, ne?

00:15:24: Dass sie selber das daheim irgendwie schafft zu integrieren.

00:15:28: So haben wir uns aber die Zeit genommen und haben es für Sie integriert und sie hat noch mal wirklich alles anschauen dürfen geführt und gehalten auch von mir was Für sie so notwendig war, wie sie selber dann formuliert hat.

00:15:45: Sie hat gesagt es war so wichtig dass wir das gemacht haben und sie hat sich dafür bedankt und hat gesagt dafür machen wir einfach beim nächsten mal bitte eine halbe Stunde weniger.

00:15:54: genau so machen wir.

00:15:55: das ist vollkommen okay für mich.

00:15:57: also ich erkläre das dann auch mit meinen klienten exakt so.

00:16:01: zum themaorientierung und sicherheit also ich glaube man kann das auch machen und Orientierung und Sicherheit behalten.

00:16:08: das glaub ich wollte ich ein bisschen rein geben und auch Klienten sind dafür sehr dankbar Weil die ja auch manchmal merken, dass sie mittendrin stecken.

00:16:17: Und ja, manchmal geht's nicht.

00:16:19: Das ist wieder die andere Seite?

00:16:20: Absolut!

00:16:21: Also ich glaube genau das was du gerade sagst auf der einen Seite diese Flexibilität eben auch zu haben es anzukündigen und abzusprechen sind ganz wichtige Aspekte da drin.

00:16:30: natürlich darf man schon auch drauf schauen.

00:16:34: Also vielleicht was passiert auch dynamisch gesehen.

00:16:37: Es gibt sicherlich auch manche Patientinnen und Patienten, da kommt das vielleicht häufiger mal vor dass am Ende der Sitzung dann noch ein großes Thema kommt.

00:16:43: Und wenn das der Fall ist, kann man das ja auch thematisieren!

00:16:46: Dann ist es auch sicherlich wichtig anzuschauen.

00:16:48: Gibt's hier eine Bindungsunsicherheit?

00:16:50: Gibt es hier Verlassensängste?

00:16:53: Ich kann mich gerade nicht gut verabschieden ich bräuchte doch noch mehr... Was ist denn das eigentlich?

00:16:58: Warum am Ende dieser Sitzungen zum Beispiel etwas aufkommt?

00:17:00: Erinnere ich mich auch sehr gut an einen Fall wo das immer wie Thema war, dass eigentlich die ganze Sitzung so ein bisschen oberflächlicher gesprochen wurde und gar nicht so viel inhaltlich.

00:17:10: Und plötzlich am Ende der Sitzungen noch mal so kurz eben zwischen Tür- und Angel quasi gefühlt kam dann auch was relativ ein tiefes Thema auf das man eigentlich gut hätte therapeutisch adressieren können in der ganzen Sitzungs.

00:17:21: Als wir dann drauf geschaut haben war es eigentlich ein naja.

00:17:24: wenn ich nur noch fünf Minuten habe dann weiß ich ist geht nicht solange?

00:17:27: Dann muss sich das jetzt nicht so die ganze sitzung besprechen Dann kann ich schnell wieder entfliehen.

00:17:32: Oder muss ich dieses Thema nicht so lange aushalten?

00:17:34: Ja, es war gar nicht ein.

00:17:35: Bitte machen Sie mir mehr Angebot!

00:17:37: So darf ich bitte jetzt noch länger bleiben.

00:17:39: Sondern das war wirklich ein.

00:17:40: Ich muss es da nicht so lang aushalten und kann dann auch wieder schnell nach Hause gehen Und kannst jetzt nur mal kurz hier angesprochen haben.

00:17:46: Und ich glaube Das ist wichtig dass wir das nicht verpassen.

00:17:48: Dass wir nicht verpassen zu sehen hey das hat vielleicht auch eine Funktion wenn das bei einer Person gehäuft vorkommt.

00:17:53: Wenn das aber nun mal ab und zu oder mal einzeln vor kommt Bei der gleichen person Also ich bin da jetzt nicht so, dass ich das dann gleich ahnte oder sage, nee.

00:18:02: Jetzt hatten wir aber nur fünfzehn Minuten und jetzt ist aber die Zeit rum.

00:18:05: So passt halt einfach nichts zu mir.

00:18:07: So arbeite ich einfach nicht gerne.

00:18:09: Und was mir übrigens hilft diesen Job zu machen vielleicht noch weil mir das so ... Weil ich für mich da schon eine klare Haltung auch zu habe, weil ich diese Frage auch häufiger höre und immer wieder beantwortet habe und sie für mich auch eine Klarheit daraus ergeben hat.

00:18:24: Ehrlicherweise ist es viel meine Einstellung dazu die mir hilft.

00:18:30: Es ist viel, ich sehe nicht das Problem sondern ich sehe die Herausforderung als ein Teil der Entwicklung.

00:18:39: Ich glaube wenn ich zuviel sehen würde oh mein Gott!

00:18:44: Das ist ja so alles total schlimm und furchtbar und da weiß ich gar nicht wie wir daraus kommen sollen.

00:18:50: und oje oje...das kann ich spüren?

00:18:54: Ich kann mitfühlen Aber nicht mit Leiden ist vielleicht der wichtige Punkt daran.

00:19:00: Und ich kann auch gleichzeitig in mir Thema Mindset tatsächlich spüren oder auch gedanklich merken, hey das ist gerade eigentlich für was gut!

00:19:11: Wir erkennen es jetzt vielleicht noch nicht und sie wissen es vielleicht auch noch nicht.

00:19:16: aber irgendwas Gutes steckt in dieser herausfordernden Situation Und diese Einstellung, die ich dazu habe zu Entwicklungsprozessen hilft mir total auch alles Schwierige was da vielleicht so da ist und was sich besonders als Problem darstellt auszuhalten.

00:19:32: Ich sage immer so schimpflakativ in jeder Scheiße steckt etwas Schönes oder in jeder scheiße stecken irgendwas was wir nutzbar machen können.

00:19:39: Das ist es eigentlich!

00:19:41: Was mir helft diesen Job zu machen.

00:19:43: ehrlich gesagt

00:19:45: Weil ich nenn's gar nicht Problemen, sondern Herausforderungen gesagt hast.

