Manipulation oder bewusste Beziehungsgestaltung?

Shownotes

Über Authentizität, Haltung und eigene Wertevorstellungen.

Ist es Manipulation, wenn ich bewusst steuere, wie ich mit jemandem in Kontakt trete?

Julia und Johanna tauchen in dieser Folge tief in ein Konzept ein, das am Ende der der letzten Folge aufgekommen ist: komplementäre Beziehungsgestaltung. Was bedeutet es, das eigene Beziehungsangebot an die Bedürfnisse des Gegenübers anzupassen und wo hört das auf, authentisch zu sein?

Ein Gespräch über Wertvorstellungen, eigene Haltung, Beziehungsgestaltung, ressourcenorientierte Sprache, kulturelle Prägung und die überraschende Erkenntnis am Ende: Ein soziales Chamäleon zu sein ist kein Fehler, sondern eine Fähigkeit.

In dieser Folge sprechen Julia und Johanna über:

  • Was komplementäre Beziehungsgestaltung bedeutet und warum das Wort so sperrig klingt, das Konzept doch so nah am Alltag ist
  • Wann bewusstes Anpassen aufhört, authentisch zu sein
  • Den Unterschied zwischen Manipulation und bewusster Beziehungsgestaltung
  • Ressourcenorientierte vs. defizitorientierte Sprache und was Amerika damit zu tun hat
  • Die Metapher des sozialen Chamäleons und die resultierende Selbsterkenntnis

💬 Key Takeaway der Folge: Authentizität bedeutet nicht, ungefiltert alles herauszulassen. Authentizität bedeutet, nach dem eigenen Wertesystem zu leben – und das kann bedeuten, sich dem Umfeld flexibel anzupassen.

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Transkript anzeigen

00:00:00:

00:00:01: Herzlich Willkommen zu Gefühlt Gedacht, deinem Podcast rund um Menschliches Erleben.

00:00:08: Wir sind Julia

00:00:09: und Johanna – und sprechen mit viel Herz und Offenheit über das was sonst nur in unseren Gedanken bleibt!

00:00:17: Hallo und herzlich willkommen zur nächsten Folge.

00:00:20: Ich freu mich.

00:00:21: Es geht heute um das Thema komplementäre Beziehungsgestaltung Und das ist ein Thema, was uns aus der letzten Sitzung übrig geblieben ist.

00:00:28: Aus unserem letzten Podcast.

00:00:31: Von daher knüpft es quasi direkt an die letzte Folge.

00:00:34: falls ihr die noch nicht gehört habt checkt das aus hört rein und in dem Sinne sag ich jetzt einfach mal wir starten gleich rein.

00:00:40: aber vielleicht Jule magst du auch noch kurz etwas sagen.

00:00:42: Hallo

00:00:45: Ich sag mal hallo und sag gleich Was ist das?

00:00:49: So sind wir letztlich, so haben wir aufgehört.

00:00:52: Ich weiß nicht was komplementäre Beziehungsgestaltung heißt oder Herr erklärt doch mal bitte!

00:01:01: Ja, das ist ... sorry.

00:01:01: Das fällt mir tatsächlich häufiger auf, dass ich irgendwelche Worte verwende und denke?

00:01:06: Dass das Menschen nachvollziehen könnte, was damit gemeint ist!

00:01:09: Und dann feststelle, während der Sprechen ist häufig auch schon ... Nee, warte mal, das müsste ich ja eigentlich erst mal erklären.

00:01:14: Also vielleicht mit meinen Worten komplementäre Beziehungsgestaltung geht auf die Grundbedürfnisse von Menschen zurück die ja unterschiedlich ausgeprägt sein können.

00:01:24: Beispielsweise Kontroll erleben, gibt manche Menschen, die haben ein höheres Bedürfnis an Kontrolle andere, die das etwas weniger haben und dass ich jetzt meine therapeutische Haltung also das heißt mein Beziehungsangebot daran anpasse wie das Bedürfen des Gegenübers ist bedeutet wenn eine Patientin ein Patient ein hohes Kontrollbedürfness hat, dass sich eben dann entsprechend auf dieses Kontroll bedürfnes reagiere indem mich der Person viel Kontrolle ermöglicht.

00:01:49: Das bedeutet komplementäre Beziehungsgestaltung ganz praktisch gesehen.

00:01:53: Also ich passe auf die Grundbedürfnisse des Menschen, mir gegenüber mein Beziehungangebot

00:02:00: an.".

00:02:02: Und jetzt machen wir das mal ein bisschen konkreter – was heißt denn Beziehungenangebot?

00:02:07: Also zum Beispiel, wenn ich jetzt eine Patientin ein Patienten habe mit Kontrollbedürfnis hoch dann würde ich dieser Patientin dem Patienten anbieten.

00:02:16: Ich hätte heute die Idee an dem und dem Thema vielleicht das werden wir das letzte mal so ein bisschen stehen geblieben.

00:02:22: es kann aber sein Sie haben da vielleicht gerade heute gar keine Lust drauf.

00:02:24: wollen sie irgendwas anderes?

00:02:26: also dass sich quasi sehr viel Offenheit und Kontroll erleben ermögliche Fragenstelle, dass die Patientin sich selbst einbringen kann oder das ich zum Beispiel auch erst mal gar nichts von mir sage.

00:02:38: Sondern die Patientinnen und den Patienten einfach sprechen lasse.

00:02:41: Weil auch das hat ja ganz viel häufig für viele Menschen zumindest was mit Kontrolle zu tun.

00:02:45: also Ich kann selber hier bestimmen wieviel gebe ich hier gerade rein in welche Richtung läuft das Gespräch?

00:02:50: Und ich lass mich dann eher mitnehmen und lasst die patienten dem Patienten in seinem kontrollbedürfnis leben Was auch immer das dann für die einzelne person zb bedeutet.

00:03:01: Da ist natürlich gerade mit Kontrolle sehr spannend, finde ich.

00:03:04: Wenn wir das als Beispiel weiter benutzen wie sehr dann eine doch potenzielle Führung... Du siehst ja Themen häufig allein schon deswegen weil du nicht im Thema drin steckst nochmal etwas klare oder differenzierter als der Klientin.

00:03:26: und für jemanden der aber gerne Kontrolle ausübt und führen will da den Weg zu weisen, ohne die Kontrolle zu entziehen.

00:03:42: Ich glaube ich stellt sich sehr spannend dar.

00:03:45: Absolut!

00:03:46: Das sind also potenziell auch nicht die Patientinnen und Patienten, denen ich sagen würde, ich erlebe das übrigens im Außen so und so.

00:03:54: Also denen ich quasi gar nicht dieses Angebot machen würde von wie nehme ich das jetzt hier was Sie gerade mir erzählen?

00:03:59: Im Außen war weil das häufig eine Betrohungslage für die eigene Kontrolle erleben sein kann.

00:04:06: Und dadurch frage ich eher, umgedreht wenn Sie das jetzt von außen hören würden stellen wir uns vor, ne Freundin und Freund würde Ihnen gerade das erzählen.

00:04:14: was würden sie darüber denken?

00:04:17: Ja okay das heißt du passt eigentlich die Art und Weise der Fragen an auf... ...die vorliegende Bedürfnislage des Tierenten.

00:04:26: Das heißt wenn denkst nur nun jetzt Wir hatten jetzt Kontrolle.

00:04:28: nur damit ich dass Wie hast du Kollektive-Beziehung?

00:04:35: Ach so, das Komplementäre.

00:04:37: Also komplementär.

00:04:39: Vervollständigende

00:04:40: könnte man auch sagen,

00:04:41: ne?

00:04:41: Gestaltung... Ja wie bewusst läuft das ab fällt mir gerade dazu ein.

00:04:50: Am Anfang deutlich bewusster als im Laufe des Prozesses.

00:04:52: ehrlicherweise also wenn ich Patientinnen und Patienten begegne das erste Mal Das zweite mal ist das genau was Was ich mich frage in Bezug auf die Fallarbeit.

00:05:01: Ich versuche mir relativ schnell klarzumachen, um welche Bedürfnisse geht es hier eigentlich?

00:05:06: Um welche Grundbedürfnisse sind hier vielleicht auch bedroht und verletzt.

00:05:10: Welche Grundbedröfnisse haben Einfluss auf das Erleben der Person, die mir da gerade gegenüber ist?