00:19:49: Ich hab letztens gehört und das unterstreicht ... Wir haben eine sehr ähnliche Perspektive übrigens.

00:19:54: Problem heißt doch, dass es fühlt dich?

00:19:57: Sonst wärs ja das Kontra-Plemen!

00:20:00: Nicht so wie du das sagst.

00:20:02: Du bleibst da zu eilen.

00:20:06: Das Kontraplem.

00:20:11: Nice.

00:20:11: Wie gesagt ist in meinem Gedanken gut entstanden aber ich hab's exakt.

00:20:17: Woah!

00:20:18: What?

00:20:21: Es beschreibt exakt das, wie ich es sehe.

00:20:23: Ja, es ist aktuell ein Problem und eine Herausforderung.

00:20:26: Das habe ich noch nicht gelöst in meinem Leben, weil ich keinen Weg gefunden habe um es für mich nutzbar zu machen.

00:20:33: Ich.

00:20:35: Wer sagt denn, dass es keinen Weg gibt?

00:20:38: Also muss ich ihn doch nur finden.

00:20:40: Richtig Ja.

00:20:42: Und ich glaub, da hilft uns auch und das würde ich dir jetzt auch mal so unterstellen.

00:20:45: aber korrigier mich gerne falls ich dir das falsch unterstelle.

00:20:47: Ich glaube der hilft uns hat auch unsere Neugierter.

00:20:49: ja dass ist Ich habe das Oh, ich weiß gar nicht mit meiner besten Freundin tatsächlich gehabt.

00:20:58: wir waren auch relativ tief in was drinnen.

00:21:02: Dann sage ich ja um was wäre jetzt wenn du immer neugierig bist?

00:21:05: und auf einmal kam so ein

00:21:06: Wow!

00:21:07: Und es kam Wien ein kompletter, hundert-achtzig Grad Dreh bei ihr rein.

00:21:11: Und sie ...

00:21:11: wow!

00:21:13: Dann öffnet sich das und ich ... cool?

00:21:16: Das war nicht beabsichtigt.

00:21:18: Ich wusste nicht, was ich damit geteilt hab.

00:21:20: Manchmal ist man ja in Gesprächen.

00:21:22: Es passiert irgendwas.

00:21:25: Und rein für mich Neugierde ist die Antidote zu Angst oder zu Zweifel, also das ... So, lass es uns auf Deutsch machen.

00:21:37: Entweder ist das Gegenmittel und ... Das ist für mich so.

00:21:47: Deswegen gehe ich gerne in Explorationen.

00:21:50: Ich weiß noch nicht wo wir landen werden.

00:21:54: aber lasst uns doch

00:21:54: mal schauen!

00:21:55: Lasst

00:21:55: uns einfach

00:21:56: mal offen,

00:21:58: ne?

00:21:59: Die macht mich offen gegenüber all dem was ich finde Ohne das sofort in der Bewertung oder eine Schublade, oder in ein System pressen zu müssen.

00:22:12: Damit es für mich funktioniert.

00:22:14: Das machen

00:22:14: wir... Also auch genau meine Haltung ehrlich gesagt.

00:22:17: Das macht mir in der Verhaltenstherapie sehr häufig so dieses Verhaltensexperimente.

00:22:22: Mal gucken, was passiert denn eigentlich?

00:22:23: Wenn ich mich mal so verhalte und da sowieso einen Entdecker wie so ein Forscher.

00:22:30: Ich sag auch manchmal wie so'n kindliches Erleben.

00:22:33: Da waren wir auch neugierig.

00:22:34: Da haben wir eben halt vielleicht noch nicht gewusst das Samt eben nicht so gut schmeckt oder dass sich vielleicht im Mund nicht so angenehm anfühlt und wir haben es einfach mal ausprobiert!

00:22:42: Und mit dieser Prämisse einfach mal Auszuprobieren Und eventuell eine neue Erfahrung zu machen, in verschiedene Situationen reinzugehen.

00:22:50: Ich finde das super hilfreich!

00:22:52: Das ist übrigens auch was, was mich so fasziniert an unserem Beruf oder an der Arbeit mit Menschen die Vielschichtigkeit auf der einen Seite zu sehen und ich habe auch ein ganz großen Anteil in mir Super neugierig ist, was passiert denn jetzt eigentlich?

00:23:08: Wie geht's da weiter?

00:23:12: Da gibt es sogar Forschung zu.

00:23:14: Das wurde bei uns in irgendeinem Seminar, wo man gesagt hat, es gibt irgendwie fünf Gründer, warum viele Therapeuten werden so und da war euphorismus mit dabei und ich dachte so... Ich glaube, ich wurde entlarvt!

00:23:28: Da hat man mich wohl entdeckt.

00:23:31: Natürlich geht es auch darum, Pulse zu bieten für Hilfe und für Fortschritt.

00:23:37: Das erfüllt mich klar, wenn Patienten in der Sitzung sagen, da hab ich an sie gedacht.

00:23:45: Da freu' ich mich total und bin so cool!

00:23:48: Schön, dass meine Worte irgendwie nachhallen und sich dann vielleicht als hilfreich erweisen.

00:23:55: Natürlich ist das ein

00:23:56: Aspekt...

00:23:56: Und es ist auch echt ein neugierter Aspekt.

00:23:59: Wie geht's da jetzt weiter?

00:24:00: Das ist so manchmal ... Ja, die so eine ...

00:24:03: Ist besser als jeder TV-Serie, gell!

00:24:05: Es

00:24:05: ist halt so lebendiger als jede TV-Serie.

00:24:07: ja und ich bin immer wieder fasziniert wie dann doch sich die Wege so ergeben ganz anders als ich vielleicht erwartet habe dass sie sich ergeben und dann selber total buffen was passiert, was das Leben eben so ermöglicht An Veränderungen.

00:24:28: Und was auch manchmal die Patienten selber ermöglichen an Veränderung, ja auch das?

00:24:33: Ja...

00:24:34: Ich finde es auch.

00:24:35: Also ich bin auch Kategorie-Voyeurismus.

00:24:41: Das ist mich interessiert an diesem Job tatsächlich des menschliche Erleben.