00:05:16: Und wenn ich zum Beispiel merke – das finde ich etwas, wo man ein ganz gutes Gespür kriegt, wenn wir uns das bewusst machen dass ein Patient zum Beispiel relativ wenig Raum einnimmt und ganz wenig von sich erzählt oder ähnliches.

00:05:33: Und wenn ich dann solche Dinge, wie ich sage jetzt einfach nichts oder ich lehne mich jetzt zurück und warte halt einfach mal ab bis die Person dann irgendwas sagt, das kann tatsächlich sehr überfordern für diese Personen sein.

00:05:46: Das ist etwas was mir schon relativ schnell in den ersten Sitzungen bewusst wird.

00:05:50: Natürlich vielleicht ganz wichtig komplementäre Beziehungsgestaltung auch deutlich zentraler und irgendwann darf das sich auch verändern hinzu.

00:06:00: Und jetzt fordere ich bewusst heraus, jetzt versuche ich hier auch mal ein bisschen mehr zum Beispiel Kontrolle zu übernehmen was passiert denn dann?

00:06:07: Und das dann auch besprechbar zu machen!

00:06:09: Also das ist aber das langfristigere Ziel in der Art von Therapie dass ich nicht immer nur versuche quasi das Bedürfnis des anderen abzuholen sondern auch zu sagen hey und jetzt bringe ich mich mal mit meinem eigenen Bedürffnis ein.

00:06:19: und was passierte da eigentlich bei ihnen?

00:06:21: Und können Sie da auch quasi jetzt selber für Ihr eigenes Bedürfnis auf andere Art und Weise sorgen, weil wir eben schon gemeinsam in diesem therapeutischen Prozess fortgeschritten sind.

00:06:32: Also komplementäre Beziehungsgestaltung, vielleicht um sich das Wort noch leichter zu merken.

00:06:35: Das kommt mir gerade noch so.

00:06:37: Komplimentärfarben, da kennt man es vielleicht auch aus Schule oder sowas hat man vielleicht mal irgendwann gelernt in diesem Farbkreis die andere Farbe, die quasi auf der gegenüberliegenden Seite liegt.

00:06:49: Komplementärfarbe und so ist das hier auch.

00:06:51: wir versuchen am Anfang deutlich bewusster uns zu machen was braucht die Patient?

00:06:55: Was braucht der Patient um erst einmal überhaupt anzukommen und sich innerhalb der Beziehung getragen zu fühlen Bedürfnissen auch erfüllt hat zu fühlen?

00:07:04: und irgendwann ist aber das Ziel, dass diese Grundbedürfnisse von den Patientinnen und Patienten selbst erfüllt werden.

00:07:10: Und dass wir nicht mehr in dieses Korrektiv zu viel rein müssen.

00:07:20: Was wäre der Gegenpart zur Kontrolle?

00:07:26: Ich glaube ich kann das schweren einem Wort fassen merke der das Komplementär quasi zu Kontrolle wäre, in dem Fall Raum lassen.

00:07:37: Für mich Entscheidungen ermöglichen also wenn hohes Kontrollbedürfnis da ist ich möchte kontrollieren und in der ich möchte die Zügel in der Hand halten genau das zu ermögliche.

00:07:48: Also Ich nehme nicht die zügel In die hand Und ich lasse ihnen ganz viel kontrolle.

00:07:52: ich nehme mich hin.

00:07:54: Hingabe ich gebe mich demhin was er vorgibt.

00:07:58: Ja

00:07:59: ja kann ich mitgehen mit dem wort

00:08:01: Schön.

00:08:02: Brauchst du für mich gut?

00:08:05: Okay, spannend!

00:08:07: Ja ich bin mir... deswegen frage ich so das Wort.

00:08:12: was ich gelernt habe nennt sich Therapeutische Allianz.

00:08:15: Das ist ja die Verbindung ne also?

00:08:18: Ja genau und es geht auch um die Beziehung die ich mit meinem Klienten habe.

00:08:24: Ich habe jedoch nie bewusst gesteuert welche Fragen ich wem meiner klienten stelle.

00:08:34: Dadurch aber auch schon basieren das natürlich jetzt nicht eine wilde Anzahl an Durchschnitt der menschlichen Bevölkerung zu mir kommt, sondern die Leute wählen mich weil ich so bin wie ich bin und damit passt natürlich meine Art zu sein.

00:08:49: Vielleicht auch meiner Art der Führung, meine Art der Zurücklehnung, meine art der Haltung, meineart Beziehungsangemots.

00:08:55: Genau!

00:08:56: Meine Art Beziehungen zu gestalten.

00:09:02: Wenn jemand dem das nicht haugt, er wird nicht zu mir kommen

00:09:05: Ja, Leuchtung-Prinzip.

00:09:06: Das, was wir ausstrahlen, ziehen wir an.

00:09:08: Absolut!

00:09:09: Und dadurch dass du ja auch ne Leuchtturmmöglichkeit hast, dadurch das du ja online sichtbar wirst?

00:09:16: Kann man ja auch da schon in sich spüren, passt das vielleicht zu mir als Klientin oder nicht?

00:09:22: Ist das jemand mit dem ich gerne arbeiten möchte, ja oder nein?

00:09:27: Wobei ... Ich bin mir nicht so sicher wie viel Online da tatsächlich transportiert wird aber das ist noch mal ein ganz eigenes Thema.

00:09:34: Ja, merk ich immer wieder.

00:09:35: Das Stimmonline da ist ... das is schon vielen denn... Ich beschreib das immer gerne mit ne?

00:09:43: Du gehst durch die große Einkaufsstraße und ziehst siebenundneinzig Millionen Schaufenster!

00:09:51: Und eins davon springt dich an und das andere nicht.

00:09:53: du kannst gar nich so genau sagen warum oder warum

00:09:55: nicht?!

00:09:56: Und manchmal gehst du in das Rhein was dich angesprungen hast bis drin und merkst Ah, nee.

00:10:02: Ist doch gar nicht so ... Genau das ist nicht so meins?

00:10:05: Oder es ist voll deins oder eben andersrum.

00:10:07: du gehst in was rein oder am Anfang hast du ja ... Nee, ist nicht cool hat aber irgendwer empfohlen und dann stehst du drin und denkst, uah!

00:10:13: Das ist total cool hier.

00:10:14: Es genau meins.

00:10:16: So finde ich das vor allen Dingen bei Coaches.

00:10:20: Mentoren beraten all den Menschen die Dienstleistung im ... In diesem Bereich online anbieten.

00:10:29: Es ist halt ein Schaufenster.

00:10:31: Ja Und ob es dann aber wirklich auch genauso ist, wie's im Schaufenster ausgehangen wird.

00:10:35: Das ist ja noch mal auf einem anderen Platt Papier

00:10:36: ne?

00:10:37: Ja

00:10:37: absolut!

00:10:42: Ich hab das jetzt bei mir nochmal auf mich bezogen wenn ich Patientinnen und Patienten kennenlerne.

00:10:49: Man kriegt ja auch so ein Gefühl dafür wie stimmig, wie passend ist hier vielleicht gerade unsere therapeutische Allianz miteinander.

00:10:56: um das Wort nochmal aufzugreifen was du grade auch schon genutzt hast Wie fühle ich mich gerade verbunden?

00:11:02: zu der Person?

00:11:03: Habe ich den Eindruck, wir sprechen von den gleichen Themen oder wir sprechen eher aneinander vorbei.

00:11:11: Selbst hat sich die Person vielleicht auch schon mit sich beschäftigt und so weiter.

00:11:14: Das passiert ja eher sehr implizit, sehr unbewusst.

00:11:18: Und wir spüren meistens dann eher eine Passung oder eben eine weniger ausgeprägte Passung.

00:11:25: Was ich ganz spannend finde ist, dass ich festgestellt habe, dass sich das über die Zeit verändert.

00:11:31: Dass im therapeutischen Prozess es durchaus sein kann, dass am Anfang gedacht hab, oh, das wird herausfordernd.

00:11:37: an der einen oder anderen Stelle da ... muss ich gut darauf achten, wie ich meine Worte wähle.

00:11:42: Damit zum Beispiel sich die Person nicht angegriffen fühlt oder damit ich die Person in meinem therapeutischen Setting sozusagen überfordere oder dass ich nicht zu viel reingehe und dann zu schnell gehe sondern ich muss wirklich hier bei dieser Patientin für mich meinen für mein Eindruck darauf achten, Babysteps zum Beispiel zu machen.

00:12:04: Und dann stelle ich aber im Prozess

00:12:05: z.B.,

00:12:06: wenn wir sofortgeschrittene auch sind oder schon zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben Sitzungen therapeutisch hatten, stell ich fest, nee das war gar nicht passend!

00:12:14: Ich kann das schon machen und da passiert auch gar nichts.

00:12:16: also ich kann jetzt hier auch mal größere Sprünge machen und die Patientin der Patient kommt trotzdem mit.

00:12:21: Das heißt, manchmal stimmen unsere Annahme oder unser erster Eindruck auch gar nicht wirklich mit dem was dann über Zeit passiert.

00:12:28: Es ist so meine Erfahrung...

00:12:31: ...die wir bilden die ja häufig auf Basis von unseren Erlebnissen und Erfahrungen sind.

00:12:39: Im besten Fall natürlich entkoppelt aber das ist ja gar nicht möglich.

00:12:42: Also es ist nicht gänzlich möglich!

00:12:45: Wir sind hier halt keine Roboter.

00:12:50: Ich habe mich gerade gefragt wie viel Und da kommt natürlich meine Perspektive auf das Thema so ein bisschen rein.

00:12:57: Wie viel davon unter ich, unter Manipulation oder vielleicht sogar und das ist der nächste Punkt der bei mir aufkam gedanklich als du so geredet hast dachte ich mir schon interessant weil dass was Du machst is ja... Du nimmst gewollt und bewusst die andere Seite ein um eine Beziehungsebene zu kreieren sonst nicht vorhanden wäre, wenn du dich und ich sage jetzt mal authentisch verhalten würdest basierend auf deiner... Und nicht authentisch für deine Rolle als Therapeutin sondern authentisch würde ich als Person.

00:13:34: Und ich überlege gerade wie viel dort auch eine Incoherenz zwischen dir als Person und dir als Rolle Therapeuten entstehen kann?

00:13:45: Und dann im folgedessen Es kommt noch einer mehr.

00:13:50: Die soziale Unsicherheit steigen kann sogar, weil eben dieses ... Ich weiß ich kann alles beeinflussen.

00:13:59: Ich weiß alles von mir so ohne es jetzt weiter erklären zu wollen aber das war so gerade.

00:14:07: Ja, ich verstehe den Gedanken total.

00:14:09: also ich glaube nicht dass sich alles beeinflussen kann und vielleicht aber was definitiv passiert ist dass es manchmal sich anders anfühlt als ich natürlich im Alltag mit, ich sag jetzt mal Freundinnen und Freunden, Schwester, Partner oder sowas spreche.

00:14:24: Das auf jeden Fall!

00:14:25: Also ich würde nicht sagen dass meine Therapierrolle in der ich da damit bin zu hundert Prozent Deckungsgleichen mit meiner persönlichen authentischen Anführungsstrichenhaltung ist.

00:14:38: Wie ich den Menschen gegenüber trete?

00:14:39: Welche Fragen ich stelle wie die Frage stelle?

00:14:42: Ich mache konkret an einem Beispiel damit es vielleicht deutlich wird was ich meine wenn Impulse mitgebe für daran könnten sie vielleicht zwischen den Sitzungen arbeiten.

00:14:50: Das mache ich zum Beispiel auch bei Patientinnen und Patienten, die gerade irgendwas entdeckt haben oder sowas generell wie VerhaltenstherapeutInnen machen das glaube ich relativ regelmäßig dass wir so ein Work to do mit nach Hause geben.

00:15:01: Und hatte ich eine Patientin elf Jahre alt da hatte ich so eine Empfehlung mit gegeben gehabt für Momente wo du wo sie Angst erlebt, dass sie das mal ausprobieren könnte was wir in der Sitzung erarbeitet haben Und dann in der nächsten Sitzung, weil ich weiß das ist eine sehr selbstunsichere Patientin, junge Patientin ist.

00:15:18: Habe ich nicht gefragt und hast du es ausprobiert?

00:15:22: Sondern ich hab sie erst mal beschreiben lassen, was sowieso die letzte Woche war.

00:15:26: Wie alles so geklappt hat und so weiter wie die Angstmomente waren Und habe da schon gedacht herauszuhören dass sie vermutlich diese dieses work to do Diese nach Hause Aufgabe quasi nicht umgesetzt hat und habe dann aber gefragt ach dann war es also scheinbar gar nicht notwendig Dass du das ausprobiert hast.

00:15:44: Also Um ihr ein angenehmeres erleben zu schaffen Damit sie nicht sagen, ich hab's nicht ausprobiert.

00:15:51: Sondern damit sie sagen kann, es war gar nicht notwendig.

00:15:54: Also Selbstwertverstärkung an der Stelle?

00:15:57: Ja, ist schon eine Frage.

00:16:00: In der Form schön ... Weil das eben nicht so einen auf den Mangel hinweist sondern auch okay du hast das eigentlich gar nicht gebraucht wie cool.

00:16:09: Mhm ja ressourcen verstärkend genau

00:16:13: richtig gut

00:16:15: Aber da hast du natürlich einen Punkt mit der Manipulation.

00:16:18: Weil also ja, wenn ich jetzt mir nicht so sehr bewusst gemacht hätte, welche Person da eigentlich vor mir gerade sitzt und dass diese Person das wahrscheinlich destabilisieren könnte in ihrem eh schon eher fragileren Selbstwert erleben – zum Beispiel wieder bei einem Grundbedürfnis -, wenn ich die Frage jetzt so stelle, also hast Du die Hausaufgabe nicht gemacht?

00:16:37: So klassisch schulmäßig!

00:16:39: Das könnte mir übrigens in meinem privaten Unfall durchaus mal rausrutschen, dass ich auch mal eine Frage defizitorientiert stelle.

00:16:45: Weil ich mich nicht bewusst mache vorher was wie sage ich das jetzt eigentlich und kommt das jetzt bei der anderen Person vielleicht so oder so an?

00:16:52: Und das versuche ich natürlich im therapeutischen Kontext schon sehr zu vermeiden.

00:16:55: Und es mag sein, dass das für manche jetzt eine Art der Manipulation ist weil ich ja halt eben mich anders verhalte als sich das vielleicht sonst authentischerweise in Anführungsstrichen tun würde wobei Und das ist halt mein eigener Anspruch, kommt jetzt wieder mit rein.

00:17:10: Ich versuche das natürlich schon auch im Privaten zu tun.

00:17:13: Es gelingt mir aber nicht immer und es gelingt mich aber auch am therapeutischen nicht immer ehrlich gesagt.

00:17:17: Also meinen Wertesystem erfordert das eigentlich schon von mir dass ich eher das positive Betone, dass sich weniger defizit orientiert bin, dass ich mehr ressourcenstärkend bin.

00:17:28: Das ist eigentlich schon etwas, was ich als Mensch gerne sein möchte.

00:17:30: Und ich glaube in meiner therapeutischen ... Deswegen sag' ich auch immer, Therapie macht mich besser.

00:17:36: Selbst wird stärken das tatsächlich.

00:17:38: Weil ich mir da immer wieder vor Augen halte und wo will ich eigentlich hin?

00:17:42: Wie will ich als Menschen sein?

00:17:44: Ich möchte Menschen mit dieser komplementären Beziehungsgestaltung nicht manipulieren.

00:17:50: Manipulieren ist für mich eher ... Aber es ist vielleicht auch nur mein sprachliches Verständnis, dass meine Konnotation die damit reingeht.

00:17:57: Ich möchte etwas... etwas aufdrängen in der anderen Person das Ideen und den Weg jetzt geht oder ich möchte ein Ergebnis fossieren was ich möchte, auch wenn's die Person vielleicht nicht möchte.

00:18:08: Das dafür nutze ich weniger wofür ich mehr nutze für so eine Nachbealterung?

00:18:14: Ich möchte eigentlich einen Elternteil im besten Fall also einen Kommunikationspartner ein Gesprächsangebot machen was sich anfühlt zur

00:18:23: Nier, wo jemand anders sich fallen lassen kann.

00:18:25: Genau!

00:18:26: Ah endlich hier krieg ich das was ich mir eigentlich schon so lange gewünscht habe.

00:18:31: Das wäre cool.

00:18:32: wenn ich das schaffe.

00:18:33: Und dann und vielleicht jetzt nochmal für mich dann manipulierst

00:18:37: du

00:18:38: deine eigene Dein eigenes Beziehungsmuster mit dem Ziel dem anderen dadurch eine auch Heilung zu ermöglichen.