00:24:48: Darum geht's in unserem Podcast.

00:24:50: Ich glaube, dass ist auch der Grund warum wir es ohne es zu wissen Kommt jetzt gerade raus, ihr seid alle live mit dabei.

00:24:58: Hallo!

00:24:59: Vielleicht auch genau uns geeint hat das dieses Projekt ins Leben zu rufen weil wir beide so interessiert am menschlichen erleben sind, weil es so unterschiedlich ist und dann doch so gleich irgendwo... Also ich finde die Verhaltensebene ist so gleich Und wenn du dann tiefer gehst in die Schichten die drunter liegen Dann wird es so anders.

00:25:19: Das zeigt sich in Worten, die wir nutzen.

00:25:21: Obwohl wir was anderes damit meinen?

00:25:23: Die Gefühle mit Worten verbinden bei dem einen das eine und beim anderen das andere auslösen... Das ist so facettenreich!

00:25:33: Und dann wieder doch so individuell, obwohl es sich im Außen gleich präsentiert.

00:25:40: Und das finde ich faszinierend.

00:25:43: Absolut ja.

00:25:44: Hast du schön zusammengefasst.

00:25:46: Ich finde gerade diesen Aspekt ... fühlt sich vielleicht manchmal so an, als würden wir... über die gleichen Themen stolpern, und wir sind gar nicht so anders wie die andere Person.

00:25:57: Und dann aber in den Differenzierungen zu merken ... Ach doch!

00:25:59: Ach nee, so genau?

00:26:01: Nee das meint ich eigentlich nicht.

00:26:03: Warte mal.

00:26:04: Jetzt wo wir uns gerade da weiter drüber unterhalten, achso ja ne.

00:26:07: Ich meinte das übrigens schon.

00:26:08: Das nicht.

00:26:09: Genau.

00:26:10: Und das zu spüren dass es da irgendwie ganz Feinheiten geben kann, die dann doch irgendwie ganz unterschiedlich sind.

00:26:16: Ich mach das immer an diesem Beispiel Selbstzweifel.

00:26:18: Viele kennen das ja von sich würde sogar sagen Alle kennen das von sich.

00:26:21: Ich glaube, ich habe noch nie einen Mensch getroffen der von sich selber ganz authentisch wichtiger Punkt behaupten kann... ...ich habe keine Selbstzweifel!

00:26:30: Nie gehabt werde ich nie haben so ungefähr.

00:26:33: Wir alle kennen diese innere kritische Stimme und die ist aber tatsächlich sehr anders geartet.

00:26:40: also es gibt manche Menschen die würden in diesem Kontext jetzt anders betrachten als die Menschen die vielleicht den anderen Punkt haben dem sie total kritisch bei sich betracht.

00:26:50: Mach's an einem konkreten Beispiel fest, sonst würd ich zu ...

00:26:52: Danke.

00:26:53: Wolltet dich gerade fragen?

00:26:54: Habs

00:26:55: grad beim Sprechen gemerkt und dachte, warte mal, das war jetzt nicht klar was ich hier meinte.

00:26:59: Da limitieren dann die Worte glaub' ich auch wieder.

00:27:02: Ich mach es an ein Beispiel!

00:27:03: Die eine Person sagt ja, ich bin total selbstkritisch mit mir und habe Selbstzweifel in Momenten wo es um soziale Zusammenkunft geht dass sich da irgendwie unangenehm wahrgenommen werde, dass ich was Falsches sage.

00:27:16: Andere Personen sagen, ah ja das kenne ich von mir auch.

00:27:19: Dass sich da irgendwie unangenehm wahrgenommen werde und dass vielleicht andere Menschen was Blödes von mir denken könnten Dann denken sie erst mal, Sie sprechen über das Gleiche und stellen dann aber fest wenn sie weiter darüber sprechen, dass es der einen Person zum Beispiel darum geht, dass sie vielleicht im Äußeren also wie sie wirkt sozusagen Wie sie aussieht während sie etwas sagt, wie sie sich hält

00:27:38: usw.,

00:27:39: dass das das ist was die Person unsicher macht Während die anderen Personen sagen oh nee das habe ich gar nicht bei mir es eher, wie ich die Dinge sage.

00:27:47: Also welche Worte ich zum Beispiel wähle um irgendwas zu sagen?

00:27:50: Deswegen sage ich dann lieber nichts!

00:27:53: Es kann so diese kleinen Feinheiten geben, die sich dann doch eben sehr unterscheiden.

00:27:57: Obwohl das Grundgefühl nämlich... Ich bin unsicher in sozialen Momenten sehr gleich sein kann.

00:28:04: Das war was ich meinte.

00:28:05: Ja, das war ein schönes Beispiel.

00:28:10: oder nehm ich zu viel Raum ein.

00:28:13: Auch das kann ja unsicher sein, also da kommen bei mir jetzt gerade den Moment wo du es gemacht hast ist in meinem Kopf gleich die ganze Musterklappe aufgegangen

00:28:21: und dann

00:28:22: gesagt... Und das!

00:28:23: Und dass auch noch Möglichkeiten weswegen wir uns unsicher in sozialen Interaktionen führen?

00:28:29: Das ist das was bei mir immer.

00:28:32: Ja,

00:28:32: das läuft dann einfach so automatisch mit in meinem Kopf.

00:28:35: Ehrlicherweise bei mir ist auch gerade noch mal angegangen dieses ... Wir hatten ja vorher eine Folge aufgenommen, so wie Zitalität.

00:28:41: Hab ich da jetzt eigentlich?

00:28:43: Ganz interessant!

00:28:43: Also ich spreche quasi nur soziale Unsicherheit an und zack was bei mir im Gehirn passiert ist automatisch kommen.

00:28:49: wo gab es jetzt bei mir eigentlich in letzter Zeit Momente wo ich mich sozial unsicher gefühlt habe?

00:28:53: Und dann, gerade Situation kurz vor her sozusagen alte Podcastaufnahme bin ich da hier jetzt an der einen oder anderen Stelle richtig genug reingegangen?

00:29:01: Hab ich das klar genug gemacht?

00:29:02: Hätte ich es nicht auch anders formulieren können müssen.