00:18:54: Ja Ich würde sogar sagen, ich entwickle es.

00:18:57: Also, ich manipuliere es nicht, sondern ich entwicke es bewusst und würde mir sogar wünschen, dass ich das mit in den Alltag mehr nehme.

00:19:04: Manchmal wünsche ich mir, ehrlich gesagt, meine therapeutische Haltung auch im Alltag!

00:19:08: Jetzt kann man natürlich sagen ja aber du musst ja im Privat leben jetzt keine Therapeutin sein und ist ja auch super anstrengend für dein Umfeld... Ja könnte mein jetzt vielleicht sagen und ich mag meine therapeutischer Haltung ehrlich gesagt sehr und das ist nicht nur meine therapeutisch Haltung, das ist auch meine menschliche Haltung

00:19:23: Ja, bin ich zu hundert Prozent beide.

00:19:25: Ich hab eben auch gedacht wie schön ... nun war das das Thema Schule reingebracht?

00:19:31: Woher wir solche Sätze hast du es nicht gemacht?

00:19:33: Sehr kennen.

00:19:35: Mhm.

00:19:36: Auch im Elternhaushalt oder Ähnliches da sich anzugewöhnen was anderes zu machen nur weil wir sprachlich das vorgelebt bekommen haben.

00:19:47: Weil häufig darum geht's ja!

00:19:49: Wir haben eben nicht beigebracht bekommen eine Beziehungsgestaltung sozumachen dass der andere sich gesehen fühlt.

00:19:57: Da kommt natürlich auch wieder die Frage rein, ja aber wenn ich das bei jedem mache was ist dann authentisch... also was ist denn authentisch meins?

00:20:06: Also da gibt's dann diese Gegenstimme und ich bin mir manchmal nicht sicher ob nicht die Gegenstürme verhindert, dass es wie so ein Gatekeeper ist, dass ich eben zu dieser Person werde für die das okay is.

00:20:19: Who I want to be Ja.

00:20:21: Genau,

00:20:22: diese Coherenz in Beziehungen reinzubringen.

00:20:25: und wenn das nun mal für mich heißt dass ich diese eine Frage bei der Person stelle und diese eine frage Bei der person nicht stelle weil sich das für mich auch an dem moment stimmig anfühlt weil ich das natürlich irgendwann mal gelernt habe Warum nicht?

00:20:37: warum kann das nicht authentisch sein?

00:20:40: ja

00:20:41: nur weil ich es halt nicht sagt man meiner kindheit bisher anders gelernt haben.

00:20:45: wir könnten das auch als kinder so lernen dann wäre das authentisch

00:20:50: Ja.

00:20:51: Und vielleicht ist das genau der springende Punkt, dass Authentizität nicht bedeutet, dass ich ungefiltert das hinauslassen muss was mein Kopf mir jetzt gerade vielleicht als Aussage präsentiert?

00:21:05: Also

00:21:05: Word!

00:21:08: Ich stand hier und dachte,

00:21:11: rede!

00:21:13: Wie die Jungen heute sagen oder reden, ja also... Vielleicht dieses ich will, also mein Wertesystem sagt.

00:21:21: Ich möchte Sprache eben differenziert in Anfang Strichen nutzen um quasi auch verständlich zu machen und auch bei der anderen Person möglich zu machen, dass wir über das Gleiche sprechen können.

00:21:35: Und nicht in einer Abwehr oder in eine Abwertung vielleicht auch gehen gerade in emotionsgeladenen Momenten.

00:21:41: Ich verstehe schon woher auch diese Argumentation kommt zu sagen na ich bin ja nicht authentisch wenn ich dann erstmal nochmal fünf mal Gedanken darüber mache wie ich das jetzt schön formuliere damit die andere Person nicht angreife obwohl ich grade wütend bin.

00:21:55: Und für mich ist persönlich, das ist meine persönliche Haltung darf jeder anders sehen.

00:21:58: Meine persönliche haltung ist mein Wertesystem ist für mich so ausgerichtet dass ich mir Mühe geben möchte, nicht die andere Person zu verletzen sondern etwas Konstruktives zu schaffen.

00:22:10: Und das kann ich ja vor allem dann schaffen wenn ich meine Worte wehle und mich ungefiltert einfach meine Wut raus lasse und keine Ahnung sowas sage wie

00:22:18: Du bist gerade total so und so.

00:22:19: deswegen finde ich das gerade

00:22:21: total scheiße wie du reagiert hast und

00:22:23: so.

00:22:23: aber das ist halt einfach nicht funktional.

00:22:25: Ich kann natürlich einen Teil davon erkennen.

00:22:27: Und ich kann den auch formulieren, ne?

00:22:29: Ich kann auch sagen hey bei mir wurde übrigens gerade das und ich hätte übrigens grad am liebsten das und dass und das gesagt!

00:22:34: Ich möchte aber so nicht mit einer Person in dieses Gespräch treten weil mir das wichtig ist und dann bin ich ja wieder authentisch Weil es mir wichtig ist wie ich Sprache nutze Wie konstruktiv ich meine Sprache anpasse und wie... ...ich in den Kontakt mit jemandem, wie ich das Bindungsangebot zu jemanden strukturiere von meiner Seite Und das ist mein Wertesystem.

00:22:56: und wenn ich nach meinem Wertessystem lebe, bin ich authentisch.

00:22:59: Auch wenn sich das vielleicht in manchen Momenten anders präsentiert, wenn ich vielleicht in der einen Interaktion mehr in die Richtung gehe oder an den anderen Interaktionen mehr in eine andere Richtung gehe – also Stichwort nochmal Kontrolle übernehmen?

00:23:12: Oder Kontrolle geben?

00:23:16: Ich kann bei beiden authentisch sein!

00:23:19: Es ist interessant weil das was zumindest bei mir ganz häufig ist, dass wenn du so anpassungsfähig bist nenne dich auf die verschiedenen Umstände, die verschiedenen Personen und so weiter anpassen

00:23:31: kannst.

00:23:34: Dann habe ich das immer gleich gesetzt mit du weißt nicht wer du bist.

00:23:40: Unauthentisch war es eben kein konkurrentes Wertesystem.

00:23:46: Und was du sagst bin ich voll dabei.

00:23:51: Ich hab tatsächlich gerade ein super schönes Beispiel bei mir rein.

00:23:54: Ich habe relativ am Anfang meiner Zeit echt Lips.

00:23:58: Mittlerweile vier oder fünf Jahre her, habe ich ein sehr intensives Gespräch mit einem Mann gehabt.

00:24:05: Und er hat mich unfassbar wütend gemacht und gesagt, am liebsten würde ich dir jetzt die Tasse ins Gesicht

00:24:13: feuern!

00:24:14: Ja?

00:24:14: Aber ich mache es nicht weil ich mich kontrollieren kann!

00:24:19: Aber allein

00:24:19: das zu formulieren...

00:24:21: Ah, gar nicht so

00:24:23: viel.

00:24:24: Und das ist Regulation übrigens?

00:24:27: Ja!

00:24:28: Alleine diesen Gedanken

00:24:29: mal

00:24:30: auszusprechen und es da sein lassen zu dürfen und sagen okay ich merke dass das gerade aktiv in mir ist und ich merken wie unfassbar groß meine Wut gerade

00:24:39: ist.

00:24:39: Mhm.

00:24:41: Und...

00:24:42: Genau.

00:24:43: Geil.

00:24:44: Wir beide.

00:24:46: Wie gesagt, ich darf da resonieren wir sehr was das Thema entlangt.

00:24:50: Ich kann aber Verantwortung für mich und meine Gefühle übernehmen.

00:24:54: Ah,

00:24:55: schön!

00:24:55: Gut formuliert – ja genau.

00:24:58: Und da ist übrigens der Punkt wo ich nicht ganz mit dem was du davor gesagt hast resonierst.

00:25:04: das Thema ist wenn ich immer versuche den anderen nicht emotional zu treffen was ich übrigens nicht weiß, ob ich das tue oder nicht.

00:25:14: Übernehme mich automatisch Verantwortung für die Emotionen des anderen.

00:25:18: Ich glaub ja... ...in

00:25:20: einem Tritt.

00:25:22: Nicht vielleicht bis zum Ende?

00:25:25: In deinem Fall vielleicht nicht mehr vollständig bis zum Ende?

00:25:28: Doch solange ich danach suche, welche Indizien gibt mir die Person auf, was reagiert sie?

00:25:33: und nicht und du hast es so schön gesagt vorhin, deine eine Klientin Du hattest gesagt, du kannst bei ihr gar nicht so push the boundaries machen.

00:25:40: Und dann hast du es gemacht und das gemerkt, damit kann sie total gut umgehen?

00:25:43: Mhm.

00:25:43: Da bist du genau diesen ...

00:25:45: Die Hypothesen sind quasi viel geschlagen und diese Verantwortungsübernahme war eigentlich nur aus dieser Hypothese

00:25:52: heraus.

00:25:53: Dein ... Ja, deine Erfahrungsschatz basiert.

00:25:56: Ja.

00:25:56: Ja!

00:25:57: Das ist das, wo ich heute auch versuche für mich immer zu sagen okay... Und das ist tatsächlich hart weil nicht jeder eben verantwortlich mit seinen Gefühlen umgeht.

00:26:10: Ähm ... Nichtsdestotrotz ist es okay, wenn ich andere triggere.

00:26:15: Ne?

00:26:16: Das ist immer noch ein Learning-Feld auf dem ich definitiv ... Ja tatsächlich!

00:26:21: Ich weiß das es mir sehr stark werfällt.

00:26:23: Ja!

00:26:26: Ja ähm ... Das funktioniert in der Rolle als ... als Mentorin wesentlich besser wie im privaten Umfeld.

00:26:34: definitiv, weil ich weiß dass dort es meine Aufgabe auch ist.

00:26:38: Ich sag mal Menschen kommen zu mir und bezahlen mich dafür, dass eventuell auch ein Trigger da ist oder ich den sehe oder ich ihn vielleicht sogar setze damit wir dann daran arbeiten können.

00:26:51: Und das hatten wir ja auch schon dieses Wohlfühlcoaching und I'm your cheerleader Das ist schön Ja

00:26:59: Aber nicht immer hilfreich

00:27:01: Genau nicht.

00:27:02: Im Zweifel bleibst du automatisch dort stehen, wo du jetzt bist.

00:27:05: Was ganz nett ist, wenn du dorthin bleiben möchtest und einfach nur dich besser fühlen möchtes.

00:27:10: Oder was im Sechster-Themen geht oder so was?

00:27:13: Also klar, dann wäre Chilli da cool!

00:27:15: Und?

00:27:17: Nein, und?

00:27:18: Irgendwann kommt halt ... Dann ist der Selbstwert vielleicht auch da

00:27:22: abhängig von der Außenperson.

00:27:24: Ja.

00:27:25: Dann braucht's vielleicht noch mal doch... Eben eine De-Stabilisierung durch einen Impuls, um zu merken wie viel Selbstwert wirklich da ist.

00:27:33: Es muss irgendwann ne andere Erfahrung gemacht werden und wenn hier in diesem sicheren Rahmen gemacht wird es das doch viel besser... ...viel viel besser!

00:27:42: Viel auch gewinnbringender für die Person, die Hilfe sucht Wie wenn das im Außen gemacht wird und man merkt oh Gott es war überhaupt nicht gut.

00:27:52: Ja von der Eigenperspektive her.

00:27:55: Es kann natürlich auch wieder sein, dass das nur eine Eigenperspective ist die versucht mich dort zu halten wo ich gerade bin.

00:28:03: Und das ist was ich meine.

00:28:04: deswegen ist es manchmal notwendig und wir wissen übrigens nicht wenn wir triggeln mit unseren Aussagen

00:28:13: Voll.

00:28:13: Ja, ich hänge da auch gerade noch so ein bisschen bei dieser Verantwortungsübernahme.

00:28:17: also zum Beispiel Verantwortung du hast ja das habe ich ja total auch eingestimmt und war so genau so dass es die Verantwortung für sich selbst braucht.

00:28:25: Also dieses Ich kann meine eigenen Gefühle, ich kann alles was da ist alle meiner Gedanken, ich kan das merken und benennen und nach außen bringen Und ich habe Verantwortung auch dafür sie zu regulieren wenn mir das zum beispiel wichtig ist oder wenn das grade meinem Wertesystem entsprechend ist.

00:28:42: Dafür würde es für mich auch dazugehören, dass wir dann so was sagen wie nicht er hat mich wütend gemacht sondern ich wurde wütent.

00:28:50: Also Ich lass das bei mir!

00:28:51: Nicht Er macht etwas damit.

00:28:53: ich Sondern ich wurde in diesem Moment wüt'n Punkt weil es vielleicht etwas im Außen gab.

00:28:59: ja Was diese Wut vielleicht hervorgerufen hat aber im Grunde kenne bin ich Das Thema und nicht das außen.

00:29:03: also Beispiel hier Drucker kann sagen der Drucker ist schuld dass ich mich jetzt gerade aufrege.

00:29:08: oder ich Kann wenn ich ganz ehrlich vielleicht binden sagen Ich rege mich jetzt gerade auf, weil der Drucker nicht funktioniert und es mir aber sehr wichtig wäre, dass ich jetzt vielleicht schnell ein Dokument oder sowas habe.

00:29:18: Es hat was mit mir zu tun, mit meiner Wichtigkeit dessen, was sich da jetzt grade vielleicht mit diesem Drucker haben

00:29:22: möchte.".

00:29:23: Also das ist so das Thema der einen Seite.

00:29:25: Das ist auch das, was ich beim Worlding auch innerhalb von Therapie immer wieder versuche zurückzumelden.

00:29:30: So dieses Nein-Nein!

00:29:31: Nicht ihr Mann hab' ich zum Beispiel gerade auch letztens in der Therapie gehabt.

00:29:36: Nicht Ihr Mann sorgt dafür, dass sie unglücklich sind in ihrem Leben.

00:29:40: Sie fühlen sich unglücklich in ihrem Leben.

00:29:44: Das ist ein Unterschied, und es ist auch nicht ein Ich bin unglücklich in meinem Leben sondern sie fühlen mich ungluckig.

00:29:52: Also eine Distanzierung, ne?

00:29:55: Oder ich bin depressiv habe ich euch auch mal wieder oder ich bin borderline.

00:29:59: Da jetzt so eine starke Identifizierung mit diesem Gefühl was die damit verbinden.

00:30:05: Und allein dieses sprachliche Worlding finde ich schon ein Verantwortungsthema.

00:30:08: Und dann das andere Verantwortungstheema, was du noch angesprochen hattest ist so dieses ... Ich kann nicht quasi absehen, was in der anderen Person entsteht dadurch, dass ich etwas sage.

00:30:17: also vielleicht sollte ich mich da auch ein bisschen in meiner Verantwortung zurücknehmen und da würde ich sagen, ich gehe da zum Teil mit zu einem kleinen teige ich nicht mit und zwar bei so Sachen wie Dinge die sehr wahrscheinlich dazu führen würden, dass sie eine andere Person verletzen.

00:30:31: Also keine Ahnung.

00:30:33: Was könnten wir da jetzt sagen?

00:30:34: Ach, klassische Mobbing-Setzer.

00:30:36: Du bist so hässlich, du bist so fett, du wirst was auch immer, ne?

00:30:41: Okay.

00:30:41: Genau!

00:30:42: Also hier an dieser Stelle oder wir hatten es in der Folge bei Suizidalität die wahrscheinlich hier in diesem Moment wo wie diese Folge für öffentlichen noch nicht öffentlich sein wird, kleiner Teaser, an der Stelle Zwinke zu Winker.

00:30:54: Wenn man dann natürlich sowas sagen würde, ja bring mich doch um.

00:30:57: So war sehr teilweise leider auch ein Instagram und Co.

00:31:00: passiert.

00:31:00: das ist ja furchtbar Da bin ich nicht dabei.

00:31:03: Da sag' ich ganz ehrlich, sorry da hast du bitte Verantwortung für dich das du solche Aussagen nicht bringst.

00:31:07: schluck's halt runter und da bitte geh in die Verantwortungsübernahme für die andere Person weil du weißt dass es was in ihr machen wird.

00:31:15: Für mich ist ja immer der Grund warum ich solche Sätze sage Ist erstmal weil bei mir irgendwas da ist worüber ich wofür ich keine war.

00:31:25: Also ne?

00:31:25: Das ist für mich immer.

00:31:27: Du hast Recht und an solche Sätze denke ich gar nicht, weil in meiner Welt existiert es tatsächlich einfach nicht so gedanklich.

00:31:32: Und mir ist klar, dass ich das ausblende.