00:29:05: Würden da andere Therapeuten mit mir einstimmen, dass sie das so sehen ... hab ich jetzt unsere Therapeut-Innenschaft genug vertreten, meine therapeutische Haltung genug formuliert?

00:29:16: und dann kommt das.

00:29:17: Interessanterweise habe ich in mir gemerkt, wie's eine Stimme in mir gab, die gesagt hat ... Weißt du was?

00:29:22: Okay, jetzt bin ich ganz ehrlich, so wie ich's gedacht hab.

00:29:25: Ja bitte!

00:29:25: Nicht erschrecken.

00:29:26: Fuck off... Ich frag auf, ganz ehrlich.

00:29:29: Es war halt genauso wie es war und es war meine Haltung!

00:29:33: Und ich muss gar nicht für andere sprechen und wenn das für die nicht passt dann ist es halt so... Also das war auch spannend.

00:29:38: So diese ... Dieser Weg quasi von Selbstzweifel innen drinnen, während ich gesprochen habe.

00:29:43: Das ist ja auch total faszinierend, dass unser Gehirn das kann!

00:29:46: Ich spreche und spreche so als würde mich gerade darauf konzentrieren, was ich sage.

00:29:50: Dabei läuft eigentlich mal im Hinterkopf etwas ganz anderes ab nämlich Organisation.

00:29:54: von wo hab' ich mich grade unsicher gefühlt?

00:29:56: Und wie kann ich da mit jetzt grad umgehen, dass ich mich da unsichergefühlt habe?

00:29:59: In der Retrospektive... Was bei sozialer Phobie relativ häufig vorkommt, das nennt sich After-Eventary Processing Dass man dann danach sich immer noch Gedanken macht Wie habe ich das da eigentlich formuliert?

00:30:10: und so?

00:30:11: Das ist bei mir gerade im Hintergrund abgelaufen, fand ich sehr spannend zu

00:30:13: beobachten.

00:30:15: Thema soziale Angst hat viel angestoßen auf einmal bei mir.

00:30:17: Sehr

00:30:17: spannend!

00:30:18: Und ich finde es toll dass du das auch so offen ansprichst und vor allen Dingen sagst wie dann es weitergegangen ist weil meine Frage wäre exakt die gewesen und wir gehen jetzt damit um eine Sache die mir aufgefallen ist dein Sprachmagnetismus.

00:30:34: währenddessen zum Thema man nimmt, dass es im Außen nicht war.

00:30:36: Dein Sprachritmus hat sich verändert und du bist schneller geworden.

00:30:38: nur das ist das was mir als du das eingeführt hast und gesagt hast.

00:30:43: aber ich gemerkt, guck mal... Aber schon interessant, dass der Sprach die Dynamik ... die Geschwindigkeit jetzt zunimmt.

00:30:53: Wo meinst du, Entschuldige dass ich kurz reinkriege?

00:30:56: Meinst Du in dem Moment wo ich den Vergleich gemacht habe mit... Hey wir sprechen über kritische Anteile sozusagen und die eine Person nimmt das so wahr,... ...die andere Person nimmt es aber so wahr.

00:31:05: Wurde ich da schneller oder jetzt als ich über mich selber gesprochen habe?

00:31:10: In dem moment also dich über dich... Also in dem moment wo du ausgeführt hast, dass ist ja interessant ist, dass man das Parallel entdecken kann.

00:31:16: Ja!

00:31:16: Und dass das Paralleel so... Ja.

00:31:19: In dem Moment, wo du über dein inneres Erleben gesprochen hast?

00:31:23: Da hab ich's auch für mich wahrgenommen.

00:31:25: Okay.

00:31:26: Guck mal!

00:31:27: Genau.

00:31:27: Deswegen habe ich es nochmal gefragt weil ich mich gefragt habe ob ich diesen Vergleich, ob ich da sehr schnell war und das ist spannend, weil also... Es hätte auch sein können dass ich da schnell bin.

00:31:38: deswegen habe ich nachgefragt aber passt viel viel mehr noch in diesem Moment wo ich jetzt tatsächlich schnell war Weil das für mich, das ist so so Das ist auch alles so in so einer Schnelligkeit passiert.

00:31:48: Also das bildet ziemlich gut ab, was quasi im Hintergrund gelaufen ist.

00:31:53: Ich kann das zwar jetzt sehr bewusst aussprechen... Das ist aber wirklich etwas, was ich schon mal in der letzten Folge meinte mit diesem fast schon wie Präbewusst eigentlich eher ist.

00:32:04: Es läuft nicht so gesteuert ab, sondern es läuft eher in meinem Hintergrund ... Wirklich im hinteren Kopf könnte man sagen?

00:32:10: Das ist natürlich eher sicher, wenn man das Gehirn physiologisch betrachtet.

00:32:13: Aber so fühlt es sich an als würde es im Hinterkopf laufen während ich hier gerade am Lavern bin und dann kommt diese Gedacht eine

00:32:20: zweite Spur, die so latent mitläuft im Hintergrund.

00:32:25: Genau!

00:32:26: Die gar nicht prüft, was sage ich ja eigentlich gerade?

00:32:28: Sondern der Mund redet weiter.

00:32:30: Aber mein Gedankengang ist... Ah und jetzt beziehst du es gerade auf mich!

00:32:33: Und jetzt gucke ich grade so.. Was passiert hier eigentlich gerade im Hintergrund?

00:32:37: Was habe ich eigentlich in der letzten Folge gesagt?

00:32:38: Da hatte ich auch soziale Unsicherheiten.

00:32:39: Dann hab' ich das nämlich richtig gesagt.

00:32:42: und dann auch gleich wie gesagt der gesunde Erwachsenenanteil, wie wir den Schematherapeutisch vielleicht frame würden.

00:32:47: Der dann sagt, ach kommon, it is what it is.

00:32:53: Spannend.

00:33:00: Und in mir kommt so dieses, ich würde dich so gerne ein bisschen verlangsamen damit es auch vom Präbewussten ins Bewuste kommen kann und schauen was dadurch passiert.

00:33:15: Das ist aber jetzt wieder meine Neugierde die da so reinklickt, die sich sagt interessant wofür steht dieses?

00:33:21: ne?

00:33:21: Ich werde schneller hier.