00:31:33: In meinem Gedankenhorizont denke ich nicht daran, dass man sowas mutwillig macht.

00:31:39: Und du hast aber vollkommen recht, es gibt Menschen die machen das mutwilligt.

00:31:44: Häufig?

00:31:45: Weil exakt das Nicht-Start findet nämlich sie Verantwortung für ihre eigenen Emotionen übernehmen.

00:31:52: Ich sag ja nicht, bring mich um wenn ich den Menschen total toll finde.

00:31:56: Sondern da ist im Normalfall etwas anderes noch vorher passiert.

00:32:00: Das ist nicht ein Satz der einfach mal so in den Raum geschmissen wird.

00:32:04: Ja häufig eine eigene Unzufriedenheit mit sich selbst.

00:32:06: Wer jetzt?

00:32:06: meine Hypothese mag aber auch sein, dass ich da sehr kurz denke wahrscheinlich, wenn wir in die Tesse

00:32:11: gehen.

00:32:11: Da kann

00:32:12: ein

00:32:13: Konflikt, da können irgendwas daheim passiert sein... Es ist im Normalfall immer etwas vorher passiert.

00:32:21: Und was ich ganz toll fand, war wirklich dieses ... und ich weiß, dass sich das mit meinen Kindern auf jeden Fall.

00:32:30: Mit meinem Mann bin ich da noch nicht ganz so weit, aber mit meinen Kindern definitiv besser, dieses Defizitorientierte rauszulassen.

00:32:37: Weil das ist was, was ich finde in Kommunikation warum?

00:32:42: Da sind die Amerikaner uns übrigens... Ich hab ja nochmal für alle, die das nicht wissen, ich war.

00:32:48: die letzten vierenhalb Jahre waren wir in Amerika gelebt Und ich hab mir das extrem dort abgeguckt und mitgenommen.

00:32:55: Die Amerikaner sind sehr ... vielen mehr auf das Positive, auch in ihrer Kommunikationsweise mit ihren Kindern oder anderen Menschen orientiert.

00:33:06: Zumindest die, die ich kennengelernt habe.

00:33:08: Aber die Amerikanern sind ja auch ein paar!

00:33:12: Die will ich jetzt nicht für allgemein an.

00:33:13: Aber ich sag mal, die, wie ich in meinem Umfeld kennengelernen haben, waren alle sehr Grund- Von der Perspektive her eben nicht diffizit orientiert, sondern wirklich in ... Was ist eigentlich das Gegenteil?

00:33:29: Ressourcenorientiert.

00:33:31: So wer mein Wort dafür?

00:33:34: Ja auf jeden Fall besser wie positiv.

00:33:37: Genau sehr ressourcen-orientiert war jetzt wohl nicht mehr nötig für dich, dass du so schön gesagt hast.

00:33:46: Super spannend.

00:33:47: Ganz

00:33:47: leicht!

00:33:49: Es ist gar nicht so leicht, wenn du das gewöhnt bist ... dass zu verändern im Redegebrauch.

00:33:57: Vor allen Dingen, wenn Du keine Vorbilder hast.

00:33:59: Das ist ganz häufig merk ich... Wenn die Kommunikation sich verändert soll und du aber gar nicht weißt wie!

00:34:06: Tatsächlich wie im Sinne von was für einen Satz kann ich verwenden?

00:34:11: Dann fällt es mir zumindest häufig sehr schwer auch wenn ich's gerne machen wollen würde.

00:34:16: Ja Ja, also interessanterweise Fun-Fact an dieser Stelle.

00:34:22: Also für mich macht das gerade lustig in meinem Kopf... Wir sprachen jetzt grad über dieses Thema komplementäre Beziehungsgestaltung und was ist in unserem sozialen Umfeld?

00:34:31: Jetzt hast du auch Amerika noch mit eingebracht, welche Vorbilder?

00:34:34: Und da fiel mir grade so ein.

00:34:35: Interessanterweise ich hatte gerade letztens eine Patientin die mir relativ häufig in einer Sitzung sagte Sie sind zu nett, die saß da wie geflasht teilweise.

00:34:45: Ich kann damit gar nicht umgehen und kommt auch aus dem anderen Kulturkreis.

00:34:51: Fand ich auch sehr spannend.

00:34:54: Und sie sagt irgendwie das ist ganz komisch was jetzt hier ... Also dass sie so nett sind?

00:34:59: Das ist irgendwie... Ich weiß gar nicht was ich damit machen soll!

00:35:03: Ich bin da irgendwie, das ist unsangenehm für mich auch irgendwie.

00:35:07: Es fand ich total schön, dass sie das so eingebracht hat und wir haben es auseinandergenommen.

00:35:10: Was passiert denn eigentlich?

00:35:12: Und bei ihr war's zum Beispiel so, dass es eine Bedrohung ist, weil sie in der Kindheit leider die Erfahrung gemacht hat, wenn Menschen besonders nett sind, dass da auch eine Gefahr dahinterstehen kann.

00:35:24: Das nämlich was Schlimmes passiert.

00:35:26: Ich könnte das jetzt noch ein bisschen ausführen.

00:35:28: Die hat tatsächlich sehr traumatische Erlebnisse in ihrer Kindheit gemacht mit... Gewalt in der halbte eigenen Familie, wo die Mutter quasi so komm her ich mach dir nichts und dann aber doch zugeschlagen hat.

00:35:42: Also das heißt Freundlichkeit, komm her, ich mache dir nichts, ah komm!

00:35:45: So wurde dann plötzlich etwas Betrohliches und etwas Gefährliches und Menschen sind wahrscheinlich nur maskiertfreundlich, aber eigentlich haben sie dahinter so wie der Bösewicht, der besonders freundlich tut ne?

00:35:58: Das ist auch super spannend.

00:35:59: also das heißt vielleicht hab' ich ganz krass gemerkt so wow Das, was ich für mich eigentlich total als meine ... das ist eine Werte, die ich hier vertrete.

00:36:09: Die Freundlichkeit, diese Offenheit, dieses Neugierige und so.

00:36:12: Das kann bei jemandem einem anderen Wertesystem etwas ganz Betrohliches auslösen.

00:36:17: Und es hat auch geprägt von unseren Erfahrungen.

00:36:20: Hier passt's ja auch wieder mit Amerika.

00:36:22: Ich fände es total spannend, was unsere Erfahrung, das führt mich jetzt leider philosophisch irgendwie viel weiter noch... Was ist unsere Erfahrung, unserer Geschichte vielleicht auch?

00:36:32: Hypothese.

00:36:34: Damit zu tun haben, dass wir so im Vergleich zu den Amerikanern um in deiner Hypothise zu bleiben defizitorientierter Sprache nutzen.

00:36:44: Also super, super faszinierend!

00:36:46: Also mich bringt es gerade noch gedanklich in drei tausend weitere Fragen.

00:36:51: Ja mach mal... Du weißt doch ich bin da immer Freund von und mach mal du kannst dir eröffnen und wir können... Wir müssen sehr nicht schließen

00:37:00: Ja, also ich frag mich das gerade.

00:37:01: Wie gesagt, welche Hintergründe hat da zum Beispiel auch unsere Geschichte mit den Weltkriegen und unserer, dass wir vielleicht auch gesehen werden als Menschen der Deutschen in Anführungsstrichen der Nazi-Fragezeichen?

00:37:22: Hat das auch damit was zu tun?

00:37:25: Oder war das schon vorher da, das würde ich mich echt auch fragen.

00:37:27: So war diese defizitorientiertere Sprache vielleicht auch schon vorher in unserem europäischen Raum.

00:37:36: Ist es in europäischen Räumen generell der Fall oder ist das Deutschlands bezogen?

00:37:43: Wie gesagt europäisch?

00:37:44: wie ist das in Spanien und Italien so in den angrenzenden Ländern an Deutschland?

00:37:52: All diese Fragen, die da gerade in mir sind.

00:37:57: Wie ist das in Australien eigentlich?

00:37:58: Wie is' es in Asien frag ich mich?

00:38:00: Also wie ist's auf den anderen Kontinenten und warum vielleicht auch?

00:38:04: Wann hat sich das entwickelt?

00:38:05: Hat sich das irgendwann verändert oder ist das eigentlich immer quasi aus den Tribes, aus den Stämmen sag ich mal so vervorgegangen?

00:38:14: Und wofür war es auch irgendwann mal da?

00:38:16: Welche Funktion hatte das vielleicht auch irgendwannmal?

00:38:19: Ja sorry, jetzt ...

00:38:21: Also super spannend, vielleicht.

00:38:23: Wenn gerade ein sozial-kulturbelesender Mensch ... Weil es gibt Studien dazu bestimmt.

00:38:31: Das stimmt.

00:38:32: Ja, wir haben keinen Zugang, bis er dazugehabt.

00:38:34: Wir haben uns damit noch nicht beschäftigt.

00:38:36: Wenn aber jemand dazu Informationen hat, darf er sich gerne an uns wenden und unsere E-Mailadresse und Aufklärung bieten?

00:38:44: Und auch

00:38:45: gerne zu uns in den Podcast kommen!

00:38:46: Ich hatte ganz schöne Fragen!

00:38:48: Genau, vielleicht machen wir in der Zeit wirklich mal eine Folge nur zu diesem Thema.

00:38:53: Das ist super interessant!

00:38:54: Was ich alleine durch meinen Aufenthalt in Amerika dir sagen kann... ...ist das Thema Stolz?

00:39:02: Weil da ist es mir extrem aufgefallen.

00:39:04: Der Amerikaner, der ist stolz auf sich und auf sein Vaterland.

00:39:09: Hey, wenn ich mit meiner deutschen Perspektive drüben Medien gerade am Anfang war, dass für mich so ein... Das haben sie nicht gesagt.

00:39:18: Also wirklich, da hab ich richtig gemerkt, dass in mir so einen...

00:39:21: Darf er das?

00:39:23: Ja tatsächlich so.

00:39:24: Wow!

00:39:25: In Deutschland wäre das jetzt... Er wäre Nationalsozialist also wirklich...

00:39:29: Ah, krass.

00:39:29: Ja, siehst du?

00:39:30: Weil wenn wir Deutschen so über Deutschland sprechen dann nur weil Du Nazi bist.

00:39:36: Ah, du hast recht.

00:39:39: Dieses ne?

00:39:39: Also dieses auch.

00:39:41: Ich bin der Amerikaner und ich hänge mir hier meine amerikanische Flagge rein.

00:39:45: Ich bin stolz auf mein ... zehn Gründe, warum es gut ist, amerikaner zu sein!

00:39:50: Warum ich stolz darauf bin, amerikana zu sein?

00:39:51: Das waren Punkte in Zeitungen, das ist da übrigens vollkommen normal.

00:39:55: Das war nämlich der Artikel, wo ich dachte... Woa!

00:39:57: Ne?!

00:39:58: Jaas!

00:40:00: Und das wird auch da gefeiert und zelebriert.

00:40:04: Ja krass Wow, ja.

00:40:07: Ich spür genau was du meinst und bin so ... Nee man, das wär überhaupt nicht denkbar bei uns!

00:40:15: Also

00:40:17: ich sag jetzt mal irgendwie ne Brigitte oder sowas hätte drauf zehn Gründe warum du gerne Deutscher sein willst?

00:40:22: Ja das ist irgendwie gleich.

00:40:23: da kommt so eine Assoziation mit rechtem Gut, ne?

00:40:26: Ja also ... Bahnen!

00:40:30: Und das ist jetzt so mal der eine Stolzaspekt.

00:40:32: Das ist sehr stolz aufs Vaterland oder den Stolze auf das Land, in dem man wohnt.

00:40:36: Der Stolzt darauf, wo man wohnet und auch diese ... So?

00:40:40: Und dann gibt es die nächste Ausprägung nämlich der Stolzz auf mich als Person.

00:40:47: Ich hatte das sehr plakativ.

00:40:50: Da war ich im Yoga gewesen, im Rückbildungs-Yoga.

00:40:54: Dann sagte die Yogalehrerin ging sie durch Ja!

00:40:58: Ich find's toll, dass ihr wieder hier seid.

00:40:59: Es gibt ja noch einige andere.

00:41:01: Ich mach das jetzt übrigens seit zwanzig Jahren und ich bin halt einfach

00:41:05: besser.".

00:41:06: Und ich dachte mir so... Okay!

00:41:11: Also wir hatten vorher eine Vorstellungsrunde und ein paar davon hat gesagt, dass sie vorher woanders waren.

00:41:15: Und dann sagte sie das so darauf und ich dachte,

00:41:18: ich bin einfach besser.

00:41:22: Und das meint sie und es war nicht irgendwie, ich sag mal in Deutschland wäre es so ein überhöhtes ja.

00:41:26: Ich bin halt einfach besser.

00:41:27: Ja

00:41:28: genau Sie werden die anderen ab und überhört sich selbst.

00:41:31: Genau Das war nicht so!

00:41:32: Das war tatsächlich einfach ihre Meinung über sich selbst völlig mit Standing.

00:41:41: Und auf dem nächsten Moment wo ich mir, genau ich mir dachte so... ...das würdest du in Deutschland So vor allen Dingen mit Vergleich zu wem anders.

00:41:54: Also ich sag dir, das nächste Mal wäre deine Yoga-Stunde leer.

00:41:57: Weil sie dich alle für eine arrogante...

00:42:01: ...eingebildete... Ja?

00:42:06: Ich weiß genau was du meinst!

00:42:09: Wir hatten das Thema ja auch schon mal in einem eigenen Telefonat, wo wir so dieses Expertentum, wenn jetzt hier jemand zum Beispiel in der Website baut.

00:42:19: Und dieses, ich seh das ja auch manchmal.

00:42:21: Ich hab mir dann auch Inspiration gemacht.

00:42:24: und welche Webseiten sprechen mich eigentlich so an.

00:42:26: Wenn ich dann lese Experte für ... und ich sehe aber irgendwie quasi eine Person, die noch recht jung ist, dann denk ich mir so wie kann es denn sein dass du dich selber Expertin nennst oder Expertin?

00:42:39: Das macht tatsächlich nicht weich der Person, doch!

00:42:45: Doch auch weil ich der Person das nicht glaube.

00:42:47: Doch!

00:42:47: Ich wollte gerade sagen, weil ich das der Person nicht glaube... Aber doch?

00:42:50: Nee also ich glaube da ist der Person sich.

00:42:53: Ich glaube dass der Person dich und ich glaube es ist ein Bild was sie gerne nach außen vertreten möchte um Marketing zu machen, um Menschen an sich zu binden.

00:43:00: und ehrlicherweise meine Wert in meiner Wertvorstellung ist es so, dass ich bitte sagen kann ey ich habe nicht die Schlauheit mit Löffeln gefressen.

00:43:08: Ich weiß es nie besser.

00:43:11: zu einigen Punkten.

00:43:12: Und bei anderen Punkten habe ich aber auch überhaupt gar keine Meinung, weil ich einfach noch viel zu grün hinter den Ohren bin.

00:43:16: und hey das ist doch der spannende Prozess wir alle entwickeln uns doch!

00:43:22: Und jetzt kommt noch dieser blöde Satz hinten dran alt wie eine Kuh und lernt doch noch dazu.

00:43:25: Also selbst wenn du jetzt Alt wärst und irgendwie keine Ahnung, achtzig Plus wäre es und würdest dich als Expertin verkaufen würde ich vielleicht dir's zwar eher abkaufen, weil du wahrscheinlich schon viel Lebenserfahrung gesammelt hast mit diesem Thema vielleicht dann auch und dennoch in Frage stellen, ob es wirklich ein Expertentum ist.

00:43:42: So ich glaube ...

00:43:44: Das war ganz interessant mal heraus.

00:43:45: also für mich wäre jetzt interessant da noch mal tiefer einzusteigen was wir sicherlich in der anderen Folge nochmal machen können.

00:43:54: sehr

00:43:54: sehr gerne.

00:43:55: wir

00:43:55: nehmen das mit weil da sind natürlich dann die frage was macht eigentlich expertentum auch für dich aus?

00:44:01: Wer darf sich denn dann aus deiner Perspektive heraus überhaupt per Expertin nennen?

00:44:08: Ich hab auch meinen Struggle mit dem Wortmerke.

00:44:12: Mir fällt es immer schwer, wenn mich jemand als Experte für irgendwas vorstellt ...

00:44:17: Oder?

00:44:19: Genau!

00:44:22: Ja, ich habe damit viel zu tun und mache das gerne.

00:44:27: Und trotzdem

00:44:27: hab ich noch nicht jeden einzelnen Aspekt davon vielleicht ins Detail mich hinterfragt.

00:44:34: Bevor wir jetzt so weit gehen, würde sagen...