00:33:23: Wofür, welchen Zweck?

00:33:26: Was ist da die Funktion?

00:33:27: vielleicht so und in deiner Sprache zu bleiben.

00:33:30: Was ist die Funktion dahinter?

00:33:33: Ich würde es nicht mit Funktionen, aber im Moment fühlt das sich stimmig an, dass dir gegenüberso zu äußern.

00:33:39: Mhm!

00:33:40: Ja... Willst du eine Antwort dazu?

00:33:44: Oh wenn du eine hast natürlich.

00:33:46: Das war eben tatsächlich eben schon mein Versuch der Beantwortung.

00:33:49: weil es bei mir im Gehirn so schnell ablief habe ich mein Sprachtempo, dem der schnellen Abfolge von Gedanken in meinem Kopf angepasst.

00:33:59: Das wäre tatsächlich meine Haltung dazu und ...

00:34:03: Der Erklärungsprinzip.

00:34:04: Ich glaube...

00:34:06: Also ja das wär mein Gedanke auf der einen Seite Und es gibt noch was weiteres, was da zu reinkommt.

00:34:13: Es ist natürlich eine Selbstoffenbarung.

00:34:16: also das heißt ich gehe in die Selbstöffnung, ich mache quasi bewusst was läuft in mir ab und ist da nicht zu viel Raum einzunehmen, sondern das so schnell mal fast schon eine Art von Nebensatz reinzubringen.

00:34:32: Und dann wieder zum wichtigen Thema zurückzukehren, weil hier soll es ja nicht zuviel um mich gehen.

00:34:35: Also das ist sicherlich schon ein Anteil den ich aber übrigens sehr spannend, den ich therapeutisch auch immer mal wieder habe.

00:34:42: Weil in der Therapie geht's ja darum... Ich bringe nicht mich selbst hier rein und es geht nicht um meine eigenen Themen.

00:34:47: ... sehr häufig auch ehrlicherweise immer mal wieder in diese Selbstöffnung und mache Themen auch bewusst, wie sie bei mir zum Beispiel schonmal abgelaufen sind.

00:34:58: Aber das ist sehr dosiert!

00:34:59: Und ich bieg sofort wieder ab... ...und wenn da jemand mit mir einsteigen will, mach' ich sofort zu.

00:35:04: Also es ist sofort neinein... Das war eine Parabel.

00:35:08: Das war ein Versuch der Verbindung,... ...aber nicht weil wir das Thema jetzt hier weiter ausführen wollen.

00:35:16: Formuliere ich dann nicht so klar, aber das ist dann meine Haltung in mir und brecht dann da quasi wieder ab.

00:35:22: Und fokussier' wieder auf den Gegenüber oder das Gegenüber in dem Fall.

00:35:27: Ich glaube, dass war jetzt hier wahrscheinlich auch... Das ist hier wahrscheinlich unbewussterlicherweise auch passiert!

00:35:31: Schnell wieder ablenken.

00:35:33: Ich sag das mal schnell so, wie es bei mir übrigens gerade war und jetzt wieder zurück zu dem Thema wo wir aber eigentlich hin wollen.

00:35:39: Das Gute ist was ich grade merke!

00:35:43: Was ich gerade merke ist... Warte mal hier darfst du ja auf mich gehen.

00:35:46: Ach Misty Hier ist ja eigentlich dieser

00:35:50: Daumen.

00:35:52: Kein Therapierraum.

00:35:55: Und was ist jetzt?

00:35:59: Du merkst ich bin euphorisiert.

00:36:00: Also ich mag's Es fühlt sich eigentlich einfach schön an.

00:36:07: Im Englischen würde man sagen, I don't have to hold anything back.

00:36:09: Also ich muss nichts zurückhalten.

00:36:10: gerade so und merke wenn du ruhig bist dann ist so dieses.

00:36:21: kannst du jetzt noch mal was sagen?

00:36:23: Hallo wir sind doch in einem Podcast, wir können doch gemeinsam sprechen!

00:36:25: Hallo Juli bist du noch da auf der anderen

00:36:28: Seite?!

00:36:30: Das

00:36:30: ist jetzt zu viel Raum.

00:36:32: Den wollte ich gar nicht

00:36:33: haben!

00:36:34: Es ist zu viel Ruhe, Jula die Zuhörenden könnten das vielleicht nicht mögen.

00:36:38: Sag doch jetzt mal wieder was.

00:36:40: Auch spannend.

00:36:41: Genau es geht gar nicht um das... dass ich das nicht mag weil also wenn wir telefonieren kann ich das ja auch aushalten das Ruhe ist?

00:36:48: Es ist wirklich ein..es hören uns ja dann potenziell andere Menschen zu und für sie könnte das unangenehm werden wenn's jetzt so lange ruhig ist.

00:36:56: Also auch da soziale Unsicherheit ne?

00:36:58: Ja Ja.

00:36:59: Verantwortungsübernahme?

00:37:01: Ja!

00:37:03: Ist es... ja,

00:37:05: erst im...?

00:37:06: Ich hab gerade überlegt ob's tatsächlich verantwortungsübernahme ist.

00:37:08: Im weitesten Sinne ist das aber für mich ne Verantwortung übernehmen für eine Person die...

00:37:13: ...hypothetischerweise eventuell...

00:37:16: Genau sich dadurch irgendwie fühlen könnte.

00:37:18: wie auch immer vielleicht findet sie es auch angenehm weil sie endlich Zeit hat über ihre eigenen sozialen Unsicherheiten nachzudenken.

00:37:24: und ich denke Endlich habe ich drei Sekunden Wo es nicht weitergeht

00:37:29: Einfach

00:37:30: mal Raum ist auch zu sennieren.

00:37:41: Raum geben, Raum halten, Raum schaffen.

00:37:46: Kann mir da jetzt gerade so einfach random drei Sätze quasi zur der Kopf.

00:37:52: Ja glaube ich das ist ein wichtiger Punkt.

00:37:55: Ach, wie spannend, Jule.

00:37:56: Ich liebe das.

00:37:57: ja, ne?

00:37:58: Manchmal kommen wir so vom Hundert-Senstausende und starten mit so einer vermeintlich easy to answer question... Die Frage warum machen wir eigentlich den Job und wie können wir das überhaupt und wie hält man das auch aus?