00:44:38: Das

00:44:39: ist eine schöne Folge.

00:44:42: Wir sind eingestiegen mit dem Thema komplementäre Beziehungsgestaltung.

00:44:48: Ey, ein Learning auf jeden Fall da!

00:44:49: Das Wort ist hängen geblieben.

00:44:50: Cool?

00:44:51: Ja,

00:44:52: tatsächlich bin ich...

00:44:53: Ich habe Farben in meinem Kopf gesehen, wer nicht gesagt hat und hab mir danach auch wirklich auf die Schulter geklopft selbst, dass ich es rausbekomme.

00:45:02: Celebrate all wins

00:45:03: ne?!

00:45:04: Zum Thema Proud und Pride, und Stolz.

00:45:07: Ja!

00:45:09: Sehr gut.

00:45:12: Ich überlege gerade wie ich diese Folge zusammenfassen würde.

00:45:15: Halleluja.

00:45:20: Was ist dein Learning?

00:45:21: vielleicht?

00:45:23: Das nimmst du heute aus der Folge mit?

00:45:26: Vielleicht welches Thema bleibt dir aktuell noch hängen?

00:45:29: Kannst du schon was?

00:45:32: Ja.

00:45:33: Ich glaube, das Thema Authentizität bedeutet nicht in jedem Moment gleich zu reagieren und ungefiltert eigene Gedanken hinauszuposaunen sondern nach dem eigenen Wertesystem zu leben.

00:45:46: Punkt!

00:45:48: Ja schön.

00:45:49: Ich

00:45:49: glaub', dass ist es für mich.

00:45:52: Ja, schön.

00:45:52: Es hat es für mich irgendwie noch mal so klar gemacht, weil ich hing ja auch manchmal so dran ist das bin ich jetzt hier eigentlich wie ein warbandes etwas was irgendwie schwierig greifbar ist und dass für mich heute so herauszuarbeiten und zu merken, das fühlt sich für mich total stimmig an nach meinem Wertesystem zu leben ist.

00:46:09: Authentizität und Wertessystem kann eben auch bedeuten, dass ich flexibel mich anpassen möchte in meiner Sprache, in meiner Beziehungsgestaltung Weil es sich für mich in meinem Wertesystem genau so wünschenswert anfühlt.

00:46:25: Und das ist Authentizität für mich.

00:46:28: Mhm, sehr schön ja!

00:46:35: Kannst du oder magst Du noch was formulieren?

00:46:37: Oder magst du's so für Dich stehen lassen?

00:46:40: Ich bin bei dem Wort Manipulativ und ... Manipulator ist nicht dass ich mir bewusben und meine Beziehungen, und meine Verbindungen bewusst gestalten.

00:47:03: Sondern das ist ein Wert den ich damit sicherstelle, den ich vielleicht auch damit lebe.

00:47:11: Und es ist nicht gleich manipulativ dass es mir wichtig ist mit Menschen in Verbindung zu gehen.

00:47:20: Und dafür dann auch meinen Teil entsprechend zu strukturieren Wollte gerade anzupassen, sagen.

00:47:37: Aber Anpassen stimmt nicht weil ich würde nicht auf alles... Ne es wäre nicht alles sondern es wäre ja nur das...

00:47:59: Ich weiß noch nicht so ganz wo du hinmerkst.

00:48:01: deswegen kann ich dir grad kein Wort anbieten.

00:48:03: Deswegen lasse ich dich einfach überlegen.

00:48:04: Alles gut!

00:48:05: Das ist genau mein Problem.

00:48:07: Ich kann's noch nicht ganz greifen.

00:48:13: Also meine Polation hat nichts damit zu tun dass sich eine bewusste Beziehungsgestaltung

00:48:19: lebe.

00:48:21: Ja, genau haben möchte.

00:48:23: Haben möchtest du?

00:48:23: Für mich ein Leben als sinnvolle Erachter oder sogar notwendig erachte oder vielleicht als wünschenswert.

00:48:33: Vielleicht ist es genau das.

00:48:34: Manipulation heißt nicht dass ich eine bewusste Beziehungsgestaltung in meinem Leben als Zielführung empfinde für mich.

00:48:58: Ich merke, es frustriert mich gerade.

00:49:00: Ich krieg's nicht gegriffen und ich hasse das, wenn ich's nicht gekrifft kriege.

00:49:02: Und ich seh auf die Uhr und weiß, wir müssten eigentlich schon fertig sein... ...und ich merk', dass ich jetzt gerne sagen möchte, okay, wir machen jetzt hier Kart und ich streiche den Rest einfach

00:49:10: raus.".

00:49:11: Ja!

00:49:12: Kann ich das total nachempfinden?

00:49:14: Kenne auch das Gefühl von mir.

00:49:16: Gerade wenn wir irgendwie sowas wichtig ist für uns am Ende der Sitzung oder am Ende ins Podcast nochmal zusammenfassen wollen Wenn man genau diese passenden Worte haben, um skriftig zu haben.

00:49:33: Wo man voll dahinterstehen kann.

00:49:35: dann die Zeit der Zeitdruck in der Kombination mit dem Anspruch?

00:49:40: Ich glaube was tatsächlich für mich hängen bleibt und jetzt noch mal wirklich das dieses ... Was ich auch immer dachte was fehlerhaft ist nämlich ein Chameleon zu sein sich überall immer anpassen zu können.

00:49:52: Schönes Fähigkeit ja eigentlich!

00:49:54: Ja

00:49:56: kein Fehler ist, wenn ich sie ... Das ist kein Fehler.

00:50:02: Punkt!

00:50:02: Ich glaube, das ist das was bei mir hängen geblieben ist.

00:50:08: Dass es dafür einen Wort gibt, nämlich komplementäre Beziehungsgestaltung?

00:50:12: Dass das ein therapeutischer Skill isst den anderen hart lernen müssen und dass ich immer dachte, dass es ein Fehler ist

00:50:24: oder Manipulation.

00:50:25: ne

00:50:26: Genau, oder Manipulation.

00:50:27: Das

00:50:27: ist ja

00:50:28: immer sehr viel auch von ... Mhm, genau das eher.

00:50:31: Es ist übrigens ... Ich hab nie gedacht, dass es manipulativ ist weil ich's immer ... Weil's mir gar nicht bewusst war was ich kann oder was ich einfach automatisiert mache.

00:50:42: Ich habe schon sehr wohl wahrgenommen hat, dass ich eben den Gegenspieler eingenommen habe.

00:50:48: Automatisch ohne ... Und dann aber auch mich im Nachhinein immer gefragt hab, wer bin ich denn jetzt eigentlich?

00:50:54: Weil bei der Person bin ich der.

00:50:56: In dem Kreis bin ich da und wenn ich in die Gruppe gehe, dann bin ich diese Person.

00:51:01: Dadurch war natürlich ganz viel so ein ... Hä!

00:51:03: Aber kann nicht all die Leute

00:51:06: sein?!

00:51:08: Das ist eine schöne Frage.

00:51:10: Kann ich eigentlich all das sein?

00:51:12: Ja genau.

00:51:14: Ich glaube, dass es für mich noch mal am Ende ... Cool.

00:51:18: Ich darf vieles sein.

00:51:20: Das Karmillion.

00:51:21: Genau, das ist Karmillon.

00:51:22: Kein Fehler.

00:51:23: Ja,

00:51:25: kein Fehler ist sondern eigentlich eine Fähigkeit.

00:51:29: Eine Kompetenz absolut!

00:51:32: Danke dass du dir den Raum und die Zeit genommen hast das so zu formulieren.

00:51:36: gerade dieses Bild mit dem Chameleon finde ich auch richtig.

00:51:39: gewinnbringt hier am Ende nochmal Vielen Dank an dich vielen dank für die Zuhörenden fürs dranbleiben und vielleicht mitdenken und wenn es ne Person gibt die sich damit auskennt mit diesen ganzen Fragen So, bitte melde dich.

00:51:52: Wenn du dann auch noch Lust hast ein Podcast zu sprechen, noch cooler musst du aber auch gar nicht wenn du uns auf ein paar Fragen schon schriftlich beantworten willst.

00:51:58: wir bringen sie super gerne ein.

00:51:59: also das ist auch noch in mir und schwingt noch mit Und ansonsten würde ich sagen hören wir uns zum nächsten mal wieder.

00:52:07: Genau Vielen Dank fürs Zuhören

00:52:11: Und bis zum nächsten Mal

00:52:13: Tschüss!

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