00:38:10: Hin dann zu was passiert eigentlich in uns gerade und was ist da gerade los?

00:38:15: und was meinen wir mit Sprache und all diese interessanten Aspekte.

00:38:19: ich find's total cool!

00:38:22: Während du das sagst, fällt mir auf, dass allein diese Fragestellung ... Wie hält man es eigentlich aus?

00:38:28: Mhm.

00:38:29: Ja schon

00:38:31: unglaublich

00:38:33: konnotiert ist in die Negativrichtungen.

00:38:36: Es ist nicht ein wie dankbar kann ich sein, dass ich das machen darf?

00:38:42: oder wie gehe ich mit der ganzen Glücksseeligkeit um, die ich dadurch empfinde?

00:38:48: und ja aber der Neugier, der Euphorie Ganz ehrlich, das ist... Und ich hab das manchmal.

00:38:55: Mich überwältigt es tatsächlich ... wenn ich Menschen oder ... Wenn ich Klienten vor mir sitzen habe und die mir dann erzählen, oh!

00:39:03: Wir haben da das letzte Mal gemacht und seitdem ist einfach alles anders und es ist so viel besser.

00:39:07: und ich denke mir, wow

00:39:09: cool ja.

00:39:11: Ich krieg das gar nicht prozessiert manchmal in meinem Gehirn und ich muss das ein paar mal auch wieso noch einmal nachverarbeiten weil ich mir denke Wie cool das was, was eigentlich.

00:39:24: Und jetzt kommt es in Anführungsstrichen eigentlich... Ich weiß gar nicht genau wie ich's ausdrücken soll aber wir unterhalten uns ja so häufig mit Menschen und natürlich sind jetzt du und ich nicht die normalen Gesprächspartner.

00:39:46: und natürlich wenn du zu mir als Klientin kommst oder auch wenn jemand zu dir in eine Therapie kommt Sitzung kommt, dann ist da ein gewisser Rahmen vorhanden.

00:40:00: Und trotzdem ist es ein Gespräch von Mensch zu Mensch.

00:40:06: Und dass das so viel verändern kann?

00:40:08: Ja!

00:40:09: Dass das so einen Einfluss haben kann in so positiver Dimension.

00:40:15: So eine Demut höre ich auch irgendwie raus.

00:40:16: Vielleicht ist das für dich nicht aber doch... also für mich ist es

00:40:19: das auf jeden

00:40:19: Fall oder?

00:40:20: Genau,

00:40:20: das trifft es.

00:40:21: Auch dieses, dass sich das machen darf.

00:40:26: dass ich damit Geld verdienen darf.

00:40:28: Deswegen finde ich allein diese herangehensweise gedanklich war für mich von Anfang an, wo ich dachte, die Frage ist so bisschen... Ich krieg es jetzt gerade gegriffen aber es hat mich am Anfang verwirrt und ich mir dachte, hä?

00:40:41: Erklären

00:40:42: Sie mir Ihre Frage!

00:40:43: Könnten sie mir noch mal ein bisschen Kontext bieten?

00:40:45: Ich verstehe die Frage nicht gänzlich.

00:40:49: In meinem Welt-Horizontbild

00:40:50: ist die Frage Hä?

00:40:52: Was?

00:40:53: Willst du jetzt von mir... Wie hält man das aus?

00:40:58: Ja, ich weiß

00:40:58: nicht.

00:40:59: In dem ich meine... What do you mean?

00:41:04: Cool!

00:41:05: Ja,

00:41:06: wie hält man es aus den ganzen Tag Menschen helfen zu dürfen was Besseres in ihrem Aus ihrem Leben zu machen und ihr Leben richtig zu genießen?

00:41:13: Ich weiß gar nicht wie man das aushält.

00:41:16: Verfreut er denen Baum umarmen oder so?

00:41:18: Entschuldigung Jetzt wird's ein bisschen sehr.

00:41:23: Nee, ich find's mega.

00:41:24: Du hast so recht!

00:41:27: Ja es ist halt irgendwie für viele glaub' ich dieses... Ah das muss doch so anstrengend sein.

00:41:34: Aber ich wollte mir ja nicht jeden Tag die Probleme von anderen anhören.

00:41:38: Ah nee da hätte ich also wirklich ... Ich hab ja selbst mit mir genug zu tun, da hätt ich gar keine Lust drauf und ich verstehe dass das für manche Menschen auch so ist.

00:41:45: Ich habe das jetzt leider sehr so ein bisschen ... was ich aber damit meine ist Es ist sicherlich für manche Menschen unvorstellbar diesen Job zu machen, weil sie sagen ich habe gar nicht diesen Raum oder diese auch Interesse vielleicht daran mit Menschen so tief ins Gespräch zu kommen.

00:42:04: Ich finde das eher anstrengend!

00:42:11: Simpel ist, wo ich irgendwie jeden Tag das Gleiche mache und wo vielleicht auch nicht so viel Verantwortung trage usw.

00:42:17: Und das kann ich total nachvollziehen.

00:42:18: also Ich würde auch sagen dass es das beides in mir gibt.

00:42:21: ich kann das nachvoll ziehen habe auch ja schon In dem ihr werdet noch hören der folge zum thema Suizidalität auch angemerkt hat Das ist da auch so ein gedanken in mir gab's aber warum kann ich dich auch irgendwie Arbeit machen die weniger verantwortung bedeutet?

00:42:35: Also ich kenne diesen Gedanken schon und ich kende aber genau das auch, was du sagst.

00:42:40: Diese Erfüllung dieser wirklich von tief herauskommenden Freude diese Demut

00:42:49: dieses

00:42:49: Feiern dieses Feiern von Erfolgen, die die andere Person für sich entdeckt.

00:42:55: Und Erfolge meine ich nicht unbedingt im Außen sondern es kann auch einfach eine Erkenntnis zum Beispiel sein, die für mich ein Riesen-Erfolg ist und dabei begleiten zu dürfen.

00:43:02: und jetzt kommt der Jurist wieder in mir, der sagt und ich konnte dabei sein uns miterleben das ist irgendwie wie ein Geschenk für mich.

00:43:09: ja

00:43:13: definitiv

00:43:15: Ja schön!

00:43:16: Für mich ist es gerade richtig rund.

00:43:20: Wie geht's dir?

00:43:22: Wo stehst du, hast du noch Bedarf irgendwie?

00:43:23: Fehlt für dich gerade noch was in der Folge.

00:43:27: In der heutigen Folge!

00:43:30: Ich war grade nochmal... ich bin grade nochmal irgendwo hängen geblieben und kann dir grade noch gar nicht genau sagen wo.

00:43:40: vielleicht ist es auch okay dass ich's nicht weiß.

00:43:44: also das war bei diesem Punkt wo du sagtest naja es gibt ja genau jetzt da

00:43:54: tada hallo

00:43:56: zu diesem Punkt.

00:43:59: Es gibt Menschen, die sich das nicht vorstellen könnten.

00:44:02: Und ich hab am Anfang auch immer gedacht ... Boah!

00:44:09: Ich hab schon auch dieses, es interessiert mich und ich habe gleichzeitig gemerkt wie sehr mich das manchmal auch mitgenommen hat vor allen Dingen am Anfang.

00:44:18: Was ich gemerkt habe ist dass je mehr... ich meine eigenen Themen aufgeräumt habe, je besser ich selber diese ganzen Methodiken auch bei mir anwende und mein Leben auch entsprechend gestaltet.

00:44:37: Das ist so ein bisschen das, wie wir eingestiegen sind.

00:44:39: Ich weiß heute ich kann nicht aus einer Session rausgehen und kann direkt die nächste machen.

00:44:46: Also das funktioniert natürlich weil es muss!

00:44:50: Das ist aber nicht gut für mich und deswegen setze ich entsprechend heute meinen Rahmen anders.

00:44:57: Das habe ich über mich gelernt.

00:45:01: Manchmal geht es auch genau darum, zu sagen okay wie viel selbst für Sorge.

00:45:05: Was kann ich machen?

00:45:06: Für mich und manchmal gehst du aus Sessions raus und bist glücksbeseelt und manchmal ja manchmal war's anstrengend und es gab noch keine Lösung und das ist irgendwie so ein... Es hängt noch in der Schwebe

00:45:21: und das

00:45:21: fühlt sich nicht toll an.

00:45:23: wenn ich da rausgehe Dann nehme ich das auch mit.

00:45:27: Und was brauche ich dann und wie kann ich es angehen, um das eben für mich zu einem Abschluss zu machen?

00:45:34: Um da auch ne... Du hast es vorhin so schön gesagt, Ich fühle mit aber ich leide nicht mit.

00:45:40: Wie kann ich da auch eine Trennung hervorrufen von mir?

00:45:46: dass ist nicht mein Thema Es ist

00:45:48: ja

00:45:49: häufig das was passiert.

00:45:50: Das sind Identifikationen auch mit dem Thema des anderen.

00:45:54: auch ist auf meine Kompetenz zum Beispiel zu beziehen.

00:45:58: Das ist mir zum Beispiel am Anfang häufiger Ball passiert, dass ich dann gedacht habe, da war ich jetzt nicht gut genug oder das hätte ich... weil wir keine Lösungen gefunden haben, dass hätte ich jetzt anders machen müssen oder sowas.

00:46:10: und ich glaube, da hilft mir auch diese Haltung.

00:46:14: Ich mache meinen Erfolg als Therapeuten nicht davon abhängig oder möchte es nicht und mache es in vielen Momenten auch nicht Davon abhänge ob die andere Person einen Mehrwert für sich daraus zieht.

00:46:27: Das hört sich jetzt sehr komisch an!

00:46:29: Ich erzähle gleich, was ich damit meine... Sondern ich mache es davon abhängig, ob ich zufrieden war mit den Angeboten, die ich gemacht habe.

00:46:35: Ob ich da war?

00:46:37: Ob ich das formuliert hab wie ich es formulieren wollte?

00:46:40: Ob mich mit meinem Angebot stimmig

00:46:45: fühle?!

00:46:46: Und wenn das für mich passend ist, dann ist das der Erfolg und nicht das, was bei anderen Personen passiert.

00:46:51: Denn – und jetzt kommt die Erklärung Ich kann ja gar nicht beeinflussen, was bei der anderen Person passiert.

00:46:56: Ich kann drei Leuten genau das Gleiche erzählen und drei Leute werden potenziell etwas anderes daraus mitnehmen für

00:47:01: sich.".

00:47:02: Und ... dass mir bewusst zu machen es liegt nicht in meiner Hand!

00:47:07: Es liegt nicht an meiner Hand, was Menschen daraus machen oder was sie daraus mittehmen und ob sie das dann als gewinnbringend erleben oder Nichtgewinn bringt erleben.

00:47:14: Das hat mir ganz viel Druck rausgenommen und das hat's mir auch erleichtert diesen Beruf auch angenehm für mich zu gestalten.

00:47:22: ob die andere Person etwas damit erreicht.

00:47:24: Und mein Erfolg ermisst sich an mir und nicht an einer anderen Person.

00:47:28: für mich sehr.

00:47:29: Er misst dich in deinen inneren Maßstäben, für dich?

00:47:31: Genau!

00:47:33: Ja.

00:47:33: Du hast quasi für dich ein eigenes Zielbild formuliert.

00:47:37: um es jetzt mal ganz...

00:47:39: So möchte ich als Therapeutin sein.

00:47:41: Praktisch

00:47:41: genau runterzubrechen du hast für dich einen Zielbild eine Haltung.

00:47:47: das genau so möchte ich sein als Therapeuten.

00:47:49: und wenn du dieses dieses Bild, Wertes in der Session halt genau gehalten hast und abliefern konntest.

00:48:00: Dann bist du mit dir zufrieden?

00:48:03: Korrekt!

00:48:04: Unabhängig davon was dein Klient deine Klientin damit macht im... In ihrem Bild, in ihrer Welt, in ihrem Leben.

00:48:14: Genau Sehr egoistisch, aber tatsächlich... Also könnte man jetzt so vielleicht von außen betrachten.

00:48:21: Aber soll sich in Therapie eigentlich darum gehen anderen zu helfen?

00:48:25: Ja würde ich zustimmen wäre schön.

00:48:28: und gleichzeitig ist es Hilfe zur Selbsthilfe.

00:48:31: Faktisch ist das!

00:48:35: Und vielleicht kann ich die passenden Impulse für die Person geben, die sich dann damit selber helfen möchte und kann.

00:48:40: Vielleicht hat es für diese Person aber nicht gepasst und dann ist das auch völlig in Ordnung.

00:48:44: Ich konnte nur diese Angebote machen.

00:48:55: Ich finde es nicht egoistisch und ich überlege gerade noch, was da ist.

00:49:04: Was für mich daran nicht egoistsisch ist?

00:49:06: Weil... Es ist so eine-.

00:49:12: Ich bin gefühlt bei so einem Vorbildthema Wenn du vorgehst und sagst pass auf!

00:49:17: Ich habe ein Werte damit bist Du ja auch verlässlich.

00:49:20: wenn du jedes mal, ich sage jetzt mal darum kämpfen würdest dass die andere Person weiter kommt dann würdest du ja auch immer eventuell einen Teil von dir selber aufgeben.

00:49:36: Und wir hatten das vorhin glaube ich hast du das erwähnt, dass bis zu siebzig Prozent eben diese therapeutische Allianz ausmacht.

00:49:44: Das heißt wie gut weibig mit der anderen?

00:49:46: Was ist, na wie... Auch sympathisch.

00:49:51: in einer gewissen Form sind wir uns und im Normalfall sind wir nur dann sympathisch wenn der andere für uns greifbar ist in seiner Form.

00:50:01: Wenn du Aber immer wieder, ich sag jetzt mal der Formwandler bist.

00:50:07: Weil du dich selber verlierst und verlässt um deinem Klienten zu retten... ...dann ist das für mich nicht... Dann ist es für mich Selbstaufgabe!

00:50:18: Und das ist von... Für mich eher sogar konträr.

00:50:23: Und würde eher in Richtung von Du machst den Klientern sogar von dir abhängig im blöden Falle weil.. Du ja willst dass er bei dir bleibt ne?

00:50:30: Da kommen dann so ganz viele andere Themen noch im Hintergrund mit rein

00:50:34: Voll.

00:50:36: Dass ich hoffe, dass du egoistisch genug bist.

00:50:39: Ich glaube das ist der Punkt den ich machen wollte um so stabil in dir selber zu sein... ...dass der Klient dich als Halt hat.

00:50:53: Ja also jetzt gerade auch drüber nachgedacht ne?

00:50:56: Ich glaube ein ganz ganz zentraler Punkt ist schon auch in der Therapie dieses Thema komplementäre Beziehungsgestaltung.

00:51:05: Also zu schauen was passt gerade für die Patienten, den Patienten, denen ich vor mir habe.

00:51:10: Welche Grundbedürfnisse und so weiter?

00:51:12: Ich glaube aber das ist ein Gedanke der jetzt noch zu weit führen würde für die heutige Folge.

00:51:16: Und wo ich grad in mir merke, ich würde das total gerne in eine andere Folge packen quasi sozusagen die Frage komplementäre Beziehungsgestaltung.

00:51:25: Ich glaub darunter können sich wahrscheinlich viele erst mal vielleicht noch nicht gleich das Bild machen.

00:51:28: also beispielsweise okay perfekt wunderbar Danke!

00:51:32: Also wir nehmen das

00:51:33: genau mit Genau richtig und darüber zu sprechen und auch quasi zu sprechen, wenn ich mich jetzt also anpasse in einer Beziehung ist das dann automatisch nicht mehr authentisch.

00:51:41: Da!

00:51:43: Das wäre so für mich das Thema.

00:51:44: Das Go-To.

00:51:45: Da hätte ich total Lust drauf.

00:51:45: Hast du auch Lust?

00:51:47: Perfekt yes.

00:51:48: So damit haben wir da schon... Ich finde es so toll dass sich bei uns noch war ja auch das worauf ich ein bisschen gesetzt habe aber es ist exakt das.

00:51:57: Es find so schön dass bei uns sich die Themen während wir sprechen eigentlich schon ergeben weil das

00:52:02: fällt

00:52:04: Und wir hatten es vorhin schon mal.

00:52:06: Wir sprechen ganz häufig über oberflächlich darüber und wenn wir dann tiefer gehen, merken wir was eigentlich wirklich dahintersteckt und ich finde das einfach wundervoll.

00:52:14: Ich find's auch so mega!

00:52:15: Vielen Dank.

00:52:16: an der Stelle möchte ich die Credits und die Props ganz zu dir geben denn du kamst ja auf diese tolle Idee diesen Podcast hier zu machen und jetzt ist da eine Möglichkeit.

00:52:24: und jetzt labern wie wir sonst telefonisch miteinander telefonieren über diese Dinge und kommen wirklich in die Themen rein.

00:52:32: Wir haben uns zwar so eine Idee gemacht, worüber wollen wir manchmal sprechen.

00:52:35: Was sind Ideen für Folgen?

00:52:37: Und ich merke irgendwie kommständig mehr weitere Themen dazu und in der Folge merke ich dann jetzt hätte ich Lust auf dieses Thema!

00:52:42: Das haben wir noch gar nicht aufgeschrieben.

00:52:44: Es wird uns glaube ich nicht langweilig werden, Jule.

00:52:47: Ich glaub' wir werden... Ihr werdet uns nicht so schnell loszuhören.

00:52:51: Ja, das ist jetzt leider so.

00:52:53: Und was an dieser Stelle einfach super passt solltet ihr Fragen Anmerkung, Anregung wünschen Themen haben.

00:53:02: Oh ja!

00:53:03: Es gibt eine E-Mail Adresse und wir freuen uns über eure Nachrichten, die E-mail Adresse ist infoet gefühlt mit ue minusgedacht.de.

00:53:14: Schreibt uns?

00:53:14: Steht aber auch nochmal in den Show Notes.

00:53:18: Voll cool.

00:53:19: Jule ich danke dir und ich danke euch natürlich fürs Zuhören bis zum nächsten Mal.

00:53:24: Ich freue mich.

00:53:26: Tschüss!

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